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Trockenmauer - Mengenabschäetzung?

27.04.2014, 23:41
Hallo,
mein aktuelles Projekt ist eine 22m lange Trockenmauer, 1m hoch um 1m Erdhöhe abzufangen. Für diese Mauer kann ich hier grade kostengünstig Steine holen. Die Mauer wird teilweise als Trockenmauer ausgelegt und teilweise als Holzmauer. Schaut euch mal bitte den Stapel der gesammelten Steine an und schätzt mal bitte wieviele Meter ich aus dem angesammelten Material bauen kann. (Es sind aktuell ca, 21 Hängerladungen, davon liegen 17 auf dem abgebildeten Stapel)- geschaetzt also 14 Tonnen Material. Ich habe da leider sehr wenig Vorstellung von der benötigten Steinmenge ...
Leider kann ich nur noch 2 Wochen die Steine holen, aber die Mauer erst in ca. 3-4 Wochen anfangen ..
Gruß
Roger
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9 Antworten
Woody  
Das ist schwer zu schätzen bzw. wird die Steinmenge grundsätzlich immer unterschätzt.

Baue dir einmal ein Stück 1x1m auf, zähle die Steine ab, ermittle das Durchschnittsgewicht dieses Teilstückes und rechne dann hoch.

Nach meiner Erfahrung könnte die von dir abgebildete Menge ungefähr für die Hälfte der Länge ausreichen. Du musst die erste Steinreihe sowieso mindestens halbversenkt auf ein betoniertes Fundament stellen und ein gewisser Schwund weil nicht passend sollte auch eingerechnet werden.

 

Vorschlag: hole noch eine Führe mit dem Hänger. Und bau wie Woody geschrieben hat, ein Stück wie die Mauer werden soll. Dann hast Du schon einmal ein Gefühl dafür. Aber ich glaube, dass Du eher nur für 10 m Mauer hast. Wenn Du zu viel hast, baust Du die Mauer dicker, sollte sich ohnehin nach oben etwas verjüngen und den "Abfall" wirfst Du hinter die Mauer, so sickert das Wasser dahinter leichter durch. Umso stärker die Mauer umso stabiler wird sie. Die kleineren Steine kannst Du nur für die Anpassung der Höhe verwenden und die großen solltest Du zumindest zur Hälfte quer zur Mauer (also nicht parallel sondern nach hinten mit Gefälle in den Garten ins Erdreich) verbauen. Dadurch kommt zum Druck gegen die Mauer von hinten auch das Gewicht der darüberliegenden Mauer und des Erdreichs hinzu und Sie wird weniger nach vorne gedrückt. Dadurch verlierst Du natürlich Material.

Also mal Testmauer bauen, kleine Steine nicht mitrechnen und Du weißt, wie viel ein Hänger hergibt. Und dann hochrechnen.

Trockenmauer ist immer gut, aber Beton zwischendrin stabilisiert ungemein, da Du saubere Auflagen für Steine hast. Und hilft vor Verschieben. Kannst Du trocken reinpacken, durch Erdfeuchte und Regen bindet der dann schon. Da sind dann schon genug Löcher für Insekten und Eidechsen. Trockenbaubeton hilft auch vor Auswaschen der Fugen und im Sommer rieselt es weniger. Einfach bei jeder Schicht immer wieder mal ne Kelle trockenen Estrich- oder Trockenbaubeton drauflegen.

Viel Spaß.

 

da wirst wohl einen kl.Bagger, oder ähnliches gebrauchen, sonst wirst in 14 Tagen um 20 Jahre älter... zumindest Dein Kreuz !
ob dieser Steinwall , welcher hier den Höhen-Meter Erde abfangen soll, auf waagerechter Ebene, oder , wenn nur leichter Hanglage sich befindet, macht u.U. auch eine Eisen-Pfosten Bewährung notwendig, Wasser und Frost sind nicht zu unterschätzen !
bei der Steinmenge habe ich keine Aussage parat, da hilft nur, wie oben schon beschrieben,
ca. 1mtr. Stück ausprobieren ! ( bei der Brockengrösse ca. 8-10 Steine per mtr. natürlich, wie beim Mauerwerk , keine Kreuzfugen ...)
Gruss.....

 

Geändert von Hazett (28.04.2014 um 10:04 Uhr)
Hallo,

danke euch erstmal für die Meinungen. Leider kann ich grade nur entweder Steine holen oder Testmauer bauen. Mein Job haelt mich etwas in Atem grade und ich komme abends spatter raus als gehofft :-) Ich denke ich schau mal ob ich noch Steine bekomme. Ist nur grade etwas schwierig bei dem Sauwetter.

Kleinen Bagger hab ich nicht - die Steine sind bis jetzt per Muskelkraft rangeschafft worden :-)

Das mit dem Beton ist mir unklar. Ich habe nichts dagegen darin etwas Beton zu versenken. Dann kann ich den aber auch gleich anmachen, oder? Kann ich ja normalen Estrichbeton für nehmen, oder? Sollte dann aber nur punktuell eingesetzt warden oder wirklich flaechig?

Oder doch alles mit Beton mauern und nur die vorderen 20cm oder so frei von Beton lassen?

Wegen dem Wasser und Frost und euren Steinen, welche nach hinten ins Erdreich ragen: Ich habe das auch so gelesen, jedoch auch gelesen, dass man grade wegen Wasser und Frost dahinter eine Plane machen sollte und dahinter noch eine Drainageschicht aus Kies. Aber genau das geht ja nicht wenn ich ein paar Steine quasi als Erdanker verwende ... die würden ja dann immer durch die Folie gehen müssen.

Gruß
Roger

 

Zum Beton. Natürlich kannst Du ihn auch anmachen. Aber Trocken auf den Stein geschüttet geht auch. Könntest auch Sand nehmen, aber der spült sich mit der Zeit raus. Der feste Beton bleibt wo er ist.

Ohne Plane dahinter hast Du nach Regen Rinnsale oder Bäche an der Mauer. Die legst Du vorher aus. Bau die Mauer davor und fülle mit Steinresten und Erde aus. So muss das Wasser versickern.

Minibagger kostet Dich am Tag rund 50 Euro. Kaputter Rücken den Job.

 

Nachtrag: Ich wollte zusätzlich, um die Sache etwas stabiler zu machen, alle 80cm einen 10cm Betonstab in den Boden eingiessen (also ca. 40cm in den Boden, 60cm rausschauend). Dieser sollte gegen den Erddruck geneigt sein. So Art Palisaden, welche den Druck direct in den Boden ableiten.

Meint ihr das ist Quatsch oder sinnvoll?

Auch habe ich noch Betonplatten / Reste von der Bodenplatte des Hauses (Also so Fladen, als die den Restbeton einfach auf den Boden geleert haben, ca. 15cm dick und nen Meter im Durchmesser, zum Transport halbiert) Kann ich die auch unten / hinten einbauen? Bringt doch auch Masse ...

Gruß
Roger

 

Hallo Rainerle,

ich gebe zu, einige der Steine sind schon sehr schwer. Aber ich sehe das als Ausgleich für meinen IT Job. Fitnessstudio habe ich während der Bauphase abgemeldet :-)

Hast aber generell Recht, man muss schon seine Grenzen kennen und sollte sie nicht überschreiten .... Ist aber beim Krafttraining generell so :-)

Die Mauer wird auch langsam wachsen .. genau dann, wenn ich beim Hausbau IM Haus nichts zu tun habe. Daher müsste ich den Bagger sehr lange mieten ...

Gruß
Roger

 

versuch es mal mit den langen Steinen, als Anker zu setzen .... nehme mal an,
das 4 Reihen von den Steinen übereinander passen.. also könnte in der 3.Reihe
ca. alle Meter ein Stein quer ( asymetrisch ) gesetzt werden, sodass ein Ende im Mauerteil einbetoniert wird, und das zum Hang überstehende Teil dort mit Kies und Beton
verfestigt wird ( Mauergrund sollte auch Beton sein ).. Mauerteil mit Folie, um den Stein herum abdecken... Darunter und rundum mit dem Hangmaterial zustampfen ... das sollte halten !
Gruss....... Bagger nicht vergessen, oder schau Dir mal Baupläne für einfache Hebevorrichtungen an.. bei dem langen Steinwall wird's rentabel , sowas kannst auf alten Brettern hin und her karren und nur "eine lose Umlenkrolle" halbiert Dir schon das Gewicht !

 

Geändert von Hazett (28.04.2014 um 15:46 Uhr)
Hallo,
zuerst ist wichtig welche steinart es ist. den Bildern nach würde ich mal auf Muschelkalk tippen? Der hat ne Rohdichte von ca. 2,6 bis 2,9to/m³. Wenn wir nunmal mit 2,7(goldene Mitte) rechnen solltest Du aus 14 tonnen / 2,7to/m³ ca. 5m³ Mauer bauen können. Für Deine geplante Mauer mit 22m Länge und 1 Höhe solltest Du mal mit einer breite der Mauer von ca. 30-40cm rechnen (bisschen Sicherheit eingerechnet). D. h. Du benötigst so ganz grob gesagt mal ca. 8m³, sprich ca. 21,5 tonnen muschelkalksteine. demnach solltest Du Dir noch einige Hängerfuhren (wohl um die 10 Stück) organisieren. Hier ist aber Deine Holzmauer (bitte erklär mir was das ist) noch nicht berücksichtigt...

Gruss

 

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