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Stichsäge und deren Schnitte

18.01.2013, 13:18
Hallo Ihr Handwerker,

ich habe eine Stichsäge aus einer Erbmasse (Aldi). Ich habe da schon mehrfach versucht einigermaßen grade Schnitte herzustellen, doch leider immer wieder krumm und schief.
Meine Frage ist liegt es vielleicht an der Billigversion oder ist es ein generelles Problem.
Ich freue mich auf eure Antworten.
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18 Antworten
Also die besten Schnitte bekommst du hin wenn du kurz vorm Sägen die Stichsäge austauschst

Nein Spass beiseite, mit einer "billig" Säge ist es schwerer einen vernünftigen Schnitt hinzubekommen als mit einer guten Säge, allerdings spielt es auch eine Rolle mit welchen Sägeblättern man sägt.

Für grade Schnitte sollte man aber entweder eine Führungsschine oder eine Kreissäge benutzen (vorzugsweise auch mit Führungsschine )

 

Richtig gerade werden bei mir die Schnitte auch nicht mit der Stichsäge.
Dafür benutzte ich dann wie abe12345 geschrieben hat auch die Handkreissäge.
Meist lasse ich mir aber so viel wie geht schon im Baumarkt zurecht sägenm, auch wenn mich das nervt

 

Ich lasse auch das meiste im BM zusägen, zuhause schonmal aufschreiben was man möchte und dann ab zum Zuschnitt, Zettel abgeben und "Spielzeug" anschauen und testen bis der Zuschnitt fertig ist

 

Was soll man dazu noch sagen. Beide Vorredner haben eigentlich schon alles gesagt.

Am besten gefällt mir der Satz:

"Also die besten Schnitte bekommst du hin wenn du kurz vorm Sägen die Stichsäge austauschst"

Besser hätte ich es auch nicht formulieren können.


Stichsägen sind eigentlich erfunden worden um eben keine geraden Schnitte auch mit Maschinen herstellen zu können...also Kurvenschnitte.

Klar bietet sich aber eine Stichsäge auch dafür oft an (Auschnitte aus Platten z.B. beim Küchenbau).

Du schreibst, das der Schnitt nicht gerade ist.
Ich gehe davon aus, das du der angezeichneten Linie folgen kannst, also dürfte dir das Sägeblatt während dem Schneiden verlaufen sein (die Schnittkante hat keinen rechten Winkel, sondern ist schräg). Solltest du tatsächlich keine gerade Linie gesägt haben, dann halt (wie bereits geraten) eine HKS oder eine Führungslatte hernehmen.

Das kann mehrere Ursachen haben (einige wurden schon genannt):

- minderwertige Säge (Sägeblatt springt aus der Führungsrolle)
- minderwertiges oder stumpfes Sägeblatt
- falsches Sägeblatt für das zu sägende Material
- falsch Einstellung für Material oder Sägeblatt (Drehahl, Pendelung)
- zuviel Vorschub (Druck)

 

Geändert von Hermen (18.01.2013 um 13:59 Uhr)
Ich hatte einen ähnlichen Fall.
Eine uralte geerbte B&D Stichsäge sägte schief.
Ich hab erst sehr viel später, und nur durch Zufall, mitbekommen das das Blatt das drin war garnicht reingehört. Mit dem richtigen Schaft sägt sie wieder gerade.

 

Ich machs wie die anderen. Wenns geht alles im Baumarkt zuschneiden lassen . Was nicht geht mach Ich zuhause auf der kl. Tischkreisssäge oder mit der Handkreissäge.
Die Stichsäge nehme Ich nur wenn nicht anders geht und dann mit einem vernünftigen blatt damit das Schnittrgebnis wenigstens halbwegs zufriedenstellend ist.

 

Leider hast du uns nicht gesagt, wie dick das Material ist.
Billigsägen halten möglicherweise nicht sehr lange, aber für einen sauberen Schnitt sind die Hubhöhe und die Sägeblattqualität entscheidend.
Es gibt Stichsägen mit 18mm Hubhöhe oder 26mm und viele andere.
Die in den Prospekten angegebene "Schnittleistung in Holz" stimmt dann, wenn man mal ein Kantholz oder so absägt. Macht man längere Schnitte durch ein Material, das dicker ist als die Hubhöhe, können die Sägespäne nicht mehr mit den Zahnzwischenräumen abtransportiert werden, verdichten sich und drücken das Sägeblatt zur Seite. Das ist nun mal so - egal ob teuer oder billig. Pendelhub und grobe Blätter schaffen ein wenig Abhilfe.

Es hilft auch, die Säge immer mal zurückzuziehen und die Späne abzusaugen.
Aber Platten aufteilen oder ähnliches kann man mit der Stichsäge nicht.

Eine Kreissäge ist eine unendliche Säge (eine Bandsäge auch) - hier werden die Späne kontinuierlich aus dem Werkstück geschafft - daher verlaufen Kreissägen und Bandsägen normalerweise nicht, wenn Holzdicke und Vorschubgeschwindigkeit zueinander passen.

 

Ich hatte viele Jahre eine Baumarktsäge (also etwas beswser als Aldi). Diese hat zwar schief gesägt, das aber immer gleichmäßig. Das heiß die Führung war gut, nur nicht gerade. Hatte mich daran gewöhnt und bin ganz gut klargekommen. Inzwischen habe ich die PST 18Li und muss schon sagen, dass das doch trotzdem noch deutliche Unterschiede sind.
Eine Stichsäge gehört nicht gerade zu den teuersten Werkzeugen und wenn ich gewusst hätte, wie deutlich doch der Unterschied beim arbeiten ist, wäre ich schon viel eher umgestiegen.

 

Zitat von Heinz vom Haff
Leider hast du uns nicht gesagt, wie dick das Material ist.
Welches Material wäre auch nicht verkehrt.
Vollholz? In Längs- oder Querrichtung?

Es gibt SEHR viele Möglichkeiten, weshalb das Sägebild nicht dem erwarteten entspricht. Zunächst würde ich es aber tatsächlich auf die Marke schieben. Vor 25 Jahren hatte ich mal so ein Teil ... ca. 2 Monate lang.

 

Im Allgemeinen ist eine Stichsäge nicht wirklich dafür gedacht lange gerade exakte Schnitte zu machen. Egla von welchem Hersteller und egal was die Werbung verspricht. Stärke der Stichsäge sind kurze Schnitte bei denen es nicht 100% auf Präzision ankommt oder geschwungene Schnitte.

Speziell habe ich auch noch so ein zugelaufenes Teil von Aldi im Keller liegen das in jede Richtung sägt so lange eine moderate Rechtskurve gekoppelt mit einem variablem aber steigendem Gehrungswinkel dabei ist.

Nach einer ersten Analyse hat das Gerät in meinem Keller einen Schlag an der Hubstange den man sogar mit blossem Auge sehen kann, wenn man weiss wonach man sucht. Die kann in dem Zustand nicht gerade sägen. Bei dem Preis wäre eine Reparatur wohl eher unsinng selbst wenn ich herausfinden würde woher ich ein Ersatzteil bekäme.

Eines tages wird sie mal Teil eines Bastelprojekts bei dem ich einen schnell laufenden Hubmechanismus brauche. Mir fällt bestimmt irgendwann eins ein.

Wenn du häufiger gerade Schnitte machen willst, ist eine Handkreissäge - eventuell mit Führungsschiene - für dich die bessere Wahl.

 

Zitat von Fernton
...so lange eine moderate Rechtskurve gekoppelt mit einem variablem aber steigendem Gehrungswinkel dabei ist.
Na, da lässt sich doch sicherlich was finden.
Bin schon auf das eingestellte Projekt gespannt .

 

Zitat von Fernton
Im Allgemeinen ist eine Stichsäge nicht wirklich dafür gedacht lange gerade exakte Schnitte zu machen. Egla von welchem Hersteller und egal was die Werbung verspricht. Stärke der Stichsäge sind kurze Schnitte bei denen es nicht 100% auf Präzision ankommt oder geschwungene Schnitte.
Du sprichst mir aus der Seele, in der Vergangenheit habe ich mich mit solchen Geräten und auch besten Sägeblättern gequält.
Wenn es denn gar nicht ging, dann kam der Muldenboy mit seiner Bosch Akkusäge, die sägt sofort, ohne Schnur und gerade, bei konstantem Pendelhub!!!
Für so ein Teil könnte ich sogar einen Mord begehen.
Aber inzwischen habe ich eine neue Boschstichsäge mit Schnur und werkzeuglosen Blattwechsel.
Sie sägt fast gerade.

Verständnisvolle Grüße vom Daniel
Geht doch nichts über eine gescheite Kreissäge, Unterflur...!!!

 

Bine  
Hi Michael
vielleicht hilft dir das Thema auch weiter ? ---> Was läuft beim sägen falsch?

 

hi michael,

schau dir auch mal die berichte der produkttests durch, da erfährst du einiges über das sägen in abhängigkeit zur maschienenqualität.

grundsätzlich kann man auch mit einer stichsäge gerade schnitte machen, wo man an der schnittkante einen exakten winkel hat.
aaaaaaaaber ich habe das noch nie mit einer billigsäge hinbekommen!!!!!!!!
entscheidend ist hier mit die blattführung und die muß qualitativ sehr gut sein, was dann geld kostet und somit nicht bei den billigmaschinen zu finden ist!
daneben spielt auch die richtige wahl des sägeblattes eine nicht zu vernachlässigende rolle!!

ich erziele zumindest mit meiner "guten stichsäge" bessere ergebnisse als ich sie mit einer billigkreissäge erzielen würde! alles schon ausprobiert ;o)

 

@Michael

damit man man mal sieht was für einen Aufwand Hersteller betreiben, damit der Schnitt bei Stichsägen auch in dicken Materialien möglichst nicht verläuft, hier mal zwei Beispiele von Bosch.

BOSCH GST 135 Precision Control
(zwei zusätzliche Führungsbacken)








BOSCH GST 140 Doppelrollenführung
(zwei Rollen Stützen sich gegenseitig ab und verhindern das Verlaufen)












 

Geändert von Hermen (20.01.2013 um 11:22 Uhr)
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