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Trittschalldämmung bei Massivholzboden

28.12.2011, 08:59
Hallo zusammen!


Ich habe gestern mal einen "Probeschnitt" zur Lagesondierung in unseren Fußboden gemacht. Das Ergebnis könnt ihr auf den Bildern sehen. Es handelt sich um eine Holzbalkendecke. Die Sparren haben einen Querschnitt von ca. 10 x 20cm und einen Abstand von etwa 60cm. Die Zwischenräume sind mit einem Lavasteinählichen (sehr leichten) Gestein verfüllt, jedoch nur auf eine Dicke von ca. 5 cm, wodurch etwa 15cm Luftraum verbleiben. Darunter befindet sich dann eine gipsartige Fläche, welche mit einer Art feinmaschigen Kaninchendraht durchzogen ist. Sie bildet quasi die Decke des des daruntergelegenen Raumes. (Da einige größere Löcher und er Decke sind, kann man das auf den Fotos ganz gut sehen.)


Fragen die sich vorab stellen:
- Um was für eine Decke handelt es sich hier?
- Wie nennt sich das Füllmaterial?
- Ist die Unterkonstruktions (der Gips-Kaninchendraht) belastbar/begehbar? (Ich vermute nicht)


Nun zum Projekt: Wir wollen die alten Dielen gegen neue Massivholzdielen austauschen. Um die Trittschalldämmung zu optimieren, wollte ich die Schüttung der Sparrenzwischenräume entfernen und ein ca. 20cm dickes Klemmfilz einziehen. Auf die Sparren soll eine zusätzliche Trittschalldämmung (ich dachte hier an 3cm Kork) aufgebracht werden. Die Dielen werden gemäß Herstellerangaben "schwimmend" verlegt und in Nut und Feder verschraubt.


Folgende Fragen stellen sich mir jetzt:
- Ist es sinnvoll die Trittschalldämmung nur auf den Sparren zu verlegen oder besser flächig?
- Sind 3cm Kork ausreichend? Oder lieber mehr? Oder vielleicht ein anderes (synthetisches) Material?
- Hat jemand eine Empfehlung für die Zwischensparrendämmung? (Material, Verarbeitung etc.)
- Da bisher keine Dampfsperren verbaut sind - kann ich auch in Zukunft darauf verzichten?


Ich freue mich auf eure Antworten...
Die Mopsente
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Dielen, Fußboden, Fußbodenarbeiten, Holzbalken, Materialien, Trittschalldämmung Dielen, Fußboden, Fußbodenarbeiten, Holzbalken, Materialien, Trittschalldämmung
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13 Antworten
Eine Dampfsperre verbaut man von unten, also unter den Sparren. Zwingend ist die vor allem zur Abtrennung zu kalten Gebäudeteilen: OG -> nicht ausgebautes DG.

Die Sparrenzwischenräume zu füllen ist sicherlich sinnvoll. Für auf die Sparren gibt es auch Trockenestrichplatten mit verklebter Holzfaserdämmung. Dadrafu kann man dann die Dielen verbauen.

 

wie Tpercon schon sagte, die Dampfsperre ist notwendig , wenn hier die kalte
Dachschräge den Abschluß bildet...da kondensiert der Wasserdampf !.. Im
Zwischengeschoss muss keine Dampfsperre eingezogen werden !
Das Füllmaterial dürfte wohl Verhüttungs-Schlacke sein ( v. Hochofen) !
um die Zwischenräume zu füllen, würde ich Perlit von Knauf nehmen...sehr leicht,
nimmt keine Feuchtigkeit auf, läßt sich gut einfüllen , also selber machen !
Ob die Trittschalldämmung mit 3cm Kork richtig ist, kann ich Dir leider nicht sagen,
event. muss hier eine Brandschutzklasse eingehalten werden....also mit
Fachleuten Rücksprache nehmen.....und es gibt auch schwerentflammbare
Materialien mit guten Trittschall-Eigenschaften....letztlich sollen da auch
Möbel drauf stehen !
Gruss von Hazett
Nachtrag:: wichtig ist die Befestigung der Dielen (alles überprüfen ) wehe da
knarrt eine oder mehrere, dann wird's ein Spukschloss !!

 

Geändert von Hazett (28.12.2011 um 16:54 Uhr)
Die alte Schüttung in deiner Decke ist Schlacke ein Abfallprodukt aus der Industrie würd in den 70er Jahren gerne genommen. hier ist die ganze Zeit die Rede von Sparren dein Sparren sind die Deckenbalken ;-) die Sparren sind die Balken von deinem Dachstuhl ;-).

Was sind denn für Räumlichkeiten unter der Decke? Wenn du einen guten Trittschall haben willst muss die Decke so schwer wie möglich sein das die Balken nicht mitschwingen können. du kannst zwischen Balken auf die Scholen das Gewicht bringen oder du machst später Estich auf die Balken. Wenn du das Gewicht zwischen die Blaken machen willst nimmt man Kies oder Plastersteine, bei Kies musst du extra einen Rieselschutz drunter machen aber bloß KEINE Folie sonst faulen die die Blaken unterm A..... weg. Hab mal ein paar Bilder wie so ein Deckenaufbau ausehen kann.
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Nun, soweit so gut...


Da die Räume darüber und darunter beheizt sind, können wir einen Haken an das Thema Dampfsperre machen. Die Idee mit dem Perlite ist nicht schlecht. Aber da das Zeug recht leicht ist, stellt sich die Frage, wie es hier mit dem Schallschutz aussieht. Und was ist vorzuziehen Klemmfilz/Dämmwolle oder Perlite (letzteres ist auch 'ne Mark teurer).


Den Vorschlag mit den Gehwegplatten hat mir ein Bekannter schon mal unterbreitet. Wenn ich Holzwurm richtig verstanden habe, könnte man es dann so machen, dass man in regelmäßigen Abständen einfach eine Platte in die Balkenzwischenräume (danke für den Hinweis an dieser Stelle) legt - diese könnte man dann ja auch in Perlite lagern. Eine Rieselschutzmatte wäre ja in jedem Fall erforderlich, außer bei Klemmfilz.


Wie würdet ihr mit der Schlacke verfahren? Entsorgen oder belassen und darauf die weitere Dämmung aufbauen?

 

Bitte beachte auch, dass die Deckenkonstruktion noch tragfähig ist. Wenn du hier mit Estrich, Gehwegplatten, ... hantierst, dann kommt da ein imenses Gewicht zusammen. Daher würde ich eher die Trockenestrichvariante nehmen. Zumal du sonst auch wieder erstmal Feuchtigkeit im Haus hast und es ewig dauert, bis alles trocknet.

 

Das Gewicht ist in der Tat eine Faktor, den ich im Auge habe. Ich weiß halt auch nicht, was man der Decke an Last zumuten kann/darf. Ich werd mal mit dem Statiker sprechen, der muss eh nochmal wegen eines Durchbruchs einen Blick ins Haus werfen.

 

Servus!

Das mit dem Statiker ist eine gute Idee!

Der alte Dämmstoff ist wahrscheinlich schon deshalb nur ca. 5 cm aufgetragen, weil die darunter liegende Gipsdecke zu wenig Tragkraft besitzt.

Ob jetzt Klemmfilz oder Perlite ist jetzt eine Glaubensfrage, ich würde - schon aus Gewichtsgründen - den Klemmfilz, bzw. Dämmwolle bevorzugen.

Für die Trittschalldämmung reicht es, die Deckenbalken zu belegen, im restlichen Bereich bringt die - auf der Dämmwolle - nicht wirklich eine Trittschalldämmung.

Welches Material hierfür in Deinem Fall das Richtige ist, kann ich Dir leider auch nicht sagen, da ich die Örtlichkeiten und - Begebenheiten nicht kenne. (Hier auch bezüglich eventueller Feuerschutzrichtlinien.)

Habt Ihr eigentlich schon mal in Erwägung gezogen, den alten Boden zu behalten und "nur" aufzuarbeiten? Zumindest in Bezug auf Verzug hat der alte Boden Vorteile...

mfg Dieter

 

Zitat von Kneippianer
Habt Ihr eigentlich schon mal in Erwägung gezogen, den alten Boden zu behalten und "nur" aufzuarbeiten? Zumindest in Bezug auf Verzug hat der alte Boden Vorteile...

mfg Dieter
Das war eigentlich kein Thema. Da die Trittschalldämmung ohnehin mies ist, müssen die Dielen einmalig aufgenommen werden. Das Abschleifen ist bei gut 100 qm schon eine Menge Arbeit, und da wir zu einem super Preis an die Dielen gekommen sind, stand das nicht zur Diskussion.

 

Holzwurm hat Dir gute Skizzen beigefügt..z.B. Nr. 2/3.....
machen zwar viel Arbeit, weil Du die Schlacke reihenweise zwischen den Balken heraus kehren musst (kann man wiederverwenden ) ...und dann anliegend an der Gipsdecke (event.3-5mm Luft) an die Balken die 30/50 Latten schraubst !
Bevor Du die (19er OSB ?) Einschubplatten darauf legst, schau Dich nach Elektro-
Kabeln um...und wenn nötig für die Deckenleuchte im Raum darunter was vorsehen !
Auf die Einschubplatten (sind eigentlich Zwischenplatten !) kann jetzt die Schlacke wieder gefüllt werden, den Rest bis oben zur Balkenhöhe mit Perlit z.B. auffüllen...
natürlich geht Dämmfilz oder ähnliches auch ! (darf nur keine Feuchte aufnehmen !)
Das WICHTIGSTE für die Trittschalldämmung ist der (in der Skizze , P.1) als
Dämmplatte bezeichnete Streifen, auf dem dann die gedämmten Trocken-Estrich -Platten schwebend liegen ( sind von unten mit dem Lagerholz 40/60 verbunden (verschraubt )
dieses Lagerholz muss gegebenfalls mit Filz oder ähnl. von den Balken entkoppelt
werden, ebenso ist Kontakt zu den Wänden mit Filzstreifen zu verhindern ...und
Dehnungsfugen vorsehen, gerade bei dem NEUEN Holzboden , hier kann man nochmals mit Filz oder ähnl. (dampfdurchlässig !) eine Entkopplung des Trittsch.
verbessern...also Tr.Dämmplatten, darauf dünnen z.B. Filz..und dann der
Holzfußboden !
Vom Gewicht her würde ich nicht viel mehr drauf packen, als der alte Bestand
hatte !...und event.Brandschutzvorgaben beachten !!!
Gruss von Hazett

 

Wie groß ist denn die Spannweite von deinen Deckenbalken? Wenn du das Gewicht zwischen die Blaken bringen willst musst du die alte Schlake raus machen und auch die alten Scholen wo die die Schlake drauf liegt. Dann nagelst du neue 3/5 Latten flach an die Unterkante von den Deckenblaken (100er Näge im Abstand von 20-25cm) auf die Latten legst du dann 24mm Schalung auf die Schalung legst du dann einen Rieselschutz. Jetzt kannst du Pflaster, Backsteine oder Waschbetonplatten aud die Schlaung legen und die Lufträume mit Kies oder Sand auffüllen. Aber wie du schon sagst lass Dir das von einem Statiker absegnen..... aber ich denke das wird schon gehen wenn die Deckenbalken jetzt nicht gerade 6,00m Spännweite haben.

 

Zitat von Hazett
an die Balken die 30/50 Latten schraubst !
 Wenn du du Gewicht zischen die Balken machen willst die Latten nageln nicht schruaben!!!. Wegen den Scherkräften. Schrauben sollten nur auf zug belstet werden.

 

das mit dem seitlich Nageln war mir nicht geläufig, aber man kann alt werden wie ne Kuh, man lernt immer noch hinzu !
die Pflaster und Ziegelsteine sollten besser im Garten bleiben, machen die
Decke nicht tragfähiger....eine Iso-Schüttung hinein, bei Perlit hast Du die Sicherheit,
daß hier keine Feuchtigkeit etwas zum Gammeln bringt !
Die Schüttung soll die Wärme und Kälte abhalten, das können Iso-Materialien
besser !
Wichtig ist der Trittschall-Aufbau...also der gedämpfte Kontakt zu den Balken !
Gruss von Hazett

 

Was du auch gut in die Decken machen kannst ist Blähschiefer hat ein Freund von mir auch gemacht lässt sich super verarbeiten und staubt auch nicht so wie Perlit beim verarbeiten 

 

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