Werde Mitglied in der großen deutschen Heimwerker-Community!
Jetzt anmelden!
 

Suche Erfahrungswerte zur Braas "Frankfurter Pfanne"

08.06.2012, 11:38
Da sich hier wie ich in den letzten Tagen feststellen durfte ja so einige Erfahrene Heimwerkerfüchse rumtreiben stelle ich meine Frage einfach mal in den Raum.

Auf unserem neu erworbenen Haus befindet sich wie nicht unüblich ein Dach! Dieses wurde im Jahr 1972 mit der "Frankfurter Pfanne" (Betondachstein) aus dem Hause Braas gedeckt.

Das Dach hat mit den Jahren so einiges an Moosen und Flechten angesetzt. Da das Dach in diesem Jahr bereits seinen vierzigsten Geburtstag feiert, stellt sich uns die Frage nach der Haltbarkeit eines solchen Daches. Wir würden das Moos natürlich gern entfernen oder entfernen lassen. Doch lohnt sich das bei einem so alten Dach überhaupt noch?

Sollte es sich lohnen, was wäre die einfachste und am besten auch preiswerteste Möglichkeit diesen Eingriff vorzunehmen?
 
Braas, Dach, Dachpfannen, Frankfurter Pfanne Braas, Dach, Dachpfannen, Frankfurter Pfanne
Bewerten: Bewertung 0 Bewertungen
15 Antworten
Mein Haus ist Bj. ´69 und hat ebenfalls die Braas Frankfurter Pfanne drauf. Ich bin der
Meinung es lohnt sich nicht, dass zu reinigen und zu beschichten. Kostet zwar weniger,
Du hast aber dann immer noch alte Pfannen und die alte Unterkonstruktion drauf.

Ich für meinen Teil lass dieses oder nächstes Jahr neu decken das hält mich dann aus

 

Unser Dach ist Baujahr 68 und ebenfalls mit der Frankfurter Pfanne bedeckt. Gekauft haben wir Ende 2010 und der Vorbesitzer hatte es bereits reinigen und beschichten lassen.
Unser Dackdecker meinte eigentlich auch, dass es bei aktuellem Zustand sicher noch 10-15 Jahre reichen wird.
Ist immer eine Frage der Kosten. Neu decken wird sicherlich wesentlich länger halten. Instand setzen müsste halt entsprechend günstiger sein und ist wie ich finde ein passender Weg, wenn man halt aufs Geld achten muss.
Es wird aber das unvermeidliche (neu decken) nur um x-Jahre hinauszögern können.

 

Ich glaube Dachbetonsteine haben wohl nicht so eine lange Lebensdauer.
Reinigen und Beschichten bieten ja manche Firmen an, aber ich denke nicht, dass sich das lohnt.
Besser sind sowieso Tondachziegel. Ist natürlich auch eine Frage des Geldbeutels.

 

DietmarS, "besser sind sowieso Tondachziegel" wie ist diese Aussage zu begründen?

 

Warum ich nicht reinigen und versiegeln lasse:

Ich war schon ein paar mal auf meinem Dach um elektrische Fenster mit Rolladen zu montieren, ein Solarpanel zu installieren und weil ich die Abwasserentlüftung neu machen mußte. Die Originalbeschichtung ist größtenteils futsch. Die Pfannen nehmen Feuchtigkeit auf und das ist im Winter nicht so toll, weil sie dann durch die gefrierende Näße kaputt gehen können. Einige hab ich schon ausgetauscht. Ich kann übrigens jedem nur empfehlen, beim neueindecken gleich 30 bis 40 Ersatzpfannen im Dachspitz einzulagern ... die braucht man immer wieder mal

Bei meinem Nachbarn gegenüber, der vor ca. 4 Jahren reinigen und streichen hat lassen, hab ich gesehen, dass die "Facharbeiter" nicht gerade zimperlich auf dem Dach rum treten und die ein- oder andere Pfanne dabei gerissen ist.

Ich bin mir sicher, die haben nicht alle Pfannen ausgetauscht sondern einige nur wieder überstrichen. Das Dach sieht inzwischen fast wieder genauso aus, wie das Dach vom nächsten Nachbarn (ist ein Reihenhaus).

Beim neu beschichten ist darauf zu achten, dass das eine Fachfirma macht und keine "Drückerkolonne", Dachbeschichtungen sind nämlich keine geschützte Handwerkstätigkeit !

Eine Neueindeckkung kostet mit Frankfurter Pfanne so etwa 80 - 100 € / m² mit neuer Unterkonstruktion. Eine Sanierung mit Beschichtung 30 - 50 € / m² (vom Fachbetrieb).

Eine Beratung vom Fachbetrieb ist da in meinen Augen unerlässlich. Von Zustand des Daches hängt der Werterhalt eines Hauses zum großen Teil ab. Wenn das Dach undicht wird, kann das an die Gebäudesubstanz gehen, wenn man es zu spät merkt.

 

Zitat von Heimwerker_der_Herzen
DietmarS, "besser sind sowieso Tondachziegel" wie ist diese Aussage zu begründen?
Mein Dachdecker hatte mir vor 15 Jahren, als das Dach meines Hauses fällig war, dazu geraten, mit der Begründung der längeren Haltbarkeit.

Übrigens habe ich einen interessanten Link dazu gefunden:
Tondachziegel vs. Betondachsteine

 

Susanne  
Hallo Heimwerker_der_Herzen,

vielleicht tröstet es Dich, dass Grünbildung auf dem Dach nicht schädlich ist, sondern ihre Entfernung eher eine kosmetische Frage, und ihr Vorhandensein sogar eigentlich ein Zeichen für saubere Luft.
Schau dazu gern mal in unseren Wissensartikel zum Thema.

Neue Dachbaustoffe sind glatter und bleiben daher wesentlich länger schön, als die poröseren alten Dachsteine. Auch hierzu können wir mit einem Wissensartikel dienen.

Wenn Ihr das grüne Dach noch ein Weilchen ertragen könntet, dann würde ich persönlich wahrscheinlich eher dazu tendieren, das Reinigungsgeld zu sparen, und irgendwann lieber in ein neues Dach investieren, aber das ist natürlich absolut Geschmacksache.

Viele Grüße
Susanne

 

Der Grund warum wir überhaupt darüber nachdenken ist eindeutig kosmetischer Natur, nach neuen Fenstern, WDVs und anderem gepimpe ist das Dach natürlich ein Schadfleck.

Die Substanz würde ich als Laie als soweit gut bezeichnen, von innen sind die Dachsteine auch im Herbst und Winter "furztrocken".

Das das Dach früher oder später erneuert werden soll ist klar, allerdings haben wir das für in frühestens 5 Jahren geplant. Solange hätten wir es halt einfach hübsch ;-)

In der Nachbarschaft haben einige Leute die Beschichtung auf gleichen Pfannen vor einigen Jahren von einem lokalen Unternehmen durchführen lassen und die Dächer sehen noch immer aus wie frisch gedeckt.

Preislich ist das natürlich schon verlockend.

 

Also mein Haus aus dem Baujahr 1962 hat auch die Frankfurter Pfanne drauf und das hält und hält und hält
Also der Dachdecker meines Vertrauens sagte mir das ich mir die nächsten 10 Jahre keine Gedanken machen brauche.

Das wären dann insgesamt 60 Jahre.
Das finde ich ganz vernünftig

 

Unser Elternhaus ist ca. 1979 mit der rauhen Frankfurter Pfanne gedeckt worden. Inzwischen fangen die Steine vorwiegend an den Kanten Risse zu bekommen und zu reißen.
Es gibt da sicherlich auch verschiedene Qualitäten wbei ich die auf kein Dach mehr legen würde.
Das Nebenhaus was 1936 gebaut wurde und Handform Tonziegel drauf hat sieht immer noch gut aus und wird wohl die Betondachsteine locker überleben.

 

Das Haus meiner Eltern ist auch mit der Frankfurter Pfanne von Braas eingedeckt. Das Braas keinen Müll produziert, kann man sich schon denken, wenn man weiß, die haben damals 30 Jahre Garantie gegeben.

Mittlerweile sind gut 30 Jahre in´s Land gezogen, und abgesehen von Moos etc ist Alles palettie. Das Moos hat mein Bruder vor etwa drei Jahren mit dem Bobby (Dampfstrahler) runter gemacht. Dabei sollte man sich allerdings anseilen, damit nix passieren kann.

Schwiegereltern haben vor 2 Jahren neu eingedeckt, und auch Braas genommen - allerdings blaue, glasierte Pfannen. Da soll man das Problem mit Grünspan, Moos und so nicht haben. Aber da schauen wir mal in 30 Jahren erneut nach...

Ansonsten: Wenn Du Zweifel an der Dichtigkeit haben solltest, lass mal den Dachdecker Deines Vertrauens zum Lokaltermin kommen. Wenn da weiter nix ist, kann das Dach vielleicht noch weitere 10 - 20 Jahre halten...

 

Hier gibts übrigens das aktuelle Angebot an Frankfurter Pfannen von Braas:

http://www.braas.de/produkte/katalog/d/dachsteine-frankfurter-pfanne.html

 

Ekaat  
Es können bei alten Eindeckungen Probleme mit der Beschaffung von Ersatzpfannen auftreten: Ich benötigte einmal drei Pfannen am Ortgang. Nicht zu besorgen, also: normale Pfanne genommen und mit der Flex gekürzt. Zu meinem Erschrecken sah ich, daß der Baustoffhandel nur noch etwa zehn Pfannen der Form hatte, wie ich sie benötigte. Habe dann gleich fünf mehr gekauft, als ich brauchte. Eine ist mir beim Aufräumen umgekippt - da waren's nur noch vier.
Solange das Dach noch dicht ist, würde ich nicht daran rühren. Bei mir käme auch erschwerend dazu, daß die Kollektoren der Photovoltaik-Anlage abgebaut werden müßten, wen ich neu eindecken ließe.

 

Mir wurde von einem Baugutachter erzählt, dass lasierte Tonziegel am Besten seien.
Tonziegel würden imGegensatz zu Betonziegeln gebrannt und seien damit deutlich stabiler gegenüber mechanischer Einwirkung (Ast fällt aufs Dach o.ä.). Die Lasur sorgt für eine glatte Oberfläche, dadurch kann sich Dreck weniger gut ansammeln. Das sorgt für weniger Moos. Weniger Moos un dgenerell schneller abfließendes Wasser verringert dann die Wahrscheinlichkeit das Wasser überhaupt eindringen kann.
Soweit die Aussage des Baugutachters.

Inwieweit sich eine nachträgliche Beschichtung lohnt wage ich laienhaft zu bezweifeln.

Wann eine Neueindeckung sinnvoll ist kann ich nicht beurteilen, das hängt wahrscheinlich immer stark vom Einzelfall ab.

 

Wenn die Beschichtung mit 40-50% eines neu eingedeckten Daches zu Buche schlägt und in wenigen Jahren ohnehin eine Dachsanierung ansteht, würde ich mir die Kohle sparen und früher Sanieren.
Zu den Frankfurter Pfanne kann ich nur sagen, dass sie ewig haltbar sind, auf unserem alten Häuschen waren sie seit 1962, allerdings in der "aufgerauten"Version (totaler Mist!). Von innen waren hier keine feuchten Stellen zu erkannen, sie hatten weder Risse noch sonstige Beschädigungen. Nur der vermörtelte First begann sich zu lösen.

 

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Ansicht