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Tag der Erfinder - bist du auch einer ? [1-2-Talk]

09.11.2014, 10:19
Funny08  


1-2-Talk:

Die Themen starten immer mit dem Hauptthema - danach schauen wir einfach mal, wo uns die Unterhaltung darüber hinführt – es liegt also an den Teilnehmern, ob das jeweilige Thema im Mittelpunkt bleibt oder es auch mal ins Offtopic abgleitet (was auch nicht schlimm ist). Seht also bitte nicht alles ganz so Eng – es geht um eine lockere Unterhaltung mit Erfahrungs- und Wissensaustausch.

Nach 2 Tagen endet jeweils die aktive Phase des Threads und es startet ein neuer, was aber nicht heißen soll, dass Ihr Euch nicht auch weiterhin mit dem Thema beschäftigen könnt, dürft oder sollt – es kommt einfach nur ein neues Hauptthema auf den Tisch.

PS: Hitzige Schlagabtausche mit Beleidigungen und Verstößen gegen die Netiquette sind -wie immer- nicht gewünscht und werden nötigenfalls entfernt.


Thema der Runde:

Tag der Erfinder - bist du auch einer ?

Da heute der Tag der Erfinder ist, eine Frage in die Runde, was habt ihr schon alles "erfunden" ?

- Kleine Helferlein ?
- Dinge die es so noch nicht gab ?
- Sachen die Ihr bis dahin noch nie gesehen habt ?
- Etwas was ihr selbst ohne Anleihe entwickelt habt - auch wenn es es schon ähnlich irgendwo gibt?
- Habt ihr mit einer Erfindung auch mal richtig Kohle gemacht ?
 
1-2-Talk, Erfindungen, Meinungsaustausch, Spaß, unterhaltung 1-2-Talk, Erfindungen, Meinungsaustausch, Spaß, unterhaltung
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8 Antworten
Erfinder in Deutschland gibts sicherlich genügend. Ideen gibts haufenweise.
Nur, das Problem ist, daß es meistens die Sache schon gibt und wieder "neu erfunden" wurde.
Eine Firma zu finden die das Ganze herstellt ist ja dann noch immer nicht das Schlußlicht. Es will auch verkauft und versendet werden. Und hat man endlich mal was verkauft, kommt das Finanzamt und will auch mit absahnen.
Und das Patentwesen.... wer sich mal damit beschäftigt hat, läßt bald wieder die Finger davon.
Die ganzen Gebühren, incl die steigenden Verlängerungsbeiträge, sind nicht gerade ermutigend, so daß manch ein Patent erst nach Ablauf des Patentschutzes den richtigen Boom erlebt.

Also stellt sich die Frage, warum überhaupt etwas patentieren lassen, das wenig Aussicht auf die ganz große "Kasse" hat, selbst wenn die IDEE noch so genial ist, wird sie dann trotzdem kopiert (z.B. v. China, USA usw.) oder anders als "Neupatent" deklariert.

 

eigentlich nennt man solche Leute umgangsprachlich " Tüftler ".... und erst,
wenn da div. Verbesserungen oder Geräte zur Patentanmeldung kommen,
bist ein Erfinder, welcher hier auch im Patent namentlich so aufgeführt ist ( egal welche Firma dahinter steht ! )
Also unterscheidet man, je nach Betrieb ( Automobilbauer z.B. ) auch die " NUR "
betriebseigenen Verbesserungen, welche auch sehr gefragt sind, da hier von Fall
zu Fall recht ordentliche Einsparpotentiale stecken... letztlich geht es um z.B, Material
und Zeitersparnis... auch " time is Money "... !
Habe selbst sehr oft mit Patentbüros Kontakt gehabt, denn egal was man da tüftelt,
hier muss erst mal eine Patentrecherche gemacht werden... um sicher zu sein, dass
nicht schon gleiches, oder sehr ähnliches bereits angemeldet war oder ist !
Wenn das Objekt angemeldet war, ist ein weiteres Patent dafür nicht möglich, es sei
denn, es sind erhebliche Verbesserungen da... und nur diese sind dann patentfähig !
Ein Patent läuft 25 Jahre, oder weniger, wenn kein Geld vorhanden ist für diverse
"regelmässige" Gebühren ! ( kommen schnell einige 1000der zus. )
Außerdem gibt es noch den preiswerteren " Gebrauchs-Muster-Schutz"... dabei
geht es meist um ein bestimmtes Design und dessen Funktion......
natürlich bin ich an einigen Patenten beteiligt gewesen ( wurden z.B. für SIEMENS
angemeldet ) aber eine goldene Nase verdient man sich eher bei Verbesserungs-
Vorschlägen, welche ein gutes Sparpotential haben ..... und wenn Du in der Firma
in dieser Position angestellt bist, schaust in die Röhre, denn ist es Dein Job, Kosten und Zeit zu sparen !
Gruss vom alten Tüftler.....

 

Janinez  
ja Hazett da kann ich Dir nur beipflichten, wobei ich komischerweise immer lukrative Ideen für andere Abteilungen gehabt habe und das haben die mir immer angemessen vergütet. Klar mußte ich auch für meine Projekte Ideen entwickeln, aber das gehörte, wie Du sagtest automatisch der jeweiligen Firma.

 

hier mal zum Nachlesen:
Was ist eine Erfindung?
Eine Erfindung ist eine Lehre zum technischen Handeln, die technische Lösung für ein technisches Problem.
Patente werden für Erfindungen erteilt, die

  • neu sind,
  • auf einer erfinderischen Tätigkeit beruhen und
  • gewerblich anwendbar sind (§ 1 Abs. 1 des Patentgesetzes).

Was kostet eine Patentanmeldung, gibt es Ermäßigungen?
Bei den Kosten eines Patents sind die Amtsgebühren und die Kosten für die (gesetzlich nicht vorgeschriebene) Einschaltung eines Patentanwaltes zu unterscheiden.
Bei einer Anmeldung beim Deutschen Patent- und Markenamt betragen die Amtsgebühren insgesamt 50 EUR bei elektronischer Anmeldung und 60 EUR bei einer Anmeldung in Papierform. Die Einschaltung eines Patentanwalts kostet erfahrungsgemäß weitere 1.500 EUR bis 4.000 EUR.
Für eine Erteilung des Patents selbst ist danach das Prüfungsverfahren durchzuführen, das i.d.R. 350 EUR kostet. Für die Aufrechterhaltung des Patents fallen ab dem dritten Jahr kontinuierlich steigende Gebühren von anfangs 70 EUR bis 1940 EUR im 20. Patentjahr an.
Beim Europäischen Patentamt fallen für eine durchschnittliche Patentanmeldung mit acht nationalen Benennungen Gesamtkosten (einschl. Patentanwalt) von rund 29.800 EUR an. Hiervon entfällt etwa ein Drittel auf Übersetzungen.
Eine internationale Anmeldung nach dem PCT kostet in der Regel 2.572 EUR für Übermittlungsgebühr, internationale Anmeldegebühr, Recherchengebühr und Prioritätsbeleg. Für die optionale internationale vorläufige Prüfung sind weitere Gebühren von 1.659 EUR (Prüfungs- und Bearbeitungsgebühren) zu zahlen. Dazu kommen in der nationalen Phase weitere nationale Gebühren.

 

Ich sehe mich manchmal schon als Erfinder. Hier und da finde ich Lösungen für diverse Probleme. Und ich denke, eine Erfindung ist auch schon, wenn man etwas macht, das man so nicht kaufen kann und man es selbst augeknobelt hat. Ein Beispiel, die Sägemehlauffangwanne an meiner Tischkreissäge oder ich habe mich vor vielen Jahren über die Klosettspülung aufgeregt, dass immer die vollen 10 Liter beim Drücken abgelassen werden. Dann habe ich einen Einbauspülkasten verbaut, die Innenteile musste ich selbst einbauen und da fiel mir auf, dass wenn man ein Gewicht an den Drückhebel hängt, regulieren kann. Daraufhin habe ich eine lange Schraube mit ganz vielen Muttern bestückt, bis ich ein korrektes Gewicht hatte und habe das mit Draht befestigt. Das funktioniert nun bereits 20 Jahre und kurz darauf gab es Drücker, die genauso zurückschnappen wie meiner.

Mein Opa war ein Tüflter und in meiner Kondheit haben wir viele Dinge zusammen gebaut. Aus einer Stuhllehne eine Sackkarre oder aus einem Rohr mit Klappe unten verbunden mit Draht zu einem Hebel oben - ins Rohr kamen die Giftköder für Wühlmäuse. So musste man sich nicht mehr bücken. Viele Köder rein, ans Wühlmausloch, Rohr rein, Hebel ziehen, Köder fällt raus, nächstes Loch, nächster Köder. Das braucht wirklich keiner, aber wir haben stundenlang herumgebastelt, bis es fehlerfrei funktioniert hat. Der Opa wusste bestimmt vorher schon, wie es richtig zu machen wäre, aber er hat mich machen lassen. Und ich habe aus Fehlern gelernt und musste die Idee immer weiter entwickeln. Nebenbei habe ich Technik, Konstruktion und handwerkliche Umsetzung gelernt. Opa hatte eine Riesengeduld. Ich weiß nicht, ob ich die mal bei meinen Enkeln so hätte.

 

Ja ja, die Opas. Von meinen hab ich auch so einiges gelernt.

 

Da ich ein Ossi bin und in dieser Zeit (DDR) wurde immer was erfunden, da es damals nicht anders ging und es hatte auch Spaß gemacht, leider gibt es von der Zeit keine Bilder oder Skizzen mehr, es gab auch eine Vorrichtung wie man ein Nagel ohne großen Aufwand wieder gerade bekommt, sie wurden nicht in den Müll geworfen und ich mach auch heute noch meine Nägel die ich gerade aus alten Brettern oder Balken ziehe. Es sind nicht nur Nägel, auch Schrauben- Dübel- usw.
Ich will nur damit sagen, dass wir schon als Kind zum Erfinder geboren wurden.

 

Janinez  
ja da bewahrheitet sich wieder das alte Sprichwort - "Not macht erfinderisch"

 

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