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Stanze für Schleifpapierlocher - welches Material

14.06.2012, 20:58
so, Schleifrollenhalter ist fertig. Wäre schon als Projekt drin, wenn es eine Kategorie Werkstatthilfen gäbe.
;-)
Jetzt muss ich noch eine Stanze bauen, damit die Absaugung funktioniert.

Ich habe getestet und bemerkt, dass das Schleifpapier sich leichter von der Rückseite durchtrennen läßt.

Nur welches Material benutze ich für die Stanzen und sollten Sie massiv oder hohl sein.

Als Vorbild benutze ich einen Locher - hier wird von der Seite betrachtet ein V eingeschnitten, so daß zuerst zwei Spitzen in das Material eintauchen und dann der Rest abgeschert wird.
Diese Stanzen sind massiv, haben aber einen deutlich geringeren Durchmesser.

Ich bevorzuge Messing oder Alu, weil sich das mit Holzbearbeiterkenntnissen bearbeiten läßt.

Was empfehlt Ihr?

Alu, Messing oder was sonst?
massiv oder hohl?
 
Materialfrage, Schleifpapier, Stanze Materialfrage, Schleifpapier, Stanze
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13 Antworten
MicGro  
Ich würde es mit Edelstahl probieren, dürfte für deine Zwecke geeignet sein.

Aber warum bohrst du es nicht, da wäre dann ein Diamantstaub beschichteter Bohr das richtige.

 

Zitat von MicGro
Ich würde es mit Edelstahl probieren, dürfte für deine Zwecke geeignet sein.

Aber warum bohrst du es nicht, da wäre dann ein Diamantstaub beschichteter Bohr das richtige.
... dann müsste ich ja schätzungsweise 20mal bohren.
was ich will, ist:
drauflegen - ratsch - fertig

 

Ich wäre für 42CrMo4V. Das bringt von Hause aus schon eine gute Güte mit.

 

MicGro  
Zitat von Ricc
Ich wäre für 42CrMo4V. Das bringt von Hause aus schon eine gute Güte mit.
Was ist das auf deutsch?

 

Ich will nichts falsches sagen (Materialkunde war nie mein Fall), aber ich würde sagen es ist ein legierter Vergütungsstahl. Zumindest nehmen wir es, wenn etwas besseres abverlangt wird. Es gibt sicher noch deutlich bessere, aber es muss sich ja auch bearbeiten lassen.

 

also, dieses 42CrMo4V gibt es al Stangenware mit 10mm Durchmesser.
Das ist schon mal gut.
Weil ich aber schätzungsweise ein Dutzend Löcher gleichzeitig stanzen muss, kann ich die Stanzen nicht Stumpf durch das Material drücken.

Das Prinzip ist wie beim Locher - aussen vorstanzen und dann kontinuierlich abscheren.
Das reduziert den KRaftaufwand ganz erheblich.
Ich habe mal eine grobe Skizze angehängt.

Mein Problem ist aber, wie ich dieses Material bearbeiten kann - reicht eine Metallsäge?
Und die Frage Rohr oder Massivstab ist noch offen (ich tendiere zu Rohr, aber bei diesem Material gibt es nur Massivstäbe).

Ich habe überhaupt keine Ahnung von Stahlbearbeitung und Metalleigenschaften.
Reicht Messing wirklich nicht?
Ich fertige ja maximal 250 Bögen / Jahr.
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ID:	11192  

 

Ja, das kann ich nicht abschätzen. Wenn man aber überlegt, dass man mit Schmirgelleinen Metall bearbeiten kann..........

Also erstmal einfach und günstig testen?

 

Ach und bearbeiten kannst Du das mit normalen Metallwerkzeugen.

 

ich guck jetzt mal, ob ich einen Lieferanten finde, der auch weniger als 1.000 m Stangenware liefert.
;-(
... und mach mich ans Werk.

 

Ich bin auf das Ergebnis gespannt und ob es funktioniert. Sind schließlich einige Löcher, die da mit einem mal durch müssen.

 

Also Alu & Messing dürften zu weich sein und die Kantenschärfe zu schnell verlieren.
Das mit dem V-Schnitt aus dem Locher Bereich würde ich bei den Locher Stiften übernehmen.

Als Material würde ich Gussplatte oder besser Stahlplatten verwenden.
Zwei Platten übereinander legen und fixieren.
Löcher an passender Stelle im Kernlochdurchmesser der späteren Stanzstifte beide
Platten senkrecht durchbohren. 1. Platte gewinde einschneiden und Scherstift (Kopf von glattschaft Schraube abgeflext) eindrehen. Diese Stifte dürfen ruhig ungleich lang sein, damit nicht alle Löcher auf einmal geschnitten werden müssen.
2.Platte auf Durchmesser der Scherstifte exakt aufbohren. Nicht vergessen längere angepitzte Führungsstifte außerhalb des Sandpapierfläche vorzusehen.
& wenn Du als untere Platte einen Papierschneider mit Schermesser nimmst, kannst Du auch gleich noch die Länge abschneiden.

 

Zitat von Heinz vom Haff
ich guck jetzt mal, ob ich einen Lieferanten finde, der auch weniger als 1.000 m Stangenware liefert.
;-(
... und mach mich ans Werk.
Ich denke, glattschaft Edelstahlschrauben mit abgetrenntem Kopf tun es genauso.

Soll ja keine Serienproduktion werden.

 

http://www.saarstahl.com/fileadmin/s...4_42CrMoS4.pdf

würde behaupten das ein schräg angeschnittenes VA rohr für den zweck reichen würde

gruß schlosser87

 

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