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Stichsäge und Blätter bei kleinen Projekten

27.02.2015, 16:51
Wie versprochen ab heute in Tagebuchform die bereits angekündigte Umsetzung von "Sind Stichsägeblätter vom Discounter mindere Qualität?"

Ich habe endlich am Wochenende etwas Zeit, mal zwei, drei kleine Projekte in Angriff zu nehmen. Bei denen kommt es nicht so auf Perfektion an. Soll heißen, dass meine Fähigkeiten in Verbindung mit den Maschinen und verwendeten Blättern nicht ins Auge stechen bei dem Endprodukt, da das Ganze im Keller installiert wird.

Dazu gehören geplant eine Schrauben-Schublade als Auszug aus Leimholz Fichte (18 mm), mehrere Einlegeböden aus weiß beschichteter Spanplatte (22mm), als Erweiterung für den MFT neue Seitenteile aus 28mm Fichte Leimholz. Dazu möchte ich einen Schreibtisch-Fuss aus Metall kürzen, einige Aluminium-Flachleisten kürzen, aus 20mm-Buchenrundholz sollen neue Bankhaken entstehen und dazu aus Multiplexplatte 80 x 80mm Stücke mit der Stichsäge austrennen.

Je nachdem, wie lange die Blätter jeweils halten, füge ich hier nach und nach Beschreibungen und Bilder ein.

Da ich gerade im Keller bin, kommen die ersten Fotos entweder heute Abend oder morgen früh.

Okay, dann mal gutes Gelingen.
 
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179 Antworten
Na,da bin ich mal Gespannt.Ich nehm die billigen nicht mehr,die letzten vom Discounter waren schon ab Werk stumpf.

 

Erster Schnitt mit dem Parkside Clean wood ging durch 28er Fichtenholz ohne Probleme durch. Muss jetzt mal nachfragen, geht mit oder gegen die Faser schwerer?

 

Du meinst längs der Faser? Bei einem guten Blatt merkst du es eigentlich nicht. Sägst du mit Pendelhub?

 

Jau, Stufe 2. Mit dem Festoolblatt ging der Schnitt ebenfalls wie durch Butter. Ich kann im Moment nach dem ersten Schnitt mit jeweils einem Blatt noch keinen Unterschied feststellen. Aber soooo empfindsam bin ich laut meiner Frau auch nicht...

 

Zitat von ruesay
Jau, Stufe 2. Mit dem Festoolblatt ging der Schnitt ebenfalls wie durch Butter. Ich kann im Moment nach dem ersten Schnitt mit jeweils einem Blatt noch keinen Unterschied feststellen. Aber soooo empfindsam bin ich laut meiner Frau auch nicht...
ICH persönlich empfinde den Arbeitsfortschritt (also: "... geht durch wie Butter.") nur als zweitrangiges Merkmal. Für MICH stellt sich immer die Frage WIE sieht anschließend die Schnittkante aus ...

 

Kein Thema, Linus, ist doch klar, dass ich nachher die gemachten Bilder der Schnittkanten nachreiche. Vorweg: Der Ausriss hielt sich bei beiden Blättern wirklich in Grenzen. Klar, Fichte ist schon ein weiches Holz. Auch der Verlauf der Blätter ist im minimalen Bereich.

Bin im Keller mit dem Tablet unterwegs, das macht gruselige Bilder und beim Hochladen stehen diese quer. Also, noch etwas Geduld... *lach*

 

ruesay, zunächst mal Dank für Dein Engagement!

Das Tabuthema kenne ich auch von Iphone und iPad. Tipp. Immer im Querformat aufnehmen und auf "Bearbeiten" klicken. Dann auf Zuschnitt/Drehen. Fertig anklicken und die Ausrichtung ist gespeichert. sofern Du Apple verwendest.

Zu längs/quer. Versuch mal enge Kurven zu sägen. Also einfach eine Schlangenlinie in Längsrichtung. Wirst rasch merken, ob das Blatt geradeaus zieht oder in die Kurven geht. Ein gutes Blatt will geradeaus, es sei denn es ist ein Kurvenblatt. Prima ist beschichtete Spanplatte mit harter Oberfläche wie Küchenarbeitsplatten oder hochwertiges Laminat. Vielleicht liegt so etwas noch bei Dir herum. Das Laminat ist hart und das Blatt nutzt sich massiv an den Kanten bei Kurven ab. Da zeigt sich nach kurzer Strecke bereits ob die Sägezähne an der Seite rund werden.

 

Janinez  
finde ich ganz toll, dass Du das jetzt hier so berichtest.......................

 

Ich bin auch sehr auf das Ergebnis gespannt........

 

@Rainerle:

Nein, der Apfel ist mir nicht geheuer. Somit bin ich ausschließlich bei der Konkurrenz, welche aber live aus dem Keller im Zusammenspiel mit dieser Forumssoftware das korrekte Einstellen auch nicht zulässt. Aber das ist ja kein Problem. Das wusste ich vorher und in der Größe bearbeiten muss ich die Fotos vor dem Hochladen ja sowieso.

So, erste Fotoergebnisse sollen gleich folgen.

Basis für das Ganze war gestern Abend der Bau eines neuen und erweiterten Seitenteils für meinen selbst erbauten MFT. Dazu hatte ich mir 28mm Fichten-Leimholz gekauft. 1200 x 200mm. Da mein Tisch die Länge von 1400mm hat und ich eher der „brauch-ich-wirklich-ein-teures-2000mm-langes-Brett?“-Fraktion angehöre, habe ich zwei Hölzer in der Länge gekauft, um zu stückeln. Drei Euro im Vergleich gespart. Ich Idiot. Nun musste ich anflicken, anstatt ablängen. Aber so ist das, wenn das Portemonnaie den Einkaufswagen lenkt.

Ich mache diesen Test so, wie ich tatsächlich mit der Stichsäge arbeite. Sprich, kein unnötiges rumschnibbeln an langen Hölzern, sondern die Säge wird dafür eingesetzt, wofür ich sie immer einsetze: kurze Schnitte, ausklinken, ablängen, Friemel- und Friggel-Schnitte. Mal ganz ehrlich unter uns: wer nimmt für einen 90cm-Parallel-Schnitt in beschichteter Spanplatte eine Stichsäge? Ich definitiv nicht, sowas säge ich mit Tauchkreissäge.

Also, das erste Ablängen des Leimholzstückes habe ich mit dem Parkside „clean wood“-Blatt in der Festool Carvex 400 gemacht. Pendelhub auf Stufe zwei. Zwanzig Zentimeter. Ohne Druck ging der Schnitt für meinen Geschmack sehr gut durch das Holz.

Das Ergebnis ist auf den Bildern zu sehen. Da ich auf vorheriges Abkleben zur Ausriss-Vermeidung verzichtet habe (bin mir nicht mal sicher, ob das bei einem solchen Schnitt überhaupt was bringt), sind hier minimale Ausriss-Spuren auf beiden Seiten des Schnittes zu sehen, der Schnitt verläuft insgesamt auf die 20cm minimal, sprich komplette Rechtwinkeligkeit ist nicht gegeben. Die feinen Sägespuren und die Ausrisse konnte ich bei der Nachbearbeitung ohne Probleme beischleifen.

Blattwechsel für den zweiten Schnitt. Das in der Preisklasse höher angesiedelte Blatt von Festool wurde eingesetzt. Gleiche Vorgehensweise und Einstellungen wie bei dem Discounter-Blatt.

Das Ergebnis ebenfalls ein Schnittbild mit wenig Ausrissen an der Holzoberfläche, rechtwinkelig ist der Schnitt ebenfalls nicht ganz (kann also an der Einstellung der Säge liegen. Das werde ich nachher nochmal überprüfen) und mit wenig Nachbearbeitung ist auch hier ein sauberes Schnittergebnis zustande gekommen.

So, der erste Tagebucheintrag mit Resultaten ist getätigt und ich bin, ehrlich geschrieben, weder verzückt noch depressiv. Zwei zwanzig Zentimeter-Schnitte in zugegebenermaßen dankbar weiches Holz. Ich habe jetzt nichts gesehen, was mich in totales Erstaunen versetzen würde. Das Festool-Blatt liefert das erwartet saubere Ergebnis, aber auch das Parkside-Blatt hat ein gutes Ergebnis geliefert.

Da aber auch die Langlebigkeit überprüft werden soll, folgen hier noch diverse Einträge. Euch ein gutes Gelingen heute!
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So, Bilder vom Schnitt mit dem Parkside.Blatt. Damit man das auch auseinander halten kann.
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Festool-Blatt und die Schnittergebnisse:
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@Janinez:

Ja, Ingo_Seidel, Linus, Woody, Tscharlie und du habt mir ja den Kopf gewaschen. Somit ist kein Dank notwendig.

@Norge54:

Du bist im Prinzip der Verursacher dieses Tagebuches. Ohne deine Anfrage und die dazugehörige Diskussion von hier ----> http://www.1-2-do.com/forum/stichsae...ema-17348.html wäre das gar nicht entstanden. Ich werde aber mein Bestes geben und nach bestem Wissen und Gewissen berichten!

 

Das ich das richtig verstehe. Auf dem Bild ist eine Festool Stichsäge und du beschäftigst dich mit Lidl Stichsägeblättern? Das ist ja wenn ich auf nen 911er 165er breite Reifen montiere weil die günstiger sind. Ist mir grad etwas unverständlich.

 

Kein Problem, Cib. Das ist daraus entstanden, dass ich für mich rausfinden möchte, ob und wie lange die 165er-Schlappen auf der Maschine halten. Als Porsche würde ich die 400er Carvex jetzt nicht bezeichnen, da sie einen schlechten Ruf genießt. Es wird im Internet sehr gern über die nicht präzise Sägeblattführung "gemeckert". Diese ist nicht justierbar. Festool selber hat wohl relativ schnell ob der Beschwerden der Profis die 420er mit justierbarer Führung hinterher geschoben. Für meine Zwecke aber ist sie im Bereich "Geländewagen" angesiedelt.

Es wurde doch in dem oben verlinkten Thread festgestellt, dass, wer günstig kauft, zweimal kaufen muss.

Da allgemein gesagt wird, dass die Discounter-Blätter nicht allzuviel taugen und ich selber noch nie dort meine Blätter gekauft hatte, bin ich neugierig geworden, ob da wirklich was dran ist. Und, wie bildet man sich eine eigene Meinung ohne voreingenommen die Meinung/Erfahrungen anderer zu übernehmen?

Rööötichch! Selber probieren!

 

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