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Unterkonstruktion

13.07.2015, 21:58
Geändert von Funny08 (14.07.2015 um 06:36 Uhr)
Hallo zusammen,

ihr wisst ja, das ich bei der Häusersanierung bin. Einige Sachen machte ich selbst und einige lasse ich machen. Dazu gehört auch der Fussboden, das der so fertig gemacht wird, damit ich Fliesen drauf verlegen kann.

das Ziel ist ja klar, aber ob der Weg dahin richtig ist, weis ich nicht, daher frage ich euch mal lieber
Ausgang war ein Dielenboden. Die Dielen lagen auf Holzbalken.Die Dielen habe ich raus genommen. Die Balken sollte ich drin lassen. Diese haben einen Abstand von 60cm, Dazwischen war eine art Trockenschüttung.

Der Handwerker hat nun die vorhandenen Balken ausgerichtet und dazwischen noch Balken gelegt. so das ein Abstand von 30cm (von mitte Balken nach mitte Balken).
Darüber wurden nun eine Lattung gebracht im Abstand von 20cm. Darauf wurden OSB-Platten 12mm verschraubt und darauf sollen Bauplatten 10mm gelegt.

meine Frage nun, ist es wirklich stabil um darauf Fliesen von 30x60cm zu verlegen?

Anbei noch ein paar Bilder
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Bodenfliesen, Fußbodenaufbau Bodenfliesen, Fußbodenaufbau
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29 Antworten
Wie dick ist denn die OSB Platte? Meiner Ansicht nach müsste das halten. Bei meinem Bruder wurde auf die Querlattung komplett verzichtet und die Balken hatten eine ABstand von ca 40-50cm. Die OSB Platten bei ihm waren, so meine ich, 28mm.

 

Was meinst Du mit Bauplatten?
LG Holzpaul - der mit dem Holz tanzt

 

Die zusätzlich eingezogen Balken verteilen den Druck noch gleichmäßiger auf die gesammte Konstruktion in Verbindung mit der Querlattung. Hier wird das Durchdrücken von einzelnen stellen bei belastung verhindert.
Ich würde (sofern das ganze ein Nassraum werden soll wie Bad etc.) den Boden mit einer Entsprechenden Imprägnierung versehen damit dir Feuchtigkeit den Boden nicht irgendwann einmal aufweicht.

 

Die 12 mm OSB scheinen mir etwas dürftig, durch die Bauplatten wird das aber sicher wett gemacht. Insofern glaube ich, dass diese Unterkonstruktion genügt. Ich hätte statt der Lattung einfach dickeres OSB verwendet. So viel günstiger sind die Latten nicht.

Wie stark wird denn der Boden belastet? Bücherregale oder großes Aquarium könnte problematisch werden.

 

Erstmal danke für die schnellen Antworten.

Was sind Bauplatten? Die Erklärung verzichte ich jetzt um diese Zeit und gebe dafür ein Link
http://www.fermacell.de/de/content/z...e_produkte.php

Die OBS-Platten sind 12mm stark, hatte ich glaube auch oben geschrieben
Die Bauplatten sind 10mm stark.

Der Boden wird in der Küche und im Wohnzimmer gebaut. Also kein Feuchtraum.
Gestellt werden nur normale Schränke und Sofa und sowas.

 

Also nach dem Link müßten es die Powerpanel HD sein. Diese sind aber 15mm stark.!????!
LG Holzpaul - der mit dem Holz tanzt

 

Zitat von Holzpaul
Also nach dem Link müßten es die Powerpanel HD sein. Diese sind aber 15mm stark.!????!
LG Holzpaul - der mit dem Holz tanzt
habe die platten noch nicht gesehen, verlasse mich auf die Aussage des Handwerkers

 

Ok, bei einer Lattung von 20cm Abstand und einer 12mm OSB Auflage (verschraubt) + 10mm Zementbauplatte (veschraubt - verklebt?) dürften keine Probelme für eine Verfliesung auftreten. Das ist meine Meinung - eine Garantie dafür müsste Dir aber der Handwerker geben.
LG Holzpaul - der mit dem Holz tanzt

 

Geändert von Holzpaul (13.07.2015 um 23:03 Uhr)
Hallo PapaBaer
Mich würde als erstes mal interessieren, ob darunter noch eine Wohnung ist, oder Keller. Wenn darunter eine Wohnung ist, würde ich das so absolut nicht machen. Ich habe bei mir auch die Fußböden im 1 OG saniert, und was ich vorgefunden habe, war das gleiche wie bei dir. Holzbalken, und zwischendrin Brasche. So nennt man das. Das ist Schlacke mit Zement gebunden. Und zum nivelieren hatte man damals normaler Sand genommen. Ich habe genau wie du den Dielenboden entfernt, zusätzlich habe ich den losen Sand noch entfernt. Darauf folgte eine Schüttung die dann Trockenestrichplatten trugen. Das sind Rigibsplatten, 3 oder 4 Lagen aufeinandergeklebt, und mit einer Nut und Feder an den Kanten versehen. Der Belag wurde schwimmend verlegt, und am Rand war ein Dämmstreifen verlegt. Der Aufbau dient dazu, um Trittschalldämmung zu erzeugen. Die dicken Rigibsplatten waren dichte schwere Masse, die den Schall schwer weiterleitet. Die schwimmende verlegung und die Schüttung unter den Platten haben den Schall zu den Balken entkoppelt. Früher hatte man den Fehler gemacht, das die Balken direkt in die Wand verlegt wurde, und die Beplankung direkt auf die Balken genagelt wurden. So wurde der Trittschall direkt in die Wand geleitet, und man konnte in der Wohnung untendrunter alles hören. Seit ich den Trockenestrichausbau gemacht habe, ist das um ein vielfaches besser. Das System gibt es von Knauf oder von Fermacell. Die Schüttung kann entweder kleine Holzsplitter mit einer Bitumenschicht sein, und Gibskügelchen, die dann von der Fa. Knauf angeboten wird.Heißt glaube ich Perlit. Die Bitumengetränkten Holzspäne nannte man Mehabit. Das bituen bewirkte, das die Holzspäne richtig fest verbunden und stabil wurden, sobald Druck darauf ausgeübt wird. Als noch mal zum zusammenfassen. Wenn du Schallisolierung willst, ist der deinige Weg der falsche, denn du hast den Bodenbelag nicht zu den Balken entkoppelt. Wenn darunter ein Keller ist, dann kannst du das so machen, ich würde aber eventuell dickere Platten nehmen, oder doppelt beplanken, damit der Boden sich nicht durchbiegt, und die Fliesen sich dann lösen. Ich hoffe, ich habe deine Frage richtig verstanden, und ich konnte dir mit meiner Antwort helfen. Ich muß noch erwähnen, das ich meinen Ausbau vor ca. 15 Jahren gemacht habe. Ob das heute noch der gleiche Standard ist, weiß ich nicht. Ich habe dir nur mein Wissen von damals vermitteln wollen.

 

Hallo fuffy1963,

Da spricht wohl der Fachmann, so kommt es rüber es ist nicht böse gemeint. Du es das sehr gut erklärt und das sogar so verständlich, das es ein Laie wie ich versteht.

Heute bin ich nicht auf der Baustelle, weil ich gerade auf den weg nach Süddeutschland bin.

Morgen werden ich mir den Boden nochmals genau anschauen und mal Probelaufen machen. Ob es irgendwo knirscht und knackt. Aber ich werde auch schauen ob es wippt.

Achja, unter den Zimmern ist nichts außer Keller.

 

Was mich jedoch etwas stört, ist, das ab und zu PappelHolz platten als unterlegkeile verwendet wurden. Ob das so gut ist

 

Was nicht verständlich ist bei Deiner Baubeschreibung... der Handwerker hat noch Balken eingezogen, erstens ist das nicht so ohne ( hab selbst ne alte Hütte ) und
zweitens schaut das eher nach zusätzlich hineingelegten Brettern ( oder Bohlen ) aus.. !
wie weiter oben beschrieben, ist eine 28er OSB eine solide Sache... darauf die 15er ?
Fermacell-Platten für den Fliesenbelag !
die dünneren Platten, auch wenn da noch einige drauf kämen, verhalten sich wie Blattfedern.... brechen nicht aber federn !
Bei der Schüttung handelt es sich bestimmt um Hochofenschlacke... erfüllt auch seinen Zweck... das Modernere ist das Perlite ( PE-Kugelschüttung ).. nur für die Schall-Absorbierung ist das Neue nicht besser als die alte Schüttung, aber das ist hier ja nicht
das Problem, dann müsste der Boden auch auf Filz aufliegen !
die Pappel-Sperrholzstücke sind sicherlich ausreichend als Unterlagen, verrutschen können diese ja nicht !
Nach einige Maß Bier könnte "MANN" eine Schwingprobe machen...zwecks
Beurteilung der Standfestigkeit ( des Bodens.. natürlich ! )
Gruss....

 

@fuffy1963:

Mit deiner Schüttung hast du dann auch gleich nivelliert für die Trockenestrichplatten?
Wie viele qm hast du damit ausgebaut und welcher Fußboden kam danach drauf?

 

@Roccoheimwerko
Ich habe eine ganze Etage damit ausgebaut. So ca. 80 qm. Ich hatte Teppichboden darauf verlegt, Laminat, und zuletzt einen PVC Boden. Ich finde diese Lösung einfach genial. Einen kleinen Tipp noch. Wenn ihr tatsächlich diesen Trockenestrich Fußboden verlegt, dann behandelt die Oberfläche mit Tiefengrund. Der Grund liegt darin, das die Oberfläche der Trockenestrichplatten aus Karton besteht. Durch den Tiefengrund habt ihr dann einen Schutz geschaffen, falls mal Feuchtigkeit auf den Boden kommen sollte. Und ja, die Schüttung ist gleichzeitig für das Nivelieren zuständig.

 

Jetzt muss ich das Thema hier noch mal aufgreifen und mich mal etwas Auskotzen.... Sorry, aber das muss mal sein...

Bis letzten Sonntag dachte ich immer noch das diese Arte des Bodens eine gute Sache ist und das mein Handwerker das auch hinbekommt. Aber denkste.... Am Sonntag habe ich auf den Boden mal dielange Wasserwaage drüber gehalten und nein nein nein so nicht.... Schieff schieff schieff und nochmal schieff... und ich konnte mit der Wasserwaage und meiner Tochter wippen können....

Der Handwerker hat mir versichtert, das er das ausrichtet... nun hat er wirklich drei Tage an ein Raum rumgebastelt und nichts geholfen....

 

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