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Va. Rundstahl selber bürsten ?

10.11.2013, 21:14
Geändert von JensSchwarzer (10.11.2013 um 22:02 Uhr)
Hallo zusammen,
bin ja am vorbereiten eines neuem Projektes wo ich einen regenschirmständer mit intrigieren möchte. Der Ständer sollte aus Metall sein und ich hatte mir zum üben einen 8mm Rundstahl von Den Hornis besorgt. Auf dem verkaufsschild stand nur VA. Stahl.
Wie bekomm ich den jetzt gebürstet und wenn er so gebürstet wurde wie hoch ist die Gefahr das er rostet?
möchte ihn zusammen mit Holz einsetzen oder soll ich lieber etwas anderes nehmen?
gruß Jens
 
bürsten, Stahl bürsten, Stahl
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15 Antworten
Die Gefahr des rostens besteht nur, wenn Du eine Stahlbürste verwendest. Aber warum möchtest Du überhaupt bürsten?

 

Wenn deine "Bürste" auch aus VA ist, rostet da nix. Wenn du eine Stahlbürste nimmst, rosten die Stahlpartikel, die auf dem VA "hängen geblieben" sind. Du könntest aber auch ein grobes Schleifvlies zum bürsten nehmen. Danach rostet auch nichts.

 

Naja so sieht er nicht so schick aus. Ist einfach nur blank.
Wenn ich keine Stahlbürste nehmen kann womit wird dann so etwas gemacht?

 

zum Beispiel hiermit: -KLICK-

 

Cooles Teil
Sprengt aber eindeutig mein Budget was ich mir gesetzt hatte für das Projekt.
Wenn ich das Schmirgelpapier mit der Hand einsetze müsste es doch auch gehen oder ist
das vergebene Liebesmüh?

 

Ekaat  
»Bürsten« muß nicht unbedingt mit einer Drahtbürste erfolgen. Ich habe dir meisten Objekte mit Schmirgelpapier »gebürstet«. Aber, auch wenn Du eine einfache Stahlbürste nimmst, ist es kein Problem: Du mußt nur hinterher den Stahl abbeizen. Es gibt Beizpaste auf Basdis von Flußsäure. Damit zu arbeiten bringt zwar die besten Ergebnisse, ist aber nicht ungefährlich. Man kann auch mit Salzsäure oder auch mit Essigsäure beizen - nur dauert das etwas länger, als mit den professionellen Mitteln.
Erklärung:
Der rost- und säurebeständige Stahl (trivial: Rostfrei etc.) bildet durch seinen Chrom und Nicklgehalt eine Patina von 1-2 Molekülschichten dicke Schutzschicht aus.Das ist die Oxidation, die man allerdings nicht sieht.Wird diese Oxidation durch ein mittels z. B. Stahlbürste eingebrachtes Teil verhindert, bildet sich sog. Fremdrost: Dieser erregt die weitere Korrosion des Materials. Deswegen vermeidet man den Kopntakt mit solchen Mitteln, oder aber masn beizt die eingebrachten Teile mit Säuren weg.
Auch beim Schweißen ensteht in der Wärmeeinflüßzone eine Korrosion, die weiter fortschreitet, wenn sie nicht weggebeizt wird. Bei Rohren ist es wichtig, daß nicht nur an der Außenfläche, sondern auch innen die Oxidation vom Schweißen weggebeizt wird (Tauchbad)
Ein Bekannter von mir hatte einen wunderschönen Tisch auf seiner Yacht, wunderte sich aber, warum der rostfreie Stahl doch rostete. Nachdem ich ihm einen neuen Rahmen schweißte, ihm geradezu befahl, diesen beizen zu lassen, erfreut er sich mittlerweile seit 20 Jahren eines Tiscvhes, der immer noch so aussieht, wie am ersten Tag.

 

puwo67  
Wenn das mit einem Satinierer geht, sollte das mit einem Fächerschleifer doch auch möglich sein?

Wichtig dabei: Einen unbenutzten nehmen.

 

Ekaat  
Klar - wenn man sich das Abbeizen ersparen möchte, ist es sinnvoll, einen Schleifer zu nehmen, der vorher nur mit nichtrostendem Material Kontakt hatte. Aber - um das zu relativieren: In Innenräumen, wo die Luftfeuchte unter 70% ist, ist es egal... In meiner ehemaligen Firma, in der wir Blankstahl lagerten, war es wichtig, die Luftfeuchte unter 70% zu halten. So rosteten die Stähle auch nicht. Notwendig, eine Behandlung des rost- und säurebeständigen Stahles sachgerecht durchzuführen, ist nur dann gegeben, wenn der Stahl der Außenathmosphäre ausgesetzt werden soll. Im Innenraum ist die Vorsichtsmaßnahme vernachlässigbar.

 

Das VA-Rundrohr lässt sich mit Schleifvlies sehr gut bearbeiten, und das Ergebnis ist spitzenmäßig. Wichtig ist halt nur, daß die Schleifrichtung immer eingehalten wird.

 

Habe seit Jahren einen V2A Grill draußen stehen, da ist nix mit Rost.

 

Zitat von JensSchwarzer
Hallo zusammen,
bin ja am vorbereiten eines neuem Projektes wo ich einen regenschirmständer mit intrigieren möchte. Der Ständer sollte aus Metall sein und ich hatte mir zum üben einen 8mm Rundstahl von Den Hornis besorgt. Auf dem verkaufsschild stand nur VA. Stahl.
Wie bekomm ich den jetzt gebürstet und wenn er so gebürstet wurde wie hoch ist die Gefahr das er rostet?
möchte ihn zusammen mit Holz einsetzen oder soll ich lieber etwas anderes nehmen?
gruß Jens
Mit VA denke ich ist V2A gemeint, ziemlich wetterfest und witterungsbeständig, d.h. für Deinen Zweck voll ausreichend!
Für "harte Fälle" wäre V4A zu empfehlen, was jedoch zäher durch den höheren Chrom- und zusätzlichen Titananteil ist, und hier nicht unbedingt nötig!
Für die Oberfläche würde ich genau wie die meisten hier schon sagen, Schleifvlies nehmen, z.B. auf der Drehbank rotierend oder längs axial mit Hand bearbeiten!
Was hälst Du vom Sandstrahlen (mit Quarzsand oder Glasperlen-Granulat), wenn Du die Möglichkeit hast, würde von der Optik ein Mattgrau ergeben?
Schönen Gruß
Erich

 

Hätte auch Sclefer und Schleifvlies benutzt..Mit ev. Einsatz , als Hilfsmittel.

 

Vielen Dank ersteinmal für eure Unterstützung...
Da es zwei Kreisbögen und eine kleine Schale zuletzt werden sollen gewöhne ich mich schon an den Gedanken die Stäbe mit der Hand zu schmirgeln.

sandstrahlen wäre auch ein Gedanke da müsste ich mal beim Schlosser in unserer Straße fragen ob die es machen würden oder würde so etwas auch mit dem Kärcher gehen?

 

Ekaat  
Zitat von JensSchwarzer
...sandstrahlen wäre auch ein Gedanke da müsste ich mal beim Schlosser in unserer Straße fragen ob die es machen würden oder würde so etwas auch mit dem Kärcher gehen?
Vorsicht! Die meisten Schlosser strahlen mit Stahlkies, und dieser ergibt Fremdrost auf Niro! Auch Quarzsand kann Eisen als Verunreinigung enthalten, deswegen geht bei Niro nur Glasperlstrahlen. Das ist aber sehr teuer. Was für einen Kärcher meinst Du?

 

Zitat von JensSchwarzer
Vielen Dank ersteinmal für eure Unterstützung...
Da es zwei Kreisbögen und eine kleine Schale zuletzt werden sollen gewöhne ich mich schon an den Gedanken die Stäbe mit der Hand zu schmirgeln.

sandstrahlen wäre auch ein Gedanke da müsste ich mal beim Schlosser in unserer Straße fragen ob die es machen würden oder würde so etwas auch mit dem Kärcher gehen?
Ne, Jens!
Das Strahlen geht nur mit Druckluft, bei Quarz als Strahlgut wird´s gröber (rauh), mit Glasperlen feiner (seidenmatt), je nach Körnung!
Gruß Erich

 

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