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Tipps für den Bau einer Tischplatte aus Holzbretter

08.02.2016, 20:58
Hallo,

Ich habe Fichten-Schallbretter besorgt (100 mm breit) um meinen Esstisch zu bauen. Ich inspiriere mich von diesem Tisch.
Der Stahlrahmen ist fast fertig gebaut. Die Bretter können an beiden Enden am Stahlrahmen festgeschraubt werden. Zusätzlich sind noch 2 parallele Querstreben an den die Holzbretter geschraubt werden können.

Meine Frage: Sollte ich die Bretter miteinander der Länge nach befestigen? Wenn ja wie? Ist es sinnvoll die Bretter untereinander festzudübeln und zu kleben? Nur festzudübel ohne zu kleben? Ein kleine Begründung mit Vorteilen und Nachteilen wäre hilfreich.

Vielen Dank
 
Tisch, Tischplatte Tisch, Tischplatte
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33 Antworten
Haben die nicht Nut & Feder ? wenn nicht = Fehlkauf. Sonst verleimen ; gut ist.

Du kannst dir N & F auch selber ranfräsen. Oberfräse vorrausgesetzt.
Wenn nicht wären Lamellos das einfachste, setzt aber auch Maschinen voraus.
Ansonsten mußt du Holzdübel (rund) setzten und dann das Ganze verleimen.

Dazu müssen die (vermutlich Säge- rauen) Bretter aber besäumt werden, auch bei Lamellos ist das so.
Kommt halt auf deine Werkstattausstattung an.

Wenn es schnell gehen soll, und ähnlich aussehen, dann kauf die eine Leimholzplatte.
(Soll doch bis zum Geburtstag fertig werden.)

Gruß Jürgen

 

Geändert von Lochkreis54 (08.02.2016 um 21:32 Uhr)
Zitat von Lochkreis54
Haben die nicht Nut & Feder ? wenn nicht = Fehlkauf. Sonst verleimen ; gut ist.

Du kannst dir N & F auch selber ranfräsen. Oberfräse vorrausgesetzt.
Wenn nicht wären Lamellos das einfachste, setzt aber auch Maschinen voraus.
Ansonsten mußt du Holzdübel (rund) setzten und dann das Ganze verleimen.

Dazu müssen die (vermutlich Säge- rauen) Bretter aber besäumt werden, auch bei Lamellos ist das so.
Kommt halt auf deine Werkstattausstattung an.

Wenn es schnell gehen soll, und ähnlich aussehen, dann kauf die eine Leimholzplatte.
(Soll doch bis zum Geburtstag fertig werden.)

Gruß Jürgen
Das hilft mir gerade nicht sehr viel. Es klingt ein bisschen, wie kauf dir den Tisch und bau die Platte aus und mach sie auf deinem.
Ich habe bewusst auf Schallbretter mit Nut verzichtet, weil diese gehobelt sind. Es soll so aussehen, wie auf den Bildern (rohe und grobes Holz). Schalbretter sind zu uneben. Das lohnt sich nicht um sie mit einer Oberfräse präzise zu bearbeiten.

Holzdübel setzen und verleimen war auch meine Idee. Die Frage ist ob es sich lohnt! Oder ob man es so lassen könnte.

 

Moin,

- soll die Platte die gleiche Optik bekommen? Wenn ja wirst Du nicht umzu kommen die Bretter zu verleimen/verbinden. Ob man die Bretter zusammendübelt, Nut&Feder reinfräst oder wie bei der Herstellung einer Leimholzplatte aneinanderklebt spielt eigentlich keine (große) Rolle und hängt in erster Linie von Deinen technischen Möglichkeiten ab.
- soll die "Platte" rustikaler wirken und stören ggf. kleine Rillen/Schlitze nicht Schraube sie rein und . verbinde die Bretter ggf. auf der unterseite z.B. mit Leisten oder Metallbändern miteinander würde ich auf jeden Fall bei dünnen Brettern machen da diese sonst je nach Belastung unterschiedlich durchhängen) Arbeitet das Holz bzw. trocknet im Raumklima weiter aus werden die Lücken zwischen den Brettern garantiert größer (in Haushalten mit kleinen Kindern weniger zu empfehlen - die Lücken schließen sich im Laufe der Zeit mit Speiseresten )

 

Kommt drauf an, für was der Tisch genutzt werden soll.
Wenn du die Bretten nicht dübelst und verleimst, werden irgendwann Spalten aufgehen, und es werden Höhenunterschiede vorkommen. Kann sein das das "wegen rustikal" gewollt ist. Wenn nicht solltest du mehr Arbeit investieren.
Du sagt ja nicht wofür das Teil genutzt werden soll.
Es gibt Möbel in Hochglanz mit Klavierlack, und es gibt Möbel aus rohen Europaletten. Beides kann toll aussehen.
Mit der Leihmholzplatte meinte ich nur als Notlösung, weil du (bei der Farbe) geschrieben hast, das es nächstes Wochenende fertig sein muß.
War nicht böse gemeint.

Gruß Jürgen

 

Nichts für ungut!

Es soll ein Esstisch werden (wie es im Link zu sehen ist). Der Tisch soll genauso aussehen, ist aber kürzer.
Ich glaube Leimen sollte ich auf jeden Fall.

Jetzt bleibt nur die Frage wie.

Nut-und-Feder-Verdingung ist bei dem Holz keine gute Idee (zu grob, aber so sollte es auch sein!). Außerdem habe ich nicht die passenden Fräser für die Nut.

Eine Möglichkeit wäre eventuell ein Ausschnitt auf beiden Seiten bis zur hälfte der Dicke fräsen, als Klebefläche.
Ich habe eine kleine Oberfräse, aber ich stelle mir die Arbeit mit dem Fräser bei 9 Bretter à 1,65 m als sehr undankbar vor. Es ist ein 6 mm von Festool, allerdings der einzige Fräser, den ich habe (die anderen sind zum experimentieren von Einhell [also Schrott]). Ich glaube, das würde auch er auf dauer nicht mögen. Im Baumarkt könnte ich zur Not Fräser von Hitachi und von der Eigenmarke Bauhaus bekommen.

Es wäre mir wichtig zu wissen, welchen Nachteil/Vorteil ich beim fertigem Tisch im Kauf nehmen müsste im Vergleich zum Dübeln und Leimen.

 

Geändert von Der1ASchaffer (08.02.2016 um 22:43 Uhr)
Na ja, ich befürchte wie oben geschrieben, das sich die einzelnen Bretter werfen, und dann werden sich Spalten auftun, und in der Höhe werden Unterschiede entstehen.
Zum Leimen sollten aber die Flächen auch glatt sein.
Bei so "Bauholz rau" sind da zu wenig Berührungspunkte für eine Verleimung.
Oder du nimmst 2K Epoxyitharzkleber, der kann kleinere Zwischenräume überbrücken.

Wie dick sind die Bretter ? kannst du die quer Bohren ? dann wäre noch die Möglichkeit sie mit Gewindestangen zusammenzuspannen. Mutter können in einer Senkung mit einem Forstnerbohrer (vorher als 1. bohren) verschwinden, und dann mit Konusplatten "unsichtbar" verschließen. Aber dazu bräuchtet du ca 30mm Dicke, und mußt exakt bohren, und jeweils das nächste Loch zu treffen.

Gruß Jürgen

 

Zitat von Lochkreis54
Na ja, ich befürchte wie oben geschrieben, das sich die einzelnen Bretter werfen, und dann werden sich Spalten auftun, und in der Höhe werden Unterschiede entstehen.
Zum Leimen sollten aber die Flächen auch glatt sein.
Bei so "Bauholz rau" sind da zu wenig Berührungspunkte für eine Verleimung.
Oder du nimmst 2K Epoxyitharzkleber, der kann kleinere Zwischenräume überbrücken.

Wie dick sind die Bretter ? kannst du die quer Bohren ? dann wäre noch die Möglichkeit sie mit Gewindestangen zusammenzuspannen. Mutter können in einer Senkung mit einem Forstnerbohrer (vorher als 1. bohren) verschwinden, und dann mit Konusplatten "unsichtbar" verschließen. Aber dazu bräuchtet du ca 30mm Dicke, und mußt exakt bohren, und jeweils das nächste Loch zu treffen.

Gruß Jürgen
23 mm x 1650 mm ist ein fetter "Berührungspunkt" meiner Meinung!

Das klingt alles, wie vorher Atomreaktor bauen um ein Lichtmaschine am Fahrrad anzupassen. Mich würde echt interessieren was Du vom Beruf machst .

 

Geändert von Der1ASchaffer (09.02.2016 um 01:02 Uhr)
Übrigens meinte ich, statt einer Nut-und-Feder-Verbindung, Ausschnitte wie auf dem Bild.
Das hat den Vorteil, dass man durch den Tisch unter keinen Umständen das Licht sehen kann. Ist aber ein riesiger Aufwand und muss präzise gemacht werden, sonst gibt es Spalte.
Bleibt die Frage, ob sich diese Methode neben das einfache Verdübeln und Verleimen lohnt.

Wenn hier Erfahrene noch ein paar Empfehlungen hätten, was von den beiden Möglichkeiten am besten wäre, wäre ich sehr dankbar!
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Name:	Tischplatte.jpg
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Größe:	23,3 KB
ID:	39032  

 

Geändert von Der1ASchaffer (09.02.2016 um 01:08 Uhr)
Bitte bedenke, dass Fichte ein sehr weiches Holz ist. Du wirst also früher oder später deutliche Spuren auf den Brettern sehen. Zudem können die Bretter sich auch verziehen und eine konkave Form annehmen. Bei einer Tischplatte würde ich nur Hartholz verwenden, welches lange gelagert wurde.
Außerdem ist Fichte recht empfindlich gegen Feuchtigkeit
Bzgl. der Verbindung: wenn Du schraubst oder nur von unten eine Leiste zur Verbindung verwendest, wirst Du auf Dauer Essensreste in den Ritzen zwischen den Brettern haben.
Ich würde:
  • plane Hartholzbretter verwenden
  • Diese verleimen
  • Danach plan hobeln
  • Schleifen
  • Versiegeln (Lack, Wachs, Öl eher nicht bei einem Esstisch)

 

Ich gehe maldavon aus, dass es Dir bei Deinem Tisch um die Optik geht. Der Tisch von Deinem Link wurde für diese Optik ja sandgestrahlt. Wenn man sich diesen Tisch anschaut, sieht man aber, dass die einezelnen Bretter/Bohlen sehr wohl verleimt sind. Eine saubere Verleimung erhälst Du nur wenn die Bretter vorher abgerichtet wurden. Eine ähnliche Oberfläche kannst Du eventuell durch Bürdten erreichen. Hierbei werden einzelne weichere Fasern herausgearbeitet. Wenn die Bretter sägerauh sind besteht die Gefahr, dass sich Spreiser in der Haut festsetzen.

 

Zitat von firstofnine
Bitte bedenke, dass Fichte ein sehr weiches Holz ist. Du wirst also früher oder später deutliche Spuren auf den Brettern sehen. [...]
Ich würde:
  • plane Hartholzbretter verwenden
  • Diese verleimen
  • Danach plan hobeln
  • Schleifen
  • Versiegeln (Lack, Wachs, Öl eher nicht bei einem Esstisch)
Ich bräuchte aber Tipps für meinen konkreten Fall:

Zitat von Der1ASchaffer
Hallo,
Ich habe Fichten-Schallbretter besorgt (100 mm breit) um meinen Esstisch zu bauen.

Dass Spuren zu sehen sein werden, stört auf einem Tisch mit rustikalem Look nicht. Wenn mal doch die Polka drauf getanzt wird, kann man eine Tischdecken drauf legen.



Im tendiere auf Dübeln und Verleimen. So können die Einzelnen Bretter nicht durchgedrückt werden. In meiner Beschreibung steht, dass sie zusätzlich zu den Ende an 2 Querstreben geschraubt werden. Im Prinzip sind alle Bretter jede 50 cm festgeschraubt. Das müsste so klappen.

 

Geändert von Der1ASchaffer (09.02.2016 um 10:10 Uhr)
Nichts für ungut aber du stellst Dir da einiges einfacher vor als es ist.

Die Bretter solltest du auf alle Fälle verleimen wegen der ordentlichen Spalte die sich da bilden werden.

Nut- und Feder wäre zwar hilfreich sind aber nicht zwingend nötig. Ein paar Zwingen zum verleimen wirst du aber schon brauchen.

Abrichten wirst du deine Bretter auch müssen, weil du sonst nie im Leben eine vernünftige Leimfuge hinbekommst.

Dann wirst du nach dem verleimen auch noch die Platte planen müssen, denn es ist eine Illusion zu glauben das man alle Bretter ohne Stufen verleimen kann.

Und wie schon bereits erwähnt wird ein Tisch aus Fichte ziemlich schnell "Charakter" entwickeln. Das ist dann aber eher Geschmacksache.

Achso ja die Verleimregeln natürlich beachten wäre noch wichtig.

 

Ich würde so vorgehen:


  • Bretter ordentlich abrichten, damit du keine offene Leimfuge erhältst.
  • Bretter entsprechend der Verleimregeln (Kern an Kern, Splint an Splint) verleimen. Das kann auch in kleineren Schritten passieren, muss nicht alles auf einmal sein, denn das könnte schnell in Stress und einem schlechten Ergebnis ausarten.
  • Verleimte Platte entweder mit dem Handhobel oder mit einem Schleifer noch planen
  • Platte nach eigenem Wunsch behandeln (Ölen, wachsen...). Bitte auf beiden Seiten behandeln, um ein unterschiedliches Arbeiten des Holzes zu vermeiden.
  • Platte auf dein Metallgestell anbringen. Beim Verschrauben bedenke, dass das Holz immer noch arbeiten wird und bei einer festen Verschraubung reißen kann. Deshalb bieten sich für die Schrauben Langlöchen an, die etwas Spiel erlauben.


Beim Verleimen brauchst du eigentlich keinen großen Aufwand betreiben. Es reicht aus, wenn du stumpf verleimst. Die Vergrößerung der Leimfläche, wo wie du es in deinem letzten Bild gezeigt hast, ist nicht nötig. Bedeutet nur mehr Aufwand und vergrößert die Chance, dass es ungenau wird. Das Anbringen von Flachdübeln kann das Verleimen unterstützen, da dir dann beim Pressen die einzelnen Bretter nicht davon rutschen können. Ist aber auch im Grunde genommen nicht notwendig. Ein paar ordentliche Schraubzwingen inklusige Zulagen solltest du aber schon haben, sonst wird das nichts.

 

Zitat von Kourosh
Nichts für ungut aber du stellst Dir da einiges einfacher vor als es ist.

Die Bretter solltest du auf alle Fälle verleimen wegen der ordentlichen Spalte die sich da bilden werden.

Nut- und Feder wäre zwar hilfreich sind aber nicht zwingend nötig. Ein paar Zwingen zum verleimen wirst du aber schon brauchen.

Abrichten wirst du deine Bretter auch müssen, weil du sonst nie im Leben eine vernünftige Leimfuge hinbekommst.

Dann wirst du nach dem verleimen auch noch die Platte planen müssen, denn es ist eine Illusion zu glauben das man alle Bretter ohne Stufen verleimen kann.

Und wie schon bereits erwähnt wird ein Tisch aus Fichte ziemlich schnell "Charakter" entwickeln. Das ist dann aber eher Geschmacksache.

Achso ja die Verleimregeln natürlich beachten wäre noch wichtig.
Ich glaube ich habe schon die passende Einstellung, denn wenn es nach einigen hier gehen sollte, müsste ich vorher eine Holzwerkstatt einrichten, bevor ich diesen Tisch überhaupt plane. Dann wäre der Tisch perfekt, nur nicht real. Ich bin da manchmal auch so, nur kommt nichts dabei raus, weil dies und das noch bedacht werden muss.

Ich muss noch überprüfen, wie groß die Spalten zwischen den Bretter sind. Wenn ich die Bretter mit dem von mir zu Verfügung stehende Material abrichte, kann es sein, dass vielleicht die Spalten noch deutlicher werden.
Dass die Platte im nachhinein nicht perfekt glatt wird ist mir klar. Und dafür habe ich einen Bandschleifer mit Gestell.

Mal schauen wie es läuft! Heute wird geklotzt!

 

Zitat von nirosta
Ich würde so vorgehen:

  • Bretter ordentlich abrichten, damit du keine offene Leimfuge erhältst.
  • Bretter entsprechend der Verleimregeln (Kern an Kern, Splint an Splint) verleimen. Das kann auch in kleineren Schritten passieren, muss nicht alles auf einmal sein, denn das könnte schnell in Stress und einem schlechten Ergebnis ausarten..
Wie genau muss ich mir das vorstellen mit dem Kern an Kern und Splint an Splint?

Bei der Verschraubung habe ich 3,5x25 Spannplattenschrauben. Die müssen erst durch 12 mm Stahl. Da das Holz durch den Stahlrahmen "eingeengt wird, wird da überhaupt spiel möglich sein? Die Platte könnte sich anheben, allerdings sind dann die Schrauben da, die das verhindern sollen.

 

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