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Tipps/Hilfe für Reinigung und Pflege von naturgeöltem Parkettboden

09.06.2015, 17:26
Tag zusammen,
ich habe mir Ende letzten Jahres von terHürne eine Eiche Landhausdiele, naturgeölt und gebürstet verlegt und damals wie vom Hersteller empfohlen (http://www.terhuerne.de/fileadmin/media/zubehoer/boden/pflege_reparatur/45556_Pflege_Konzentrat_Nat.jpg) unverdünnt mit diesem Produkt hier eingerieben und danach verdünnt gereinigt.

Jetzt habe ich mit der Zeit das Problem, dass neben kleinsten/feinsten Kratzern (von oben nicht sichtbar, nur am Boden liegen mit genaustem hinschauen) sich immer recht schnell und örtlich stark/vermehrt in den Vertiefungen durch die Bürstung/in den Holzporen Dreck ablagert. Hauptsächlich so schwarze Punkte in den Vertiefungen.

Habe jetzt das Gefühl, dass ich den Boden mehr/anders pflegen sollte oder mit anderem Mittel behandeln sollte.
Wie würdet Ihr so einen Boden pflegen mit der Zeit und womit?
Welche Mittel würdet Ihr empfehlen, zur Reinigung und zusätzlichen Pflege und Behandlung?


Und was haltet ihr von solchen Produkten hier:
http://www.saicos.de/produkte/fussbodenanstriche/oel-beschichtungen/premium-hartwachsol-2

Würde das Sinn machen dieses noch auf den Boden aufzutragen nach einer gründlichen Reinigung? Das scheint/soll den Boden ja zum einen Widerstandfähiger machen (verhindern von weiteren Kratzern z.B. durch unseren Hund – ist aber schon ein älterer, ruhiger Retriever, also nicht so schlimm), zum anderen würde das vllt. das Eindringen von Dreck verhindern.



Vielen Dank für Eure Hilfe.
 
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14 Antworten
Wir haben seit 4 Jahren von Kährs den Eiche Straw Parkettboden, der dürfte wohl deinem sehr nahe kommen.

Wir haben auch einen Hund und laufen auch mit den Schuhen durch. Wie du haben wir auch einige Kratzer aber wir legen uns nicht auf den Boden und suchen sie

Gereinigt wir der Boden überwiegend mit dem Besen oder Staubsauger, wenn der Hund mal wieder mit schmutzigen Pfoten aus dem Garten reinkommt wird auch mal leicht feucht gewischt. Geölt wird ca. 1-2 mal im Jahr mit ganz normalem Leinöl (kein Leinölfirnis).

Du wirst einen natürlichen Parkettboden nie so sauber halten können wie einen lackierten und lasse ihm ein paar Kratzer, auf einem lackierten Boden würden diese viel stärker auffallen. Also lebe mit deinem Naturboden!

 

Wir haben ein altes Parkett abschleifen und Ölen lassen. Zur Pflege haben wir vom Parkettmenschen einen Kanister Spezialseife erhalten. Die wenden wir etwa vierteljährlich an und es sieht hinterher aus wie neu. Das praktische an geölten Parkett im Gegensatz zu versiegeltem, daß man kleine und große Macken ausschleifen und nachölen kann.
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ID:	34146  

 

Also auch wir haben fast im gesamten Haus Eiche-Dielen von TerHürne. Bisher haben wir (nach fast 4 Jahren) sehr gute Erfahrungen gemacht - auch was Kratzer und Fleckenresistenz (unbemerkt ausgelaufener Blumenkübel, WD40 etc.) kann ich nicht klagen. An einigen Stellen zeigen sich leichte Kratzer - aber es ist halt ein Holzboden....

Gereinigt wird der Boden ausschließlich mit klassischer Schmierseife aus dem Drogeriemarkt. Das hat Oma schon so gemacht und kann nicht verkehrt sein - macht sauber, glänzt und riecht frisch. Mit einem Lack würde ich ich den Boden niemals versiegeln!

 

Vielen Dank für Eure Rückmeldungen.

@Tscharlie: Das ist schon klar. Aber man kann sich ja Gedanken machen, was man zur bestmöglichen Erhaltung tun kann. Und mir ist halt aufgefallen, dass sich der Schmutz sehr stark in den Vertiefung ansetzt. Daher die Idee, dass man dagegen vllt. was machen sollte. Das bekommt man teilweise selbst mit ordentlich schrubben kaum raus.

Also wischst du nur normal durch und frischst ab und zu mal mit normalen Öl auf?
Und von Sachen Richtung Saicos hälst du nichts?

@ferdi007: Meines ist wie gesagt ja erst ca. 3/4 Jahr alt.Bin halt am Überlegen ob neben der Reinigung noch eine andere Behandlung sinnvoll ist, um den Boden zu schützen bzw. zu verhindern das der Dreck so schnell und widerstandsresistent sich in der Vertiefungen ablagert.

@ Mopsente: Also nur reinigst den Boden nur so und nimmst sonst keine Pflegemittel/Öle etc? Ist das auch ein naturgeölter Boden?
Wenn ich das richtig sehe, ist z.B. das Produkt von Saicos ja auch kein Lack.

 

Du wirst die Verschmutzungen bei einem gebürsteten Holzboden niemals zwischen den Holzfasern herausbekommen, aber irgendwann sind die Lücken voll und es hat kein neuer Schmutz mehr Platz :-) Ich kann mir aber auch nicht vorstellen, dass Du solch große Spalten hast wo sich der Dreck festsetzen kann. Kannst Du mal ein Bild einstellen?

Feucht gereinigt wird bei uns nur gelegentlich wenn Hundetapper zu sehen sind, und das mit normalem Allzweckreiniger.

Mach doch den Boden nochmal gründlich sauber und öle ihn dann nochmal richtig kräftig. Eventuell nochmals wiederholen. Dann sollte die kleinen Zwischenräume eigentlich soweit geschützt sein.

Normales kaltgepresstes Leinöl ist vollkommen ausreichend. Wir kaufen es immer im 5 Liter Kanister bei ebay, kostet ca. 20,00 Euro. Dieses Öl verwenden wir auch für alle anderen Holzmöbel und falls Du Pferde hast kannst Du es als Futterzusatz verwenden

Von den mit Zusätzen gemischten Ölen halte ich, zumindest im Innenbereich, gar nichts.

Ich habe mir nicht meine Möbel aus massiven Holz gebaut um dann irgendwelches Giftzeugs daraufzuschütten. Dann hätte ich ja gleich Spanplatten nehmen können.

Es gibt genügend Leute, die glauben man müsse jedes Holz mit Hartwachs oder Leinölfirnis oder sonstigem Zeugs behandeln. Ich kann mir nicht vorstellen was die mit ihren Möbeln/Böden machen. Bei uns gibt es auch mal Rotwein auf dem Tisch oder Ränder von den Bierkrügen. Der Hund hat als Welpe auch mal auf den Boden gemacht (groß und klein) aber es hat noch nie irgendwelche Flecken hinterlassen.

Möbel die keiner Gefahr durch Schmutz und Flüssigkeiten ausgeliefert sind lasse ich komplett unbehandelt, da gibt es nicht mal Leinöl.

 

Zitat von Julian892
@ Mopsente: Also nur reinigst den Boden nur so und nimmst sonst keine Pflegemittel/Öle etc? Ist das auch ein naturgeölter Boden?
Wenn ich das richtig sehe, ist z.B. das Produkt von Saicos ja auch kein Lack.
Ja genau - an meinen Boden lasse ich nur Wasser und Schmierseife ;-)

Das Zeug der Hersteller ist doch meist nichts wirklich anderes - nur dass es wenig duftet und teurer ist.

 

Zitat von Mopsente
Ja genau - an meinen Boden lasse ich nur Wasser und Schmierseife ;-)

Das Zeug der Hersteller ist doch meist nichts wirklich anderes - nur dass es wenig duftet und teurer ist.
Da geb ich Dir vollkommen Recht.

 

Janinez  
Meine Oma hatte ja ein uraltes Holzhaus natürlich mit Dielenboden und die hat alles auch nur mit Schmierseife gemacht..................

 

Bild könnte ich zwar machen, aber ob man da etwas erkennt. So schlimm ist es ja nach 9 Monaten auch noch nicht. Aber das schwarz/graue Zeugs bekommt man selbst mit starkem Schrubben so nicht mehr komplett aus den Vertiefungen raus.

Dadurch entsteht halt so ein geringer "Grauschleier" an den stärkst beanspruchsten STellen. Habe nur die Sorge, dass das halt schlimmer werden könnte und deshalb der Gedanke vllt. was zu unternehmen.

Oder den Reiniger zu wechseln oder öfters feucht zu wischen. Das habe ich bislang nur selten gemacht, da ich immer dachte bei Holz besser nicht zu oft. Das scheint aber nach meiner bisherigen Recherche nicht eine so tolle Idee gewesen zu sein.

Und ja: Ich kann zwar nicht sagen was in dem Pflegemittel von terHürne drauf ist, dass ich ganz oben verlinkt habe, da die Inhaltsstoffe überhaupt nicht erwähnt werden. Aber der Geruch und das Aussehn erinnern mich an Weichspüler.

 

Du sollst auch nicht zu häufig feucht wischen, Besen und Staubsauger reichen in der Regel.
Der Grauschleier kommt an den Stellen, wo Du das Öl schon ausgewaschen hast.

Ich denke der Boden braucht dringendst Öl .

 

Also meins ist auch erst einem Jahr geölt und ist aus Eiche, die Seife funktioniert von Anfang an.

 

Ich wische überhaupt nicht häufig bis ganz selten. Daran kann es eigentlich nicht liegen. Höchstens daran, dass ich an der Stelle immer etwas fester/stärker per Hand schrubbe? Ist ja auch nur an der Stelle diese Verblasung.

Meine auch die Stelle mit dem Bürostuhl wäre die Oberfläche etwas rauher.

 

Um ehrlich zu sein, es wäre wahrscheinlich am Besten dich direkt mit demjenigen in Verbindung zu setzen, der dir das Parkett verlegt hat oder von wo du es dir bestellt hast. Ich habe mir damals mein Parkett von rudda bestellt und habe mir dann von denen eine Reihe an möglichen Pflegemitteln empfehlen lassen, damit ich nichts falsch mache. Es wäre schade einen ganzen Parkettboden nur wegen schlechter Pflege kaputt zu machen. Ich habe Eichenparkett und wische zwei Mal wöchentlich mit einem Standard Parkettpflegemittel in Warmwasser drüber. Alle zwei Monate tupfe ich das Mittel spärlich auf einen normalen Küchenschwamm und schrubbe selber alles und wische dann den Rest mit Küchenpapier oder einem Tuch weg.

 

Geändert von BjoernU (28.09.2015 um 20:14 Uhr)
Ich habe beruflich viel mit Parkettpflege zu tun und habe mich zu Hause dafür entschieden, ein Filmbildendes Öl zu nutzen.
Das bedeutet, das Parkett wird normal geölt - dieses Öl bildet allerdings selbsttätig einen Schutzfilm.
Da ich auch ein sehr kleines Kind habe, bin ich auch dankbar das es das Wasserbasiert gibt (also ohne Lösemittel), das ganze ist auch deutlich rutschsicherer als normal geölte Böden (was wiederum die größere Tochter nicht so toll findet... ).
Das gibt es seidenmatt und Hochglanz. Hochglanz empfehle ich aber nicht, sieht aus als wäre noch ein leichter feuchter Film auf dem Boden - also glänzt wie Speckschwarte. Ist zwar ein schöner Effekt, man sieht aber leider jeden Mist. Seidenmatt ist da wahrlich angenehmer.
Das ganze wird von Kiehl hergestellt, nennt sich EcoRefresher (bzw. Einfach auf Kiehl.de schauen, die haben da mehrere Produkte von!)

Aber: da es Wasserbasiert ist, bedeutet das natürlich, das wasserempfindliche Hölzer (also die bei Kontakt stark reagieren) sorgfältig - flott und sparsam eingelassen werde müssen, da sich sonst Wischspuren zeigen.

 

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