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Trinkwasserleitung angebohrt

23.02.2012, 22:36
An einer unerwarteten Stelle habe ich den Bogen einer kupfernen Trinkwasserleitung im Muffenbereich angebohrt. An der Spitze ist ein kleines Loch ins Innere. Wie kann man das dauerhaft haltbar schließen? Da im Sommer auch Feuchtigkeit an der kalten Leitung niedergeschlagen wird, muß zur Vermeidung von Lochfraß und Spannungsrißkorrosion ein Material mit gleichem Wert in der elektrochemischen Spannungsreihe eingesetzt werden. Wahrscheinlich geht das nur mit Kupfer.
 
Kupferrohr, löten, Reparatur, Wasserleitung Kupferrohr, löten, Reparatur, Wasserleitung
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25 Antworten
Am besten mit Lötzin das Loch schließen oder dass kaputte Stück  auswechseln.

 

Es gibt Kupferlot oder Silberlot mit 650 Grad mit Flußmittel (auch einzeln zu kaufen). Jedenfalls solltest Du die Muffe ringsum freilegen wegen der Wärmeableitung und dann mit dem Bunsenbrenner erhitzen bis das Kupfer leicht rotglühend wird, das Kupferlot auf die Stelle pressen und warten, bis es zerfließt. Dann weg mit der Flamme. Du mußt aber aufpassen, daß die Quetschung durch die Hitze nicht aufgedehnt wird oder der Gummi verbrennt. Sollte die Muffe undicht geworden sein, mußt du die gesamte Verbindung hartlöten. Solches Werkzeug kann Dir helfen.
http://www.1-2-do.com/de/projekt/Ers...nleitung/5192/

 

gibt so kleine lötlampen in jeden baumarkt und so ein kleines starterpaket mit flußmittel usw. ist wirklich nichts bei zu können, Reikla hat es sehr gut beschrieben

 

Einfach zu Löten vorausgesetzt das Loch ist nicht zu groß.

 

Guten Morgen,
das kommt ein bisschen darauf an, was wie bei dir verlegt wurde. Ich denke mal es wird sich um einen eher kleineren Rohrdurchmesser handeln, der sicher weich verlötet oder gepresst wurde. "Reparieren durch Zulöten" würde ich die angebohrte Stelle nicht. Säge das Stück raus und setzte einen neuen Bogen mit Hilfe von 2 Muffen ein. Es handelt sich bei dir um eine Stelle in der Wand, wo du im Nachhinein nicht mehr siehst, was an dieser Stelle passiert. Die Wege des Wassers sind weit...

Ich bin zwar schon ein paar Tage aus diesem Geschäft raus, aber es gibt da im Trinkwasserbereich ein Hartlötverbot für Kupferrohre unter 28mm!

http://www.kupfer-institut.de/front_frame/frameset.php3?idcat=239&client=1&idside=553&idcats ide=706〈=1&parent=13

Frag doch alternativ mal im Bekanntenkreis ob das jemand für dich übernehmen kann

 

[QUOTE=ichmagHolz;163271]Guten Morgen,
das kommt ein bisschen darauf an, was wie bei dir verlegt wurde. Ich denke mal es wird sich um einen eher kleineren Rohrdurchmesser handeln, der sicher weich verlötet oder gepresst wurde. "Reparieren durch Zulöten" würde ich die angebohrte Stelle nicht. Säge das Stück raus und setzte einen neuen Bogen mit Hilfe von 2 Muffen ein. Es handelt sich bei dir um eine Stelle in der Wand, wo du im Nachhinein nicht mehr siehst, was an dieser Stelle passiert. Die Wege des Wassers sind weit...

Ich bin zwar schon ein paar Tage aus diesem Geschäft raus, aber es gibt da im Trinkwasserbereich ein [B]Hartlötverbot für Kupferrohre unter 28mm
Weshalb gilt in Trinkwasser-Installationen ein Hartlötverbot für Kupferrohre bis 28 mm? 


Untersuchungsergebnisse aus der Praxis haben gezeigt, dass Oxidfilme ("Zunder"), die infolge der Wärmebehandlung beim Hartlöten oder Warmbiegen bei Temperaturen >400°C auf der Innenoberfläche von Kupferrohren entstehen, unter besonderen Randbedingungen korrosionskritisch sein können. Aus diesem Grund sind in diesem Abmessungsbereich alternative Verbindungstechniken (z. B. Weichlöten, Pressen, Klemmen) anzuwenden.




habe ich auch nicht gewusst ,vielen Dank für die Aufklärung..

 

Ich Persönnlich würde Wasser Abstellen,Die Schadhafte Stelle rausnhemen und neu Verbinden,halte von Zu Löten usw nicht viel,weil doch enormer Druck drauf ist und irgendwan hast du es da wieder defekt,kann aber muss nicht,aber ich würde immer auf Nummer sicher gehen.

 

macht doch ein Pop-Niet hinein (z.B. 3,2 Durchm...CU-VA !)
gibt es als Dicht-Becherblindniet von z.B ...BVM-Technik.....mal googeln !
die Nieten Zange vom Installateur ausleihen..event. hat dieser auch spez.
Dicht-Nieten...ob nur die einfachen ausreichen glaub ich nicht ??
Gruss von Hazett

 

Zitat von Hazett
macht doch ein Pop-Niet hinein (z.B. 3,2 Durchm...CU-VA !)
gibt es als Dicht-Becherblindniet von z.B ...BVM-Technik.....mal googeln !
die Nieten Zange vom Installateur ausleihen..event. hat dieser auch spez.
Dicht-Nieten...ob nur die einfachen ausreichen glaub ich nicht ??
Gruss von Hazett
Also irgendwie erinnert mich das an mein Praktikum beim Elektriker - mal eben Siemens Lufthaken holen gehen... Ts, ts, ts...

 

Die Dicht-Becherblindniet gibt es tatsächlich, dass ist keine Luftnummer.
Ich würde das aber nur als Provisorium oder bei offen liegenden Leitungen
machen, ansonsten wie schon gesagt das Stück komplett mit Muffen, Stückchen
Rohr und neuem Bogen ersetzen.

Falls es eine gepresste Leitung sein sollte, auf keinen Fall löten, der Gummi in
der Muffe würde verbrennen, bzw. verkokeln. Also wenn gepresst, dann auch
wieder pressen.

 

Zitat von bonsaijogi
Die Dicht-Becherblindniet gibt es tatsächlich, dass ist keine Luftnummer.
Ich würde das aber nur als Provisorium oder bei offen liegenden Leitungen
machen, ansonsten wie schon gesagt das Stück komplett mit Muffen, Stückchen
Rohr und neuem Bogen ersetzen.

Falls es eine gepresste Leitung sein sollte, auf keinen Fall löten, der Gummi in
der Muffe würde verbrennen, bzw. verkokeln. Also wenn gepresst, dann auch
wieder pressen.
da Du ja ein Profi bist, wäre es für Dich kein Problem, die Reparatur fachgerecht
auszuführen, sei es Löten, oder Pressen...nur ist wohl klar, um da zum Pressen
ran zu kommen, muss da schon ein richtiges Loch in die Wand gestemmt werden...
also brauch Kamerad boerjes einen Klempner !!!
Gruss.....

 

Das mit dem Hartlötverbot wußte ich bis heute nicht.
Das Hartlötverbot besteht sicherlich wegen den Gummis die in der Verbindung bestehen und bei einem kleinen Bogen verbrennen können. Ist es ein Großer Bogen, könnte das zulöten mit Kupferlot ja klappen. Ansonsten kann ich mir nicht vorstellen, daß ein Flicken des Kupferrohrs mit Kupferlot anders sein sollte, wie das unverletzte Kupferrohr. Kupfer bleibt Kupfer und bei richtiger Arbeitsweise verbindet sich das Material miteinender.
Beim Auswechseln des Bogens muß die alte Quetschverbindung abgesägt werden.
Wenn der Bogen ein kleiner Bogen ist, kann das Ganze eventuell mit einem großen Bogen neu eingepresst werden. Das aber sollte dann der Installateur machen.

 

Zitat von Hazett
da Du ja ein Profi bist, wäre es für Dich kein Problem, die Reparatur fachgerecht
auszuführen, sei es Löten, oder Pressen...
... ich bin auch schon 20 Jahre weg vom Beruf, aber stimmt, ich könnte das selber machen, die Möglichkeiten hätte ich immer noch.

Zitat von Hazett
nur ist wohl klar, um da zum Pressen
ran zu kommen, muss da schon ein richtiges Loch in die Wand gestemmt werden...
also brauch Kamerad boerjes einen Klempner !!!
Gruss.....
... da hast Du ebenfalls Recht, trotzdem, ob Laie oder Profi, Unterputzleitungen sollten richtig repariert werden nach so einem Mißgeschick und nicht verbastelt werden. Der Schaden der im Nachhinein entstehen könnte, kann enorm sein.

Löten würde ich jetzt keinem empfehlen der es nicht schon öfter gemacht hat. Pressen hingegen ist kein Hexenwerk. Ich würd einfach mal beim örtlichen Installateur nachfragen, ob er Dir eine Maschine leiht wenn Du die Fittings bei ihm kaufst. Eventuell gibts die auch im Baumarkt oder bei einem Maschinenverleiher.
Klar ein wenig muß die Wand aufgestemmt werden, damit die Pressbacken um´s Rohr passen, aber so viel ist das nun auch wieder nicht und man hat später die Gewissheit, dass es richtig gemacht wurde.

Ich will nicht klugsch... ich mein´s nur gut

 

Vielen Dank für die Vielfalt der Informationen. Es scheint ein Naturgesetz zu sein, daß zu jedem Vorteil auch ein entsprechender Nachteil in Kauf zu nehmen ist. Ich sehe das Museum Pompidou, die Pariser nennen es "Raffinerie" als eine sehr zweckmäßige Bauform an. Leitungen sollten auch in unseren Gebäuden leicht zugänglich und einsehbar sein.
Im Baumarkt hat man mir einen Steckbogen empfohlen. Als Dichtmittel ist da auch wieder Gummi drin. Es hörte sich so einfach an. Ich habe mir daraufhin noch Zeit bis zum Abend gelassen. Zur Montage wäre wohl eine Vorrichtung erforderlich gewesen. Wie weit die Rohrenden angefast werden müssen, wurde nicht erwähnt. Die beweglichen Teile haben sich wohl verkantet. Nun brauche ich eine Vorrichtung um die Verbindung wieder zu lösen oder Verlängerungen und einen weiteren Bogen anstelle der unter beengten Verhältnissen auch noch schwer zu kürzenden und vor dem nächsten Bogen dann zu kurzen Leitung.

 

Zitat von boerjes1932
Im Baumarkt hat man mir einen Steckbogen empfohlen. Als Dichtmittel ist da auch wieder Gummi drin.
Daraus entnehme ich, dass die bereits verbauten CU-Rohre ebenfalls mit Pressfittings verbunden waren/sind? Was wiederum bedeutet, dass Löten, wie oben schon erwähnt, der falsche Weg ist, bzw. gewesen wäre.

Zitat von boerjes1932
Zur Montage wäre wohl eine Vorrichtung erforderlich gewesen.
... ähm ... hast Du jetzt den Bogen mit einer dafür vorgesehenen Maschine gepresst oder nicht? Wenn nicht wie dann?

 

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