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Unterbau für Pflaster

15.07.2013, 22:20
Ich muss bei mir noch die Terrasse Pflastern. Jetzt kommt bei mir die Frage auf wegen dem Unterbau. So wie ich es bisjetzt gelesen habe sollte ich ca 15-20 cm Schotter, 3-5 cm kies und dann Pflaster.
Jetzt kommt meine frage kann ich auf den Schotterunterbau verzichten da bei mir überall schon von Naturaus die Erde nur aus grobem Kies besteht. Normalerweise müsste ich ja jetzt ausbaggern und mit fast dem gleichem Matterial wieder aufbauen.

Markus
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7 Antworten
die dicke verdichtete Schotterschicht als Untergrund wird auf der einen Seite als Aufbauschicht verwendet und zum zweiten das Wurzeln keine Chance haben die Pflastersteine anheben zu können.
Ich persönliche würde auf die Schotterschicht nicht verzichten....

besser gleich richtig machen und nicht nach einpaar Jahren ärgern....

lg troppy

 

15 bis 20 cm Schotter bei Gehwegen und Terrasse, Garageneinfahrt, oder was alles befahren wird 30 cm Schotter.
Und es ist 3-5 cm Edelsplitt und kein Kies.;-))
Ich würde auch nicht auf die Schotterschicht verzichten

 

Kies hat den Nachteil, dass er sich wegen seiner runden Form kaum gescheit verdichten lässt. Das Zeug kullert rum statt sich zu verhaken. Als Gemisch mit Erde kann man es verdichten, aber es sortiert sich bei Frost auch gerne mal um. Diese Bewegungen sind aber nicht Sinn der Frostschutzschicht.

Als weitern Aufbau kenne ich nur Split (kein Kies, s.o.) und Sand. Heutzutage zum Teil mit lustigen Zusätzen damit die die Ameisen nicht den ganzen Sand wieder raus schleppen.

 

Die obigen Höhenmaße solltest du unbedingt einhalten.
Diese sind aber auch eher als Mindestmaße anzusehen.

Ein paar cm mehr (gerade dort wo es länger Frost haben kann) schadet nicht, gerade beim Unterbau.
Den Boden den du hast dürfte eher ein Steinboden sein (ohne Bilder lässt sich das sehr schlecht beurteilen).
Dieser taugt nicht als unterbau, denn der Unterbau muss sehr fest und auch dicht werden (damit der Split / Sand nicht absacken kann), dennoch muss er andererseits eine entsprechende Drainagefahigkeit bieten um Oberflächenwasser abzuführen.

Ich nehme für den Unterbau bei Pflasterarbeiten grundsätzlich Mineralbeton her, da sich dieser sehr gut verdichten lässt, sehr eben wird und andererseits dennoch genug Wasser durchlässt.

Ich würde dir aus Erfahrung auch zu einem Durchwuchsschutz raten.
Ich verlege den seit 2006 unter jede Pflasterfläche und habe selbst mit dem günstigsten sehr gute Erfahrungen gemacht.

Denn selbst in 40 cm Mineralbeton setzen sich von oben Pflanzensamen fest und wachsen.
Der Durchwuchsschutz kostet pro m² ca. 1€ und verhindert sehr wirkungsvoll, das die Unkräuter zu grße Wurzeln bilden können bzw überhaupt anwachsen (gehört direkt unter die Splitschicht).

Solltest du in der Nähe vom Pflaster Flchwurzler haben, könnte es sich auch lohnen ggf. unter die Schotter- / Mineralbetonschicht eine Geovlies zu legen, das verhindert weitestgehend das Wurzeln durch die Schotterschicht durchwachsen können.

Ganz Unkrautfrei wird man je nach Gegebenheiten auf Dauer Pflasterflächen (ohne weitere Arbeiten) nur schwer kriegen.

 

Hab jetzt mal ein Bild vom Untergrund matterial gemacht.

Irgendwie sehe ich es schon kommen das ich noch viel ausgraben muss und das überflüssige Matrerial entsorgen muss.

Meine Hoffnung war halt da es sich um ein recht stabilen Untergrund handelt das ich den nicht auch noch austauschen muss.

Markus
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Woody  
Als absoluter Laie will ich natürlich meinen Vorrednern nicht widersprechen, aber wenn es sich bei dem Untergrund um bereits jahrelang wenn nicht schon jahrzehntelang vorhandenen Unterbau handelt, der sich ohnehin schon gesetzt und verfestigt hat, würde ich den nicht ausbuddeln und gegen einen Unterbau ersetzen, der in sich noch nicht stabil ist.

Kommst du nur mit brutaler Gewalt in deinen vorhandenen Unterbau rein? Wenn ja, ist es aus meiner Sicht nicht notwendig ihn zu tauschen. Ordentliches Splittbett drauf und Pflaster legen und verrütteln.

Ist aber wie gesagt meine bescheidene Ansicht oder wie Linus immer zu sagen pflegt: jm2c

 

Zitat von Woodworkerin
aber wenn es sich bei dem Untergrund um bereits jahrelang wenn nicht schon jahrzehntelang vorhandenen Unterbau handelt, der sich ohnehin schon gesetzt und verfestigt hat, würde ich den nicht ausbuddeln und gegen einen Unterbau ersetzen, der in sich noch nicht stabil ist.
Ist schon über 40 Jahre ohne umgraben. Natürlich muss man auf jedenfall alles so gut wie möglich fest Rütteln.

Markus

 

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