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Taugt ein Unkrautstecher etwas? Oder wie entfernt Ihr Unkraut?

04.05.2013, 23:00
Wir haben leider im Garten ein Unkrautproblem
Um dieses nicht (samt Rasen) mit der Chemiekeule oder per Hand zu entfernen, denke ich über den Kauf eines Unkrautstechers nach.
Taugt so ein Gerät etwas?

Zum Beispiel von Fiskars.
In der Fiskars-Beschreibung steht, dass es vorwiegend für Löwenzahn geeignet ist. Und das restliche Unkraut? Immerhin kostet so ein Gerät ca. 50 Euro.

Wie ist Eure Meinung und/oder Erfahrung dazu?
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36 Antworten
In der aktuellen "selbst ist der mann" ist ein Test von Unkrautstechern drin.
Gewonnen hat der Freund 68064.

Ich persönlich bin aber mit kleiner Schaufel unterwegs.
Damit steche ich neben dem Unkraut (ich steche Löwenzahn) senkrecht in den Boden und hebel das Unkraut hoch.
Dann mit Gefühl gezogen damit die Wurzel nicht abreißt.
Funktioniert gut, wir haben aber auch sehr sandigen (=lockeren) Boden.

 

Wir haben den Fiskars seit einigen Jahren. Ist OK bei eher lockerem Boden. Wenn man den Dreh raus hat klappts ganz gut inkl. Wurzel bzw. einem Großteil davon. In eher lehmigem Boden (haben wir jetzt) klappts nicht so gut und es bleiben große Löcher. Da soll der von Freund wohl besser sein.

Ob man wirklich Zeit spart im Vergleich zum Handstecher und dem Robben auf dem Boden - don't know. Bei großen zu befreienden Flächen eher nicht, beim Nacharbeiten eher schon.

 

Hierzu möchte ich / darf ich vielleicht ? mal einen Spaß posten :

In meiner damaligen Jungesellen-Bude hatte ich gegen Erlass der Miet-Nebenkosten die Funktion des "Hausmeisters " übernommen... 6-Familien-Haus, 2 u. 4-Zimmer-Eigentums-Wohnungen.
Ich sollte das Treppenhaus putzen und die Aussenanlage in Schuss halten. Im Rasen hatten wir auch Moos und Unkraut...

Mein Kumpel Klaus, sein Vater hatte ne Baumschule, hatte ich um Rat gefragt. Klaus war ja nun eher einer, der mit Baumschule nix am Hut hatte; heute ist er KFZ - Meister und Mercedes-Flüsterer.

Sein Rat war damals :
Betonieren !!!

...ich schmeiß mich heute noch weg, wenn ich daran denke !
Gleichwohl hatte ich ihn gefragt, was ich machen kann, dass unter der Trauerweide auch Rasen wächst... Klaus hatte gesagt : " Trauerweide absägen...! "

 

Zitat von Baschtler
Sein Rat war damals :
Betonieren !!!
Ja, das habe ich schon des öfteren gelesen... Ist aber nur Plan B
Das ich niemals gegen das Unkraut ankomme, ist mir schon klar. Aber ich möchte es zumindest mit einfachen und schonenden mitteln "bekämpfen" können, so dass es zumindest nicht ganz so schlimm aussieht.

 

Woody  
Ich zupfe brav per Hand und auf dem Boden kriechend....allerdings wässere ich vorher den zu bearbeitenden Bereich ein oder rupfe nach einem Regenguss. Geht bedeutend einfacher und man bekommt das Unkraut auch fast mit der ganzen Wurzel raus.

Fiskars hatte ich mal, war aber nicht wirklich vom Ergebnis überzeugt (Riesenlöcher und erst recht nacharbeiten angesagt).

BTW: heuer ist die Unkrautplage, respektive Löwenzahn aber ungewöhnlich hoch.

 

Zitat von BirkenBastler
In der aktuellen "selbst ist der mann" ist ein Test von Unkrautstechern drin.
Gewonnen hat der Freund 68064.
Ich habe mir den Freund 68064 mal angesehen. Der soll wohl auch im lehmigen Boden akzeptable Ergebnisse liefern.

 

Zitat von WerkenStattReden
Wir haben den Fiskars seit einigen Jahren. Ist OK bei eher lockerem Boden. Wenn man den Dreh raus hat klappts ganz gut inkl. Wurzel bzw. einem Großteil davon. In eher lehmigem Boden (haben wir jetzt) klappts nicht so gut und es bleiben große Löcher. Da soll der von Freund wohl besser sein.

Ob man wirklich Zeit spart im Vergleich zum Handstecher und dem Robben auf dem Boden - don't know. Bei großen zu befreienden Flächen eher nicht, beim Nacharbeiten eher schon.


Ich kann dir in den meisten Punkten nur recht geben.

Wir haben auch lehmigen Boden und ich hab am Dienstag und Gestern insgesamt 100 Kg Löwenzahn auf einer Fläche von ca. 900 m² rausgestochen.
Das Problem sind die Löcher die Bleiben (vor allem, wenn der Löwenzahn großflächig wuchert).
Wir haben auch einen lehmigen Boden.

Allerdings hat der Fiskars einige Vorteile gegenüber "Handstecher und dem Robben"
Gerade auf großen Flächen spart der Fiskars gewaltig viel Zeit und man hat eine enorme Arbeitserleichterung.
Da ich den Höhenverstellbaren genommen habe, kann man aufrecht und damit Rückenschonend arbeiten.
Das Gerät hält das ausgestochenen Unkraut (nicht nur Löwenzahn) fest und man kann dank der Länge und dem Auswurfmechanismus in einem großen Umkreis um den Ablageplatz (Eimer,...) arbeiten ohne immer hin und her rennen zu müssen.

Ich persönlich bin vom Fiskars begeistert, da er wirklich qualitativ und solide gearbeitet ist (den Löwenzahn stech ich nur so lange bis der abgeblüht ist, dannach kann er ruhig stehenbleiben). Die Arbeitsweise ist sehr kräfteschonend und eingängig ist.
Das Unkrautstechen geht schnell von der Hand und macht sogar irgendwie Laune (ein Anflug von Spass).
Man muss das Unkraut nur wirklich an der Wurzel erwischen, das ist das Einzige worauf man wirklich achten muss.

Die Löcher füll ich mit Erde zu, die wachsen dann auch schnell wieder zu.

 

Geändert von Hermen (05.05.2013 um 09:52 Uhr)
Bisher bin ich auch noch Anhänger der manuellen Methode. Die Rückenschonung fände ich auch praktisch, aber so recht überzeugt haben mich die Geräte noch nicht. Vielleicht sollte ich mal großzügig Sand anschütten ...

 

Zitat von Fernton
....aber so recht überzeugt haben mich die Geräte noch nicht. ...


Welches meinst du damit, den Fiskars? Was stört dich daran (eventuell hab ich auf das auch noch nicht geachtet).

 

Mein Problem mit dem Fiskar ist schwer zu bereiben. Ich konnte ja nur Trockenübungen machen (im Baumarktboden wuchs gerade kein Unkraut) und er hat sich "falsch angefühlt". Ich kann dir nicht genau sagen was es war, aber ich habe ihn, und seine Kollegen, stehen lassen.

 

War das der Höhenverstellbare (nur der hat einen Spatengriff)?

Die richtige Funktion erschliesst sich m.M.n. erst bei der Anwendung an Unkraut ;-)

Das liegt daran, das er bei Trockenübungen vorne auch etwas "laberig" wirkt.
Die 4 Krallen und die Kunststoffplatte wackeln ja erstmal ohne Halt herum.
Hatte da auch erst mal so meine Bedenken.

Aber wenn man die in den Boden treibt, ist plötzlich alles fest und das Unkraut wird sehr gut gehalten, auch der Fuß macht dann seine ganze Arbeit (Hebelwirkung).

Erwischt man den Löwenzahn Punktgenau, löst sich dieser mit einem "Plopp" und der Auswurf funktioniert absolut präzise (fast schon wie bei einem Repetierer).

Würdest du in meiner Nähe wohnen, dann könntest du bei uns gerne ne Stunde testen.

 

pittyom  
bei meinem Zeug hilft nur Handarbeit unterstützt von Spaten und Gabel.... Giersch und eine Art Ziergras, das etwa 30cm hoch wächst und unterirdisch wächst und wächst und wächst und .....
habe 2 Std für 1,5qm gebraucht heute und Kreuz schmerzt wie S..au mit gr. "AU" nun ist Pause angesagt
da hiilft auch das Ding von Fiskars nix!!! das ist nur für Unkraut mit Pfahlwurzel

 

Zitat von Hermen
Würdest du in meiner Nähe wohnen, dann könntest du bei uns gerne ne Stunde testen.
Komm bitte erst bei mir vorbei ich habe den ohne Spatengriff. Dann hast Du nen Vergleich

Das mit dem punktgenauen Zielen für die Plopp empfinde ich als eher schwierig. Aber da unterscheidet sich das nicht vom knieenden Ausstechen. Die komplette Wurzel rauszubekommen ohne sie abzustehen oder abzureissen ist die Herausforderung...

 

Also wir... oder besser gesagt meine Frau verwendet ein kleine Schaufel und hebt das Unkraut samt Wurzeln aus...

Trotzdem... das Zeugs will einfach nicht kaputtgehen

 

Du wirst das Unkraut nie los, das sollte jedem klar sein...selbst betonieren und grün anstreichen würde nur ein paar Jahre halten.

Gras...Unkraut...das setzt sich überall fest.

Wobei das was wir als Unkraut bezeichnen ja auch nur unsere Definition ist.

Auch wird man bei großen Pfahlwurzeln nur ganz schwierig und unter sehr hohem Aufwand die gesamte Wurzel erwischen.

Der Fiskars hat sogar bei Brennesseln gute Dienste geleistet.

 

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