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Tischkreissäge PTS 10 / Bosch PPS 7 S

08.10.2014, 12:55
Hallo zusammen,

bei mir steht der Kauf einer Tischkreissäge an und ich benötige mal eure Meinung bzw. Erklärung zu den von mir ausgewählten Sägen.

Die PTS 10 erklärt sich ja von selbst, ist eine ganz normale Tischkreissäge mit Anschlägen. Nun kommt die Unterflur-Zugsäge PPS 7 S ins Spiel. Im Baumarkt konnte ich mal wieder niemanden finden der mir Auskunft geben wollte oder konnte? Dann bin ich wieder gegangen. Habe nur kurz gelesen das sie einen Laser eingebaut hat und ich nehme mal an, der zeigt die Schnittlinie.

1. Wo liegt jetzt der Vorteil dieser Maschine gegenüber der PTS 10? Bei der einen schiebe ich das Werkstück zur Säge bei der anderen ziehe ich die Säge zum Werkstück.
2. Ist die PPS genauer beim sägen
3. Welche Maschine ist für den Heimwerker die geeignetere?

Sage schon mal vielen Dank.

Gruß
Tom
 
BOSCH, PPS 7 S, PTS 10, Tischkreissäge BOSCH, PPS 7 S, PTS 10, Tischkreissäge
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29 Antworten
debabba  
Hallo Alpenjodel,

ich habe die PPS7S sie ist sowohl als TKS als auch als Zugsäge einsetzbar. Der Laser ist m.M.n. mehr eine Orientierungshilfe zumindest beim Zug. Der PTS10 hat einen Führungsschlitten den ich bei der PPS7S sehr vermisse, hier hilft evtl. ein Eigenbau!
Dennoch kann ich nichts wirklich schlechtes über die PPS7S sagen. Natürlich gibt es genauere Maschinen, aber wohl nicht in diesem Preissegment.
Und durch die Zugfunktion ist die PPS7S sehr funktionell, was mir zumindest bei einigen Projekten schon sehr geholfen hat.

 

Zitat von debabba
Und durch die Zugfunktion ist die PPS7S sehr funktionell, was mir zumindest bei einigen Projekten schon sehr geholfen hat.
Hättest Du diese Arbeiten mit der PTS 10 nicht oder nur umständlicher erledigen können?

 

Die PPS 7 war bereits im Produkttest:
www.1-2-do.com/de/produkt-test/testberichte/pps-7-s/48/

Vielleicht hilft Dir da die eine oder Aussage weiter.

 

debabba  
Gute Frage!
bei dem Projekt Spielturm, machte ich eine Zapfenverbindung und die Zapfen hierzu konnte ich einfach mit der Zugfunktion erledigen. Hierzu stellte ich den Balken auf die Säge und habe über den Zug den Zapfen herausgearbeitet. Mit der PTS10 müsstest du den Balken über das laufende Sägeblatt schieben. Ist sicher auch möglich , jedoch fehlt hier dann die Fixierung und somit die Arbeitssicherheit. Mit der PPS wurde das Werkstück ausgerichtet und fixiert, danach die Säge mit Zugfunktion einfach nur noch durchgeführt.

 

Funny08  
Es kommt auch darauf an, was du sägen möchtest. Bei der PPS in die Breite halt beschränkt. Eine längere Holzplatte zu sägen ist da halt nicht machbar.

 

Es kommt ein bisschen auf Deinen Geldbeutel, Deine Platzverhältnisse und Deine Anforderungen an.

Eine PPS 7S ist ein (brauchbarer) Kompromiss zwischen Tischkreissäge und einer Kapp- & Gehrungssäge mit Zugfunktion.

Dieser Kompromiss wird umso interessanter:
* je weniger Platz zur Verfügung steht ...
* je geringer die Anforderungen (Schnittbreite /-tiefe) ...
* je geringer eine notwendige Mobilität ...
sind.

Ist Platz kein Problem würde ich zu getrennten Tools tendieren (TKS und KZS) da eine gute Kombination (z.Bsp. PTS 10 und Metabo KGS 216M) nur ca. 40€ teurer sind als eine PPS 7S. Dazu ist eine solche Kombi flexibler, mobiler und technisch breiter aufgestellt (größere Schnitttiefen) als die PPS 7S.

Wenn Du darüber (KGS 216M) hinaus noch größere Hölzer (>65mm Stärke) ordentlich sägen willst, steht mit einer KGS 254M eine günstige und sehr gute Kapp- & Gehrungssäge mit Schnittiefen bis zu 92mm am Start (ca. 75€ teurer als eine KGS 216M) und erscheint mir zu dem Kombipreis <600 € (PTS 10 + KGS 254M) eine fast unschlagbare Kombination zu sein (habe ich selbst relativ lange gehabt und viel eingesetzt).

Bei den maximalen Schnitttiefen ist auch dringend zu beachten, dass diese nur für 90° Schnitte gelten, bei Gehrungen und speziell Doppelgehrungen sind diese Schnitttiefen wesentlich geringer.

 

Geändert von Linus1962 (08.10.2014 um 15:16 Uhr)
Ich glaube, mit der PPS 7s bist Du besser bedient. Eigentlich ist das ja eine TKS bei der Du zusätzlich mit dem Zug arbeiten kannst. Das ist öfter von Vorteil als der (überschätzte) Schiebeschlittenn der PTS 10. Ich habe(hatte) die PTS10 und habe sie zerlegt und umgebaut. Seither habe ich eine Eigenbau-Tischsäge, bei der vermisse ich den Schiebeschlitten kein bischen!

 

Zitat von Funny08
Es kommt auch darauf an, was du sägen möchtest. Bei der PPS in die Breite halt beschränkt. Eine längere Holzplatte zu sägen ist da halt nicht machbar.
Da ich die Säge eh in einen Tisch einbauen(versenken) möchte, habe ich natürlich auch gleich vor, die Auflagefläche links und rechts zu vergrößern und damit hat sich das denn mit der größe der Arbeitsfläche auch erledigt.

 

Geändert von Alpenjodel (08.10.2014 um 20:29 Uhr)
Zitat von sugrobi
... bei der vermisse ich den Schiebeschlitten kein bischen!
Im Baumarkt konnte ich ja beide Maschinen auch mal anfassen. Der Schiebeschlitten der PTS hat mich schon sehr beeindruckt. Kein Spiel und sehr leichtgängig. Die Anschläge waren nach dem aretieren auch bombenfest.
Das mit dem herranziehen war denn doch etwas ungewohnt...

 

Zitat von Linus1962
Es kommt ein bisschen auf Deinen Geldbeutel, Deine Platzverhältnisse und Deine Anforderungen an.
Klar muß ich auch aufs Geld achten, doch möchte ich auch nicht den Kauf nach ein paar Montaten bereuhen.

Wie schon geschrieben möchte ich die Maschine ja in einen fahrbaren Tisch einbauen und kann somit auch mal längere Hölzer sägen. Die Schnittiefe der PTS sollte ausreichen und dann hast Du es ja schön beschrieben, gibt es ja noch andere Möglichkeiten.

Ich denke meine Entscheidung ist gefallen. Doch werde ich noch mal ein paar Nächte darüber schlafen und mir dann die PTS bestellen.

 

Der Schiebeschlittenn der PTS 10 lässt sich spielfrei einstellen und ist leichtgängig, das ist richtig. Leider ist er oft nicht koplanar zum rest vom Tisch und das kann man nicht einstellen. Außerdem ist der verschiebeweg des Schlittens viel zu kurz um sinnvoll genuzt zu werden.

Die PTS hat eine Schnitttiefe von 7cm, wieviel geringer ist die der PPS?(gerade gefunden :Schnitttiefe 5cm)

Ehrlich, ich wollte auch die PTS 10 habenwegen dem Schlitten. Konnte den dann allerdings sehr selten nutzen. Die Zug-Funktion der pps hätte ich dagegen schon öfter mal gerne gehabt.

 

Ich hab die PTS 10 und bin vollauf zufrieden. Dazu noch etwas pimpen (Hier im Forum einfach mal nach Pimp my PTS10 schauen) und sie ist für mich die richtige Maschine. Amarallelanschlag und mit Rollbock konnte ich auch große Bretter oder lange Kanthölzer sägen, Dje Zugfunktion habe ich jedenfalls noch nie vermisst. Außerdem kann man mit ner Richtlatte oder langen Wasserwaage und der Handkreissäge auch noch sägen.

Ganz aktuell habe ich mir auch nen Einsatz am Sägeblatt gebaut, so das zwischen Blatt und Dem Tisch kein Spalt mehr ist. So gelongen auch schmalste Abschnitte nun ohne Defekte.

Dass der Schiebetisch nicht absolut plan ist, merke ich kaum, ich arbeite eigentlich nicht auf Zehntel-Zentimeter. Was noch nervt, ist, dass die Sägespäne an der Neigungsverstellung bzw. Schnittiefenverstellung herausgeblasen werden. Das werde ich aber demnächst so lösen: es gibt für Türen so Schienen mit Kunststoffborsten. Die werde ich von innen gegen die Nuten montieren und so kann die Verstellung betätigt werden, aber Sägestaub nur schwierig heraus. Da die Schienen aus Kunststoff sind, werde ich die wohl mit Heißluft biegen können. Mit der Staubauffangkiste unten dran hoffe ich, meine Werkstatt künftig sauber halten zu können.

 

Zitat von Rainerle
... Pimp my PTS10 .
Das mit dem Rollbock finde ich Super und auch die Staubauffangkiste macht Sinn. Wo hast Du das denn stehen wie Du den Einsatz am Sägeblatt gebaut hast?

 

Zitat von Rainerle
Dass der Schiebetisch nicht absolut plan ist, merke ich kaum, ich arbeite eigentlich nicht auf Zehntel-Zentimeter.
Ich meistens auch nicht, aber rechtwinkelige Schnittkanten hätte ich schon gerne. Aber wohnach richte ich mein Sägeblatt denn nun aus? Nach dem Schiebeschlitten? Dann habe ich schiefe Kanten, wenn ich den ganzen Tisch brauche. Nach dem restlichen Tisch? dann habe ich keinen rechten Winkel, wenn ich mal eine Leiste auf dem Schiebeschlitten kürze.

Ich möchte nochmal betonen: mehr als 30cm kann man mit dem Schiebeschlitten nicht sägen, dazu ist der "Schiebeweg" zu kurz. Ich habe mir die PTS 10 auch wegen dem Schiebeschlitten geholt, aber letztlich konnte ich den nur sehr selten nutzen. Ich habe meine PTS 10 auch gepimpt( hier und hier, das letzte Projekt finde ich auf die schnelle nicht ...) bevor ich mich zum letzten, radiakeln und endgültigen Schritt entschlossen habe...

KANN MANN IN DIESEM FORUM IMMER NOCH NICHT VERNÜNFTIG AUF SEINE EIGENEN PROJEKTE ZUGREIFEN??????? DAS NERVT LANGSAM!!

 

Alpenjodel, den Einsatz habe ich nicht als Projekt eingestellt, gibt es von irgendjemandem schon.

Ich habe es so gemacht: Die Alugussplatte herausgenommen. Maße abgenommen. Brettchen Multiplex gesucht und passend gemacht. Ecken abgerundet. Da die Stärke nicht gepasst hat, habe ich das Brett senkrecht am Parallelanschlag ohne Blattschutz (Sehr gefährlich, ich weiß) dünner gesägt. Jeweils halbe Höhe. So. nun hatte ich gleiche Größe/Stärke. Sodann die Löcher der Schrauben exakt übernommen und von der einen Seite erst mal kleine Bohrung vorgenommenn, andere Seite größer - analog dem Original.

Am hinteren Ende habe ich aus einem Stück Flacheisen passende Halter gemacht und von unten festgeschraubt. Sägeblatt der Säge komplett nach unten versenken, nun kannst Du prima anpassen, bis es richtig passend ist. Dann das Brett einlegen und den Parallelanschlag drüberschieben bis kurz vor die Schnittstelle des Sägeblattes. Das Brett ist dadurch fixiert. Nun Säge anschalten und sägeblatt langsam nach oben drehen. Das Blatt schneidet sich nun langsam durch das Brett nach oben. Wenn es komplett durch ist, wieder runterfahren, Brett rausnehmen, Sägeblattschutz anbringen und das Originalteil vorübergehend wieder einbauen. Jetzt das Brett in den vorhandenen Schlitz von hinten einsägen, damit es dann auch den Schlitt für den Blattschutz hat. Jetzt musst Du nur noch die Spannfeder vom Originalteil an Dein Brett anschrauben und das Brett in die Säge endgültig einsetzen. Nun hats Du praktisch keinen Abstand zwischen Sägeblatt und dem Brettchen mehr. Definitiv sicherer. Nachteil: geht jetzt nicht mit Gehrungen. Dafür musst Du wieder umbauen, dauert aber keine Minute.

Ich schau mal, ob ich das Projekt nicht doch noch irgendwie finde, dann schicke ich Link.

 

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