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Unterschied der Sägeblätter für Dekupiersägen

01.01.2015, 12:38
Bine  
Halloooo an alle Dekupiersägennutzer

Ich trete hier mal eine Diskussion los . Und zwar habe ich bedingt das mein Baumarkt nur Scheppach Sägeblätter hatte diese für meine Dekupiersäge gekauft . Zwar haben sie einen extrem hohen Preis mit knapp 15 Euro für 5 Stück , nun kommt das ABER ....
ich bin über die Sägequalität sehr überrascht .
Vorher hatte ich Sägeblätter ich glaube von Einhell oder so .. waren zwar auch nicht ganz günstig aber die haben nicht so gut gesägt .
Hätte nicht gedacht das es so unterschiede gibt.
Mit den Scheppach Blättern kann ich sehr gut noch 1,8 cm dickes Massivholz sägen ohne das mir das Blatt seitlich ausbricht im Werkstück.
Die Sägeblätter halten unter anderem extrem lange und brechen auch nicht so schnell.
Bei den anderen Sägeblättern ist mir sogar das Blatt bei Pappelspeerholz verschwommen , waren schnell stumpf und sind u.a. auch sehr schnell gerissen .

Habt ihr auch schon die Erfahrung machen können , und welche Blätter nehmt ihr oder habt ihr eure Erfahrungen gemacht ?

Habt ihr auch schon mal mit einem Rundsägeblatt gesägt ?

Wofür genau nimmt man Rundsägeblätter,der muss man sie nicht unbedingt haben ?

freue mich auf eure Erfahrungen
 
Dekupiersäge, Dekupiersägeblätter Dekupiersäge, Dekupiersägeblätter
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84 Antworten
für feine Schnitte nehme ich auch schon mal die Laubsäge... und je feiner das Sägeblatt,
desto geringer wird dann die Vorspannung der Bügel, sowie der Anpressdruck beim
Sägen ! Die Sägeblatt-Qualität für Handsägeblätter war ( früher ) mal gut, da die meisten
Werker auf Maschinchen umgestiegen sind, wird dieser Markt hier bevorzugt mit
Qualität beliefert !
Rundsägeblätter gehen bei größeren Teilen am Besten, wenn man das Objekt wegen der Größe schlecht herum drehen kann, allerdings ist auf Grund der kreisförmig angebrachten Verzahnung die Schnittbreite sehr viel größer, fast wie bei einer Stichsäge.. und es gibt Abrisskanten, aber kleine Kurven schafft man nur mit einer Hand, oder Dekupiersäge !
Gruss.....

 

Geändert von Hazett (01.01.2015 um 16:17 Uhr)
Hallo Bine,
das ist mal ein Thema das mich auch interessiert )

Und daher konnte ich und kann auch weiterhin etliche Erfahrungen sammeln.

Der Unterschied bei den Dekupiersägeblätter ist enorm, um es kurz auszudrücken.
Für 15 € kriegt man allerdings auch schon ein Gros(144 St) sehr guter Laubsägeblätter.
Insoweit gibt es auch beim Preis enorme Unterschiede.

"Mit den Scheppach Blättern kann ich sehr gut noch 1,8 cm dickes Massivholz sägen ohne das mir das Blatt seitlich ausbricht im Werkstück."
Ich konnte wie hier: http://www.1-2-do.com/forum/meine-ma...ema-16766.html
berichtet Multiplex in Maserungsrichtung(!!!) in einer Höhe von 87 mm, also stolze 8,7 cm durchsägen. Machbar ist dies an einer meiner Dekupiersägen bis 95 mm.

Habt ihr auch schon die Erfahrung machen können , und welche Blätter nehmt ihr oder habt ihr eure Erfahrungen gemacht ?

Inzwischen ist es für mich eine Passion Laubsägeblätter zu testen. Schon seit Jahren kaufte ich Unmengen an Laubsägeblätter ein, um meinen Kursteilnehmern die Laubsägeblätter für den jeweiligen Einsatzt bereit stellen zu können.
So sind etwa 80 Blättersorten und Größen von mind. 4 Herstellern(Vertreiber/Verkäufer nicht eingerechnet) in meiner Werkstatt vorrätig- und nicht alle sind getestet.

Da ich gehofft hatte, mit einer Laubsäge könnte ich die Unterschiede besser rausfühlen, habe ich etliche Tests so durchgeführt. Man google "Laubsägeblatt Test" unter Videos.
Da gibt es Unterschiede in dem Sägefortschritt von über 100%

Mehr Infos später... ich werde "erwartet".
Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	Laubsägeblätter testet Arnold Schoger (3).jpg
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ID:	30520  

 

Bine  
Hallo
Mit der Laubsäge hab ich es nicht so Meine Dekupiersäge hat leider nur Stiftblätter also bin ich in der Hinsicht auch schon eingeschränkt und habe nicht so viel Auswahl

Für 15 € kriegt man allerdings auch schon ein Gros(144 St) sehr guter Laubsägeblätter.
Insoweit gibt es auch beim Preis enorme Unterschiede.
Genau das möchte ich gerne mal zusammenfassen . Ich finde es auch sehr interessant , nicht zuletzt damit wir alle die richtigen Sägeblätter finden können wo das Preis-LeistungsVerhältniss auch stimmt.

Welche Sägeblätter hast du denn getestet oder bist noch dabei ForKids ? Mit oder Ohne Stift ?
Werde mich auch zu deinem Threat äußern , muss aber mal in den Keller um meine Sägehöhe ausmessen zu können

 

@Bine: Machs doch wie ich, und frage einfach mal ganz nett einen Dekupiersägenprofi aus diesem Forum!
Ich habe mir gerade 120 Sägeblätter gekauft, sind aber alle die gleichen ohne Stift.
Wenn Du Dir den Adapter gleich mitbestellst, kannst Du sie auch einspannen.
Ich bin bis dato voll mit meinem Kauf zufrieden.

 

Bine, in den 12 Jahren was ich jetzt Säge habe ich etliche ausprobiert ob Rundsägeblatt mit denen ich überhaupt nicht zurecht komme mit Stift und ohne Stift.
Für meine Sägearbeiten bin ich aber erst letztes Jahr zu dem Endschluss gekommen das ich nur noch diese hier nehme den die haben bei mir am besten abgeschnitten von allen was ich bis jetzt hatte und die habe ich auch Burgjan empfohlen.
Eine Dekupiersäge ist eine Feinschnittsäge und ich würde nie auf die Idee kommen über 80 mm dickes Holz damit zu sägen auch wenn ich könnte für so was gibt es Bandsägen ;-))

 

Zitat von Burgjan
@Bine: Machs doch wie ich, und frage einfach mal ganz nett einen Dekupiersägenprofi aus diesem Forum!
Ich habe mir gerade 120 Sägeblätter gekauft, sind aber alle die gleichen ohne Stift.
Wenn Du Dir den Adapter gleich mitbestellst, kannst Du sie auch einspannen.
Ich bin bis dato voll mit meinem Kauf zufrieden.
Die Laubsägeadapter zu kaufen ist generell eine gute Idee.
Eine gute Säge zu kaufen ist eine noch bessere Idee.
Dies gilt auch für die Laubsägeblätter.
Einen Grund für gute Laubsägeblätter gibt es hier: http://youtu.be/MXFOx4jfnBE zu sehen.
Hier http://youtu.be/kCZedXjExFQ wird das auch nochmal erläutert.
Ich bezeichne mich zwar ungerne als Dekupiersägenprofi, obwohl ich u.a. mein Geld mit meinen Dekupiersägearbeiten und deren Entwürfe verdiene, denn Profis können auch mal falsch liegen, oder Fehler machen.
Nichts desto trotz spreche ich auch aus Erfahrung, da ich schon seit zwei Jahrzehnten mit Dekupiersägen arbeite.
Von den vielen, mit denen ich arbeite, habe ich eine schon gleich nach Erhalt(war ein Geschenk) wieder abgegeben. So nutze ich für unterschiedliche Zwecke eine der vier Hegner, die Scheppach oder die neue Excalibur.

Ein paar interessante Demo Dekupiersägeschnitte kann man sicherlich hier https://www.youtube.com/user/FEINESausWUPPERTAL einsehen.
Ist natürlich nicht jedermanns Sache aber ein guter Grund über die Art und Qualität der einzusetzenden Werkzeuge nachzudenken.

Mit günstigen Dekupiersägen kann ich auch gut sägen- wenn ich gute Sägeblätter habe.

Ebenso kann ich mit hochwertigen Sägen "Schrott" sägen, wenn ich nur gestanzte Sägeblätter nutzen würde.

Es grüßt ein Dekupiersäger

 

Geändert von ForKids (01.01.2015 um 22:02 Uhr)
Zitat von Holzharry
...
Eine Dekupiersäge ist eine Feinschnittsäge und ich würde nie auf die Idee kommen über 80 mm dickes Holz damit zu sägen auch wenn ich könnte für so was gibt es Bandsägen ;-))
Für Innenschnitte auch ?

 

Ich habe noch keinen gesehen der über 80 mm holz mit der Dekupiersäge sägt außer dir den es gibt keine die dafür gemacht ist.
Das eine Bandsäge nicht für Innen Schnitte ist das wirst du ja wissen;-))

 

Zitat von Holzharry
Ich habe noch keinen gesehen der über 80 mm holz mit der Dekupiersäge sägt außer dir den es gibt keine die dafür gemacht ist.
Das eine Bandsäge nicht für Innen Schnitte ist das wirst du ja wissen;-))
Da hast Du recht, dass bis dato kein anderer Schnittergebnisse über 80 mm mit einer Dekupiersäge gezeigt hat.
Vor 20 Jahren habe ich auch 160 mm lange Marketerie Sägeblätter gekauft und schon damals damit gesägt.
Nur erwähne ich auch, dass eine Nachahmung nicht empfehlenswert ist, da bei schlecht sägenden Blättern(die eventuell ein Anfänger nicht einschätzen kann) ein erhöhter Kraftaufwand für die Dekupiersägen erforderlich wären.
Infolge dessen könnten Dekupiersägen und deren Nutzer Schaden nehmen.
Als Mann vom Fach(u.a. Maschinen und Anlagemechaniker) kann ich mein Tun einschätzen und Risiken abschätzen.

Ich möchte ja auch einige Vorzüge der einen und anderen Dekupiersäge aufzeigen wie hier die preisgünstige Deco Laser von Scheppach und mit einem Wasserglas als "Anti-Vibrationstest" .
Daher erwähnte ich auch den Vorteil in Bezug auf Innenschnitte im Vergleich zu einer Bandsäge.

Natürlich würde keiner auf die Idee kommen, mit einem Wasserglas auf der Arbeitsfläche zu sägen. Aber ein bisschen zeigen kann man es ja.

 

Geändert von ForKids (02.01.2015 um 00:46 Uhr)
Bine  
Hallo ihr beiden ,
sehr interessante Diskussion und Erfahrungen die ihr hier zum besten gebt
Habe mir auch die Videos angesehen Arnold die mir auch als Laie ein AHA entlocken

Da ich keine gute Dekupiersäge habe sondern nur eine billige King Craft, KFZ 400 R die ich mir als Erstanschaffung holte weil ich noch nicht wusste wie oft ich sie nutzen würde habe ich unter anderem das Pech das ich dafür keinen Adapter bekomme
Zumindest gibt es da einen aber ich wüsste absolut nicht wie ich ihn dort einsetzen sollte

Also bin ich an die Stiftsägeblätter gebunden .
Der Test mit dem Geradeschnitt Arnold ist ja mal der Hammer ! Absolut gerade geblieben.

Mit günstigen Dekupiersägen kann ich auch gut sägen- wenn ich gute Sägeblätter habe.
Das habe ich jetzt mit den Scheppachblättern auch gemerkt . Es kommt nicht alleine nur auf eine gute Säge an . Seitdem ich die neuen Blätter habe macht das sägen richtig viel Spaß weil ich ohne krampf auch gerade sägen kann ohne verschwimmen des Blattes.

 

Was noch unter vielen Anmerkungen erwähnenswert wäre, ist die Wichtigkeit einer vorhandenen Möglichkeit ein Sägeblatt straff zu spannen.
Dann kann man auch(viele) Kleinigkeiten schnell und gut sägen.
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Name:	Engelchen Miniaturen, Arnold Schoger- Feines aus Wuppertal.jpg
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Geändert von ForKids (02.01.2015 um 12:08 Uhr)
Ich arbeite sehr gerne mit den Niqua Top Cut Laubsägeblättern. Die meist verwendeten Größe die ich verwende sind

Größe 2/0
Größe 1
Größem 3

Sind alles Sägeblätter ohne Stift.

 

@ForKids
Ich habe mir auch deine Videos angeschaut. Bei dem Video mit dem Längsschnitt (parallel zum Arm) ist mir aufgefallen, wie du am Anfang an dem Sägeblatt nach dem Spannen den "Klangtest" gemacht hast.

Ich empfand den Ton schon sehr spannend (hoch). Du spannst deine Sägeblätter schon ziemlich straff. Der Ton bei meinem Klangtest ist niedriger, aber das Blatt trotzdem straff.

Ist es besser das Blatt so zu spannen wie du es gemacht hast, oder war das individuell für den Längschnitt gedacht?

 

Zitat von Frank
Ich arbeite sehr gerne mit den Niqua Top Cut Laubsägeblättern. Die meist verwendeten Größe die ich verwende sind

Größe 2/0
Größe 1
Größem 3

Sind alles Sägeblätter ohne Stift.
Deine gewählten Sägeblätter und auch die zwei letzteren Größen gehörten auch zu meinen sehr oft genutzten Laubsägeblätter.
Da ich allerdings meistens mehrschichtig säge, nutze ich die 2/0 Größen kaum, weil mir eben die Laubsägeblätter der Größe 1 bei bis zu 40 mm aufgeschichteten Sperrholz Pappel gute Dienste leisten.

Jedoch kenne ich auch Empfehlungen von Laubsägeblatthersteller, welche die Laubsägeblattgrößen Nr. 1 je nach Blattart für Hölzer von 2,5 -8,0 mm
bis hin zu 8,0-15,0 mm Stärken empfehlen.

Dem entsprechend liege ich sehr weit drüber mit meinen verwendeten Holzstärken.
Aber da diese Laubsägeblätter(Nr. 1; Nr. 2; Nr. 3) mir nicht reißen bin ich zufrieden mit meiner Wahl, vor allem mit dem Schnittbild dieser.

Hier nutze ich ab der 8 Minute ein Größe Nr. 0 Sägeblatt mit einer einfacheren Zahngeometrie beim Sägen(mit der Laubsäge) eines Sterns in 10 mm Sperrholz Birke(Multiplex). Da erkennt man, dass die für diese Holzstärke notwendige Blattspannung zu gering ist. Sonst wäre ich auch besser auf der Linie geblieben.

Und wenn man gute und zum Werkstück passende Sägeblätter nutzt, reißen diese auch nicht so schnell.
Früher rissen mir so manche(auch gröbere) Laubsägeblätter allein beim Festspannen in der Dekupiersäge.

 

Geändert von ForKids (02.01.2015 um 13:44 Uhr)
Zitat von ForKids
...
Hier nutze ich ab der 8 Minute ein Größe Nr. 0 Sägeblatt mit einer einfacheren Zahngeometrie beim Sägen(mit der Laubsäge) eines Sterns in 10 mm Sperrholz Birke(Multiplex). Da erkennt man, dass die für diese Holzstärke notwendige Blattspannung zu gering ist. Sonst wäre ich auch besser auf der Linie geblieben.
...
Wenn ich das auf deinem Video nicht gesehen hätte würde ich es nicht glauben und dann auch noch per Hand... mein Respekt

 

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