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Vorbohren bei Holzschrauben

07.11.2015, 21:15
Hallo,

man macht Sachen manchmal jahrelang und es geht gut, bis man sich fragt, geht es noch besser? Wie machen dass die richtigen Profis?

Mit welchem Durchmesser bohrt ihr bei Holzschrauben vor (wenn es schön und gut gemacht werden muss z. B. für Dekozwecke) z. B. bei Tannen/Fichtenholz? Den Kerndurchmesser der Schraube oder 1 mm bzw. 1/2 mm kleiner?
Für eine zusätzliche fachlicher Begründung wäre ich dankbar!
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15 Antworten
Kerndurchmesser der Schraube ist schon mal ein guter Richtwert. Soll die Schraube stramm sitzen, dann 2mm kleiner als Schraubendurchmesser.

 

ich bohre sehr selten vor bei holzschrauben, nur wenn die gefahr besteht des splitterns oder platzen des holzes. das ist m.E. abhängig vom durchmesser der holzschraube und auch vom hersteller derselben. Bei nullachtfünfzehn Holzschrauben ist es manchmal von Vorteil vorzubohren. Bei Qualitätsschrauben von z.B. Sp..... muß man da nicht so sehr Wert drauflegen. Zum Durchmesser des Bohrers ist wohl zu sagen, wichtig ist die Holzfasern anzuschneiden und die Spannung aus dem Holz zu nehmen. Man sollte den Durchmesser nicht zu groß wählen, denn dann hat die Schraube nicht genügend "Fleisch" sich festzukrallen. Denn halten soll das ganze ja auch. Sicher wird es da "Vorschriften" geben aber es ist hier, wie bei vielen Sachen auch, Erfahrungssache.

 

In der Regel 2 mm als der Schraubendurchmesser.
Warum?
BGEW (=Bauchgefühlerfahrungswert)

 

BGEW - das ist gut .................................................. .sag ich doch

 

Schau mal hier.

 

meine meinung - bei Sp......x ist es was anderes.....................................

 

Also meine Erfahrung, sagt mir Vorbohren erspart schlechte Überraschung. Gerade, wenn das Projekt fertig wird und die letzte Schraube reingedreht wird, spreizt sich die Stelle.
Ich habe immer den Bohrer der dem Kerndurchmesser per Augenmaß entspricht. Heute habe ich mich gefragt, wie macht das der Schreiner?

Zitat von redfox
. Sicher wird es da "Vorschriften" geben
Und genau die interessieren mich!

 

Zitat von kaosqlco
Schau mal hier.
Vielen Dank!!

 

kjs
Ich habe spezielle Bohrer (mit Senker) die zur Spitze hin dünner sind. Damit bohre ich so rein dass im Bereich des glatten Teils die Schraube gerade reinpasst. Das Gewinde hat durch die konische Form des Bohrers dann genügend Fleisch zum Beißen.
Habe ich keinen passenden Bohre (kleiner als 3mm oder größer als 8mm) bohre ich auch etwas weniger als Kerndurchmesser aber nur etwa 70% der Schraubentiefe. Das ist auch BGEW.

 

guggst du da .................................................. ...........

 

Zitat von redfox
guggst du da .................................................. ...........
Wo? da ist nichts

Ohne Vorbohren in Weichholz geht. Aber: man bohrt doch meist an der Brettkante, da man häufig winkelig Bretter zusammenfügt. Und genau da gibt es die Gefahr des Reissens. Und das ist weder schön, noch stabil. Sodann hat man gerade bei Fichte/Tanne das Problem, dass auch selbst bei Spax der Kopf die oberste Holzschicht ins Holz zieht. Es entsteht eine Rundung rund um den eingeschraubten Kopf. Das schaut nicht gut aus.

Man könnte auf das Vorbohren verzichten, aber Ansenken sollte man auf jeden Fall. Mit einem Senkbohrer mit Tiefenstop geht das perfekt. Da man meist Schrauben in der Größe 4 verwendet (4x 30, 4 x 40) - zumindest bei den Leimholzbrettern mit 18 mm Stärke, lohnt es sich einen solchen mit 2 mm Durchmesser zu kaufen. Der funktioniert dann auch bei 5er Schrauben.

Tipp: Bei Winkelverschraubungen geht es manchmal etwas wackelig zu. Deshalb: Erste Schraube ohne Vorsenken nur leicht anschrauben - so dass die Schraube minimal fasst. Ist das Brett jetz bündig? Wenn nicht, kein Problem, man kann dies auf der gegenüber liegende Seite nun exakt aurichten da es nun nicht mehr wackelig ist, vorbohren und senken und Schraube dort exakt setzen. Dann erste Schraube entfernen, jetzt auf die nötige Tiefe vorbohren, senken, Schraube korrekt setzen. Durch das Vorbohren trifft man nun das passende Schraubloch und man hat auf beiden Seiten bündige Kante.

 

Etwas kleiner als Kerndurchmesser da der Kern der Schraube Platz braucht. Ist der nicht vorhanden kann das Holz platzen. Das Gewinde selbst schneidet sich selbst rein und benötigt nicht so viel Raum.

 

Woody  
Komisch, ich hab bisher immer nach dem Motto Schraubendicke = Bohrergröße gearbeitet und gehalten hat auch immer alles. Aber ich lern gern dazu und werde in Zukunft das hier Geschriebene beherzigen. Dankeschön

 

Zitat von Woody
Komisch, ich hab bisher immer nach dem Motto Schraubendicke = Bohrergröße gearbeitet und gehalten hat auch immer alles. Aber ich lern gern dazu und werde in Zukunft das hier Geschriebene beherzigen. Dankeschön
Solange man nicht die komplette Schraubenlänge vorbohrt, hält das natürlich. Mache ich auch, wenn ich etwas befestige mit dem zu befestigenden Teil. Dann kann man einfach die Schrauben besser durchstecken. Halten tut's hinten und der Senkkopf drückt das befestigte Teil ans hintere.

Bei reinen Holzverbindungen bohre ich allerdings nur vor, wenn ich es aus optischen Gründen exakt senkrecht haben will, damit der Kopf genau flächenbündig ist.

 

Geändert von AlexG (08.11.2015 um 11:01 Uhr)
so wie Rainerle schreibt... vorbohren da wo man an den Rand des Brettes, oder was auch immer man zus. schraubt, hinkommt... ansonsten ist das noch für Balken-Konstruktionen
notwendig ! da sollte man auch für eine 8er Spaxschraube, 8mm im " losen" Teil durchgehend vorbohren !
Wichtig ist, bei solch einem Rahmen aus Brettern, die Schrauben, welche ins Stirnholz eingedreht werden, dürfen sehr viel länger sein, sonst leiern diese durch !
recht dünn wird dann vorgebohrt, ca. 60-80 % vom Kerndurchmesser, wenn Buche und ähnlich solide Hölzer verarbeitet werden... das bewahrt die Schrauben vor Bruch... und
den Schrauber vor Stillstand.... nicht Jeder hat einen Power-Schrauber !
Gruss.....

 

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