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Trafo-Frage an die Elektriker

29.05.2012, 21:19
Ich hab mal wieder eine blöde Frage:

Ich hab eine 12V-Halogen-Pendellampe mit 8 mal 20 Watt Birnchen. Da ist nun schon zum dritten mal der Trafo hinüber. Ursprünglich war es eine Lampe mit Touch-Dimmer. Aber der entsprechende Trafo ging alle 6 Monate hobbs. Dann hab ich mit dem Verkäufer ausgehandelt, dass ich einen normalen Trafo bekomme und er sich an den Kosten für einen UP-Phasenabschnittsdimmer beteiligt. Das ganze hab ich dann angeschlossen und den Schaltereinbau vom Haus-und-Hof-Elektriker kontrollieren lassen. Am Trafo kann man ja eigentlich nichts falsch anschließen. Zuleitung auf Primär, Ableitung auf Sekundär. Die Lampe hat alle Birnchen in Reihe an einer Zuleitung angeschloßen (Laut Lampenhersteller). Der Trafo, den ich bekommen hatte, hat 50-210VA. Sollte also für die 160Watt gut reichen.

Nachdem er nun aber am Tag vor meinem Geburtstagsgrillen wieder hobbs ging, hab ich meinen Elektriker erstmal die Lampe zerlegen lassen, bevor er was zu essen bekommen hat und nein, ich hab ihn nicht nur deswegen eingeladen. Er ist so mein bester Kumpel und war sowieso daher da.

Er meinte spontan, dass es daran liegen würde, dass der Trafo zwar eine Gesamtleistung von 210VA hätte, diese aber über 3 "Lines" verteilen würde. Der Trafo hat 3 mal 2 Anschlussklemmen für die Halogenlampen. Daher würde an jeder dieser "Lines" nur 70-80VA zur Verfügung stehen. Nachdem ich ja nur eine Zuleitung zur Lampe habe, lässt es sich aber auch nicht anders anschließen und auf die Dauer wäre der Trafo so nun einfach überlastet worden und deswegen durchgebrannt.

Ich habe dann den Lampenhersteller mit der Aussage vom Elektriker konfrontiert. Der hat aber alles abgestritten und behauptet, der Trafo würde das schon elektronisch so Regeln, dass es passt.

Wer hat nun recht? Ich hab keinen Bock darauf, alle 6 Monate einen neuen Trafo einbauen, geschweige denn kaufen, zu müssen. Diesmal krieg ich den neuen Trafo noch umsonst, aber irgendwann ist damit auch Schluss. Hat nun der Elektriker recht oder der Lampenhersteller? Wie sieht das allgemein aus?
 
Trafo Trafo
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56 Antworten
ich bin nur ein kleiner Elektriker.<br />
Aber dein (großer) Elektriker hat Recht.<br />
Ich weiss das, weil ich einen ähnlichen Trafo für die Gartenbeleuchtung habe.<br />
<br />
In der Bedienungsanleitung des Trafos heisst es sinngemaess:<br />
<br />
Herzlichen Glückwunsch zum Kauf Ihres .... Die Leistung des Netzteiles beträgt 600VA ... Sie können also z.Bsp. bis zu 30 20W Leuchten anschliessen ... Beachten Sie bitte, dass die einzelnen Anschlüsse des Trafos eine Leistung von 200VA haben. Die Anzahl der Leuchten ist im Idealfall auf die drei Anschlüsse gleichmässig zu verteilen...

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Lampen in Reihe geschaltet sind, denn dann würde die Lampe nicht funktionieren, wenn ein Birnchen kaputt ist.

Wenn der ursprüngliche Trafo mit der Leuchte geliefert wurde, hat nach meiner Ansicht der HErsteller den schwarzen Peter - dann wärst Du aber nicht der Einzige.

Was sagt denn gugel zu dem HErsteller / Lampentypen?

/P PS: bei Bosch ist das Pferd ausgebrochen, das den Fahrstuhl antreibt - daher das brrr

 

Geändert von Heinz vom Haff (29.05.2012 um 22:09 Uhr)
Hier noch ein Nichtelektriker, aber auch der sagt: Dein Elektriker hat Recht!
Könntest Du jede Reihe mit 200W belasten, wäre der trafo mit 600W ausgewiesen.

Die Lampen "in Reihe" haben mich aber auch stutzig gemacht Soll sicher parallel sein.

Der einfachste Weg wäre die 20W-Lampen gegen 10W oder LED's zu tauschen. 160W wären mir ehrlich gesagt auch deutlich zu viel.

 

Hallo ich bin auch ein Nichtelektriker, aber richtig ist schon, dass jede Linie nur mit ihrer Maximalleistung belastet werden darf.
Ich weiß das nur, weil im Obergeschossbad auch so ein Pseudotrafo von mir installiert wurde und dieser hat 2 Linien. 80 VA / Linie und das habe ich auch nicht verändert, der Pseudotrafo arbeitet schon im 5. Jahr.

Die Frage nach einem Trafo ist eigentlich falsch, weil das kein Trafo - Transformator mehr ist!!!

Gruß vom Daniel

 

Im normalfall sollte man die drei "Lines" zu einer Parallel schalten können. Dann hätte man die gesamt Leistung des Trafos zur verfügung auf einer Line.

Oder habe ich da jetzt einen Denkfehler?

 

Schwere Frage, aber wenn das so einfach ist, warum teilt man das erst auf bzw. macht die drei Anschlüsse?

 

Mal ein wenig im Inet gestöbert:

Man teilt die Leistungen auf, weil elektronische Trafos eine Minimallast brauchen damit sie Funktionieren. Wenn ein Trafo mit 50-150VA angegeben ist, wird er mit einer 10 Watt Birne nicht Funktionieren.

Das Problem beim parallel Schalten ist, das die Spannungsquellen so gleich wie möglich sein müßen, weil sonst der Trafo überhitzt.
Allerdings sollte bei einem Trafo mit 3 Ausgängen die Leistung ja ungefähr gleich sein.

 

Das wäre eine Erklärung. Testen?
Dazu bin ich zu wenig Elektriker.

 

Ich würde es einfach mal testen

Mal sehen was passiert

 

Funny08  
Edit: im weiteren Threatverlauf hat sich herausgestellt, dass es sich um ein normales EVG handelt, welches nur einen Sekundärausgang hat - dies bitte beachten und untenstehendes hierbei vergessen, bei mehreren Sek Ausgängen wäre dies aber zutreffend.

Also soweit ich mich erinnere darf/sollte man Sekundärseitig die Niederspannungsausgänge nicht parallel schalten. Dadurch dass die Ausgänge durch Abweichungen in den Bauteilen keine 100prozentig gleiche Ausgangsspannung und gleiche Phasenlage liefern, gibt es hier Ausgleichsströme die zu Schäden führen können.

Also der Trafo war meineserachtens unterdimensioniert, hier sollte dann schon einer verwendet werden, der auch die 160 VA + Reserve liefern kann. Hierbei sind aber auch Leitungsverluste über die Zuleitung und durch Übergangswiderstände zu beachten und in der Reserve dazuzurechnen. Also da mal 10- 20 Watt extra zu nehmen wäre wohl nicht falsch.

 

Danke schonmal für die Antworten! Also im Endeffekt scheint es also so zu sein, dass der Trafo es in der Form nie lange überleben wird.

Es ist der folgende: http://www.self-electronics.com/en/o...&inv_sort=3781

@daniel: mir ist schon klar, das es eigentlich kein Trafo mehr ist. Aber im Sprachgebrauch ist nunmal so drinn und elektronischer Gleichrichter ist irgendwie so lang zum schreiben.

Der Lampenhersteller ist übrigens wofi.

Das mit in Reihe hat die wofi-Hotline gesagt. Der Mitarbeiter hat argumentiert, dass, wenn die lines nicht zusammen geschalten würden, der Trafo einfach nicht genügend Leistung brächte und damit nur ein paar Birnchen brennen würden. Auf meine Frage, ob dann nicht alle nur schwacher leuchten würden (-> Parallel), kam das mit in Reihe. Einfach mal austesten, was passiert, wenn ich Brücke, mache ich sicher net. Nicht, dass beides hinüber ist.

 

Funny08  
Ach nun Peile ich das was du da hast *g - sorry - dachte du hättest da irgend nen speziellen NV-Trafo
Das sind keine 3 selbstständigen Ausgänge sondern Klemmenpaare (die intern an einem Sekundärabgang hängen) - um die Last von einer Klemme auf mehrere zu verteilen. Was bedeutet, wenn du da 160 VA an Leuchtmitteln dranghängst ist es besser, wenn du diese auf die Klemmen aufteilst. Zum Bleistift 2 mal 3 Leuchten und 1 mal 2 Leuchten.
Das der Kaputt geht dürfte andere Gründe haben. Wie warm wird der Trafo ? - Wie lange ist die Leitung zu den Pendelleuchten?

Edit : hab mal ne kleine Skizze gekritzelt wie das aussehen sollte.
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Name:	trafo.jpg
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Größe:	60,4 KB
ID:	10821  

 

Die einzelnen "Birnen" kann man leider nicht anders anschließen. Es ist der Vorgänger von dieser Lampe

http://www.solebich.de/shopping/cont...8-flammig-wofi

Der Strom läuft über die Abhängeseile. Die Idee die Birnen aufzuteilen war auch der erste Gedanke vom Elektriker.

Wie warm der Trafo wird kann ich nicht sagen. Er liegt im Sockel oben unter der Decke, so konnte ich schlecht hinlangen, wenn sie im betrieb ist.

 

Funny08  
Dann versuch doch folgendes - nimm dir 2 ordentliche Klemmen an die schließt du deine 2 Adern von der Lampe an - und die 6 Ausgänge vom Trafo - so verteilst du auch die Last auf die Anschlüsse. Aber nimm ordentliche Klemmen - und feste anziehen.
Bei flexiblen Adern- Aderendhülsen verwenden, oder Klemmen mit Metallplatte unter der Schraube
Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	trafo2.jpg
Hits:	0
Größe:	60,6 KB
ID:	10822  

 

Klingt nach einer Möglichkeit. Der neue Trafo ist noch nicht da. Heißt das jetzt, dass der Trafo eigentlich die Leistung bringen würde, aber die klemmen das Problem sind?

Ich hab jetzt noch mal bei self direkt angefragt, was die zu dem Thema sagen. Mal schauen, ob da was kommt. Die haben ja sogar ein Büro in Köln.

 

Funny08  
Die Grundleistung des Trafos ist ok und ausreichend.
Aber es ist aus der Ferne schwer zu sagen wo das Problem liegt - es könnte natürlich sein, dass die Last für die Leiterbahn der Klemme zu hoch war und diese im Trafo durchgebrannt ist, meist ist bei den Trafos daher eine Maximallast pro Klemmenpaar angegeben.
Desweiteren könnte es wie gesagt auch ein Temperaturproblem sein, wird die Elektronik oft knapp unter der Abschalttemperatur der Sicherung gefahren, verschleißt diese natürlich auch stärker und schneller - da wäre interessant ob das Gerät genug gekühlt wird.

Deine Lampe scheint stufenlos Höhenverstellbar zu sein - hier kenne ich als Problemfaktor, dass hier der Strom über die Umlenkrollen eingespeist wird. Durch Staub,Nikotin und Fett in der Raumluft kommt es dazu, dass hier hohe Übergangswiderstände entstehen können, was jenachdem auch tödlich für den Trafo sein kann, da er mehr Leistung abgeben muss und somit auch wieder wärmer wird.

 

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