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verschiedene Holzarten verkleben - was geht? was nicht?

05.07.2013, 18:20
Diese Frage hatte ich vor längerer Zeit bereits gestellt - kam aber keine richtige Antwort.
Durch den enormen Zuwachs der Mitgliederzahlen habe ich jetzt vielleicht mehr Glück.
;-)
Aus eigener Erfahrung weiss ich mittlerweile, dass es keine gute Idee ist, Kirsche oder Flieder mit Buche zu verkleben.
Während es wunderschöne Tabellen gibt, wo man nachsehen kann, welche Gemüsesorten sich vertragen, finde ich nichts Entsprechendes über Holzarten.

Geht z.Bsp. Ahorn / Walnuss?
Worauf muss ich achten?
Spezifisches Gewicht? Gibt es Tabellen, wo ich die Dimensionsstabilität herauslesen kann?
Es muss doch irgendwelche Holzeigenschaften geben, an denen man erkennen kann, was passt und was nicht.
Konkret möchte ich demnächst Ahorn/Walnuss, Esche/Kirsche, Ahorn/Kirsche, wenn ich rankomme Holunder/Robinie/Kirsche verkleben.
Reicht Ponal Super 3 D4 oder muss / soll ich PUR nehmen?
Es geht um Gehstöcke, Pirschstöcke, Zielstöcke und so´n Kram.
TIA
;-)
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24 Antworten
Eine Tabelle mit Schwindmassen findest du z.B. hier.

Ich würde mal vermuten dass sich entsprechendes auch im Tabellenbuch zum Nutsch, Holztechnik Fachkunde fnden lassen müsste. Aber da ich bisher noch immer zu faul war mal in die Bücherei zu gehen und mir einen zu leihen, möchte ich das nicht beschwören. Vielleicht kann einer unserer Schreiner dazu was sagen?

 

@Fernton - Dankeschön.
So eine Tabelle habe ich in meinem "Sicher durch die Gesellenprüfung" Buch. Aber wie auch in Deinem Link fehlen Kirsche, Walnuss, Kastanie und andere die ich wohnortbedingt in grösseren Mengen habe und gerne verarbeite (Flieder, Pfaffenhut, Weissdorn, Traubenkirsche...)

@alle
Schluchz. Letzter Versuch.
Mir ist nicht klar, wie man die Tabelle liest. Nehmen wir das differentielle Schwindmass?

Buche 0,20 / 0,41
Eiche 0,16 / 0,36
Esche 0,21/ 0,38

Würde das bedeuten, dass Esche und Buche funktioniert, weil die Werte nahe beieinander liegen? Was ist "nahe"? ... und wo gibt es eine vollständige Tabelle?
Fragen über Fragen, ein Teufelskreis.
;-)
Normalerweise experimentiere ich ja gerne, aber in diesem Fall dauert es Monate bis man sieht, dass es wohl nicht klappt.

 

Woody  
Scjwierig, hab gestern auch ein bisschen gesucht, so wirklich fündig bin ich auch nicht geworden. Wahrscheinlich sucht man mit den falschen Begriffen.

Hast du keinen Tischlereibetrieb wo du mal nachfragen könntest? Eventuell HTL, Fachrichtung Innenarchitektur, Holzbau?

 

Zitat von Woodworkerin

Hast du keinen Tischlereibetrieb wo du mal nachfragen könntest? Eventuell HTL, Fachrichtung Innenarchitektur, Holzbau?
Doch, aber es wird immer nur bearbeitet, was immer schon bearbeitet wurde und der ganze Theoriekram ist größtenteils verschwunden.
Mein Holzhändler wollte nicht nicht antworten und meinte "Nadel mit Nadel und Laub mit Laub" - dat war wohl nix.
:-)

 

Bei Marketreie- bzw. bei Furnierarbeiten sind zwar keine "großvolumigen" Hölzer, aber dennoch unterschiedlicher Arten. Da funktioniert das Verleimen auch unproblematisch.

Meine Meinung: Solange die Hölzer einen ähnlichen Feuchtegehalt besitzen, können diese unter Berücksichtigung der späteren Oberflächenbehandlung problemlos miteinander verleimt werden.

Bei Tischlerplatten sind die Deckfurniere von der Holzart auch unterschiedlich zu der inneren Stabverleimung.

 

Zitat von ForKids
Meine Meinung: Solange die Hölzer einen ähnlichen Feuchtegehalt besitzen, können diese unter Berücksichtigung der späteren Oberflächenbehandlung problemlos miteinander verleimt werden.

Bei Tischlerplatten sind die Deckfurniere von der Holzart auch unterschiedlich zu der inneren Stabverleimung.
Leider ist das nicht so. Ich habe aus Flieder und Buche einen Kamm gemacht und nach einigen Monaten zeigten sich an den Klebestellen deutliche Nähte. Insgesamt hält der Kamm zwar, aber diese Nahtstellen sehen einfach nicht gut aus.
Bei Marketeriearbeiten fallen die Risse möglicherweise nicht auf, weil in der Regel lackiert wird.

Bei Tischlerplatten, Sperrholz und so werden die einzelnen Schichten ja um 90° gedreht. Ich vermute, dass sich dadurch Spannungen abbauen. Die einzelnen Schichten halten sich gegenseitig im Schach.
Ich möchte aber Stäbe (ab 90cm) machen und die verklebten Hölzer laufen in die gleiche Richtung.
Ich werde in Zukunft einfach darauf achten, dass die verwendeten Hölzer in etwa die gleiche Längenausdehnung haben und mir die Werte der fehlenden Hölzer im Internet suchen.
... und Buche werde ich nicht mehr verwenden, weil es nur bei Verbindungen mit Buche dieses Problem gab (bisher).
TXS nochmal
:-)

 

Hab leider keine Ahnung von dieser Materie... egal... diese Antwort hilft dir zwar auch nicht weiter, aber ich dachte, wenigstens sind wir dann zu zweit was das Thema betrifft.

 

Zitat von gschafft
Hab leider keine Ahnung von dieser Materie... egal... diese Antwort hilft dir zwar auch nicht weiter, aber ich dachte, wenigstens sind wir dann zu zweit was das Thema betrifft.
naja, eigentlich sind wir ja 50.000 oder so, die (zumindest davon) keine Ahnung haben.

Ist aber nicht schlimm.
Ich hbae mir gerade einen Gehstockkatalog von einem amerikanischen Händler "gezogen". In D ist diese Art der Herstellung völlig unbekannt - in den USA eher "normal". Ich werde (bis ich mehr weiss) nur Kombinationen verwenden, die im Gestockkatalog stehen.
Ahorn+Walnus und Ahorn + Kastanie und Esche + Walnuss geht schon mal - dann geht vermutlich auch Esche + Kastanie.
Wenn dat nix is.
:-)

 

Buche ist, was Verwerfungen angeht, ein ziemlich übles Zeug. Die will bei mir in jede Richtung, bloss nicht meist nicht in die von mir erwünschte. Das mag aber auch daran liegen, dass die von mir verwendeten Qualitäten nicht immer über jeden Zweifel erhaben sind. Ich denke aber, dass du mit der Suche nach den Schwundmassen auf dem richtigen Weg bist.
Vielleicht kannst du mal ganz dreist das WKI anmailen und fragen ob die ausführlichere Daten haben.

Zusätzlich könntest du noch einen Blick auf den Verlauf der Fasern richten.

Die Lasten bei Gehstöcken (nicht unbedingt Krücken) muss auch ein D4 Leim abkönnen.

 

Danke Dir, Fernton.
Werde ich machen.
Die dynamischen Lasten bei Geh- und Pirschstöcken sind eher höher als bei Krücken, weil diese auch als "Sprunghilfe" beim Überqueren von Gräben und so verwendet werden, aber D4 wird reichen.

 

Zitat von Heinz vom Haff
...
Ich hbae mir gerade einen Gehstockkatalog von einem amerikanischen Händler "gezogen". In D ist diese Art der Herstellung völlig unbekannt - in den USA eher "normal". ...
Ja... so ein richtig stabiler Gehstock wäre für mich auch interessant. Die Gehstöcke die ich bis jetzt hatte oder habe, sind von minderer Qualität, trotz das sie von der Krankenkasse als hochwertiges Produkt vertrieben werden

 

Zitat von gschafft
Ja... so ein richtig stabiler Gehstock wäre für mich auch interessant. Die Gehstöcke die ich bis jetzt hatte oder habe, sind von minderer Qualität, trotz das sie von der Krankenkasse als hochwertiges Produkt vertrieben werden
Geduld, Geduld. Noch ein paar Bersttests, Biegetests und ich mache die besten Gehstöcke der Welt mit individuellen Griffen.
Wie ist Deine Handschuhgroesse?:-)

 

Zitat von Heinz vom Haff
Geduld, Geduld. Noch ein paar Bersttests, Biegetests und ich mache die besten Gehstöcke der Welt mit individuellen Griffen.
Wie ist Deine Handschuhgroesse?:-)
Cool... Umfang der Hand ist 26 cm... eher noch 26,5 cm

 

verschidene holzarten verleimen geht aber es wird nach gewisser zeit immer unebenheiten geben...

normal sagt man weichholz mit weichholz ja und hartholz mit hartholz auch !!!

aber wenn es gepaart wird nicht also weichholzholz mit hrtholz geht nicht !

also kiefer mit buche geht schon aber es wird sich in der zeit absetzen



zum verleimen bitte d4 leim nehmen oder pu schaumleim und richtig zwingen

 

Zitat von Heinz vom Haff
Geduld, Geduld. Noch ein paar Bersttests, Biegetests und ich mache die besten Gehstöcke der Welt mit individuellen Griffen.
Ich bin mal auf die Bilder gespannt und frage ich gerade ob das noch meinem Verständnis von Gehstock entspricht oder eher Richtung Wanderstab, Berg- bzw. Jagdstock geht.

 

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