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Trennwand einspannen

06.01.2015, 19:00
Hallo Zusammen

ich plane aktuell eine Trennwand zwischen Küche und Wohnzimmer zu errichten.

Nun ist es so, das ich den Boden (Parkett und Fliese) nicht anboren möchte.

Kennt ihr alternative Spannsysteme um Wände im zwischen Decke und Boden einzuspannen?

Ich hatte mir überlegt, eine Lattung an die Decke zu schrauben, daran Gewindeschrauben anzubringen, und dann mit 1-2cm Abstand darunter eine Balkenkonstruktion mittels Mutter einzuspannen... Die Konstruktion würde ich auf eine Antirutschmatte stellen. Am Ende soll alles mit MDF verkleidet und tapeziert werden. Die Wand wird ca 170cm lang 245cm hoch. Hält das, was meint ihr?

LG J
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18 Antworten
Ist es Möglich, die Seiten an die Wand zu Dübeln?? Also da wo die neue Wand an die Alte anstößt... das könnte dann auch schon für einiges an Stabilität bringen und zumindest kann die Wand dann auch nicht mehr nach hinten "wegkippen"

Oder steht die neue Wand auf einer Seite frei im Raum??

Am einfachsten wäre es für unser Verständnis, du würdest uns ein kleines Bild zeigen... daran ist es immer leichter zu erklären und vor allem zu verstehen^^

 

Hallo,das mit dem Bild ist vom Format schwierig, Die Wand ist an einer Seite freistehend, an der anderen Seite liegt ein Gipskarto verkleideter Versorgungsschacht mit allerhand Rohren, Strom usw... Seitlich anschrauben fällt leider aus...

Darum diese gewagten Gedanken bzgl einspannen.

 

Ich sehe es gerade mit Fliesen recht kritisch... kommt da Druck von oben wäre mir das Risiko zu groß dass die springt... dann hättest auch gleich bohren können

 

Du schreibst Parkett und Fliese. Ich gehe mal davon aus, das genau an dieser Fuge Silikon sitzt. Warum bohrst Du da nicht einfach rein? 2 Schrauben bewirken schon sehr gute Stabilität.

Im Baumarkt gibt es günstige Deckenstützen (einfach mal googeln). Die könntest Du einbauen, lassen sich richtig gut verspannen. Diese mit Rohrschellen an Deine Balken befestigen. Fertig.

Oder richtige Sprieße auf Gummi stellen und anziehen. Das hält definitiv.
http://www.amazon.de/Baustütze-Baust...=deckenstütze

 

Geändert von Rainerle (06.01.2015 um 20:13 Uhr)
Montagekleber nehmen ....

 

Parkett? - bekommst Du davon schwierig wieder weg. Ich schätze, es geht auch um ordentlichen Rückbau wenn es dann mal sein soll.

 

Das Bodenprofil mit Moosgummistreifen bekleben und mit doppelseitigem Klebeband auf dem Boden fixieren. Der Untergrund sollte entsprechend gereinigt sein.

Klebt man zuvor auf den Parkett und/oder die Fliesen einen Streifen Goldband, kann man das Profil mit Sockelleistenband (Sigaband) festkleben. Das zuvor geklebte Goldband klebt auf gereinigtem Untergrund genial und lässt sich später einfach und ohne mühsame kratzerei wieder entfernen.

 

Woody  
Mein Vater hat mir vor gut 30 Jahren in meiner Wohnung einen Raum einfach mit Spanplatte abgetrennt (Wohnzimmer und Minibadezimmer). Die 3-seitige Befestigung zu Decke-Fußboden-Mauer erfolgte nur mittels dreieckiger Sesselleisten an jeder Seite der Platte. Badezimmerseitig ein ca. 1m langes Kantholz an die Mauer geschraubt und daran die Platte nochmals angeschraubt. Die Trennwand ist ca. 1,50m lang und 2,70m hoch.Diese wurde dann nur tapeziert und gestrichen. Badezimmerseitig auch tw. verfliest.

Das Konstrukt steht heute noch und ich bin schon mehrmals unbeabsichtigt dagegen gedonnert. Wieso das so stabil ist, keine Ahnung - aber die Methode ist so einfach und auch nahezu rückstandsfrei rückbaubar.

 

Das mit der Baustütze klappt auch wunderbar. Ich habe bei mir im Kinoraum auch einen halbhohen Raumteiler eingezogen, der von der Außenwand in die Mitte des Raums führt, wo er in eine raumhohe Säule übergeht. Bevor ich genau wusste, wie ich den Raum genau gestalten wollte, habe ich dort erst einmal Laminat verlegt, das ich nun nicht anbohren wollte.

Ausgehend von der Wand habe ich zwei Leisten (Unterseite jeweils mit rutschhemmenden Moosgummistreifen) auf dem Boden liegen, die an der Wand verschraubt sind. Am anderen Ende, sprich in der Mitte des Raums habe ich beide Leisten mit einem Brett in Trennwandstärke verbunden. Auf diesem Brett steht eine Deckenstütze, die von der Decke Druck auf die Leisten ausübt und sie somit auf den Boden presst.

Der Rest war dann nur noch Gerüst bauen und verkleiden. Das hält seit Jahren ohne Probleme und ich bin schon einige Male dagegen gerempelt.

 

RedScorpion. Interessante Überlegung. Ich schätze, es muss dieses Band sein - nicht irgendein Malerkrepp. Steht öfters darauf für welche Zeit es dran bleiben darf und ich hab mal den Fehler gemacht, auf Kunststofffenster beim Umbau irgendeines zu kleben. Nach drei Wochen musste ich mit Stechbeitel und Verdünnung ran. Das war echter Mist. Auf Fliesen wäre das aber auch nicht das Problem. Deine Beschreibung ist bestimmt gut zu machen. Wieder etwas gelernt. Danke!

 

Normales Malerkrepp hat leider die von dir genannten negativen Eigenschaften @Rainerle.
Das Goldband kann ich wärmstens empfehlen.
Die Klebekraft des Sigabandes darauf ist extrem. Zusammen mit dem Eigengewicht der Trockenbauwand wird diese wie gedübelt.

 

Richtig guter Tipp. Wir bauen aktuell ein ehemaliges Fabrikgebäude ehrenamtlich um und da werden wir sicher Stellen haben, an denen Bohren auch nicht angesagt ist. Das werde ich beherzigen. Danke!

 

Ich würde es auch wie Red Scorpion machen, das Spannen finde ich zu riskannt. Der Estrich ist schwimmend und könnte zum ersten mit der Zeit nachgeben, oder auch dort brechen. Wenn Du an diese Wand nicht unbedingt Schränke aufhängen möchtest sollte es schon funktionieren.

 

Zitat von elektroelo
Ich würde es auch wie Red Scorpion machen, das Spannen finde ich zu riskannt. Der Estrich ist schwimmend und könnte zum ersten mit der Zeit nachgeben, oder auch dort brechen. Wenn Du an diese Wand nicht unbedingt Schränke aufhängen möchtest sollte es schon funktionieren.
Sogar Schränke lassen sich dann aufhängen.
In die Trockenbauwand Latten oder Bretter an gewünschter Höhe fixieren erspart einem sogar das Dübeln.
Vor einigen Jahren habe ich in dieser Bauweise ein Kinderzimmer abgetrennt und zusätzlich in die Wand die Betten eingebaut. War etwas kompliziert im Bau, konnte aber später ohne Beschädigungen am Laminat entfernt werden

 

die Tips mit den Klebebändern finde ich gut, es gibt auch verschiedene andere Klebstoffe, die auch wieder entfernt werden könnten, bis hin zu Silikon oder Uhu Plus o.ä.(2 Komponenten Kleber) löst sich bei ca.80 Grad....oder nur Moosgummi oder Antirutschmatte, müßte bei der Druckbelastung durch das Konstruktionsgewicht auch schon ausreichen, so lange man nicht mit der Sackkarre oeder ähnlichem dagegen fährt oder keine schweren Hängeschränke anbringt. Die Rohrverkleidung sollte auf jeden Fall zur Stabilisierung genutzt werden, um ein Schwingen der Wand zu verhindern. Ich würde die ganze Wand aus Gipskarton mit Metallständer ausführen und an der freihstehenden Stelle eine dicke Dachlatte zur Austeifung mit einarbeiten, ebenso Holz, wie oben erwähnt, wo Hängeschränke kommen könnten. MDF wäre mir zu teuer und zu schwer, auserdem haste Rissbildung an den Stößen.Einziger Schwachpunkt ist das freie Wandende ? Aber andererseits vieleicht denken wir immer zu stabil...

 

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