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Tür ersetzen in fragwürdiger Wand

29.09.2015, 18:43
Geändert von BjoernU (29.09.2015 um 19:24 Uhr)
Hallo!
Ich möchte eine Tür durch eine neue, schalldämmende ersetzen. Da die Türöffnung kein DIN-Maß hat, hab ich etwas Putz abgeklopft um zu sehen, ob ich die Öffnung vergrößern kann. Es sieht jetzt so aus, dass ich auf der rechten Seite der Tür einen vertikalen Balken habe, während auf der anderen Seite nur Lehm ist. (Nur unten ist ein Rest schrägen Balkens, der wohl mal nach oben zu dem vertikalen Balken ging.) Der Bereich über der Tür wurde einfach mit Ziegeln zugemauert.

Für mich sieht es so aus, als würde dieser Bereich über der Tür runterkommen, sobald die Zarge raus ist. Oder kann es sein, dass die Ziegel auch so halten? Auch, wenn ich die untere Reihe abhacke?

Die zweite Frage ist, ob die Lehmwand eine Schallschutztür aushält, die wohl um die 90 kg wiegen kann. An der Seite, wo nur Lehm ist, werden die Türangeln sein. Dieses Stück Wand ist auch nur ca. 30 cm breit, also der Abstand zwischen Tür und Außenwand ist ca. 30 cm. Ein Tischler sagte mir, das Gewicht der Tür würde nur auf der Zarge lasten, sodass die Lehmwand ausreicht. Aber das kommt mir etwas komisch vor. Müsste das Gewicht, das auf der Zarge lastet, nicht auf die Wand übertragen werden? Muss ich dann auf dieser Seite der Tür einen vertikalen Balken einfügen um zu gewährleisten, dass die Wand nicht mit der Zeit geschädigt wird?
 
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13 Antworten
Hallo,
das hört sich für mich stark an nach einem Fachwerkhaus (richtig?) an, in dem nachträglich und nicht fachgerecht eine Tür eingebaut wurde. Ich wohne zufällig in so einem alten Haus. Der schräge Stummel unten scheint der traurige Rest einer Strebe zu sein, die man einfach entfernt hat. Beim Fachwerk übernimmt die Ausfachung keine tragende Funktion. Ich würde an der Lehmwand keine Zarge befestigen. Da muss Grund rein. Zarge raus, Ziegel oberhalb der Tür raus und einen Pfosten und einen Sturz einbauen. Dann kannst Du eine Panzertür einbauen. Ich würde da einen Zimmermann zu Rate ziehen, wenn Du Dir das selbst nicht zutraust. Ist aber kein Hexenwerk.

 

Woody  
Fachwerkhaus oder (unsachgemäßer) Dachbodenausbau.

Ich würde hier auch vorher einen Zimmermann/Statiker zu Rate ziehen.

 

Janinez  
da gebe ich Woody ganz Recht, bevor was passiert lieber einen Statiker fragen und ich denke um einen Sturz wirst Du nicht drum rumkommen................................

 

solch eine Türe mit ca. 90 Kg ist schon sehr schwer... ohne jetzt den Zustand des Sturzes zu kennen ( wirst wohl ein soliden, neuen brauchen ) sollte die Zarge auch aus Stahl-Profil sein,
und zu beachten ist auch die Schall-Dämmung der Wand, was nutzt Dir eine teure Türe,
wenn die Wände Schwingkörper sind ?
Gruss.....

 

Wolfman  
schon mal überlegt die vorhandene Türe zu dämmen ?, weiß ja nicht wofür du das brauchst
In meiner Kellerbar ist die Türe mit Schaumstoff gedämmt und mit Kunstleder überzogen

 

Woody  
auch keine schlechte Idee Wolfman und sicher weitaus weniger aufwändig zu bewerkstelligen.

 

Wolfman  
Danke Woody, wäre auch um einiges leichter

 

Erstmal danke für eure Antworten. Ja, es handelt sich um ein Fachwerkhaus und ich nehme auch an, dass ich auch die Wand noch dämmen werden muss, aber die Tür ist wohl erstmal der Schwachpunkt, darum fange ich damit an.

Die aktuelle Tür ist aus Vollholz (Kiefer oder Fichte) und im Landhaus-Stil gehalten, mit ca. 3 cm starkem Rahmen und 1 cm starken Füllungen. Zudem schließt sie rundherum nicht dicht ab. Daher nehme ich mal an, dass man schon ziemlich viel dran machen müsste, um eine gute Schalldämmung zu erreichen. Außerdem ist die Tür zwar relativ unspektakuläre, dafür aber alt und handgefertigt von einem Cousin meiner Großmutter. Die Tür auszubauen ist da gerade noch akzeptabel (kann man ja an anderer Stelle wieder verwenden), aber sie umzubauen, ist ja quasi eine Beschädigung. Und es ist auch nicht mein Haus, sondern es gehört meiner Mutter, welche im angrenzenden Zimmer ihre Küche hat. Und da will sie eben nicht zukünftig auf die Schalldämmung schauen, wo früher die "schöne alte Tür" war. Eine schöne neue Tür hingegen ist akzeptabel.

Wir hatten auch schon an eine Doppeltür gedacht, aber die zweite Tür müsste ja ebenfalls schalldämmend sein (Preis wäre also ähnlich, wie auch die Belastung der Wand), würde die alte Tür auf einer Seite verdecken (Optik wäre also dieselbe wie beim Ersetzen der Tür) und vorallem ist auf der anderen Seite nicht wirklich Platz für eine Tür, denn diese müsste sich ja dann in den anderen Raum - also die Küche - hinein öffnen.

Nochetwas: Ich hatte mal mit einem einfachen Schallmessgerät den Lärm im anderen Zimmer gemessen (der geht übrigens von ein paar Finken aus). Die höchsten Werte waren dabei um die 85-90 dB(A). Da der Schalldruck bei Stille in meinem Zimmer 30 dB(A) beträgt, wäre doch eine Schalldämmung von 55 - 60 dB nötig um immer absolute Stille zu haben, dachte ich mir. Soweit will ich zwar nicht unbedingt gehen, da ich denke, bei einer Dämmung um 40 dB ist es leise genug, da 90 dB ja nur der Spitzenwert ist. Aber, habe ich das Prinzip überhaupt richtig verstanden, oder ist da ein Denkfehler drin?

 

Woody  
90dbA? Das entspricht ja dem Krach eines Benzinrasenmähers. Bescheidene Frage: wer oder durch was wird so ein Lärm verursacht?

 

Wie gesagt, das ist der Spitzenwert, der ab und zu erreicht wird. Die Verursacher sind tatsächlich 8 kleine Vögel. Die sind zusammen nicht groß genug, um eine Mahlzeit draus zu machen (was mir schon einige Male in den Sinn kam...), aber kreischen können sie wie die Großen. Den Tag über hat man da eben alles zwischen Stille und diesen ca. 90 dB - je nach dem, welche der Tierchen aus welchem Grund Lärm machen.

 

Woody  
Och ahja, du hast es ja geschrieben, habs nur anders gelesen. Finken als Haustiere?

Aber es ist richtig, je kleiner der Piepmatz umso mehr Krach macht er. Mich wundert das auch immer, wie ein kleiner Spatz oder eine Meise so einen enormen Lärm verursachen können, Resonanzkörper ist ja nicht viel da.

 

da Du Dir ein Schallpegel-Messgerät zugelegt hast, vermute ich mal, daß Du auch genügend Background-Infos dazu hast ! dBA Einstellung, 1 mtr Messabstand.. Oktav-Filter usw. .....
zu den Piepmätzchen... hierbei handelt es sich um hohe Frequenzen, welche recht einfach gedämmt werden können ( schlecht wären dumpfe Töne... die hörst bis zum Nachbarn ! )
Probier mal die Anlagekanten der schweren Türe mit dicken Moltopren-Streifen abzupolstern,
dann im Nebenraum messen... hier dürften noch max 45-48 dBA durchkommen....
nur 30 dBA ist schon fast die Stille in einer Höhle.... da müssten Schritte aus dem Obergeschoss deutlicher hörbar sein... falls Du da schläfst... ORO Pads sind für hohe Frequenzen gut geeignet !
Gruss....
Ergänzung... falls da in der Nachbarschaft oder im Haus eine Katze rumstreift...? könnte der Grund für den Lärm der Piepmätzte sein !

 

Geändert von Hazett (03.10.2015 um 17:08 Uhr)
Ich hatte mich ehrlich gesagt nicht all zusehr in das Thema Schall vertieft... und außerdem hab ich auch vieles wieder vergessen.

Dass sich hohe Frequenzen einfacher dämmen lassen, weiß ich zwar noch, aber andererseits ist es so, dass ich die Finken auch noch unten auf der Straße vorm Haus höre, obwohl sie im ersten Obergeschoss sind und die Fenster dort neu sind und eigentlich eine gute Schalldämmung haben (die wilden Vögel draußen sind drinnen nicht zu hören, nur ein Hahn, gelegentlich und ganz schwach).
Die aktuelle Tür ist zwar nicht schwer, aber ich würde dieses Moltopren trotzdem mal probieren. Wo krieg ich das denn her? Hab gerade etwas gesucht aber hauptsächlich diese Malerrollen und Ersatzteile für Autos gefunden.

Am Schlafen hindern mich die Vögel nicht, sondern am Entspannen und Konzentrieren wenn ich wach bin. Daher helfen mir Ohrstöpsel (sowas meintest du doch, oder?) nicht weiter.

Eine Katze (und einen Hund) haben wir auch hier oben, aber die kann nicht rausgeschmissen werden. Mir scheint aber, dass es für den Lärm keine großen Unterschied macht, ob die Katze in der Küche oder im Zimmer nebenan ist. Mich hingegen, versuchen die Finken oftmals mit lautem Geschimpfe zu vertreiben.

 

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