Werde Mitglied in der großen deutschen Heimwerker-Community!
Jetzt anmelden!
 

Vorwand an Wand mit Tür und Bogen

17.02.2014, 16:04
Geändert von andre133 (17.02.2014 um 16:09 Uhr)
Ich plane eine Vorwand aus Rigips auf Holzkonstruktion an eine bestehende Wand zu setzen, da ich Lampen an der Wand installieren möchte und die Steckdosen gerne versetzen möchten. Außerdem spare ich mir bei der Renovierung so die Arbeit, die alte Raufaser runterzureißen. Nun zu meinem Problem. An dieser Wand ist eine Innentüre. Wie kann ich das bei einer Vorwand machen, dass es an der Tür vernünftig abschließt. Mir würde spontan nur eine neue Zarge einfallen, was ich eigentlich vermeiden will. Außerdem müsste ich dann sehr exakt arbeiten um auf das nächstgrößere Standardmaß für die Zarge zu kommen.
Das zweite Problem bei dieser Wand ist ein Durchgang zum Flur, der oben einen Bogen hat. Hier müsste ich dann den Bogen ja auch mit Rigips nachformen. Was für Platten würde ich hier benötigen? Eine Alternative wäre ansonsten vor dem Bogen mit der Vorwand aufzuhören. Aber dann habe ich dort eine unschöne Ecke.

Vielen Dank für eure Hilfe.
 
Rigipswand, Trockenbau Rigipswand, Trockenbau
Bewerten: Bewertung 0 Bewertungen
20 Antworten
ähhh,was meinst du?

 

Hört sich nach einem rechten hohen Aufwand für das Verlegen von Steckdosen an - vielleicht ist es einfacher neue Löcher für die Dosen in die alte Wand zu bohren und einen Schlitz zu stemmen und das ganze nachher wieder zu verputzen...

Aber ansonsten:
- die Zargen haben immer eine Bereich den sie abdecken - da kommt es auf einen Zentimerter nicht an (erst Zarge aussuchen und die Wandstärke festlegen)
- für den Rundbogen könntest Du Designbauplatten nehmen, da gibt es welche die einseitig geschlitzt sind, so dass man einen Bogen formen kann (muss aber natürlich noch beigeputzt werden)
- für den Rundbogen würde ich vieleckig per Rigips machen und den Rest beispachteln / verputzen

Der ganze Aufwand ist aber bestimmt größer als Tapete runter und Dose versetzen...

 

Vielen Dank für die Antwort. Über die Schlitze klopfen Thematik habe ich mich in den letzten Tagen ausführlich informiert. Ich tue mich da schwer, da es dabei ja viel zu beachten gibt in punkto Statik. Ich weiß leider noch nichts über die Bauweise (Beton, Mauerwerk etc.) der Wand, da es nicht mein Haus ist, in dem das Projekt gemacht wird. Es ist eine Eigentumswohnung und leider weiß ich auch noch nicht ob die Wand tragend ist.

 

Woody  
Also dass durch Kabelschlitze, welche nachher wieder zugemauert/gegipst werden, eine signifikante Änderung der Mauerstatik erfolgen könnte, wäre mir neu.

Ich halte dein Vorhaben ebenso für weitaus aufwändiger als direkt in die Mauer neue Leitungen und Dosen zu setzen.

 

Zitat von Woody
Also dass durch Kabelschlitze, welche nachher wieder zugemauert/gegipst werden, eine signifikante Änderung der Mauerstatik erfolgen könnte, wäre mir neu.
Wenn ich den Schlitz 150mm tief kloppe bestimmt. ^^

QUOTE=Woody;595939]Ich halte dein Vorhaben ebenso für weitaus aufwändiger als direkt in die Mauer neue Leitungen und Dosen zu setzen.[/QUOTE]

Da kann ich mich nur anschliessen. Lieber die Tapete runter, Kabel verlegen und dann neu gestalten.

 

Zitat von andre133
Vielen Dank für die Antwort. Über die Schlitze klopfen Thematik habe ich mich in den letzten Tagen ausführlich informiert. Ich tue mich da schwer, da es dabei ja viel zu beachten gibt in punkto Statik. Ich weiß leider noch nichts über die Bauweise (Beton, Mauerwerk etc.) der Wand, da es nicht mein Haus ist, in dem das Projekt gemacht wird. Es ist eine Eigentumswohnung und leider weiß ich auch noch nicht ob die Wand tragend ist.
Statik, bei Kabelschlitzen und UP-Dosen? Wer hat dir den den Bären aufgebunden?
Ich schliesse mich an...Tapete runter, Kabelschlitze und Dosenlöcher stemmen, Kabel und Dosen gesetzt, vergipsen und tapezieren.
Ich möchte jetzt nicht überheblich wirken, aber wenn Du bei Kabelschlitzen schon Bedenken bezüglich der Statik hast, empfehle ich dir auch für die Elektroarbeiten einen Fachmann hinzuzuziehen.

 

Ekaat  
Zitat von andre133
Vielen Dank für die Antwort. Über die Schlitze klopfen Thematik habe ich mich in den letzten Tagen ausführlich informiert. Ich tue mich da schwer, da es dabei ja viel zu beachten gibt in punkto Statik. Ich weiß leider noch nichts über die Bauweise (Beton, Mauerwerk etc.) der Wand, da es nicht mein Haus ist, in dem das Projekt gemacht wird. Es ist eine Eigentumswohnung und leider weiß ich auch noch nicht ob die Wand tragend ist.
Die Art der Leitungsverlegung nennt sich »im Putz« und nicht »in der Wand«. Für diesen Zweck gibt es sog. Impu-Stegleitungen, die mit Stahlnägeln, welche mit Pappringen versehen sind, auf das Ziegelwerk aufgenagelt werden. Danach wird verputzt/vergipst. Die »Nadelstiche«, die du der Wand verpaßt, indem Du neue Dosen setzt, sind statisch völlig irrelevant. Schließe mich den Meinungen meiner Vorredner an: Tapete ab, Dosen setzen, Leitungen verlegen und neue Tapete druff!

 

Danke für die zügige Hilfe. Dieser Bär wurde mir übrigens in solchen Foren aufgebunden, die meine Google-Recherche erbracht haben:
http://www.bauexpertenforum.de/showt...chlitz-klopfen

Es wird z.B. auch gesagt, dass man nur senkrecht Schlitze klopfen sollte. Die Steckdose von der ich den Strom holen muss ist mittig an der Wand. Ich müsste also einen Schlitz nach oben machen und dann waagerecht zu den Lampen, die etwa 1,20m auseinander sind. Also wäre auch ein waagerechter Schlitz vorhanden.

 

Naja, das scheinen mir ja ausgesprochene Experten zu sein, welche in diesem Forum ihr "Wissen" weitergeben...

Das mit den waagerechten Schlitzen ist ebensolcher Humbug wie die Veränderung der Statik. --> ausgemachter Blödsinn!

(Ich habe nicht nur in meinem Haus sämtliche Schlitze incl. der Elektrik gemacht.)

Was Du nicht machen darfst, ist einen Schlitz diagonal verlaufen zu lassen.

Die Elektrik würde ich jedoch in Deinem Fall von einem Elektriker machen lassen!
Ich habe das auch nur gemacht, da ich die Lizenz dazu habe...

Schlitzen, Dosen setzen und die Leerrohre verlegen kannst jedoch - bei etwas Handwerklichem Geschick - auch Du.

Soviel meinerseits...

Gruß Dieter

 

Wie Ekaat es schon sagte, im Regelfall verlegt man die Leitungen unter Putz und nicht unter Mauerwerk.... Wie Kneippianer schon sagte sollte man davon Abstand nehmen eine Leitung quer über die Wand zu legen. Kann zu unangenehmen Überraschungen führen wenn man mal ein Bild aufhängen möchte. Ich meine in der DIN VDE 0298-4 sind einige Hinweise welche man eventuell beachten sollte. Zum Beispiel das Leitungen ca. 30 cm (ich meine mich an so etwas entsinnen zu können) über Bodenniveau verlaufen sollten o.ä.

 

Waagerechte Schlitze, mitten auf einer Wand für Wandleuchten...hab ich das richtig verstanden?
Ich bin zwar kein Elektriker, aber soweit ich weiss, ist das nicht Vorschriftsmässig.
Mein Vorschlag als "Nichtelektriker": Von der Verteilerdose waagerecht und dann senkrecht mit Wandauslass für die Wandleuchten.
Soweit ich es richtig weiss, liegt die Vorschrift 30cm waagerecht von Boden oder Decke, 15cm senkrecht der Zimmerecken, von Fenstern und Türrahmen.
Ob ich mit meinen Infos bzw. meinem Wissen noch richtig liege, kann aber ein Elektriker hier ggf. korrigieren.

 

Zitat von andre133
Die Steckdose von der ich den Strom holen muss ist mittig an der Wand. Ich müsste also einen Schlitz nach oben machen und dann waagerecht zu den Lampen, die etwa 1,20m auseinander sind. Also wäre auch ein waagerechter Schlitz vorhanden.
Da gehe ich mal davon aus, dass die Lampen unter der Decke sind.

Aber hast absolut Recht, Red!

 

Ich würde den Strom ja gerne von der Verteilerdose holen, aber da es eine Eigentumswohnung ist, die nicht als Erstbezug gekauft wurde, weiß ich nicht wo die Verteilerdosen sind. Ich werde mal versuchen ob ich im Bereich 15cm vom Türrahmen und 30cm von der Decke durch klopfen irgendwo was finde.

 

Ekaat  
Zitat von RedScorpion68
Waagerechte Schlitze, mitten auf einer Wand für Wandleuchten...hab ich das richtig verstanden?
Ich bin zwar kein Elektriker, aber soweit ich weiss, ist das nicht Vorschriftsmässig.
Mein Vorschlag als "Nichtelektriker": Von der Verteilerdose waagerecht und dann senkrecht mit Wandauslass für die Wandleuchten.
Soweit ich es richtig weiss, liegt die Vorschrift 30cm waagerecht von Boden oder Decke, 15cm senkrecht der Zimmerecken, von Fenstern und Türrahmen.
Ob ich mit meinen Infos bzw. meinem Wissen noch richtig liege, kann aber ein Elektriker hier ggf. korrigieren.
Meines Wissens ist nur Übereinkunft (ob zwingende Vorschrift weiß ich nicht), daß von der Quelle bis zum Verbraucher und davon zum nächsten Verbraucher etc. nur senkrecht oder waagerecht abgegangen werden darf. Wenn ich also z. B. im Bad drei Wandleuchten in Augenhöhe habe, kann ich diese waagerecht miteinander verbinden.

 

Leitungen diagonal - sicherlich überhaupt nicht.
Waagerecht in Deckennähe und dann senkrecht runter zum Verbraucher ist äußerst vorteilhaft, da man seltenst ein Bild direkt über einer Wandleuchte aufhängt, aber mit hoher Wahrscheinlichkeit links oder rechts daneben.
Auch könnte es im ersten Ansatz weniger Arbeit machen, Schlitze zu kloppen, die alte Tapete runter und neue Dosen zu setzen.
Hier steht allerdings ein undefinierter Aufwand im Raum.
Könnte ja sein, dass die Tapete extrem widerstandsfähig ist oder sehr viele Steckdosen neu gesetzt werden müssen.
Angst vor schwindender Statik ist da eher unbegründet und fällt als Grund aus.

Aber dennoch :
Wenn die alte Zarge bleiben soll, sieht es merkwürdig aus, wenn danach eine Kante zur zur Vorwand entsteht.

Möglicherweise wirkt es besser, wenn hier mehrere Kanten eingebaut werden. Diese müssen ja auch nicht dieselben Abstände zueinander haben.
Wenn man hier etwas mit der Skalierung spielt, könnte das durchaus interessant werden.
Nur in Punkto Arbeit ist dies nicht wirklich eine Erleichterung.
Die Frage nach dem Kantenschutz bleibt noch offen.
Tapezieren wird sicher auch spannend.
Das wäre dennoch mein Vorschlag wenn es denn die Vorwand sein muss.
Auch könnte man links und rechts davon rechteckige Ausparungen einbauen - als Nippesregal mit LED Beleuchtung !?!
Mit Farben könnte man diverse Gestaltungsmöglichkeiten ausreizen...
oder Säulen daneben auf die Wand malen...
In so eine Vorwand können auch leicht Leerrohre eingebaut werden, durch die z.B. Lautsprecherkabel gezogen werden können.
●○
Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	tür.jpg
Hits:	0
Größe:	59,6 KB
ID:	24760   Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	tür2.jpg
Hits:	0
Größe:	64,7 KB
ID:	24761  

 

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Ansicht