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Vorbohren in Multiplex

15.04.2016, 22:39
Hallo,

Ich brauche von Erfahrenen Tipps. Ich möchte zwei zueinander senkrechte 21-mm-Buche-Multiplex-Platten zusätzlich zur Verklebung zusammenschrauben (als Zusatzsicherheit). Die eine Platte wird auf Biegung beansprucht. Ich benutze 4,5 mm Holzschrauben (die Länge weiß ich gerade nicht, vielleicht 45 mm und/oder 50 mm) aber der Ansatz ohne Gewinde ist in etwa 20 mm (die schraube soll ja die Platten gegeneinander drücken. Laut Infos aus der Herstellerseite sollte ich bei Buch mit 3 mm Durchmesser vorbohren. Ist das in Buche-Multiplex in Ordnung? Gibt es etwas zu beachten?

Viele Grüße
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8 Antworten
kjs
Bei 4,5mm Schrauben bohre ich egal wo immer mit 3mm vor.
Bei Multiplex mußt Du die beiden Teile gut verspannen. Wenn der Bohrer ungeschickt auf eine Schicht auf der Stirnfläche trifft kann es sein dass es Dir die Platten gegeneinander verschiebt. Sind zwar nur Zehntel mm aber man sieht es doch.

 

Stimme kjs zu. Ergänzend: Im durchbohrten Brett würde ich dennoch auf 4,5 mm aufweiten und mit Kegelsenker passend anschrägen. So läuft die Schraube dort ohne Spannung, wird durch den Kopf zentriert und hat dennoch etwas Spiel, wenn im senkrechten Holz die Schraube etwas verläuft. So kann das genau um diese Zehntel korrigiert werden.

 

Ekaat  
Für normale Holzschrauben sind 3m O.K.. Wenn Du allerdings Spax o. ä. nimmst, ist 3mm etwas reichlich. Da genügen dann 2-2,5mm.
Etwas kürzer, als die Schrauben lang sind, einbohren.
Gute Ergebnisse hatte ich immer, wenn ich das Brett/die Platte, in die die Schraube zuerst hineinkommt, durchgebohrt hatte und dann die Schrauben in durch die Löcher in die andere Platte ohne vorzubohren eingezogen hatte.

 

kjs
Rainerle, die Schraube hat einen Kerndurchmesser von 3mm. Wenn er da mit 4,5mm vorbohrt dann wackelt die jämmerlich im Loch...... Die Spax gehen locker da durch ohne zu murren und dann ist ja nur noch der Teil ohne Gewinde mit 3mm Durchmesser in der Platte.

 

Dog
4,5er in 21er Multiplex bohr ich garnicht vor, lediglich der Schraubenkopf wird gesenkt.

 

Ok, dann hat so fast jeder verschiedene Erfahrungen gemacht. Das klingt doch ziemlich gut! D. h. die Multiplex-Platte kann einiges aushalten. Ich dachte, dass ohne Vorbohrung die Schichten der Multiplex-Platte auseinanderreisen und zwei schöne Dellen auf die gegenüberliegenden Oberflächen hinterlassen. Ich werde sicherheitshalber doch mit 3 mm vorbohren (etwas kürzer als die Schraube). So kann ich auch sicher sein, dass die Schrauben senkrecht eintauchen werden.
Es scheint ja, dass auch so keiner schlechte Erfahrungen gemacht wurden.

Vielen Dank!

 

Hi kjs, wenn die Schraube im Loch wackelt, ist das kein Thema, sie soll ja nur die Verleimung anpressen. Man baut ja vor dem Leimen zusammen. Und wenn man dann merkt, dass die Schraube das Brett vom Strich wegzieht, kann man sich durch größer bohren behelfen. Dann Ansenken, optisch passt es und ob die Schraube im Loch Luft hat, merkt niemand. Aber sie presst. Und darauf kommt es an.

Auch in 21er Multiplex sollte man vorbohren. Auch wenn man nicht sieht, wie es ausbeult, bei etwas Feuchte gibt das Holz womöglich doch nach. Du läufst auch Gefahr, dass die Schraube schief zieht und das schaut dann auch nicht gut aus, wenn der Kopf dann schief sitzt. Mit Bohrer kommst Du einfacher senkrecht ins Holz.

 

Zum Durchstecken der Schraube bohrt man 0,3 mm größer als der Nenndurchmesser (0,5 mm geht auch). Für das Gewinde bohrt man in der Regel mit 0,7 des Nenndurchmessers, d.h. 4,5 mm Schraube x 0,7 = 3,1 mm (bzw. 3 mm).

 

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