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Strom verlegen im Garten

31.07.2013, 00:03
Ich möchte nun endlich den Garten mit Strom versorgen.
Wenn ich soweit bin, werde ich die Anschlüsse durch einen Fachbetrieb machen lassen. Im Moment bin ich aber noch mit den Vorarbeiten beschäftigt und habe folgende Fragen
Ich habe ein 5-adriges Kabel (1,5 mm) vom Verteilerkasten aus nach außen verlegt. Im Verteilerkasten ist dieses Kabel im Moment noch an eine 16A Sicherung ohne FI angeschlossen.
Ich hatte geplant an der Stelle wo das Kabel nach außen kommt einen Unterverteiler anzubringen. Von diesem Unterverteiler aus wollte ich dann mit einem Erdkabel weiter im Garten verlegen. Geplant ist auch hier 5-adriges 1,5mm. Allerdings ist der Garten recht groß. Die längste Strecke wird ca 40 Meter betragen. Als Verbraucher sind überwiegend Lampen geplant.
Der FI Schalter+Sicherung sollte dann im Unterverteiler angebracht werden.
Fragen:
Geht das so überhaupt und falls ja, ist der Querschnitt ausreichend?
Muss ich überhaupt einen Unterverteiler im Außenbereich anbringen. Kann ich das Kabel nicht gleich im Hausverteiler separat über einen FI laufen lassen und im Außenbereich dann lediglich mit dem Erdkabel weitergehen?
Sollte das nicht funktionieren, müsste ich ein neues Kabel ins Haus legen. Das würde ich gerne vermeiden, da es ein extrem großer Aufwand ist.
Ich muss das jetzt entscheiden, da sonst der Weg für das Kabel in das Haus verbaut ist durch die Terrasse.
Vielen Dank für eure Unterstützung.
Mario
 
Elektroarbeiten, Garten, Sicherung, Stromkabel, Stromversorgung, Unterverteilung Elektroarbeiten, Garten, Sicherung, Stromkabel, Stromversorgung, Unterverteilung
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24 Antworten

Die besten Antworten

Funny08  
Servus maytwobe - wie schon einige male Erwähnt kannst du das so nicht machen.
Das Problem beginnt beim Spannungsfall - bei 40 Metern mit 1.5² hast du einen Spannungsfall von über 5 % - maximal erlaubt sind 3% - hierdurch kann es vorkommen, dass Elektrische Geräte zuwenig Spannung bekommen und hierdurch nicht mehr richtig funktionieren - Schau dir mal hier den Post von mir an - da hab ich das soweit mal erklärt: LINK , da stehen auch die erlaubten Querschnitte und Längen

Ich würde dir auch empfehlen, sofern in deinem Sicherungskasten noch Platz ist, lass den Elektriker da den FI und die Sicherung einbauen, das spart Geld und außen (besser innen) kann das Erdkabel mit einer Abzweigdose angeschlossen werden.

Die richtige Verlegungstiefe im Garten beträgt übrigends 60 cm mit folgendem Aufbau - 10 cm Sandbett - Erdkabel - 10 cm Sandabdeckung - Kabelabdeckung aus Plastik oder Ziegelsteinen - Rot-Weises Signalband - Erde.
Bei Deiner "Planung" ist aus der Ferne betrachtet Einiges nicht ganz stimmig.
5-adriges Kabel an einer Sicherung? Zwei Leitungen sind ja vielleicht als Schaltleitungen gedacht, aber das macht es auch nicht besser.
;-)
... oder brauchst Du Drehstrom im Garten?
Wie auch immer, sprich zuerst mit drei oder vier Elektrikern vor Ort wegen einem kostenlosen und unverbindlichen Angebot. Sag Deinen Elektrikern nicht, was Du machen willst, sondern erkläre ihnen, wozu du den Strom im Garten benötigst.
Mindestens einer wird Dir eine vernünftige Lösung anbieten.
Sag uns, was die Freunde der Kraft so gesagt haben und hier gibt es Einige die was Handfestes dazu sagen können.
:-)
Eines kann ich jetzt schon sagen: 1,5qmm ist keine gute Lösung.
:-)

 

Geändert von Heinz vom Haff (31.07.2013 um 00:30 Uhr)
hallo Mario,

beim Übergang nach draussen auf das Erdkabel reicht eine Verteilerdose zum Verbinden der beiden Kabel. Sicherung(en) und FI können im Hauptverteiler sein. Eine Unterverteilung mit separaten Sicherungen und FI ist natürlich immer und überall möglich.
Warum verlegst Du fünf-adriges Kabel ? Wenn Du keinen Drehstromanschluss für eine Maschine brauchst reichen eigentlich drei Adern.
Wenn Du die Leitung mit 16A voll auslasten möchtest würde ich bei 40 Metern Länge 2,5mm2 als Querschnitt nehmen um die Leitungsverluste zu kompensieren.

liebe Grüsse
Bernd

 

  • Eine Sicherung ist zu wenig für fünf Adern
  • Der Leitungsquerschnitt ist zu gering
  • Die Verteilung sollte auf jeden Fall trocken sein
  • Der FI sollte drin sein bevor das Kabel das Haus verlässt

Du solltest einen Elektriker anrufen, mit etwas Verhandlung darfst du die Drecksarbeit machen und er macht den Anschluss, dafür wirds etwas billiger

 

Funny08  
Servus maytwobe - wie schon einige male Erwähnt kannst du das so nicht machen.
Das Problem beginnt beim Spannungsfall - bei 40 Metern mit 1.5² hast du einen Spannungsfall von über 5 % - maximal erlaubt sind 3% - hierdurch kann es vorkommen, dass Elektrische Geräte zuwenig Spannung bekommen und hierdurch nicht mehr richtig funktionieren - Schau dir mal hier den Post von mir an - da hab ich das soweit mal erklärt: LINK , da stehen auch die erlaubten Querschnitte und Längen

Ich würde dir auch empfehlen, sofern in deinem Sicherungskasten noch Platz ist, lass den Elektriker da den FI und die Sicherung einbauen, das spart Geld und außen (besser innen) kann das Erdkabel mit einer Abzweigdose angeschlossen werden.

Die richtige Verlegungstiefe im Garten beträgt übrigends 60 cm mit folgendem Aufbau - 10 cm Sandbett - Erdkabel - 10 cm Sandabdeckung - Kabelabdeckung aus Plastik oder Ziegelsteinen - Rot-Weises Signalband - Erde.

 

Guten Morgen Zusammen,

vielen Dank für die prompten Antworten.

Zur Erläuterung: Das 5x1,5mm² Kabel vom Hausanschluß nach draußen haben wir nur gelegt, weil es gerade verfügbar war und eigentlich auch für einen anderen Zweck gedacht war . Ich muss ja nicht alle 5 Adern nutzen.

Im Sicherungskasten ist noch genügend Platz, sodass ich FI und Sicherungen dort noch unterbekomme.Die Verbindung von innen nach außen ist trocken.

Ein 2,5mm² Erdkabel an das 1,5mm² Kabel vom Haus zu hängen bringt wohl nicht den gewünschten Effekt.?

Dann bleibt wohl nur ein neues Kabel mit 2,5mm² direkt vom Sicherungskasten nach draußen zu legen. Das ist Schade, da mit sehr viel Arbeit verbunden und nur Aufputz möglich.

Mario

 

Da ist mir auch mein Alter Tread eingefallen ;-) Funny hats ja schon verlinkt und perfekt erklärt! Ich hab 2,5mm² verwendet und schließe es im Hausanschlusskasten ohne Unterverteilung an... könnte ich so langsam auch mal tun :-(

Beachten sollte man dabei, dass man Leitungen die nach Außen gehen über einen separaten FI schützt. Ansonsten kann dir jeder von Außen das Haus u.U. ausschalten ;-)

 

Funny08  
Zitat von maytwobe
...Ein 2,5mm² Erdkabel an das 1,5mm² Kabel vom Haus zu hängen bringt wohl nicht den gewünschten Effekt.?

Dann bleibt wohl nur ein neues Kabel mit 2,5mm² direkt vom Sicherungskasten nach draußen zu legen. Das ist Schade, da mit sehr viel Arbeit verbunden und nur Aufputz möglich.

Mario
Bei 40 Metern Einzellänge solltest du ein 4² legen - bei 2.5² sollten 30 Meter nicht überschritten werden.

Ja Kabelverlegen auf Putz ist immer so ne Sache - wobei ein Sauber in der Ecke verlegter Kabelkanal auch meist nicht so dramtisch ist.

 

@Fanny08.

Vielen Dank! Ich habe bereits ein neues Loch in die Kellerwand gebohrt und kann jetzt direkt von Sicherungskasten ein neues Kabel direkt nach draussen legen. Den Anschluß lasse ich dann vom Fachmann machen. Wenn ich jetzt schon neu verlege, dann werde ich natürlich auch gleich ein 4² Kabel nehmen. Wenn schon, denn schon:-))

Ein 3-adriges reicht aber in jedem Fall aus, oder? Drehstrom brauche ich definitiv nicht. Möchte nur die Gartenbeleuchtung und evt eine Tauchpumpe, bzw die eine oder andere Steckdose betreiben.

Vielen Dank für Deine Unterstützung!

Mario

 

Funny08  
Jepp das reicht auf jeden Fall dann aus - solange die 16 Ampere nicht überschritten werden - wünsch dir frohes werkeln

 

Ekaat  
Ich fabrizierte ein Kabel zu meinem Schuppen im Garten. Leitungsweg vom Sicherungskasten aus ca. 35m. 3 x 1,5². Daran kommt ein Verlängerungskabel gleicher Dimension von 30m, an welchem dann der Rasenmäher mit 1,5kW angeschlossen wird. Dies habe ich gemacht, bevor ich wußte, was Funny oben geschrieben hat.
Wenn ich meine Hecke schneide, kommt vor das Verlängerungskabel noch eine Kabeltrommel von 50m. Spannungsabfall? Mag sein - meine Geräte halten dies bereits seit über 20 Jahren aus.
Natürlich ist alles über FI und 16A-Sicherung abgesichert.

 

Würde dir auch zu 4² raten. Die Kabellängen werden gerne mal ignoriert und nur die nackte Leistung betrachtet. 4² bei 40m sollte schon sein.

Und da du dir ja jetzt die Arbeit machst mit dem neuem Kabel vom Hausverteiler zu legen und du sagtest, das im Hausverteiler genug Platz is, würd ich evtl doch mal in erwägung ziehen, ne 400V Steckdose zu platzieren,
Was man hat, das hat man! ;-)

 

Zitat von Ekaat
Ich fabrizierte ein Kabel zu meinem Schuppen im Garten. Leitungsweg vom Sicherungskasten aus ca. 35m. 3 x 1,5². Daran kommt ein Verlängerungskabel gleicher Dimension von 30m, an welchem dann der Rasenmäher mit 1,5kW angeschlossen wird. Dies habe ich gemacht, bevor ich wußte, was Funny oben geschrieben hat.
Wenn ich meine Hecke schneide, kommt vor das Verlängerungskabel noch eine Kabeltrommel von 50m. Spannungsabfall? Mag sein - meine Geräte halten dies bereits seit über 20 Jahren aus.
Natürlich ist alles über FI und 16A-Sicherung abgesichert.
Lieber Ekaat,
so wie Du schreibst, sollte man es auf keinen Fall nachbauen.
Ich bin der Freund der großen Ø, vom HA an der Straße habe ich Alu 4 x 35 cm² 40 m bis zum HV Haus verlegt.
Vom HV im Haus zur Garage liegen 4 x 16 cm² Alu.
Aus Geiz habe ich vor 10 Jahren in die Holzwerkstatt 2 x 3 x 1,5 cm² Cu verlegt und bekam schon mal Probleme beim Betrieb hochstromiger Geräte.
Nur gut, dass eines der beiden Kabel einen Fehler hatte und den FI immer mal schleuderte, das liess mich den Murks gegen 5 x 4 cm² CU tauschen.
Aber, dass es dennoch geht.
Grau ist alle Theorie und einen Gruß aus LE

 

Funny08  
Ja wenn es nach Ekki geht, dann sind VDE - Vorschriften nur gedacht um Regale zu füllen und Elektriker zu Schikanieren
Aber mal Spaß beiseite - Ekkis Rasenmäher mag bei der Konstallation vieleicht noch mit etwas verminderter Leistung prima laufen aber wie Damiel schreibt - andere Geräte jedoch können da schon mehr Probleme bekommen. ABER - jenachdem kann man bei nicht fachgerechter Ausführung auch schnell mal seinen Versicherungsschutz verlieren.

 

Es kommt natürlich immer darauf an was man macht. Ich bin jetzt auch bei gut 30m und hab 2,5² verwendet. Für den Torantrieb und eine Lampe und Radio in der Garage wirds reichen. Aber die Vorschriften sind nun mal da und irgendjemand hat sich dabei was gedacht (sollte zumindest). Wenns dann außerhalb der Vorschriften tut (ich bin mir sicher, dass dort Sicherheiten eingeplant sind), dann ist das in meinen Augen reiner Zufall und eine glückliche Konstellation. Das darf man dann aber nicht als allgemeint gültig ansehen.

@Daniel: du meinst bestimmt mm² oder hast du echt so dicke Leitungen ;-)

 

Ekaat  
Angesichts dieser - technisch sinnvollen und auch nachvollziehbaren - Vorschriften frage ich mich, warum meine 50m-Kabeltrommel ein GS und VDE-Zeichen hat. Wenn ich dieses an einer (normale Schuko-) Steckdose anschließe, habe ich im Extremfall nochmal zwischen Verteiler-/Sicherungskasten und Dose eine Leitungslänge von im MIttel 15m; erbgibt eine Gesamtlänge von 75m. Dürfte also gar nicht sein. Wieso steht dann nicht drauf: »Darfste zwar kaufen, aber nicht benutzen!!!«?

 

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