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Streichen von Zink

04.03.2012, 21:53
Bei einem Spaziergang vor kurzem ist mir aufgefallen, dass scheinbar auch Profis noch nicht die Ideallösung gefunden haben. Ich habe mal ein Foto von einem Strommast gemacht, dort sieht man wie der Lack von dem verzinkten Untergrund einfach abblättert.
Ich bin aber der Meinung, dass man mit entsprechender Untergrundbehandlung auch Zink streichen kann.
Weiß jemand, wie man den Untergrund vorbereiten muss?
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Name:	DSC_1205.jpg
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Größe:	93,5 KB
ID:	9076  
 
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10 Antworten
Wofür denn Zink / Verzinktes lackieren?

wenn man eh lackiert, kann man sich die Verzinkung sparen und normales Blech / normalen Stahl nehmen und es dann lackieren... So würde ich es zumindest machen...

 

Manchmal kommt es vor, dass man etwas verzinktes streichen möchte, weil es nicht so chic aussieht. Es gibt auch verzinkte Autos, wie würden die wohl ohne Lack aussehen?

 

Zuerst fett und Staub entfernen.
Danach mit verdünnte Ammoniaklösung auch Salmiakgeist genannt alles einreiben danach gut abwaschen und trocknen lassen
Und die Farbe muss für Zinkuntergründe zugelassen sein

 

Zitat von kindergetuemmel
Es gibt auch verzinkte Autos, wie würden die wohl ohne Lack aussehen?
Hätte was... Stelle ich mir jetzt mal gerade so vor... würde in die Zeit der industriellen Revolution passen

 

sonouno  
es gibt mehrere Arten von Zink-Untergründen
1. Kaltverzinkung... also mit Zinkfarbe streichen (Zinkanteil 70 % oder mehr)
2. Feuerverzinken (galvanische Verzinkung im Tauchbad- hoher Auftrag)
3. elektrolytische Verzinkung (Strom)
4. Spritzverzinkung (sehr rauhe Oberflächen)
5. Zinkoberfläche im Walzverfahren
6. Zinkblech oder Titanzink

der Beschichtungsvorgang ist bei allen in etwa gleich:

Bei frischen Verzinkungen muss vorher angesäuert werden.
Sind die Zinkflächen schon paar Wochen der Bewitterung ausgesetzt kann man sofort eine Universalgrundierung streichen die nat. für Zink geeignet sein muss.
Für Strommasten, Autobahnbrückengeländer etc. oder verzinkte Stahlmasten der DB (Deutschen Bundesbahn) gibt es eine Direktbeschichtung mit aktiven Korrosionsschutz mit TLL Zulassung mit eigener Farbkennzeichnung (DB 301 - DB 705)
Meisst als Produkt der Fa. Sika Chemie - Icosit 6630 Eisenglimmer.

bei hochwertigen Ansprüchen wäre als Grundierung 2 K. Epoxi-Grund das Beste.

viele streichen gleich mit Kunstharzlack ohne zu grundiern....das ist falsch !
Der Zink wandert in den Lack und versprödet ihn... dann gibt es die Abplatzungen wie oben dargestellt.

grüssle, sonouno ;-)

 

Aloa, ich bin hauptberuflich Maler- und Lackierer und kann euch sagen, dass Zink ideal vor Korrosion schützt! Am besten beschichtet ihr Zink indem ihr:

Es erstmal mir einer Ammoniakalischen-Netzmittelwäsche streicht und anschließend mit einem Schleifpet schleift bis es schäumt. Gut mit Wasser abwaschen!!! Nun würde ich an eurer stelle das besagte Bauteil dass mit Zink überzogen ist mit Silikat-Fassadenfarbe vorstreichen. Die Fassadenfarbe verkieselt mit dem Zink. Haftet BOMBE! Nu könnt ihr einen Acryl oder einen Alkydharzlack als Schlussbeschichtung einsetzten.

Erfolg ist garantiert! ;D

 

Ekaat  
Zitat von sonouno
es gibt mehrere Arten von Zink-Untergründen
1. Kaltverzinkung... also mit Zinkfarbe streichen (Zinkanteil 70 % oder mehr)
2. Feuerverzinken (galvanische Verzinkung im Tauchbad- hoher Auftrag)
3. elektrolytische Verzinkung (Strom)
4. Spritzverzinkung (sehr rauhe Oberflächen)
5. Zinkoberfläche im Walzverfahren
6. Zinkblech oder Titanzink

der Beschichtungsvorgang ist bei allen in etwa gleich:

Bei frischen Verzinkungen muss vorher angesäuert werden.
Sind die Zinkflächen schon paar Wochen der Bewitterung ausgesetzt kann man sofort eine Universalgrundierung streichen die nat. für Zink geeignet sein muss.
Für Strommasten, Autobahnbrückengeländer etc. oder verzinkte Stahlmasten der DB (Deutschen Bundesbahn) gibt es eine Direktbeschichtung mit aktiven Korrosionsschutz mit TLL Zulassung mit eigener Farbkennzeichnung (DB 301 - DB 705)
Meisst als Produkt der Fa. Sika Chemie - Icosit 6630 Eisenglimmer.

bei hochwertigen Ansprüchen wäre als Grundierung 2 K. Epoxi-Grund das Beste.

viele streichen gleich mit Kunstharzlack ohne zu grundiern....das ist falsch !
Der Zink wandert in den Lack und versprödet ihn... dann gibt es die Abplatzungen wie oben dargestellt.

grüssle, sonouno ;-)
So habe ich das in mein er über 30-jährigen Praxis im Stahlhandel auch erlebt.

 

Zitat von WoodLegJoe
Aloa, ich bin hauptberuflich Maler- und Lackierer und kann euch sagen, dass Zink ideal vor Korrosion schützt! Am besten beschichtet ihr Zink indem ihr:

Es erstmal mir einer Ammoniakalischen-Netzmittelwäsche streicht und anschließend mit einem Schleifpet schleift bis es schäumt. Gut mit Wasser abwaschen!!! Nun würde ich an eurer stelle das besagte Bauteil dass mit Zink überzogen ist mit Silikat-Fassadenfarbe vorstreichen. Die Fassadenfarbe verkieselt mit dem Zink. Haftet BOMBE! Nu könnt ihr einen Acryl oder einen Alkydharzlack als Schlussbeschichtung einsetzten.

Erfolg ist garantiert! ;D
Bin auch Maler- und Lackierermeister, allerdings mittlerweile in der Entwicklung tätig.
Verkieselung findet nur statt bei mineralischen Untergründen. Kaliwasserglas, Bindemittelteil, der Silikatfarbe verkieselt nicht mit Metallen, die Farbe verkieselt lediglich in sich selbst und bildet einen Film auf dem Zink. Zugegeben ist die Haftung nicht schlecht, das liegt an was anderem, aber selten von langer Dauer.
Wenn es "ewig" halten soll 2k-Epoxi (inkl. Rostschutz) als Grundierung nach Netzmittelwäsche mit Ammoniak danach einen modernen PU Lack oder eine blockfeste Wetterschutzfarbe.
Ist Epoxi mal drunter ist was drauf ist fast egal, Epoxi ist nur sehr UV empfindlich und muss davor geschützt werden.

 

wer an dem Zink was runter kratzt.... kann das Zeug auch für Medizin ( Homöopathie ) verwenden.....( oder auch nicht ? ) kommt sogar in die Zahnpasta eine !
Zink bildet div. Salze an der Oberfläche, deshalb, wie bereits weiter oben gesagt, nur
spez. Lacke ( nach der Reinigung ) verwenden !
Ist bei verzinkten Rohren sehr lästig beim Schweißen !
Gruss....

 

Ekaat  
Zitat von Hazett
wer an dem Zink was runter kratzt.... kann das Zeug auch für Medizin ( Homöopathie ) verwenden....
Bloß die Verreibung mit Milchzucker ist bei C100 etwas lästig. Ein Teil Zink, Ein Teil Milchzucker (Lactose) mit einender verreiben (mischen). Danach die Menge mit Milchzucker verdoppeln, und das hundert Mal!

Zitat von Hazett
...Ist bei verzinkten Rohren sehr lästig beim Schweißen!...
Die beim Schweißen entstehenden Gase sind giftig! Daher nur im Freien und mit Maske (Staubfilter reicht nicht!) schweißen.

 

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