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Spüle aus Kunststoff abschleifen

17.04.2013, 21:37
Hallo zusammen.

Wir haben in der Küche eine Spüle von Franke aus Fragranit. Nach 15 Jahren ist der Boden von Kaffee und Tee schon etwas braun geworden.
An Putzmitteln haben wir eigentlich alles ausprobiert: Soda, Essig, Chlorreiniger, Spülmaschinentabs, ...
Und nichts hat geholfen.

Die Verfärbungen sind anscheindend nicht an der Oberfläche, sondern in winzigen Vertiefungen.
Eine mechanische Bearbeitung hatte ich bis jetzt immer ausgeschlossen, da ich die Befürchtung hatte, das die Beschichtung, die eigentlich auch nicht mehr existiert, darunter leidet.

Als ich dann vor kurzem dann den Abfluss gereinigt habe, ist mir aufgefallen, dass dieses Material an den Dichtflächen bei der Herstellung bearbeitet worden sein muss.
Und dann habe ich es mal gewagt eine Polierscheibe in die Hand zu nehmen, um kurz danach mit einem feinen Schleifpapier (120er) etwas mehr zu abzutragen. Alles natürlich nur an einer kleinen Stelle.

Das Ergebnis hat mich schon überzeugt. Es war merklich heller und das Wasser ist auch wieder abgeperlt.

Und nun spiele ich mit dem Gedanken den kompletten Boden ordentlich abzuschleifen.
So und nun zu meinen Fragen:
- Hat so was einer von euch schon mal gemacht und wie war das Ergebnis?
- Mit welchem Schleifpapier würdet ihr anfangen. Die Vertiefungen sind geschätzt 0,5 mm tief mehr als 1 mm auf keinen Fall (Messen ist natürlich nicht möglich) und ein 120er erschien mir jetzt noch zu fein
- Das Material ist sehr hart und erzeugt auch sehr feinen Staub, so dass sich das Schleifpapier ziemlich schnell zusetzt. Habt ihr einen Trick parat oder reicht ein angeschlossener Staubsauger

Ich freu mich schon auf Antworten.
snoopy78
 
Abschleifen, Spülbecken, Spüle, Verfärbungen Abschleifen, Spülbecken, Spüle, Verfärbungen
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22 Antworten
Hallo snoopy78,

es gibt für solche Fälle spezielle Putzmittel vom Hersteller, womit man seine Spülen putzen und pflegen kann/muss. Jetzt nach über 15 Jahre ist es natürlich sehr schwer bzw. unmöglich diese Rückstände zu beseitigen.

Abschleifen ist leider das schlechteste was man machen kann, da wie du schon richtig sagst, die Beschichtung abschleifst. Natürlich ist diese nicht mehr so vorhanden wie zu Anfang, aber nach dem abschleifen ist gar nichts mehr davon vorhanden.

Nach 15 Jahre, muss man ganz ehrlich sagen, ist die Lebensdauer, insbesondere der Beschichtung, ohne Pflege erreicht.

Falls du noch nicht so viel davon abgeschliffen hast, kann ich gerne mal beim Hersteller dieses Pflege- und Putzmittel besorgen.

 

Gibts da nicht vielleicht eine Art Polierpaste (Lebensmittelecht!) die die Krater wieder auffüllt. Beim Schleifen hätte ich ehrlich gesagt bauchweh, dass die nächsten Kratzer dann nur noch schneller kommen.
Ein Spülbecken ist halt leider ein Gebrauchsgegenstand in der Küche

 

Hallo,

Erstmal vielen Dank für die Antworten.

Zum Thema Putzmittel:
Wir haben da wirklich schon so einiges probiert und gefühlsmässig würde ich auch sagen, dass ein Putzmittel vom Hersteller da auch nicht weiterkommt.
Meiner Vermutung nach sind die Vertiefungen (es sind keine Kratzer) so klein, dass das Putzmittel entweder dort nicht richtig reinkommt, ober es zwar den Dreck anlößt, man ihn aber nicht rauswaschen kann.
Wobei mir gerade die Idee kommt, dass man noch einen Hochdruckreiniger ausprobieren könnte.

Zum Thema Alter und Pflege:
Wir sind erst vor 2 Jahren eingezogen, so dass ich mich zumindest nicht über mich wegen der mangelnden Pflege ärgern muss. Prinzipiell sind 15 Jahre auch in meinen Augen das Ende einer Spüle. Darum sehe ich vielleicht das Thema mit dem Abschleifen so als letzte Maßnahme vor dem Neukauf.

Zum Thema Abschleifen:
Neue Kratzer glaube ich kommen nach dem Abschleifen nicht schneller. Das Material müßte durchgängig die gleiche Struktur haben und meiner Vermutung nach ist die Beschichtung eher Teil der Gefügestruktur.
Leider weiß ich nicht, wie diese Spülen hergestellt werden. Vermuten kann ich nur, das es eine Form gibt, auf die dann das Material aufgespritzt wird. Das würde erklären, warum die Unterseite sehr rauh und an den Funktionsflächen bearbeitet ist. Das würde auch ein "Backen" oder Erhitzen ausschließen.
Das deutet also auf ein mögliches Abschleifen hin (wie gesagt: vorm Neukauf würde ich das doch glatt probieren)

Zum Thema Polierpaste:
Das ist auch noch eine Idee. Ich kann mich erinnern, dass es für Swatch-Uhren eine Paste gab, die Kratzer beseitigt hat. Wenn diese nicht Durchsichtig wäre, könnte man damit den Dreck über decken.

Bis dann
Andreas

 

So, ich habe mal bei uns geschaut, und habe sogar noch so ein Probepäckchen für Fragranit Spülen gefunden.

Also wenn Interesse besteht, kannst du dich gerne melden.

 

Hast Du schon mal Lackreiniger probiert, den man fürs Auto benutzt?
Oder die Polierpaste von Mellerud für Kunststoff.
Letztere benutze ich für viele Reinigungsarbeiten und finde die Paste einfach klasse.
Die Paste selbst lässt zwar nach dem polieren das Wasser schön abperlen, aber eine Polierung mit einer guten Teflonpolitur kann nicht schaden.

Schleifen mit Schleifpapier würde ich nur noch dann versuchen, wenn gar nichts mehr geht und man sich schon an den Gedanken gewöhnt hat, eine neue Spüle zu kaufen.
Schleifen dann aber erst ab 380er bis 400er Korn aufwärts. Der letzte Schliff sollte dann mit 1000er bis 1500er Korn gemacht werden, um die Schleifriefen zu beseitigen.

 

Wir haben immer ein spezielles Pulver zur Reinigung genommen, welches für Kunststoffspülen geeignet war. dieses wurde in die Spüle geschüttet und mußte einwirken (ohne Wasser, soweit ich noch weiß). Diese Prozedur mußte teilweise wiederholt werden, um einen guten Reinigungseffekt zu erzielen.

 

Hallo,

Ich war mir mir dem Abschleifen jetzt schon so sicher, aber ihr verunsichert mich.
Wie man die Beschichtung wieder herstellen kann, stell ich jetzt mal eher hinten an, weil sowieso keine mehr existiert und die Idee von RedScorpion mit der Teflonpolitur das Problem ziemlich sicher dann lößt.Ich hab mal noch Fotos angehängt, damit man sich vielleicht besser eine Vorstellung davon machen kann.

Nun noch mal der Vollständigkeit die Reinigungsmittel, die ich schon ausprobiert habe:
- Spülmittel
- Spülmaschinentabs
- Essigessenz
- Zitronensäure
- Salzsäure (glaube, dass das ein Bestandteil von einem Reinigungsmittel war)
- Soda mit/ ohne Wasser, mit Essig (@pitalie: ich denke, dass dies das weiße Pulver ist, das du meinst)
- Radierschwämme (die haben noch am besten geholfen)
- Chlorreiniger (diverse Sorten)
- Bremsstaublöser
- Spiritus
- Aceton

@higginss:
Vielen Dank für das Angebot. Ich hab mir das Pflegeset Universal von Franke nochmal näher angeschaut. Der Inhalt ist ein Entkalker, den ich schon abgedeckt habe und eine Politur, die mich aktuell erstmal nicht weiterbringt.

Es bleiben aktuell also noch folgende 2 Sachen übrig
- Lackreiniger
- Hochdruckreiniger
Beides kann ich morgen mal ausprobieren.

Wenn ich sie wirklich abschleife, würde das Testergebnis denn eigentlich jemanden intressieren?
@RedScorpion:
Deine min. 380er haben mich jetzt schon eher geschockt. Da geht ja nichts weg. Ich hätte da jetzt eher an 80er oder sogar 40er für den Anfang gedacht. Das Material ist auch sehr hart. Was meinst du, wenn du dir die Bilder angeschaut hast?

Bis dann
snoopy78
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Ein Gedankenanstoß:

Was ist wichtiger Hygiene oder Design???

Bei ersterem, bau auf Edelstahlspühle um, geht auch wahrscheinlich noch in Deinem speziellem Fall. Vielleicht passt ja eine rechteckige Edelstalspüle.

(Edelstahleinrichtungen findet man aus gutem Grund in Großkücken, Krankenhäusern, Schlachthöfen, Metzgereien, Schwimmbädern, und und und, ....
und nicht zuletzt auch bei mir in der Küche.

Ist nicht ganz so stylisch, macht aber wenig Arbeit und ist vor allen Dingen sehr hygienisch!

Das ist aber meine ureigenste Meinung, die muß Niemand teilen.

 

Hallo Bastler2,

Ich geb dir recht: Edelstahl ist sehr hygienisch und eigentlich auch mein Lieblingsmaterial (am liebsten matt oder gebürstet).

Bei der Spüle würde ich aber ehrlich gesagt sogar wieder auf dieses Material zurückgreifen. Zum einen fühlt sich dieser Kunststein auch sehr gut an und ist durchdie Materialdicke auch sehr leise. Zum anderen ist die Form des Beckens sehr angenehm (tief, kleine Radien und steile Wände). In Edelstahl läßt sich diese Form nicht tiefziehen, höchstens durch Schweissen der Bodenplatte.

Bis dann
snoopy78

 

Also nachdem ich mit die Bilder angeschaut habe, wird das wirklich nichts mit dem Set von Franke.

Wenn du dich mit dem Gedanken anfreunden kannst dir ggf. eine neue Spüle zu holen, würde ich es einfach probieren. Sauber wird sie bestimmt, das sieht man ja auf den Bildern, sie wird aber schneller wieder verdrecken, da ja keine Versiegelung mehr vorhanden ist.

Allerdings sollte das ganze doch nicht den gewünschten Erfolg bringen, kostet eine solche Spüle in der Form von z.B. Franke oder Blanco ein paar Euro.

Mich würde das Ergebnis auf jeden fall interessieren!

 

Zitat von snoopy78
...
@RedScorpion:
Deine min. 380er haben mich jetzt schon eher geschockt. Da geht ja nichts weg. Ich hätte da jetzt eher an 80er oder sogar 40er für den Anfang gedacht. Das Material ist auch sehr hart. Was meinst du, wenn du dir die Bilder angeschaut hast?

Bis dann
snoopy78
Unter 380er würde ich da nichts machen.
Die Schleifriefen werden zu tief und sind noch schwerer auszupolieren...und wenn sie nicht auspoliert werden ist es mit der Hygiene auch sehr knapp bemessen.
Wenn Du dir die Arbeit machst...dann mach sie dir auch nicht zu einfach...
Das wieder hinzubekommen ist natürlich ein Geduldspiel.

 

Hallo,

@higginss
Die paar Euro plus Arbeitsplatte haben mich bis jetzt auch immer abgeschreckt die "Holzhammermethode" auszupacken. Gerade habe ich aber bei Franke geschaut, ob es eine gibt, die noch den gleichen oder einen minimal größeren Auschnitt hat. Und es sieht gar nicht mal so schlecht aus. Und so richtig teuer sind die auch nicht mehr. Ich hatte eher so Preise 500 EUR aufwärts im Kopf. Liegen tun sie aber eher im 200 EUR Bereich.
--> an einem der nächsten WE ist Schleifen angesagt.

@Redscorpion:
bei der 120er mit anschließender 240er und Polieren finde ich die Oberfläche rein haptisch glatter als z.B. am Rand, wo das Material noch "neu" ist.
Und ab 200 redet man ja eher über ein Anschleißen der Oberfläche oder täusche ich mich da. Ich muss aber ca. 0,5 mm bis 1,0 mm abschleifen.

Noch eine Frage: Was ist den die beste Methode, damit das Schleifpapier nicht so schnell zumacht. Reicht Absaugen oder gibt es was besseres?

Bis dann
snoopy78

 

auf jeden Fall Naßschleifpapier und immer gut spülen
zur Körnung muß ich RedScorpion recht geben, schleif mal mit 120er dein Auto - dann siehst Du was dann los ist ...war jetzt nur ein Beispiel wegen der Oberfäche

 

Hallo zusammen,

Das Wetter am Wochenende war leider zu gut um drin was zu machen. Darum hab ich erstmal im Garten gewerkelt.

Ich hab mich jetzt entschlossen es mit Schleifen zu probieren und ich fang mal mit nem 380er an. Kann aber noch ein paar Wochen dauern, da die nächsten WE erstmal verplant sind.
Ich rühr mich dann, wenn ich ein Ergebnis habe.

Bis dann
snoopy78

 

Da bin ich ja mal auf das Ergebnis gespannt. Viel Glück und gutes gelingen

 

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