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Suche extrem harter undurchlässiger Holzlack.

02.02.2015, 18:58
Geändert von Kathrin (02.02.2015 um 20:12 Uhr)
Hallo,
wir haben in unserem Haus Dachlatten entdeckt, die mit lindan behandelt(?) wurden und daher gesundheitliche Auswirkungen haben (Hautausschlag usw.). Leider müsste man das Ganze Dach abdecken um diese auszuwechseln.
Aus diesem Grund suche ich einen Holzlack der die Latten Abdichten kann. Wenn möglich sollte der Lack so wenig Schadstoffe wie möglich enthalten. Der Lack sollte Hart und undurchlässig sein.
Könnt ihr mir welchen vorschlagen? Optik wäre zweitrangig. (Klar oder Weiss wäre am besten)

Vielen Dank im Vorraus!
 
holzlack holzlack
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17 Antworten
Bine  
Fußbodenlack würde ich sagen

 

Da empfehle ich such nach bootslack !!!

 

Habe von diesem (http://www.12seemeilen.de/bootspflege-bootslacke/?bootspflege_klarlacke_farbe=1410&gclid=CKvkt4qWxM MCFWKWtAodi1YAZQ) schon gutes gehört. Selber habe ich aber noch keinen verwendet.

 

Geändert von RedScorpion68 (03.02.2015 um 20:12 Uhr) , Grund: Hyperlink entfernt
Es gibt auch Lacke auf Epoxid Basis................Teuer...........noch nicht selbst verarbeitet................

 

Hmmm recht schwierig,
Theoretisch wäre ein gutes wässriges PU oder EPOXY System ganz gut, da es erstens schnell trocknet völlig Schadstoffrei ist und auch ein wenig elastisch ist, die zwei Komponenten Systeme werden eher zu spröde oder Fußbodensiegel werden eher zu spröde.

Problem dürfte tatsächlich sein, was an Schadstoffen durch den Lack durchgehen kann. Hier wird dir wahrscheinlich nich mal die Technik-Abteilung der jeweiligen Hersteller helfen können. Hier sind sicher Vorversuche nötig, um den Gehalt der Schadstoffe messen zu können. Was sicher auch ein Problem werden kann sind Spannungen an der Oberfläche. Sommer/ Winter, dadurch dürfte das Holz ja ein paar mm arbeiten und somit der HARTE Lack dann reißen. Hier wäre dann ein PU oder EPOXY System sinnvoll.

Aber sind wir mal ehrlich, willst du wirklich die Schadstoffe mit nur einer ein paar My starken Schicht absperren, wie nutzt ihr den den Dachboden? Wenn es ein Wohnraum werden sollte, würde ich eher den Weg übers Abdecken machen oder spezielle Folie oder so was als Schadstoffblocker einsetzen. Ein Farbanstrich kann dir nie die Sicherheit geben das du sicher vor den Schadstoffen bist.

 

Ich glaube, das funktioniert nicht mit dem 100prozentigen Luftabschluss. Dann müssten die Dachlatten ja allseitig und absolut fehlerfrei lackiert werden, Das geht schon dort nicht, wo die Latten angenagelt sind.
Oder anders gesagt: Sollen die Latten voll eingehüllt werden, müssen die Dachpfannen entfernt werden, um auch die Oberseite streichen zu können und sie müssten angehoben werden, um zwischen Latten und Dachbalken zu kommen. Sehr umständlich und unsicher.
Da kann man besser gleich die Latten auswechseln und so das Problem garantiert zu beseitigen. Ist auch nicht wirklich schlimm: Die unteren zwei Reihen abdecken, erste Latte auswechseln, dritte Reihe als erste auflegen, zweite Latte auswechseln, usw.

 

Hallo zusammen,
abdichten ist gut, aber nicht mit Lack. Mit Holzschutzmitteln wie Lindan oder PCP, ist nicht zu spaßen. Es gibt zwar jetzt kurzfristige Reaktionen, Ausschlag oder Kopfweh, aber die meisten haben den unangenehmen Nebeneffekt Langzeitschäden, bis hin zum Gendefekt oder *******z zu verursachen. Es gibt ein Verfahren die beschichteten Bereiche mit einer Art Maskierfilm zu behandeln, das muss aber vonn allen Seiten geschehen. Hierzu sollte eine Schadstoffmessung erfolgen und eine Belastungsanalyse mit Auswertung kann Aufschluß über den Belastungsgrad geben. Achtung Erfahrungsgemäß beschränkt sich die Belastung nicht auf die Latten sondern auf die gesammte Dachkonstruktion.

Was hast Du mit dem Dachboden vor?

 

Geändert von Holzbeer (03.02.2015 um 08:40 Uhr)
G4 von Voss!

 

Leinos Schellack Maskierung Professional, -Nr. 955 geht auch...

 

schließe mit den Vorgaben von Holzbeer an.... warum kommst Du ( oder wer auch immer )
auf die Idee, die Latten wären mit div. Schadstoffen imprägniert ? meisten werden die Haupt-tragenden Elemente, wie Balken usw. mit Holzschutz ( Wurmtod etc. ) behandelt !
Hier muss tatsächlich ein Fachmann ran, der an den Oberflächen "Proben" nehmen kann,
erst dann wird er sagen können.... alles Abdichten... durch eine entsprechende
"dichte" Unterkonstruktion = Überall !!!.... oder NEU EINDECKEN !
fang bitte nichts mit all den Mittelchen an zu pinseln usw... schon garnichts mit dem "G4"..
G4 ist ein spezielles Gebräu ( von der Vosschemie ) welches nur von Fachleuten verarbeitet werden darf !
Gruss....
Nachtrag... wegen des Lackes ! nur zähe Lacke können eine Dehnung mitmachen...
z.B. besondere PU-Lacksorten, DD-Lacke z.B. härten aus .. und sind in der Oberfläche sehr abriebfest, aber bei Latten werden sich Risse im Lack bilden, wenn das Material vollständig ausgehärtet ist !

 

Geändert von Hazett (03.02.2015 um 14:56 Uhr)
Hazett korrekt. Sodann Lindan gast aus. Du bekommst die Latten nie dicht. Holz arbeitet und springt auf. Hast Du im Holz einen Riss, gast es dort aus. An den Überplattungen wo genagelt wurde ist eine Füge, die nie dicht werden kann. Also auch dort gast es aus. Wenn, dann diffusionsgeschlossene absolut dichte Folie auch an den Rändern. Aber das kann nur ein Baubiologe sagen wie und was und wo. Da müssen Experten ran. Dürfte günstiger als Lack sein, der im übrigen in dieser Kathegorie ebenfalls Giftstoffe abgeben kann. Ältere Parkettlacken Gaden auch aus. Ein Umweltbiologe hat Stoffe daraus in unserer Wohnraumluft nachgewiesen, obwohl der Lack älter als 30 Jahre war!

Geh mal zum Hausarzt und lass Blut auf PCB und Lindan testen. Wenn vorhanden, dann kannst Du von einem Problem ausgehen und dann würde ich nicht selbst herumbasteln.

 

viele Dank für eure Antworten!
Macht nun dieser Maskierfilm einen Sinn oder nicht? Eine weiter aufwändigere möglichkeit wäre auch Folie und Gippsplatten. Das Haus wurde 2000 gebaut. Wegen einer Lindanbelastung habe ich mich schon überprüfen lassen (positiv). Oder falls ihr noch andere Ideen habt außer neue Bretter, dann schreibt sie gerne.

Unser Haus hat keinen Dachboden. Die Bretter sind sozusagen an der gesamten decke des Hauses. Die Balken sind nicht betroffen, da wir beim Bau diese selbst aus unserem Wald genommen haben, zudem haben wir sie auch überprüfen lassen.
Ich habe mal ein Foto hochgeladen damit ihr euch das vorstellen könnt. Es sind nur die Bretter zwischen den Balken.

Das hier sieht vielversprechend aus: http://www.leinos.de/pdf/LEINOS_TM_955_D.pdf#search="des"
Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	IMG_20150203_075441.jpg
Hits:	0
Größe:	62,6 KB
ID:	31398  

 

Geändert von colorado109 (03.02.2015 um 16:43 Uhr)
Hallo Colorado109,
wenn Du getestet wurdest und dein Bluttest positiv auf Lindan und PCB ist, dann ist wirklich was im Argen. Ich habe an einer Burg 2009 die Zimmererarbeiten begleitet, dort war auch eine enorme Schadstoffbelastung, die Sanierung wurde dort mit Schwarz-, Weißbereich ausgeführt. Wir wurden wärend der Arbeiten mehrmals getestet. Lass die Raumluft prüfen alles andere hat erstmal keinen Wert. Eine Verkleidung behebt die Ursache nicht. du bekommst das nie so dicht, dass es keine Luftwechsel stattfinden. GK-Verkleidung mit Dämmung und "DAMPFBREMSE" ist keine Lösung, und eine mangelhaft ausgeführte Dampfsperre macht dir den ganzen Dachstuhl kaputt. Ein kleines Loch reicht aus, um die im Raum anfallende Feuchtigkeit auf einen Punkt zu konzentrieren. Wie gesagt Du bekämpfst nur die Symptome aber nicht die Ursache und möglicherweise wird die Situation nur verschlimmbessert.
Welche Nutzung soll der Dachboden bekommen?

 

Danke erstmal. Ich glaube ihnen das es auf Dauer nicht die Lösung ist.

Der "Dachboden" ist mein Zimmer, in dem ich schon 10 Jahre lebe. Ich vermute dass, die Belastung nicht so hoch ist (kann mich auch täuschen). Ich habe erst vor 5 Jahren Anzeichen bekommen (Hautausschlag, Müdigkeit). Wenn ich nicht in dem Zimmer schlafe, dann geht es mir ganz langsam besser. Den Fußboden werden wir auch austauschen, da dieser aus geklebtem Kork ist und auch stark belastet ist. (Habe 22 Fußböden testen lassen bis ich einen gefunden habe der nicht belastet ist.)
Ich habe keinen Bluttest machen lassen, sondern über eine Heilpraktikerin das Holz testen lassen. (Über die Glaubhaftigkeit möchte ich hier bitte nicht diskutieren). Fakt ist jedenfalls dass ich in meinem Zimmer Krank werde und es die Balken nicht sein können, da wir die aus unserem eigenen Wald haben. Der Rest wurde dazu gekauft.

Den Bluttest werde ich aber vermutlich noch machen lassen, das ist eine gute Idee.

Ich bin jetzt 22 Jahre alt und wohne voraussichtlich nur noch 1-2 Jahre in diesem Haus. Deswegen wäre es zu viel aufwand das ganze Dach abzuräumen und die Bretter zu tauschen. (Kosten von ca. 15000-20000€). Wenn ich jetzt länger hier wohnen würde, dann würde ich die Bretter auf jedenfall tauschen lassen.

Lassen solche Belastungen nach 15 Jahren nach oder dauert das viel länger?

mfg

 

kann mir nicht vorstellen, daß bei einem Haus Bj. 2000 für Holzschutz noch Lindan oder PCB verarbeitet wurde,... da war das schon lange verboten ! Sollte das hier ein User genauer
wissen, bitte Rückmeldung... letztlich wollen wir nur helfen........!
Auf was Du jetzt allergisch reagierst, sollte in jedem Falle geklärt werden... incl. Bluttest !
Sinn macht auch, den Dachaufbau testen zu lassen.... aber dafür brauchst keinen Seelendoktor, falls es dafür Teststreifen gibt, diese anwenden, besser einen Lackchemiker
von der Lackfirma dazu holen... geht natürlich nur, wenn Du noch die Lacktype bzw.
Hersteller hast ! ( gut 15 Jahre her )
Ergänze mal noch etwas Auffälliges... so wie das Balkenkonstrukt aussieht, muss ja oberhalb der Bretter eine ordentliche Isolierung sein (mit Dampfsperre usw. ), nicht dass Du durch Schimmel dahinter Deine Allergien hast ??
Gruss....

 

Geändert von Hazett (03.02.2015 um 21:05 Uhr)
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