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Tipps für das Abschleifen von Treppengeländern

26.06.2015, 13:33
sandro  
Ich habe ein großes Projekt begonnen. Meine Holztreppe soll wieder auf Natur zurückgebaut werden. Also der Lack soll ab. Am Geländer der Treppe habe ich allerdings ein Problem, das ist recht "gewölbt" so das es dort schwer wird ran zu kommen. Zudem sind da so viele Schichten Lack drauf, das man mit Beizen nicht weit kommt, und mit Schleifen das Papier sehr schnell zugesetzt ist.
Jemand eine Idee wie man dort am besten die Farbe runter bekommt?
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Treppengeländer Treppengeländer
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43 Antworten
Woody  
Wäre das nicht der Idealfall für den Schleifroller PRR 250 ES?

 

Hab das in meiner Jugend mal mit Heißluftfön und Glasscherben gemacht - bei einem alten Geländer mit Öllack (oder aus was auch immer dieser seltsame, weiche, dicke Lack aus den 70ern ist)
Hat ewig gedauert...

 

sandro  
Den Schleifroller habe ich. Die Rolle ist aber etwas zu dick. Dadurch gebe ich dem ganzen eine andere Form beim Schleifen. Zudem bräuchte ich bei dem Lack 1000 Schleifhülsen.

 

sandro  
Zitat von StepeWirschmann
Hab das in meiner Jugend mal mit Heißluftfön und Glasscherben gemacht - bei einem alten Geländer mit Öllack (oder aus was auch immer dieser seltsame, weiche, dicke Lack aus den 70ern ist)
Hat ewig gedauert...
Die Dämpfe würde ich gerne vermeiden. Aber probieren kann ich das ja mal.

 

Wenn es dampft, hast Du zu lange drauf gehalten.. ;o)
Musste ja nur etwas weicher werden, damit es mit der Glasscherbe schön abzukratzen ging.

 

Abzieher von Sandvik. Gibt es in verschiedenen Größen, mit Rundungen in den Klingen.

Scherben gehen auch, sind aber weitaus gefährlicher für die eigenen Pfoten.

 

Janinez  
Mein erster Gedanke war auch sofort der Schleifroller, aber wenn der nicht geht, versuche mal an einer Stelle mit einem Heißluftföhn, das geht auch oft sehr gut und dann mit der Spachtel abnehmen..............

 

Moin Moin, habe so etwas auch mal gemacht.
Dafür hatte ich ein Set Farbschaber mit unterschiedlichen klingen.
Such einfach mal nach "Farbschaber mit 3 Klingen"

 

Ich habe es wie woody schon sagte mit dem Schleifroller gemacht. Ging gut. Nichts desto trotz brauchst du Handwerkszeug wie Ziehklingen und ähnliches. Ich habe mir welche aus alten Plättchen gebaut die zum zerspanen benutzt werden. Damit kommst du überall hin. Kann ja mal n Bild davon schicken wenn du willst.

 

Ekaat  
Ich hatte gedrechselte Sprossen, die mit Generationen von Farbe zugekleistert worden sind. Ich nahm den Heißluft-Fön, spchstelte die ganz Geschichte ab und beseitigte mit Abbeizer den verbleibenden Rest. Danach Handarbeit: Schleifen - schleifen...
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Mache es in meinem Restaurationsbetrieb bei solchen Teilen auch mit Heissluftfön und Spachtel-Messer..
Ist das gröbste dann abgetragen wird noch mit Abbeizer und Isopropanol oder Verdünnung der Rest runter geholt ..
Klar ist nicht gerade schöner Geruch, aber mit Maske und gut lüften ist es kein Problem ..
Mit schleifen , speziell elektrisch musst aufpassen das nicht das Holz zu stark angreifst ...
Viele machen den Fehler und schleifen auf Teufel komm raus und wundern sich anschließend das die Struktur - Form teilweise zerstört ist ..
Restauration , egal welche Teile braucht. Zeit und Gefühl ,, schnell, schnell macht mehr kaputt wie ganz

 

Janinez  
Ein wunderschönes Treppengeländer hast du da Ekaat..................................

 

bei uns gibt es eine firma die macht das erstklassig - fragt nicht wie - das ergebniss sieht aber gut aus - sämtliche farbe runter, das holz wieder richtig jungfreulich, farblich etwas verändert, auch nicht umsonst aber passt schon

 

Sagen wir mal so: es gibt mehrere Wege, wie man an den Einträgen sieht.

Um die Farbe grob herunter zu bekommen, würde ich mir einen etwas dickeren Spachtel mit der Rundung des Handlaufes z. B. zurecht schleifen. Es geht im ersten Schritt ja darum, die dicken Lackschichten abzubekommen.

Ein Freund vom Heißluftföhn war ich noch nie. Zum einen weiß ich nicht, mit was die Treppe gestrichen ist (Alkydharzlack, Acryllack, Industrielack auf Nitrobasis und, und, und... ?), welches ich jetzt schick erhitze und fein die Dämpfe von Umweltsünden vergangener Zeiten einatme. Zum anderen ergibt das unter Umständen einen schönen Matsche-Patsche-Klump den ich richtig nett verflüssige und mit einem Schaber schön in die Maserung einmassiere. Das dann wieder "rauszuschleifen" dauert ewig und drei Tage.

Das mag man mit Erfahrung beherrschen und vermeiden. Da ich keinen Heißluftföhn habe, würde mich interessieren, mit welchen Temperaturen geht man denn dem Lack zu Leibe? 350 Grad? Mehr?

Bei selbst bis zu acht oder mehr Lackschichten im Micrommillimeter-Bereich reden wir hier nicht von Zentimetern an Lack. Somit halte ich dann unter Umständen den Föhn mit einer enormen Wärme trotzdem "direkt" auf das Holz und verbrenne dieses unter Umständen zusätzlich. Eine manuelle Austrocknung nehme ich auf jeden Fall vor.

Abbeizer in der frei verkäuflichen Variante unterliegt mittlerweile einer strengen EU-Norm und ist meiner Erfahrung nach eher nicht mehr zum Abbeizen zu nutzen. Zumindest nicht der, den ich von meinem Fachhändler bekommen konnte (Grüneck). Zudem müsste man die Treppe verdammt gut abwaschen im Anschluss,wenn man den Lack überhaupt runter bekommt.

So sehen eher meine Erfahrungen der letzten 15 Jahre aus. Aber, probieren geht über studieren und das Abbrennen ist vielleicht doch ein Klacks. Würde mich für dich freuen.

 

Geändert von ruesay (27.06.2015 um 09:10 Uhr) , Grund: Wort hinzugefügt
Nachtrag: eben gegoogelt. Der "Standard-Heissluft-Föhn" hat ca. 600 bis 650 Grad an der Spitze. Durch Temperaturverlust sind es auf die Entfernung zum Holz trotzdem noch bis 350 bis 500 Grad, mit denen ich den "Lack" einschmelze.

 

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