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Urban Gardening - ein Trend? ... oder eine nachhaltige grüne Botschaft?

29.06.2015, 21:18
Vielleicht haben bereits einige von euch von der Kultur "Urban Gardening" bzw. "Urban Farming" gehört. Tatsächlich ist die Idee schon etwas älter und basiert auf der Grundidee des Gartenbaus in Städten. Genauer gesagt waren es die 1970-er Jahre in New York, in welchem eine Bewegung entstand.

Die Idee damals: grüne Flächen braucht die Stadt! Eigentlich war auch dies die Geburtsstunde der sog. "Saat-Bomben", d.h. eine Mischung aus Erde, Ton und Samen.


von Linda from Chicago, USA (New crops), CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Die Kultur heute beschäftigt sich meistens mit Seedbombs, Kräutern in gebrauchten Milchkartons, Hochbeeten aus Europaletten bis hin zum alternativen Anbau auf Substraten bzw. Materialien ohne Erde.

Einen umfassenden Einblick, wie aus eine Philosophie eine Existenz für mehrere Menschen geworden ist, bekommt man in der Verfilmung der Idee "Annalinde". Ein leipziger urbaner Garten, welcher als herausragendes Beispiel für den Erhalt der biologischen Vielfalt im Jahr 2014 als UN-Dekadenprojekt ausgezeichnet wurde.

Zum Video: https://vimeo.com/108167600

Nun seid ihr gefragt: Was haltet ihr von der Idee / Bewegung? ... seid ihr damit bereits in Berührung gekommen? ... glaubt ihr an einen anhaltenden Trend?

Grüßte bitte ...
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13 Antworten
Grundsätzlich finde ich diesen Trend nicht schlecht, vorallem dann, wenn in Großstädten dadurch ein (er)klärendes Umweltbewusstsein gewonnen wird.

Der Raubbau in Großstädten kann so nicht weitergehen, andererseits soll "Urban Gardening" aber auch nicht eine Entschuldigung und Wiedergutmachung für den fortlaufenden Vernichtungsprozess unserer Natur gesehen werden.

Natürlich bin ich froh, dass auch in unserer Stadt dieser Trend Einzug erhält und die Zustimmung aus der Bevölkerung ist eine klare Zusage. Lieber "Urban Gardening" pflegen und leben, als nutzlose Betonbunker bauen, die dann niemals Verwendung finden

 

Also mit dem Begriff konte ich gar nix anfangen....
Die Idee ist nicht schlecht, etwas auch regional aus der Nähe anbieten zu können, aber als Landkind geht man in den Garten, und holt sich was man braucht, und wenns Eisblumen sind

 

Janinez  
ich weiß, dass es in MUC Ecken gibt, wo überall Kräuter und Gemüse angebaut werden - auch zwischen 2 Fahrbahnen..............und es gibt Bienenzüchter auf Hochhäusern.......

 

Zitat von Janinez
... - auch zwischen 2 Fahrbahnen...
Ohne Worte...

 

Janinez  
ja genau das dachte ich mir auch, als ich es gesehen habe.....wenn es nur Blumen wären, würde ich ja nichts sagen, aber Salat und Co.........................und das auf dem Grünstreifen....

 

Funny08  
Da war doch auch mal einer der Marihuana auf ner Verkehrsinsel anpflanzte - oder wo der Samen davon im Vogelfutter war... grübel

 

Janinez  
der war halt sozial und dachte daran, dass alle ernten können....................

 

Persönlich finde ich die Idee super! Wenn man die bekannte Suchmaschine anwirft, erfährt man das in Japan + China diese Strategie / Idee in Zukunft vllt. Hunger & Not in den Großstädten lindern kann. Wo wenig Platz ist und auf einen Quadratmeter unzählige Menschen kommen, baut man halt Gemüse auf dem Sonnendeck an

Schade nur, dass bereits heute .... der ursprüngliche Gedanke als Geldmaschine genutzt wird und sich eine ganze Landschaft von "urban Gardening" Shops & Co. etabliert hat. Natürlich kann und will man jedoch diesen Markt nicht aufhalten

 

Gestern habe ich einen Bericht über das aktuelle Bienensterben gesehen. Die Imker vom Land haben große Probleme mit dem Bienensterben. Vermutet wird der Einsatz von Pestiziden auf den Monokulturen. Den Bienen fehlt es durch die großen Anbauflächen an Alternativen und nach der Ernte finden diese kein Pollen mehr.
Im beliebter ist der Stadthonig. Dort ist der größte Teil des Jahres Nahrung zu finden und i.d.R. gibt es auch kein Probleme mit Planzenschutzmitteln.
Klingt erst mal absurd, daß sich die Bienen in der Stadt wohler fühlen.

 

Ich persönlich finde es gut, wenn in Städten der "grüne Daumen" Einzug hält. Vor einigen Jahren hast du nur Rasen gesehen. Heute gibt es viele Wildblumen am Straßenrand. Auch werden jetzt vermehrt Dächer begrünt. Und das die Leute Salate und Gemüse anbauen, verwundert mich nicht.

 

Janinez  
Bei uns lassen sie jetzt beim mähen auch größere Inseln Wildblumen stehen und einige Bauern haben eine Ecke auf ihren Feldern als Bienenweide ausgewiesen, das wird nie gemäht und die Gemeinde hat extra Blumen für Bienen eingesäht............

 

Das ist ein tolles Beispiel, wie man zusammen aus ein paar Wildblumen eine Aktion machen kann, von welcher z.B. die Bauern profitieren

 

Janinez  
Bei unseren Feldern werden dafür immer die Teile genommen, wo man mit den großen Maschinen eh nicht so sehr gut hinkommt................und die Gemeinde zahlt.............

 

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