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Ständerbohrmaschine

21.09.2014, 17:33
Hallo,
ich brauche euren Rat, bzw. einen guten Tipp. Ich möchte mir eine Ständerbohrmaschine für meine Werkstatt zulegen. Ich bin mir aber nicht sicher welche es sein soll. Möglicherweise könnt Ihr mir eine empfehlen. Der Kostenpunkt liegt bei maximal 500€. ich arbeite überwiegend mit Holz und möchte die Maschine überwiegend zum Möbelbau nutzen. Bisher kenne ich nur eine Ständerbohrmaschine der Marke Optimum. http://www.optimum-maschinen.de
Auch hier findet man Modelle in meiner Preisklasse, aber vielleicht kennt ihr eine gute Alternative, wo das PPreis-Leistungs-Verhältnis stimmt.

Gruß Magnus
 
Ständerbohrmaschine Ständerbohrmaschine
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22 Antworten
Da das hier ein Bosch-Forum ist, kommt natürlich als erster Gedanke:
http://m.bosch-do-it.de/?site=/de/de/bosch-elektrowerkzeuge/werkzeuge/pbd-40-3165140569187-199903.jsp&jumpto=de-de
Solltest Du für 300 Euro kaufen können. Dann noch nen guten Maschinenschraubstock dazu und Du bleibst weit unter Deinem Etat.

 

Zitat von MagnusS
.....Bisher kenne ich nur eine Ständerbohrmaschine der Marke Optimum. http://www.optimum-maschinen.de
Auch hier findet man Modelle in meiner Preisklasse, aber vielleicht kennt ihr eine gute Alternative, wo das PPreis-Leistungs-Verhältnis stimmt.

Gruß Magnus
Hallo Magnus
Billiger geht immer. Wobei Optimum nicht das unterste Ende der Preisskala darstellt, aber im Sektor der Ständerbohrmaschinen eher am unteren Ende als am oberen Ende zu finden ist. Gute gebrauchte Ständerbohrmaschinen kosten immer noch zwischen 2000 und 3000 Euronen, nach oben hin sind keine Grenzen gesetzt, auch für gebrauchte Maschinen nicht.

Du solltest dir darüber klar werden, welche technischen Anforderungen du an eine Maschine stellen willst. Dann kannst du damit beginnen, nach der Maschine zu suchen, die diesen Anforderungen genügt - und dann wird sich herausstellen, ob deine Wahl deckungsgleich mit deinem Budget ist. Ob du dann bei Bosch landen wirst, wird sich ebenfalls zeigen.

Es gibt gerade aktuell im Forum einige interessante Threads zum deinem Anliegen.

 

Vielen Dank für eure Antworten. Über das Bosch PBD-40 habe ich nicht so viel gutes gehört. habe oft gelesen, dass es schwierig ist damit präzise zu arbeiten.
dann mach ich mich mal schnell auf die suche nach diesen Threads.

 

Jetzt stellt sich mir allerdings die Frage, wozu man beim Möbelbau so zwingend eine Ständerbohrmaschiene braucht.......
Dübellöcher wird man damit kaum bohren, Sacklöcher für Topfschaniere vielleicht, aber auch da gibt es bequemere Wege, als eine ganze Tür auf das Bohrtischchen zu legen...

Ich habe schon einiges an Klamotten aus Holz gebaut und bin bisher mit meiner Kombi aus WABECO-Bohr-und-Fräsständer und Protool-BOHRmaschiene sehr zufrieden..

Passt auch beides zusammen Preislich in Deinen Rahmen und ist zudem noch sehr flexibel in der Nutzung.....

 

Zitat von sugrobi
Ich habe schon einiges an Klamotten aus Holz gebaut und bin bisher mit meiner Kombi aus WABECO-Bohr-und-Fräsständer und Protool-BOHRmaschiene sehr zufrieden..

Passt auch beides zusammen Preislich in Deinen Rahmen und ist zudem noch sehr flexibel in der Nutzung.....
Ich wollt' schließlich nicht gleich mit der Tür auf den Bohrmaschinentisch fallen.
Die Protool hab' ich ja schon, den Wabeco muss ich noch bis zum Ende des nächsten Monats bestellen - solange gilt der günstige Preis noch.

 

natürlich gibt es viele alternativen. ich bin ja jetzt auch schon seit über 2 jahren ohne zurecht gekommen. doch meine Arbeiten beschränken sich nicht nur auf schränke. letzteres Projekt war ein Hochbett und da wäre eine Ständerbohrmaschine für schnelles und perfektes arbeiten schon wichtig gewesen.
Desweiteren drechsel ich auch und möchte präsziese und sauber in runde werkstücke bohren und dazu soll sich die bosch pbd 40 wohl nicht so gut eignen, da dass spiel selbst mit zentrierspitze relativ groß sein soll.
aber ich werde mir diese varianten mal genau an.

 

Hallo Magnus,
die Opti B23 pro steht seit 2007 in meiner Hobbyholzwerkstatt. Mir ist klar, dass das keine Flott oder Alzmetall ist. Aber für meine Holzarbeiten ist das Teil absolut OK. Ich hab die Maschine beim Fachhändler für einen guten Preis gekauft. Die PBD40 kannst Du Dir in jedem Baumarkt anschauen und befingern und dann selbst entscheiden ...

Weil Du Hochbett und Alternative geschrieben hast ... Kennst Du den Mafell Duodübler? Mit dem feinen Maschinchen setze ich nicht nur Dübel im Rahmenbau. Damit bohre ich auch absolut ausrissfreie Durchgangslöcher für Gewindestangen, Verschraubungen und Sacklöcher für Querholzdübel oder Rastex Verbinder.

Viele Grüße

Olli

 

Zitat von MagnusS
natürlich gibt es viele alternativen. ich bin ja jetzt auch schon seit über 2 jahren ohne zurecht gekommen. doch meine Arbeiten beschränken sich nicht nur auf schränke. letzteres Projekt war ein Hochbett und da wäre eine Ständerbohrmaschine für schnelles und perfektes arbeiten schon wichtig gewesen.
Desweiteren drechsel ich auch und möchte präsziese und sauber in runde werkstücke bohren und ....
Das kenn ich, am Anfang geht alles noch, doch dann steigen die eigenen Ansprüche, weil man feststellt, dass man es eigentlich noch besser machen könnte, wenn man dazu wenigsten die technischen Vorraussetzungen hätte.

Zu der PBD 40 kann ich dir nichts sagen, außer dass sie meinen Ansprüchen nicht genügen würde. Diese Einschätzung hat sich aber für mich aus den technischen Daten ergeben und aus der Art, wie die Maschine aufgebaut ist. Allein die Bosch-Aussage: "Universalmotor mit stufenloser Drehzahl-Einstellung per Drehknopf....starker Universalmotor ersetzt den klassischen Riemenantrieb" hat bei mir eine Sperre ausgelöst, mich weiterhin für diese Maschine zu interessieren, denn es gibt für mich bestimmte technische Gründe eine Bohrmaschine mit einem Universalmotor abzulehnen.

Es gibt aber bei Bosch im Bereich der Akku-Maschinen mit bürstenlosen Motoren bestimmt etwas, mit dem ich mich hätte anfreunden können. Doch ich wollte eine Maschine für den ausschließlichen stationären Einsatz und keinen Akku und so bin dann fremdgegangen.

 

bestimmte technische Gründe?
ich war garnicht davon abgeneigt, als ich davon gehört habe. Aber es sind viele erfahrungsberichte zu finden wo über den schnick-schnack eher negativ geredet wird. eigentlich alles in sich eine schöne idee, aber noch nicht ausgeklügelt genug, bzw. nicht gut genug oder zu billig ausgeführt.

 

Also ich habe die PBD40 seit ca. 2 Jahren im Einsatz und kann nichts schlechtes berichten.
Für Holzarbeiten ist sie allemal präzise genug (zumindest bei meinen Projekten) und die netten Features wie Digitale Tiefenmessung, exakte Drehzahlkontrolle und der Laser vereinfachen mir viele Anwendungen doch sehr. Die maximale Drehzahl ist mit ~2.500 U/Min. gerade noch gut (2-) aber immer noch wesentlich schneller als die meisten Akkugeräte.

Lediglich die Ausladung könnte manchmal etwas größer sein.

Was das Preisgefüge angeht ...
... man bekommt sie an jeder Ecke UNTER 300€ und wenn man Geduld hat und den richtigen Moment abwartet auch schon unter 200€ (ich selbst habe nur 184€ dafür bezahlt).

 

Moin Linus

Du sollst ja auch nichts Schlechtes über die PBD40 berichten. Wie alle Dinge im Leben kommt es immer auf die aktuellen Bedingungen an. Wenn du mit der Maschine zufrieden bist, dann kann die PBD40 die Anforderungen deiner Umgebungsbedingungen voll erfüllen.

Einzig mit dem Begriff exakte Drehzahlkontrolle würde ich entschieden vorsichtiger umgehen, gerade die Bosch-Aussagen wie "die Constant-Electronic sorgt für gleichbleibende Drehzahl" darf man nicht so ernst nehmen. Denn bei Universalmotoren bauen Regelungen immer auf das Nachführen der Spannung auf. Und getreu der technischen Erkenntnis, dass keine Regelung ohne Regelabweichung auskommt, muss man bei solchen Antrieben immer eine Abweichung der Drehzahl akzeptieren, ohne welche eine elektronische Regelung nicht funktionieren kann. Das ist Fakt, da beißt die Maus kein Faden ab.

Der in der Werbung verwendete Begriff impliziert eine konstante Drehzahl, die es technisch aber bei solchen Maschinen gar nicht geben kann, dazu sind die Universalmotoren von ihrer Schaltungsart her völlig ungeeignet. Es wird bei diesen Motoren für diesen Anwendungsbereich keine PI-Regelung geben, weil die Lastverhältnisse sich abrupt ändern können und damit die Drehzahl über eine integrale Nachführung nie eine zufriedenstellende Konstanz erreichen würde. Was bleibt ist eine reine P-Regelung, die immer mit einer Abweichung von der Solldrehzahl funktionieren wird. Mit einer P-Regelung ist aber eine solche Maschine schon wesentlich besser ausgerüstet als eine Maschine, die ohne Rückführung ausschließlich im Phasenanschnitt betrieben wird - aber Drehzahl-Konstanz wird eigentlich anders realisiert.

 

Zitat von RockinHorse
Moin Linus

Du sollst ja auch nichts Schlechtes über die PBD40 berichten. Wie alle Dinge im Leben kommt es immer auf die aktuellen Bedingungen an. Wenn du mit der Maschine zufrieden bist, dann kann die PBD40 die Anforderungen deiner Umgebungsbedingungen voll erfüllen.

Einzig mit dem Begriff exakte Drehzahlkontrolle würde ich entschieden vorsichtiger umgehen, gerade die Bosch-Aussagen wie "die Constant-Electronic sorgt für gleichbleibende Drehzahl" darf man nicht so ernst nehmen. Denn bei Universalmotoren bauen Regelungen immer auf das Nachführen der Spannung auf. Und getreu der technischen Erkenntnis, dass keine Regelung ohne Regelabweichung auskommt, muss man bei solchen Antrieben immer eine Abweichung der Drehzahl akzeptieren, ohne welche eine elektronische Regelung nicht funktionieren kann. Das ist Fakt, da beißt die Maus kein Faden ab.

Der in der Werbung verwendete Begriff impliziert eine konstante Drehzahl, die es technisch aber bei solchen Maschinen gar nicht geben kann, dazu sind die Universalmotoren von ihrer Schaltungsart her völlig ungeeignet. Es wird bei diesen Motoren für diesen Anwendungsbereich keine PI-Regelung geben, weil die Lastverhältnisse sich abrupt ändern können und damit die Drehzahl über eine integrale Nachführung nie eine zufriedenstellende Konstanz erreichen würde. Was bleibt ist eine reine P-Regelung, die immer mit einer Abweichung von der Solldrehzahl funktionieren wird. Mit einer P-Regelung ist aber eine solche Maschine schon wesentlich besser ausgerüstet als eine Maschine, die ohne Rückführung ausschließlich im Phasenanschnitt betrieben wird - aber Drehzahl-Konstanz wird eigentlich anders realisiert.
Moin RockinHorse.

Mir ging es bei dem Begriff "exakte Drehzahlkontrolle" nicht um die Bosch-Werbe-Aussage, sondern vielmehr darum, dass ICH ALS USER meine Wunschdrehzahl EXAKT VOREINSTELLEN kann.

Wenn ich mit der PBD 40 in Holz bohre läuft diese meist im 2. Gang mit Vollgas, aber wenn ich andere Materialien und/oder Einsatzwerkzeuge habe, orientiere ich mich an den entsprechenden Drehzahlempfehlungen/Erfahrungswerten für diese Arbeiten ...

... und genau in diesem Bereich empfinde ICH die PBD 40 als sehr komfortabel !
Ich muss weder irgendwelche Riemen umlegen noch eine Drehzahl schätzen, sondern kann diese einfach und schnell am Display einstellen und fertig.

Dazu kommt die wirklich exakte Tiefenjustierung speziell bei Sacklöchern/-Bohrungen und der (zumindest bei mir) sehr exakte Laser.

So gesehen weiß ich wirklich nicht was ICH noch mehr von einer Standbohrmaschine erwarten sollte.

Letzte Woche habe ich einen "Einbau in einen Kleiderschrank" gebaut (der blöderweise erst im Schrank montiert werden konnte) und dafür 16 Minifix15 Sacklöcher bohren müssen ...
... das war in Rekordverdächtiger Zeit exakt erledigt.

Wie gesagt, es gibt sicherlich eine Menge bessere(?) und Leistungsfähigere Standbohrmaschinen oder Kombinationen, aber im Bereich Holzwerken (und auch bei meinen einfachen Metallbearbeitungen) kann ich mir nicht vorstellen ein besseres Ergebnis mit einer anderen Maschine zu erreichen ...

... und was Geschwindigkeit und Komfort angeht entweder überhaupt nicht oder unbezahlbar.

Aktuell könnte man(n/frau) die PBD 40 mit der BAUHAUS-TIEFPREISGARANTIE für schlappe 224,36€ erwerben und das ist aus meiner Sicht schon ein "guter Schnapp".

 

Geändert von Linus1962 (22.09.2014 um 10:06 Uhr)
Zitat von Linus1962
Moin RockinHorse.
Mir ging es bei dem Begriff "exakte Drehzahlkontrolle" nicht um die Bosch-Werbe-Aussage, sondern vielmehr darum, dass ICH ALS USER meine Wunschdrehzahl EXAKT VOREINSTELLEN kann.
Nun ja, irgendwo hast du recht, denn es führt letztendlich nur zur Erbsenzählerei.

Aber gelegentlich geht dann der Techniker mit mir durch, wenn ich solche Begriffe höre, wo sie eigentlich nicht hin passen. Und von daher bin ich heute froh, dass ich nicht mehr im Berufsleben stehe und nicht mehr Ansichten zurecht rücken muss, so diese sehr viel Geld kosten können, wenn man es unterlässt.

Zu dem hatte ich ja auch geschrieben, wo die Bedingungen passen... und bei dir passen sie offensichtlich. Ich hab' mich nun auf einen anderen Maschinentyp festgelegt, bei dem es mir mein Gehör dankt, dass ich auch ohne Schutz arbeiten kann.

 

Zitat von MagnusS
Hallo,
ich brauche euren Rat, bzw. einen guten Tipp. Ich möchte mir eine Ständerbohrmaschine für meine Werkstatt zulegen. Ich bin mir aber nicht sicher welche es sein soll. Möglicherweise könnt Ihr mir eine empfehlen. Der Kostenpunkt liegt bei maximal 500€. ich arbeite überwiegend mit Holz und möchte die Maschine überwiegend zum Möbelbau nutzen. Bisher kenne ich nur eine Ständerbohrmaschine der Marke Optimum. http://www.optimum-maschinen.de
Auch hier findet man Modelle in meiner Preisklasse, aber vielleicht kennt ihr eine gute Alternative, wo das PPreis-Leistungs-Verhältnis stimmt.

Gruß Magnus
Ich würde die Güde Säulenbohrmaschine GSB 32 R + L in den engeren Kreis ziehen. Wenn schon, denn schon. Habe zwar keine persönlichen Erfahrung mit ihr, aber sie war immerhin schon Testsieger. Sie ging auch schon für unter 500 Euronen über den Ladentisch.

 

Ich hab ne uralte Ständerbohrmaschine mit Riemenantrieb im Einsatz, die eigentlich rund 80% von dem macht, was ich mir wünsche. Was nervt, sind die Umrüstzeiten des Antriebes, wenn nicht mit einer Einstellung mal ne Weile durchgearbeitet werden kann. Ich hab mir deswegen zusätzlich ne PBD 40 dazugestellt und bin begeistert von der einfachen Bedienung, die für mich nen wirklichen Mehrwert in der Werkstatt darstellt - es geht bei meinen meisten Anwendungsfällen eher um kleine und wechselnde Einsätze. Für solche Sachen ist die einfache Bedienung der PBD40 prima. Die PBD40 bringt für mich keinen Gewinn an Power und Präzision, 20% meiner Wünsche bleiben bei der Kombination noch unerfüllt, aber sowas wie 'eben mal schnell' geht mit der PBD40 auch wirklich schnell. Von der Präzision der Maschine bin ich nicht enttäuscht, in der Preisklasse ist kein Spitzenwert zu erwarten und für das, wofür ich sie einsetze, ist die Präzision völlig ausreichend. In der Regel sind das Bohrungen in Holz oder Kunststoff, selten in Metall, bei denen es nicht auf drei oder vier zehntel Millimeter ankommt. Deutliche Unterschiede in der Präzision der Bohrung resultieren aus dem Zustand und der Qualität der Bohrer. Die PBD40 ist nicht steif genug, um z.B. nen falsch geschliffenen oder völlig stumpfen Bohrer noch zwangsweise senkrecht zu führen. Scharfe und gute Bohrer für den jeweiligen Zweck führen zu sehr guten Ergebnissen.
Zitat von RockinHorse
Einzig mit dem Begriff exakte Drehzahlkontrolle würde ich entschieden vorsichtiger umgehen, gerade die Bosch-Aussagen wie "die Constant-Electronic sorgt für gleichbleibende Drehzahl" darf man nicht so ernst nehmen.
Da hast Du natürlich recht, in der Praxis gibt es auch keine gleichbleibende Drehzahl, sondern ein automatisches Nachsteuern bis zur Lastgrenze, was - würde man die Drehzahl in Abhängigkeit von der Zeit der Bohrung abbilden - wie ne Berg- und Talfahrt aussieht. Die Constant-Electronic sorgt dafür, dass bei steigender Last die abfallende Drehzahl automatisch wieder gesteigert wird auf den vorgewählten Wert. Sofern das möglich ist. Mit vorsichtigem Vorschub und Bohrern wie Bosch Clean Hinge und Bormax hab ich da schon sehr saubere Bohrungen bis zu 45mm Durchmesser in Hartholz gesetzt mit der PBD40. In dem Bereich ist der Lastanfall wohl ausgereizt, die Maschine mit scharfem und tauglichem Werkzeug aber noch gut brauchbar. Zum Vergleich hab ich mir mal nen billigen (1/10 des Preises für gutes Werkzeug) Forstner mit gleichem Durchmesser (45mm) besorgt und damit getestet: zum Glück überlebt die Maschine den Anschlag, das Ergebnis ist aber für alle Beteiligten (Holz, Maschine, Bohrer und Maschinenführer) gleichermaßen unbefriedigend. Sei es beim Holz die grobe Misshandlung, die frustriert, mag bei der Maschine die Freude ums Überleben noch überwogen haben. Bohrer und Maschinenführer waren gleichermaßen fertig, der Bohrer aber deutlich höher erhitzt und der Maschinenführer musste unter diesen Umständen eine sofortige Versetzung des Bohrers in den endgültigen Ruhestand anordnen.

Wie schon an anderer Stelle gesagt, kommt es bei Antriebsmaschinen auch sehr auf das verwendete (Schneid)werkzeug an. Soll dieses was taugen, sind die Anschaffungs- und Unterhaltskosten für das Werkzeug in der Regel höher als für die Antriebseinheit. Natürlich nützt ein präziser Bohrer in ner Spindel mit 0,5mm Schlag auch nichts, sondern leidet eher.

Früher hab ich mal nach günstigen Maschinen gesucht, schon seit mehr als 20 Jahren mach ich das nicht mehr. Ich suche taugliches Werkzeg, und dann ne Maschine, die mir das artgerecht und der Aufgabe ensprechend antreibt. Unterm Strich hat das dazu geführt, dass ich vor allem 20-30 Jahre alte Maschinen im Keller stehen habe, die von der Substanz her einfach viel besser sind, als die aktuellen Markenprodukte. Solch alte Maschinen kann man nach meiner Erfahrung auch gut restaurieren und auf elektrotechnische Anforderungen aufrüsten, siehe Schalter, Motorbremse etc... Was sich in der Regel nicht nachrüsten lassen wird, ist die Bedienungsfreundlichkeit. In der Hinsicht ist mir zum Thema (auch finanziell im Heimwerkerbereich angesiedelt) noch nichts lustvolleres als die PBD40 vorgekommen, die macht am meisten Spaß.

Eine professionelle Ständer/Säulenbohrmaschine ersetzt die PBD40 allerdings nicht, dafür ist sie offensichtlich auch nicht gedacht, auch wenn die Werbung vielleicht anders klingt. Trotzdem kann sie eine Überlegung wert sein, jede(r) muss für sich entscheiden, was für Anwendungsfälle am meisten vorkommen und wieviel die nötige Maschine dafür kosten darf an Geld und Bedienungsaufwand.
Meine persönliche Entscheidung ist keine Empfehlung, aber vieleicht ein Beispiel, und sei es auch nur ein abschreckendes, weil ich jetzt immernoch nicht 100% so Bohren kann, wie ich will. Meine Präzisionsprobleme betreffen kleine Bohrungen unter 4mm, die exakt sitzen sollen. Die kriege ich mit nem 800 Watt Fräsmotor im Bohrständer und entsprechenden Fräsen sauber hin, viel besser, als mit den Ständerbohrmaschinen. Was bleibt, ist das Problem der manchmal unzureichenden Ausladung. Hier war früh auch schon ein Bohrständer im Gespräch, der da mehr Spielraum bietet und über den ich schon viel gelesen, aber noch nie einen real gesehen habe. Würde mich über nen Bericht zu dem Teil freuen!

 

Geändert von baldwin (22.09.2014 um 22:51 Uhr)
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