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Vorteile eines Trockenbauschraubers?

31.03.2012, 21:34
Ich muss ca. 200 qm Fermacell-Platten anschrauben (Holzunterkonstruktion, zweilagig) und habe mit meiner Bohrmaschine begonne zu schrauben. Nun bin ich genervt, da ich die Schrauben schlecht versenkt bekomme, vor allem bei der zweiten Lage klappt das nicht wirklich und das Bit rutscht häufig ab.
Zu meiner Frage. Geht das ganze mit einem Trockenbauschrauber evtl. besser? Werden die Schrauben von diesem Gerät gehalten, sodass ich beide Hände zum halten der Maschine frei habe?
Am Montag soll es weiter gehen, es ist also dringend, in sechs Wochen ist Einzug.
 
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11 Antworten
Das Problem ist ja (u.a.), dass die nicht sichtbare Holzbeschaffenheit unter den Platen unterschiedlich ist - mal ist etwas lockerer, mal ein Astloch ...
Mit Drehmomentvorwahl kriegt man das nicht hin, mit Gefühl nur schlecht.

Der Trockenbauschrauber dreht sehr schnell (hat daher ein geringes Drehmoment und ist zum Bohren weniger geeignet, auch nicht zum Schrauben in besonderen Fällen - Bohrmaschine und Akkuschrauber haben i.d.R. deutlich mehr Drehmoment.

Der Trockenbauschrauber hat einen (verstellbaren) Tiefenanschlag. Der sorgt nicht nur für die richtige Tiefe, sondern auch dafür, dass die Schraube bitschonend sitzt.

Diese Tiefenanschläge gibt es z.Bsp. von Wolfcraft als Zubehör für um die 10 Euro und das funktioniert recht gut mit einer normalen Bohrmaschine. Ist vielleicht einen Versuch wert.

Wenn ein Verleiher in der Nähe ist, würde ich mir allerdings einen Magazinschrauber leihen - das ist ein Schrauber mit Tiefenanschlag und automatischer Schraubennachführung.

 

Also ein Trockenbauschrauber löst Dein Problem mit dem Überspringen auch nicht.
Er ermöglicht lediglich das Schraube nachladen und auch das automatische abheben sobald Schraube eingedreht ist.
Dafür bekommst meist Du um jede Schraube eine runde Marke gesetzt.

Du musst darauf achten, das Dein Schrauberbit ein Philips Bit (z.B. Ph2) ist und nicht ein Pozidriv Bit (PZ .) denn diese haben den falschen Winkel und auch die Zentrierungen/Flankenform des PZ-Bits verhindern kraftschlüssiges Schrauben.

Ich würde Dir ja das Klammern in Holz mit einem Druckluftklammerer empfehlen.
Da kannst Du die Einschagtiefe exakt einstellen.
Ausplatzer am Plattenrand sind deutlich weniger.
Und die Klammern sind meist bis 40mm auch ganz günstig.
Schneller und einfacher geht´s auch noch.

 

Geändert von Bastelfuchs (31.03.2012 um 22:53 Uhr)
Wie Bastelfuchs schon geschrieben hat, wird deine Lösung der exakt passende Bit sein. wenn du dann noch einen Akkuschrauber mit Drehmomenteinstellung hast, werden die meisten Schrauben bei richtiger Einstellung bündig eingedreht. Astlöcher sind bei Konstruktionshölzern eher selten.

 

Mit dem Akkuschrauber komme ich kaum weiter, zwei Makita (12V, erster Gang) und der Maktec (9 V) meines Vaters versagen gnadenlos, nur die Bohrmaschinen schaffen Abhilfe, laufen mir jedoch zu schnell, sodass Bit bzw Schraube bei Überspringen hin sind.
Ich hatte gehofft, dass das einfacher geht, weiß aber jetzt, was mein Haus- und Hofschreiner mit: "Du spinnst doch, eine Lage reicht!" meinte. 
Ich werde wohl noch einen zweiten Tread eröffnen, in dem ich mir Tips zum Verschrauben von Fermacell geben lasse.

 

Funny08  
Also Ich hab mir bei meinem Fußboden auch das Leben genommen - und die Einzigste Maschine mit der es wirklich ging war am ende die Bohrmaschine. Die Schrauben hatte ich mit dem Hammer leicht eingeschlagen, dadurch konnt ich dann die Maschine ordentlich halten und Gewicht drauflegen.
Da du einen 2ten Dringend-Threat eröffnet hast, wird dieser hier "Entdringisiert"

 

Ich habe unser ganzes Haus (ca. 300 Gipskarton und Faserplatten) mit Akkuschrauber und Trockenbauschrauber gebaut.Es ging auch in Holzständer. Der Trockenbauschrauber war ein günstiges Modell (hab ich übrigens daheim rumliegen und brauch ihn nicht mehr)Für den Akkuschrauber hab ich einen extra Gipskartonbit verwendet. Das hat einen ähnlichen Anschlag und versenkt sie Schrauben ohne Probleme. Akkuschrauber war ein PSR14,4 und mein 7 Jahrer ALDI Schrauber, der nach dem Bau den Geist aufgegeben hat. Probleme mit dem EIndrehen hatte ich nicht.Ich verstehe nur nicht warum es bei der 2. Lage schwerer geht??? Der Gipsist ja ein wirkliches Hindernis?Astlöscher sollten bei Konstrukitonsholz nicht vorkommen

 

Servus!

Hatte für meinen Trockenbau einen DeWalt Trockenbauschrauber.

Grundsätzlich ist die Anschaffung jedoch eine Frage des Geldbeutels. Hatte ihn mir damals auch nur Angeschafft, weil ein Bekannter von vorne herein Interesse an der Übernahme des Gerätes nach Abschluss der Arbeiten bekundet hat.

Spass macht es mit einem Trockenbauschrauber auf jeden Fall!

Zu den vorher angemerkten Nachteilen: mein DeWalt hatte eine elektronische Drehzahlregulierung und eine range von 0 - über 5000 U/min und ein Drehmoment von gut 10 Nm.
Wenn das Gerät richtig eingestellt ist, gibt's auch keine runden Marken. (Die hatte ich am Anfang auch...)

Deine Problematik jedoch resultiert (wie schon geschrieben) aus den falschen Bit's.

Der Bekannte (im Trockenbau tätig) schraubt übrigens immer noch mit Freude mit dem Gerät... und ich erfreue mich immer noch an meiner seidem zu meinem Fundus zählenden Zarges Gelenkleiter...

mfg Dieter

 

Was heisst denn, dass Du die Schrauben nicht richtig versenkt bekommst? Der Schraubenkopf bleibt stehen? Das könnte ich mir eigentlich nur dann erklären, wenn die Schrauben nicht in die Unterkonstruktion greifen. Denn die Schrauben ziehen sich ja erst beim greifen in das Ständerwerk richtig in die Platten. Davor "bohren" oder "drücken" sie sich ja eigentlich nur in das Material. Was nimmst Du denn für Schrauben? Evtl. mal längere versuchen - vor allem beim Hinblick auf die Aufdopplung der Platten?

Ansonsten sollte es doch für jeden Schrauber oder für jede Bohrmaschine - egal wie billig, möglich sein, die Schrauben durch das popelige Material zu wemsen.

 

ich habe bei unserem Hausbau einen günstigen von Einhell gekauft...waren um die 50€. Damals kam gerade so ein super Teil von Protool raus mit Magazin und so weiter... hätte aber so um die 6 oder 700€ gekostet und das war dann nicht wirklich drin. und da ich den Schrauber seither nicht mher genutzt habe, wäre es eine Fehlinvestition gewesen.

die runden Marken sind doch eingentlich nicht schlimm? Die Löscher werden eh zugespachtelt?!?!

 

Hallo,
evtl. liegt Dein Problem nicht am Schrauber sondern an den gewählten Schrauben. Die für Gipsfaserplatten haben einen spitzeren Kopf.
Grüße
Oliver

 

Darf ich mal kurz den KLUG*******ER Modus anschalten?? 
 regengott ..spricht hier eindeutig von   FERMACELL PLATTEN   ,die ja bekanntlich ,etwas ganz anderes als Rigipsplatten sind ..!!! 


Fermacellplatten lassen sich nur mit den RICHTIGEN Schrauben .befestigen .
Extra Fermacell Schrauben, die sich durch ihre besondere ..KOPFGEOMETRIE..sprich , spitzer Kopf ..sauber versenken lassen. 
Mit einem Trockenbauschrauber ,sowie mit Akkuschrauber ,nur mit PASSENDEM Bit ,funktioniert
es einwandfrei..

 

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