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Tischkreissäge, Finger / Handschutz

24.09.2012, 21:09
Geändert von Hesse79 (02.11.2012 um 07:03 Uhr)
Moin, eben durch zufall was extrem geiles gefunden, dass ich euch nicht vorenthalten möchte...

Ich Persönlich finde sowas klasse, und hoffe auf Serienreife...

Aber schon krass, was eine Wucht so eine Tischkreissäge hat....

Habs eben auf YouTube gefunden...

Sägen ohne Finger ab oder gar Hand... Bin mir sicher das man so einiges an UNNÖTIGEN Unfällen erspart bliebe!





Ohne SawStop
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Fingerschutz, Handschutz, Tischkreissäge Fingerschutz, Handschutz, Tischkreissäge
Bewerten: Bewertung 3 Bewertungen
38 Antworten
Eine Klasse Erfindung - sowas müßte in jeder Säge drin sein

 

Habe ich schon vor geraumer Zeit gesehen und wollte es erst nicht glauben. Ist halt kaum vorstellbar.


Ich war mal so frei das Video gleich in Dein Thema einzufügen.

 

Zitat von TischlerMS
Eine Klasse Erfindung - sowas müßte in jeder Säge drin sein
Um diese Integration in alle Sägen gab es in Californien eine heftige Debatte. Es ging um Sicherheit, Monpole und natürlich die "Freiheit der Entscheidung des Einzelnen". Die Verpflichtung zum Einbau ist dort scheinbar erst mal vom Tisch. Interessant ist das System aber auf jeden Fall.

 

Ich frage mich wieso sowas die Industry noch nicht Serienreif gebaut hat...

Wenn ich das richtig raus gehört habe passieren in 10Tage ca. 3000 Unfälle...

@Fernton

Krankenhäuser wollen wohl auch verdienen
Wieder am falschen ende Diskutiert... Wenn ich platz hätte würde ich mir so ne Maschine bestellen!
Finger wachsen beim besten willen nicht nach.... Ich sage nur Holzfäller.. 4 Kurze bitte und ein Korn

 

Geändert von Hesse79 (24.09.2012 um 21:54 Uhr)
Ich habe das Video auch schon vor einiger Zeit gesehen und mich gefragt, warum es noch nicht in Serie eingesetzt wird. Als Hersteller von entsprechenden Sägen sollte man ein Interesse daran haben, es so schnell wie möglich zu bringen. Zum einen gibt es dem ersten ein Alleinstellungsmerkmal. Zum anderen sichert es weitere Verkäufe, da die Sicherheitseinrichtung beim Auslösen ja hinüber ist. Entwickelt man das modular, kann man zusätzlich zur Säge immer wieder mal ein solches Sicherheitsmodul verkaufen.

Selbst wenn die ganze Säge nach dem Auslösen hinüber wäre, würde ich wahrscheinlich gleich eine neue vom selben Hersteller nehmen. Das wären mir meine Finger wert und außerdem hätte der Hersteller dann ja bereits bewiesen, dass es funktioniert.

 

Die Amis haben echt Mut. Ohne montierte Schutzhaube schmale Werkstücke mit der Hand durchs Niemandsland zwischen Parallelanschlag und Sägeblatt schieben. Schiebestock benutzen da wahrscheinlich nur Weicheier.

Die Amis kennen scheinbar keine Formatkreissäge mit Schiebeschlitten, der direkt neben dem Sägeblatt läuft? Auch kleinste Teile können auf den Schiebetisch aufgespannt werden und dann völlig gefahrlos bearbeitet werden. Selbst wenn mal ein Abschnitt fliegen sollte, stehe ich immer weit links vom Sägeblatt außerhalb des Gefahrenbereichs.

Das Bild zeigt einen Gehrungslängsschnitt auf dem Schiebetisch. Das Werkstück wird durch den Niederspannhebel fixiert. Jedes Kind kann nun gefahrlos den Schiebetisch vorschieben. Ich hab absolut keine Lust, solche Kleinteile auf der anderen Seite zwischen Parallelanschlag und Sägeblatt durchzuzirkeln. Ganz nebenbei wird das Schnittergebnis auf dem Schiebetisch viel besser als bei Handvorschub am Paralleanschlag.
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Zitat von Tobi74
Zum einen gibt es dem ersten ein Alleinstellungsmerkmal ...
Die Sägen kannst du doch kaufen. Zumindest in den USA. Ab 1.500 USD bist du für das Einsteigermodell dabei.

 

Geändert von Fernton (24.09.2012 um 22:24 Uhr)
Hobbyholzwerker spricht mir aus dem Herzen.
Es ist ja kein Geheimnis, dass ich eher der Securityfreak bin, aber hinter den Unfallstatistiken steckt jede Menge Dummheit, Faulheit und Missachung der Sicherheitsvorschriften.

Diese Säge wird gerade die Risikogruppe nur noch unvorsichtiger machen.

Wer ohne Absaughaube/Schutzhaube und Schiebestock sägt, hobelt oder was auch immer, dem hilft letztlich auch diese Erfindung nix, weil er beim nächsten Radwechsel sowieso keine Bremskeile unterlegt und die Lampe in der Küche ohne Stromprüferbenutzung wechselt und Gehörschutz hat er sowieso nicht.

BRaucht er auch nicht.

Wenn die Spätschäden auftreten ist er ja schon unter der Erde.

 

Bei 0:44 beugt sich der gute Mann über die laufende Säge und greift nach Werkstück und Abfallstück. Wir sollten Spenden für eine Tsichverlängerung sammeln!

 

Ich sehe es eher so, ist wie ein Sicherheitsgut.

Brauch man das ding wirklich? Nein
Aber gut wenn man einen Hat...

Die Dummheit oder Leichtsinnigkeiten der anderren hat dazu veranlasst das der Gurt Standard wurde ...

Und so sehe ich das auch bei diesem Mechanismuss...

Brauch man ihn, Nein, wenn man auf alles achtet was es nur gibt an Sicherheit, aber es muss nur mal was ganz dummes passieren... Dann kann man froh sein das man so einen Mechanismuss hat.. so isses mit allem!

Und wenn sowas Serienreife hat, würde ich mir eher so ein Sägtisch Kaufen und 100€ drauf legen als so billigheimer Tisch.

Murphys LAW, wenn was schief geht, geht gleich alles Schief, und wenn dieser Mechanismuss an diesem einen dummen Tag ausgelöst wird, kann man froh sein

 

Die Technologie ist serienreif - SawStop-Kreissägen kannst Du zumindest in den USA kaufen. Die Opposition zur Pflicht kam - wenn ich Ferntons Link richtig lese - vor allem vom Handel, und aus verständlichen Gründen:

- Die Technologie kostet Geld, vor allem, wenn sie (wie ich vermute) von SawStop lizensiert werden muss. Dadurch würden billige Kreissägen in Kalifornien komplett vom Markt verschwinden (weil es sich nicht lohnt, eine $100-Technologie in eine $100-Kreissäge einzubauen), und alle anderen Kreissägen spontan $100+ im Preis steigen. Die Kundschaft, die keinen Wert auf den SawStop legt, würde auf den Versandhandel ausweichen und sich die Sägen aus Nachbarstaaten schicken lassen.

- Bei jedem Stopp sind das Sägeblatt und der Stopper hin, und der Rest des Antriebs kriegt im Video auch einen ganz schönen Stoß ab. Wenn's Dir die Finger rettet, ist das ein kleiner Preis, aber stell Dir den Gewährleistungsalbtraum bei Fehlauslösungen (oder auch: angeblichen Fehlauslösungen) vor.

 

Das Ding ist ja Klasse.
Ausgerechnet heute Säge ich mir in den Daumen und dann sehe ich das hier.
Ist nichts weiter Dramatisches passiert. Nur der Nagel und etwas Haut wurden Manikürt.
Eine Sekunde nicht bei der Sache und schon den nächsten Arbeitsschritt im Kopf, schon hat sie zu gebissen.

 

Hallo,

ich habe nichts gegen neue Sicherheitsfunktionen, soviel schon mal vorweg. Die Sawstop ist nichts neues und sie wurde schon einige Male in anderen Foren diskutiert. Meist mit dem Ergebnis, dass hiermit die Symthome behandelt werden, nicht aber die Krankheit selbst.

Hätten die Amerikaner eine so gute (oder überhaupt eine) Tischlerausbildung wie wir und so hohe Sicherheitsstandards, auch für Heimwerkermaschine, wie sie in der EU gelten, wären sie vielleicht nicht auf eine solche Idee gekommen.

Seit einigen jahren feiern die Amerikaner den Spaltkeil als Revolution, als wäre er ihre Erfindung. Schutzhauben sieht man auch nicht so oft. Von Absaugungen reden wir mal erst garnicht und die Hackmesser, die dort als Dado Blades eingesetzt werden, würden hierzulande jedem, der auch nur ein wenig Ahnung hat einen Schauer über den Rücken laufen lassen. Solche Werkzeuge wurden bei uns schon vor Jahrzehnten aus dem Verkehr gezogen.

Sawstopp als optionale Einrichtung, wenn alles andere an der Säge vorhanden ist, also Spaltkeil, Schutzhaube, Motorbremse etc. finde ich gut. Aber ich befürchte, dass es damit enden würde, wie mit vielen anderen Sicherheitseinrichtungen. Nach dem ersten Fehlauslösen, wird das System als störend empfunden und lahmgelegt. Darüber hinaus wiegt sie so manch unbedarften anwender in trügerischer Sicherheit. Denn einen Rückschlag des Werkstückes verhindert das System nicht. Auch nicht ein Verkeilen des Werkstückes. Hiergegen hilft nur der richtige Umgang mit der Maschine. Mein Vater hatte einmal eine schwere Verletzung am Finger, durch Rückschlag des Werkstückes. Mit dem Sägeblatt kam er nicht einmal in Berührung dabei.

Die sinnvollste Sicherheitseinrichtung befindet sich zwischen den Gehörschützern des Anwenders. Wenn die aus ist, nutzt alles Andere auch nichts. Im Tischlerhandwerk sind die Unfallzahlen in den letzten Jahrzehnten drastisch runter gegangen. Seit die BG die Betriebe kontrolliert und die Ausbildung entsprechend gestaltet wurde.

Vielleicht sollten sich die Hersteller und Verkäufer von Maschinen mal der Verantwortung und der Herausforderung stellen, da was für die Hobbyanwender zu machen. Im gewerblichen Umfeld darf niemand ohne Einweisung an Maschinen. Im Hobbybereich darf sich jeder Heimwerker jede Maschine kaufen und munter und zum Teil ahnungslos drauf los werkeln.

Das ist auch der Grund, warum ausgebildete Schreiner und sehr erfahrene Hobbyisten Dinge wie Sawstop eher als technische Spielerei, denn als sinnvolle Funktion ansehen.

Und am Ende nochmal: Ich habe nichts gegen solche Systeme, solange alle anderen Sicherheitsfunktionen vorhanden sind, genutzt und verstanden werden. Nur dann bringt sowas zusätzliche Sicherheit.


BTW: Es gab auch mal eine sehr schöne Diskussion zum Microjig Grripper:
http://www.woodworking.de/cgi-bin/ho...heriges-fazit/

Gruß

Heiko

 

Geändert von holzbastler (24.09.2012 um 23:29 Uhr)
Hallo,
Zitat von Zeus1A
Ausgerechnet heute Säge ich mir in den Daumen und dann sehe ich das hier.
Na dann mal Butter bei die Fische, wie ist es passiert?

Gruß

Heiko

 

Zitat von holzbastler
Hallo,

Na dann mal Butter bei die Fische, wie ist es passiert?

Gruß

Heiko
Naja was soll ich sagen. „Arbeitsschutz geht alle an.“
Ich habe Federn geschnitten und nicht aufgepasst. Soll nicht passieren. Ist es aber nun mal.
Seit 15 Jahren arbeite ich nun mit Tischkreissägen und immer Aufgepasst. Man sollte halt keine Routine aufkommen lassen und sich trotz Termindruck Zeit nehmen.
Daher finde ich die Sache nicht so schlecht. Jeder macht mal einen Fehler. Trotz aller Arbeitsschutzbestimmungen.

 

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