Werde Mitglied in der großen deutschen Heimwerker-Community!
Jetzt anmelden!
 

Tapeten lösen

01.12.2009, 12:02
Die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr wollen wir nutzen: Wohnung renovieren - Tapeten weg und Putz streichen!

Nun ist das Tapeten-Lösen ja immer so eine aufwändige Sache - ich erinnere mich noch dunkel an tagelanges Rumgespachtel an alten Wänden... Hat jemand einen Super-Tipp, wie es einfach und effektiv geht?

Ich habe hier in der "Wissens"-Rubrik gestöbert und über einen elektrischen Tapetenlöser gelesen. Hat jemand schonmal damit gearbeitet, geht es damit vielleicht sogar "von selbst" ;-) Und: kann man sich den auch irgendwo ausleihen?

Vielen Dank schonmal für Eure Hilfe!
 
spachteln, Tapete entfernen, Tapetenlöser, Tapezieren, Tricks spachteln, Tapete entfernen, Tapetenlöser, Tapezieren, Tricks
Bewerten: Bewertung 5 Bewertungen
81 Antworten
Ekaat  
Hallo, sunsec,
ich nehme eine Gartenspritze, befülle sie mit Wasser, dem ich ein paar Spritzer Spüli zugesetzt habe und los geht's. Nach einer Viertelstunde wiederholen; nach einer weiteren Viertelstunde kann mit dem Abziehen losgelegt werden. Hartnäckige Stellen werden nachbehandelt.
Die Spritze aber vor dem Gebrauch gründlich ausspülen, damit keine Reste vom Spritzmittel im Raum sind.
Alles Gute,
Ekaat

 

Im Fachhandel gibt es auch sogenannten Tapetenlöser.Dieser wird großzügig aufgetragen dann löst sich die Tapete auch.Sie muß nur richtig feucht sein.
Viel Spaß dabei Susanne

 

Danke für Eure Tipps!

Ist Eurer Meinung nach eine Vorbehandlung mit einer Nagelrolle nötig - oder kann man sich das sparen?

 

Ekaat  
Nagelrolle nur, wenn mit Latex oder Lackfarben gestrichen wurde.

 

Die Nagelrolle hilft halt das das Wasser in die Papierschicht kommt. Geht halt etwas besser bzw. schneller. Man kann die Tapete aber auch anderweitig etwas perforieren.

Natürlich kommt es auch ein bisschen darauf an was mit der Wand passiert ist bevor die Tapete draufkam. Sprich ob ein Tiefengrund gestrichen wurde.

 

Susanne  
Hallo Sunsek,

Wenn Du die Tapete ordentlich befeuchtest – am allerbesten mit warmem Wasser – dann geht es recht gut. Wenn Du das Gefühl hast, dass es noch nicht viel bringt, kannst Du, auch wenn es paradox anmutet - ein wenig Tapetenkleister mit ins "Aufweichwasser" geben. Der Kleister sorgt dafür, dass das Wasser auf der Tapete nicht so schnell verdunstet und besser einzieht. Das verstärkt den Durchweicheffekt.

Viele Grüsse,
Susanne

 

Ekaat  
Zitat von Susanne
Hallo Sunsek,

Wenn Du die Tapete ordentlich befeuchtest – am allerbesten mit warmem Wasser – dann geht es recht gut. Wenn Du das Gefühl hast, dass es noch nicht viel bringt, kannst Du, auch wenn es paradox anmutet - ein wenig Tapetenkleister mit ins "Aufweichwasser" geben. Der Kleister sorgt dafür, dass das Wasser auf der Tapete nicht so schnell verdunstet und besser einzieht. Das verstärkt den Durchweicheffekt.

Viele Grüsse,
Susanne
Donnerwetter, daß wußte ich auch noch nicht!!! Toll!
Ekaat+++

 

Meine Meinung, das mit dem Tapetenkleister ist gut!

Nagelrolle hat einen entscheidenen Nachteil, habt ihr eine dünne Tapete an der Wand, reißt sie schnell ein durch die Löcher.
Bei dünner Tapete reicht es vollkommen mit dem Tapetenlöser oder der Spüli/Wassermischung zu arbeiten.
Was mir schon mal geholfen hat, da hatte ich einen Fall, wo die Tapete auf Spanplatte aufgekleistert war und schon 10 Jahre hing. Einen Dampferzeuger.
Die Tapete mit dem jeweiligen "Löser" bestreichen, das ein wenig antrocknen lassen (15 Min), diese dann an einem Ende der Tapete vorsichtig von der Wand abziehen und mit dem Dampfstrahler (wahlweise Dampfbügeleisen) die Schicht zwischen Wand und Tapete aufweichen. Der Kleister löst sich in Sekunden durch die Hitze und man erspart sich das elende Kratzten mit dem Spachtel.

Vorsichtig sein wegen dem Dampf!
Mit Handschuhen arbeiten


Das war mal ein Tipp von nem befreundeten Maler. Ob dieses aber auch geht bei normalem Putz weiß ich nicht.

 

Geändert von Pirenci (02.12.2009 um 12:40 Uhr)
Super, danke für Eure vielen tollen Tipps! Ich werde mich entsprechend wappnen und der Tapete den Garaus machen.

Tatsächlich freue ich mich mittlerweile darauf!

(Was mich allerdings immer noch interessiert: der "elektrische Tapetenlöser" - http://www.1-2-do.com/wissen/index.p...etenl%C3%B6ser - kennt den jemand?)

 

Ich habe so ein Ding sogar extra für damals noch 100 DM gekauft, als ich Tapete von Betonwänden lösen musste. Der Kauf hat sich selbst für nur 1 oder 2 Räume gelohnt. das Ablösen geht wesentlich kraftsparender als die Variante mit der nur befeuchteten oder leicht mit Leim bestrichenen Tapete. Allerdings entsteht ein heftiges Waschküchenklima im Raum. Geht also nur, wenn die ganze Tapete runter soll.

 

Hallo Zusammen,

mein Vater (Maler und Lakierer) macht es so wie Ekaat: Gartenspritze mit Spüli-Wasser.. erstmal den ganze Raum ordentlich damit einsprühen, einwirken lassen, an der Stelle an der man mit dem benetzen anfing ausprobieren wie es sich löst, gegebenenfalls nochmal besprühen und dann mit dem Ab - ziehen, - reißen, - spachteln usw. beginnen. Bei den herkömmlichen Tapeten funktioniert das meist sehr gut!

 

Der Tipp, die Tapeten mit heissem Wasser und Spülmittel aufzuweichen, ist super - damit hab ich die Tapeten letztes Mal auch relativ problemlos von der Wand bekommen.

 

Ich denke zwar die Tapete ist inzwischen ab , aber das Thema ist ja immer wieder interessant.

Die obigen Tipps habe ich auch schon fast alle durch, aber wie macht ihr es, wenn die Tapete schon mehrere Farbschichten hat?
Ich hatte das Mal und das Einweichen war ziehmlich Ergebnislos, das Perforieren ist auch nicht so der Bringer. Letzendlich habe ich die sehr gut an der Wand haftende Tapete doch abgespachtelt.

 

sonouno  
ok, kann bissl länger werden...

erstmal den Typ Tapete erkennen... Rauhfaser überstrichen, beschichtete Tapeten (Vinyl), normale Papiertapete, Vliestapete, Glasfasertapete....

Rauhfaser und beschichtete Tapeten nehmen keine Feuchtigkeit auf und werden entweder vorher perforiert mit einer Nagelwalze oder trocken abgekratzt ...
dann gut mit Wasser unter zusatz von Tap-löser oder Spüli eingeweicht.

die meissten modernen Normal- und Vliestapeten sind 2 Schichtig aufgebaut...
da kann man die dicke Oberschicht der Tapete trocken ganz leicht abziehen
(spaltbar/trocken abziehbar) auf der Wand bleibt nur ein ganz dünnes Unterpapier (Makulaturpapier)zurück das man sehr leicht mit nur wenig Wasser/Spüli lösen kann.

Glasfasertapeten werden mit Dispersionskleber homogen verklebt und sind ohne Probleme nur schlecht zu entfernen (wozu auch...werden meisst überspachtelt...stabilisieren ja auch den Untergrund)

Sondertapeten wie Grasfaser, Korktapete, Metalltapete oder Keramiktapete lass ich jetz mal aussen vor.

@Ekaat dein Tip mit der Gartenspritze....klingt ja gut ..ABER: seid ja alle vorsichtig !!!
Tapetenlöser/Spüli und ähnliches sind wässrige Produkte und der Spritznebel davon ist Lungengänig !!!!! wer zu viel von sowas einatmet kann ersticken !!

@susanne: jupp, dein Tip ist richtig...bissl Kleister zum Einweichwasser verzögert das trocknen (Fenster zu lassen zum einweichen ;-))

@ WoodWorker : ich hoffe dein Paps zieht da immer ne Maske an zum spritzen von wässrigen Produkten !! (gilt auch für Wasserlacke u.ä. können die Lungenbläschen beim Einatmen verkleben !! )

grüssle
sonouno (aka christof ...pssst...;-))
(ps...wann kommt eigentlich mein Akkuschrauber ?? hihi)

 

Geändert von sonouno (31.12.2009 um 07:37 Uhr)
Ekaat  
Zitat von sonouno;1563
@Ekaat dein Tip mit der Gartenspritze....klingt ja gut ..ABER: seid ja alle [B
vorsichtig[/B] !!!
Tapetenlöser/Spüli und ähnliches sind wässrige Produkte und der Spritznebel davon ist Lungengänig !!!!! wer zu viel von sowas einatmet kann ersticken !!
Ich hau' ja auch nicht auf 5 Liter 'ne Flasche Spüli rein. Das kann auch ein anderer Haushaltsreiniger sein, der die Oberflächenspannung des Wassers löst; da genügen ein paar Tropfen, damit sich das Wasser nicht auf der Oberfläche hält, sondern eindringen kann. Inhalieren tu ich das Zeugs natürlch nicht - die Tröpfchengröße der Gartenspritze ist auch so, daß diese nicht im Nanobereich liegt, sondern recht schnell zu Boden sinkt. Sonst hätte man ja auch draußen im Garten arge Probleme damit, auch nicht nur, wenn man gegen den Wind sprüht. Wichtig ist allerdings, daß sich in der Spritze keinerlei Rückstände von Pflanzenschhutzmitteln befinden. Am besten vorher mit Alkohol und anschließend mit Wasser durchspülen - auch die Spritzlanze mit Düse.
Gruß
Ekaat+++

 

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Ansicht