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Türstation von Gira säuft ab, und ich habe keine Idee, warum

21.02.2010, 18:45
Hallo allerseits,

vor Kurzem haben wir uns eine Türstation Edelstahl für unser Haus geleistet. Nach ca. 8 Wochen war die erste Türstation bereits defekt, die Klingeltasten haben nicht mehr funktioniert, wahrscheinlich aufgrund von Feuchtigkeit.

Die neue Türstation ist nun seit ca. einer Woche verbaut, und auch sie zeigt bereits erste Ausfallerscheinungen ( Klingelknopf funktioniert nicht mehr) Auch hier zeigte sich beim Abmontieren eine deutliche Kondenswasserbildung im Unterputzgehäuse, sowie auf der Türstation selbst. (siehe auch beigefügte Bilder).

Nachdem wir die Klingeltaster getrocknet hatten, funktionierte die Station wieder, allerdings fragen wir uns, woher diese Wasserbildung stammt und ob es eine Möglichkeit gibt, die Station so abzudichten, daß die Fechtigkeit der Elektronik nichts mehr anhaben kann. Es kann ja auch eigentlich nicht sein, daß wir alle paar Wochen das Teil austauschen, bis wir irgendwann keine Garantie mehr darauf haben.

Zu den baulichen Eckdaten: der Einbaurahmen sitzt auf 7 cm druckfestem Styrodur, er ist verklebt, seitlich ist die Dämmung ca. 14cm dick, die seitlichen Lücken wurden mit Bauschaum ausgefüllt. Die Stelle ist überdacht (Carport) so daß von oben keine Feuchtigkeit eintreten kann. Der Rest der Wand, und auch der Bauschaum um die Türstation herum sind trocken. Anhand der Bilder kann man auch erkennen, daß die Fechtigkeit unterhalb austritt und den Armierputz anfeuchtet.

Wir sind schon am Überlegen, die komplette Elektronik entweder mit Heisskleber, oder Mengen an Silikon zu vergiessen, aber das kanns doch eigentlich nicht sein?
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Edelstahl, Gegensprechanlage, Klingel, Türstation Edelstahl, Gegensprechanlage, Klingel, Türstation
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48 Antworten
... meine erste Idee:

liegen hinter der Station Heizungs- oder Warmwasserrohre?

zum Heißkleber:

Achtung! Heißkleber ist elektrisch leitend! Nicht viel, reicht aber aus um Störungen zu verursachen. Hab das selbst gemessen, nachdem ich Signal Probleme beim Eigenbau eines Beamers hatte ... aber das ist eine andere Geschichte

 

dahinter liegt nix, bis auf 17,5er KS Stein und der Dämmung. Ich kann mir nur vorstellen, daß die massive Edelstahlplatte scheinbar die Kondenswasserbildung fördert - bei dem Wetter ist Stahl ja leicht "klamm", und da es in dem Einbaurahmen keine Luftbewegung gibt, die die Feuchtigkeit abtransportieren könnte.....

 

Geändert von Tobias (21.02.2010 um 19:27 Uhr) , Grund: Update
sehr seltsam ...

Ich hab was ähnliches bei mir am Haus montiert. Da mir mein Briefkasten zu klein war, hab ich ein neues Loch in die Wand gehauen, nen alten 1. Hilfe Kasten umgemodelt und das ganze (außen) mit einer Aluminiumplatte ca. 40 x 70 cm und 4mm Stärke, verkleidet und darin die Sprechstelle noch untergebracht.
Alu reagiert da ja ähnlich wie Edelstahl ... ich hatte aber noch nie so ein Problem.

Da das ja mal so richtig nass aussieht ... ist jemand aus der Nachbarschaft neidisch und leert da Wasser rein?

Ich weiß, hört sich **** an, aber das sieht schon nach richtig viel aus, nicht nur nach Kondenswasser!?

 

... andere Idee:

Ist in der Station eine Beleuchtung? ... also für Klingelbeschriftung o.ä.?
Brennt die Lampe andauernd und ist recht warm? Dadurch könnte sich natürlich Kondeswasser bilden ... aber soviel?

Eventuell kannst Du das Teil "zwangsbelüften" indem Du die untere und einen Teil der seitlichen Dichtungen entfernst. Da ja eigentlich von oben kein Wasser ran kommen kann, ist die Abdichtung auch nicht sooo wichtig.

 

Zitat von bonsaijogi
Ich weiß, hört sich **** an, aber das sieht schon nach richtig viel aus, nicht nur nach Kondenswasser!?
Von der Art der Wassertropfen her kanns eigentlich keine Gartenschlauch Attacke o.ä. sein, man sieht richtig, wie sich Wassertropfen bilden, und die dann irgendwann runterlaufen (ganz abgesehen davon, daß Neubaugebiet und bislang noch keine merkwürdigen Nachbarn in Sicht...

Was ich mir vorstellen könnte, ist ein Problem aufgrund der Temperaturdifferenz der Platte - an der Außenseite 0 Grad und an der Innenseite 5-10 Grad, da das Teil ja in der Dämmung sitzt....

 

Das mit der Beleuchtung hatte ich mir auch schon gedacht, sind allerdings smd leds, wie es scheint, und die werden nicht wirklich warm. Die Idee mit dem Entfernen der Dichtung ist gar nicht mal schlecht, ich habe das Problem auch mal an Gira geschickt, mal sehen, was die dazu sagen...

 

Für mich ist die Sache ziemlich eindeutig. Da du im Bereich der Klingelanlage die Außendämmung halbiert hast, liegt der Taupunkt genau an der Montageplatte. Die einzige Lösung - du musst die Klingelanlage auf Putz montieren.

 

Sieht nicht besonders schön aus - ich weiß, aber vielleicht hast du eine seitliche Begrenzungswand des Carports, wo du sie einbauen kannst. Oder mach aus der Not eine Tugend und stelle eine "Klingelskulptur" mit Briefkasten vor die Fassade...

 

Susanne  
Hallo Tobias,

ich hätte Dir auch dazu geraten, Gira zu kontaktieren. Ich bin mal gespannt, was sie antworten. Denn sofern es auch nur irgendwie an der Konstruktion des Kastens bzw. am Material läge, dann wäre das bestimmt ein bekannter Fehler.
Diese Anlagen sind ja ausdrücklich für die Aussennutzung gedacht, und Feuchtigkeit müssten sie eigentlich abkönnen…

 

Du könntest dafür doch sehr gut die Wand zwischen dem Garagentor und der Eingangstüre nutzen.
Wie du siehtst habe ich mir deine HP schon angesehen... tolle HP und tolles Haus.

 

Ich bin mir sehr sicher, dass Gira in diesem Fall nicht dafür kann. Die Klingelanlage ist zwar für den Außenbereich gedacht, nicht aber für den Einbau im Kondenswasserbereich einer Wärmebrücke, die durch die geschwächte Dämmung entsteht.

 

Vielen Dank für eure vielen Antworten, da ist man kurz mal nicht online.... tsetsetse

Also das mit dem Taupunkt leuchtet ein, allerdings stellt sich dann die Frage, ob die Station wirklich Schutzklasse IP44 erfüllt?

Unabhängig davon muss es doch auch bei modernen Häusern mit WDVS Möglichkeiten geben, Türsprechanlagen bündig mit dem Putz einzusetzen? Selbst eine Standardtürklingel arbeitet da mit einer 58er UP Dose, bei der sich dort dann doch auch Feuchtigkeit bilden müsste.

Ein Einbau "Aufputz" funktioniert bei dem System nicht, da es keine passenden UP Rahmen gibt. Bei dem Haus eine Verkleidung zu basteln, die dann nach vorne wegspringt, da halte ich nicht allzu viel von . Auch Richtung Garage bzw. Carport sind die Wände gedämmt, so daß ich da in das gleiche Problem reinlaufen würde. Eine Klingelskulptur o.ä. wäre die einzige Möglichkeit, nur würde das wieder mal Einiges an Aufwand bedeuten.

@Susanne: mit der Hotline hatte ich bereits zweimal telefoniert, bislang hat das nicht wirklich viel geholfen, vielleicht gibts ja in den nächsten Tagen eine Antwort auf meine Mail...

@igorle: vielen Dank für deine hilfreichen Antworten und die Komplimente . Wenn wir von einer geschwächten Dämmung bzw. Wärmebrücke ausgehen, würde es etwas helfen, an der Stelle des Einbaurahmens einfach eine höherwertige Dämmung, wie z.B. die neowall verbauen, und damit mit dünnerer Dämmung auf die Dämmwerte der 14er Styrodur zu kommen?
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Zitat von Tobias
....
Unabhängig davon muss es doch auch bei modernen Häusern mit WDVS Möglichkeiten geben, Türsprechanlagen bündig mit dem Putz einzusetzen? ....
Wenn eine Türsprechanlage in eine Wand bündig eingebaut werden soll, wird dahinter die Wandstärke so reduziert (bzw. eine Nische ausbebildet), dass die Wärmedämmung nicht geschwächt wird.

In deinem Fall könnte die Vebesserung der Wärmedämmung durchaus helfen - wäre zumindest einen Versuch wert.

Tu tust mir echt leid, denn ich weiß selber, wie man gegen Ende für sowas überhaupt und ganz und gar keine Lust hat. (Als ob man dir davor gehabt hätte)

Halte durch, es lohnt sich

 

Ich bin zwar kein Fachmann, kann aber nicht so ganz nachvollziehen, dass diese "Wassermassen" alleine vom Taupunkt kommen. Ich vermute eine zu hohe Luftfeuchtigkeit, welche sich mehrfach begründen lässt.

  • das Wetter momentan
  • ein neues Haus gibt sehr lange und viel Feuchtigkeit ab
  • ich sehe noch planken Armierungsmörtel, welcher sehr gerne Feuchtigkeit anzieht
Klar, die Nässe schlägt sich sehr gerne an Metall nieder. Möglich wäre auch, dass es nicht ganz dicht ist und Regen oder Schnee eindringt. Gerade Schnee kommt bei leichtem Wind in jede Ritze.

Ich würde versuchen den Hohlraum ein wenig zu erwärmen um den Niederschlag so zu verringern oder zu verhindern. Dazu gibt es kleine Heizfolien für Autospiegel oder Heizflächen für Ätzbäder. Die Teile sind nicht so teuer und der Verbrauch ist auch nicht enorm.

 

Habe mir die Bilder nochmal angesehen, so wie die Ränder aussehen kann es gar nicht dicht sein. Regen und Schnee kann rein und natürlich nur langsam wieder raus. Ich würde eventuell noch aus VA-Blech ein kleines "Dach" drüber setzen.

 

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