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Unterkonstruktion für Rigipsdecke richtig wählen

24.02.2014, 23:50
Hallo Zusammen,

ich war heute im Baumarkt um mich über die Unterkonstruktion für eine Decke, die ich mit Rigips abhängen möchte um LED-Strahler einzubauen, zu informieren.
Ich bin derzeit auf dem Stand eine Holzunterkonstruktion zu verwenden. Den Vorteile hier sehe ich vor allem im Preis. Mein Wohnzimmer ist 27qm groß. Ich habe es noch nicht genau errechnet, aber ich vermute mal, dass ich durch eine Holzunterkonstruktion im Vergleich zu Metallprofilen bestimmt über 100Euro sparen würde.
Ich möchte wirklich nur minimal an Deckenhöhe verlieren. Es ist kein Altbau und die Deckenhöhe ist ohnehin nicht gerade hoch.
Gibt es Gründe warum Ihr mir vllt doch zu den Profilen raten würdet?

Nun hat mich der Mitarbeiter im Baumarkt allerdings verwirrt. Ich wollte normale Dachlatten für die Unterkonstruktion wählen. Ich bin dann bei "Rahmen FI/TA Sägerau" hängengeblieben, da diese im Maß 38mm X 58mm sind. Somit würde ich die Decke um knapp 10cm abhängen. Mehr sollte es nicht sein.
Der Herr im Baumarkt sagte mir aber, dass die Dachlatten nicht dafür geeignet sind und wollte mir zu wesentlich teureren Glatkantbrettern raten. Diese gab es zudem nur in geringen Höhen, die für mich nicht ausreichen. Als drittes gibt es natürlich noch das Konstruktionsvollholz.
Also ist meine Frage, welches Holz hier die richtige Wahl wäre und was zu beachten ist. Kann ich wirklich die Dachlatten nicht nehmen?

Vielen Dank schonmal an alle.
 
Decke abhängen, LED-Beleuchtung, Unterkonstruktion Decke abhängen, LED-Beleuchtung, Unterkonstruktion
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46 Antworten

Die besten Antworten

Das ist Quatsch was der gute Mann dir da erzählt hat. Früher haben wir immer Sägerauhe Fi/Ta-Latten als Unterkonstruktion verarbeitet.
Mich würde aber interessieren, mit welcher Begründung er dir so nen Quatsch erzählt.
Wichtig ist, dass die Latten in den passenden Abständen und ausreichend befestigt werden.
Zum verschrauben der GK-Platten sowieso Trockenbauschrauben mit Grobgewinde.
Das ist Quatsch was der gute Mann dir da erzählt hat. Früher haben wir immer Sägerauhe Fi/Ta-Latten als Unterkonstruktion verarbeitet.
Mich würde aber interessieren, mit welcher Begründung er dir so nen Quatsch erzählt.
Wichtig ist, dass die Latten in den passenden Abständen und ausreichend befestigt werden.
Zum verschrauben der GK-Platten sowieso Trockenbauschrauben mit Grobgewinde.

 

Er hat nur gesagt dass viele Leute Dachlatten dafür verwenden und sich dann wundern, wenn die GK platte nicht hält. Er sagt die Latten bieten keine ausreichende Stabilität für die Schraube und könnten springen. Ich frage mich nur ob die breite von 58mm reicht um zwei Plattenstöße zu verschrauben oder ob an den Stößen zwei Latten sein sollten.
Ich kann auch leider nichts mit der Bezeichnung Fi/Ta anfangen. Kann mir das einer erklären? Vielen Dank.

 

Fi/Ta ist die Abkürzung für Fichte/Tanne. Selbstverständlich kannst Du die Latten für die Unterkonstruktion nehmen. Die Auflagefläche von 58 mm reichen allemal aus um die Gipskartonplatten zu verschrauben.

 

Zitat von andre133
Er hat nur gesagt dass viele Leute Dachlatten dafür verwenden und sich dann wundern, wenn die GK platte nicht hält. Er sagt die Latten bieten keine ausreichende Stabilität für die Schraube und könnten springen. Ich frage mich nur ob die breite von 58mm reicht um zwei Plattenstöße zu verschrauben oder ob an den Stößen zwei Latten sein sollten.
Ich kann auch leider nichts mit der Bezeichnung Fi/Ta anfangen. Kann mir das einer erklären? Vielen Dank.
Naja....man muss ja was erzählen, wenn man beim Kunden schlau aussehen und mehr Umsatz machen will...
Eine Breite von 58mm reicht aus, um zwei Platten daran stossend zu verschrauben. CD-Profile sind auch nur 60mm breit.
Fi/Ta bedeutet Fichte/Tanne...

 

Zwei D.U.M.M.E ein Gedanke

 

Zitat von TischlerMS
Zwei D.U.M.M.E ein Gedanke
Aber Du warst schneller...

 

Ok Danke an Euch!

Dann werde ich diese Latten wählen. Was für Nageldübel würdet Ihr dazu nehmen? Vor allem wie lang sollten diese sein, wenn die Latte schon knapp 40mm verschlingt. Die Abstände zwischen den einzelnen Latten, Dübeln und Schrauben wird ja auf vielen Seiten im Internet sehr gut beschrieben.

 

Für solche Fälle z.B. die Nageldübel von TOX Typ LSN-SK 8/80 oder 8/100

Wobei - ich würde lieber Dübel nehmen und Schrauben.

Für Deckenverkleidungen und ständiger Belastung auf Zug dürfen die Nageldübel nicht genommen werden.

 

Moin,
eigentlich braucht man technisch getrocknetes Holz mit ~ 9% Holzfeuchte ,normale Dachlatten haben eher 20%, in deinem Wohnzimmer würden die nochmal richtig nachtrocknen und sich dadurch in der Form stark verändern, das kann zu Problemen führen.
Die Bretter sollten auch gehobelt sein um wirklich die gleiche Dicke zu haben und möglichst gerade zu sein. Dübel für Deckenkonstruktionen dürfen meines Wissens nicht aus Kunstoff sein, da dir sonst die ganze Decke im Brandfall runterkommt! Ob du dich an die Bauvorschrifften hälst musst du selber wissen. Ich hab das damals mit mit Jusierschrauben meine Unterkonstruktion, direkt in den Deckenbalken abgehangen.

Gruß Heiko

 

Bei den abgehängten Decken, die ich bisher gesehen habe, haben die 08/15 Latten absolut ausgereicht.

Und auch jetzt, nach mittlerweile 12 Jahren hat sich da in Form und Stabilität nichts verändert.

Hauptsache, die Latten sind in passenden Abständen ordentlich verschraubt - im Zweifelsfall eine Schraube mehr verwenden. Man hat ja auch ein Gefühl dafür, ob die Latte hält oder nicht, nachdem man sie angebracht hat.

Und damit die Latten nicht gleich springen kann man ja auch dünn vorbohren

 

Zu der Thematik mit den Dübeln habe ich etwas von Fischer gefunden. Hier wird das Thema behandelt und Dübel vorgestellt, die eine Freigabe dafür haben. Z.B. der Langschaftdübel SXR.
http://www.fischer.de/PortalData/1/R...e-II-Decke.pdf

@HB1974: Tritt das Problem erst über einen längeren Zeitraum gesehen auf oder würde es Abhilfe schaffen, wenn ich die Latten einige Tage auf Zimmertemperatur trocknen lasse und dann erst verarbeite?

 

Es wird nichts bringen ein paar Tage bei Zimmertemperatur nach zu trocknen.

 

Ich bin jetzt zwar nicht der Profi, was Holzfeuchtigkeit angeht, aber wenn ich Latten mit 9% Feuchte in einen normaler Raum hänge, dann dürften die sich doch mit Wasser "vollsaugen". Ich kann mir nicht vorstellen, dass es Räume gibt, die nur 9% Luftfeuchtigkeit haben...Oder hab ich jetzt einen Denkfehler?
Ich hab bei mir im Keller auch 0815 Dachlatten aus dem Baumarkt als Unterkonstruktion verwendet...Das hat eigentlich ganz gut hingehauen und schaut nach 5 Jahren auch nicht besser oder schlechter aus, als das, was der Trockenbauer im Dachgeschoss "verbrochen" hat. Der hat Holzlatten und Metallprofile genommen...genauer gesagt hat er in die Metallprofile Holzlatten geschoben, damit sie "stabiler" (O-Ton) werden. Damals hab ich ihm halt mal geglaubt und dafür eine riesen Rechnung bekommen. Daher hab ich dann den Keller selber gemacht und wie gesagt, schaut der eigentlich nicht viel anders aus, obwohl das mein erster Versuch mit Gipskarton war. Und dass es nur einen Bruchteil gekostet hat, brauch ich wohl auch nicht erwähnen;-)

 

Holzfeuchte und Luftsättigung(Luftfeuchtigkeit) sind zwei verschiedene Dinge!
Ist schon erstaunlich was "Fachleute" immer wieder abliefern ^^

Gruß Heiko

 

gleicht sich das nicht über die Zeit an?

 

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