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Spanplatten oder OSB Platten

03.01.2015, 16:00
Ich habe mal eine Frage bezüglich eines Fußbodens. Ich bin kurz vor dem Ausbau von meinem alten Dachboden. Dort ist bisher ein alter Fußboden und ich möchte dort gerne einen neuen Füßboden schwimmend verlegen. Allerdings stand ich vorhin im Baumarkt und wußte nicht ob man besser die Spanplatten (Verlegeplatten) oder doch lieber OSB Platten nehmen soll.
Der Dachboden wird nur als Abstellraum genutzt, wenn überhaupt mal als Wäschetrockenraum zweckentfremdet. Welche der beiden Platten würdet Ihr nehmen und in welcher Stärke der Platten. Es werden ein paar Schränke drauf gestellt *als Info für die Stärke.

Ich bedanke mich schon jetzt für eure Antworten :-)
 
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23 Antworten
Ekaat  
Ich tendiere zu Grobspanplatten (OSB) mit Nut und Feder und in der stärksten Ausführung. Die normalen Spanplatten würden sich mit der Zeit verformen.
An die Stellen, wo später die Schränke stehen sollen, würde ich den Untergrund so vorbereiten, daß einem Durchbiegen entgegengewirkt wird. Es kommt auch auf die Schränke an: Wenn diese Füße haben, ist die Belastung punktuell und somit nicht ideal für Spanplatten, egal welcher Ausführung.
Wenn es mein Dachboden wäre, würde ich ohnehin Dielenbretter nehmen, weil die viel mehr aushalten. Es ist eben alles eine Frage der Belastung: Der des Bodens als auch der des Bankkontos

 

Vielen Dank für deine Antwort Ekaat. Der Dachboden soll den Geldbeutel nicht zu sehr belasten :-) es sollen dort später nur Dekokrams und nicht allzu schwere Sachen rumstehen. OSB Platten würde ich ja auch gerne nehmen allerdings weiß ich nihct wenn meine Chefin mal schnell auf den Dachboden geht ob die OSB nicht zu "grob" ist. Den stabileren
Eindruck machen definitiv die OSB aber vom optischen wäre die Verlegeplatte "feiner"

 

Ekaat  
Nun ja, ich glaube, daß hier die Funktionalität im Vordergrund steht. Du mußt es ihr nur hübsch verpackt verkaufen (mit dem Hinweis, daß Designer sich der Optik halber den OSB-Platten bedienen). Und mit Nylons ohne Schuhe sollte man weder die eine, noch die andere Platte betreten.

 

Ekaat hat dazu schon alles geschrieben.
Durch die günstigeren OSB-Platten bleibt vielleicht noch ein wenig Geld für ein paar Hausschuhe übrig...

 

ganz deiner Meinung :-) zu welcher Stärke von OSB würdest du tendieren ? es soll ja nicht zu quackig sein aber auch nicht zu überdemensioniert werden. Fußboden ist schon relativ eben

 

Ich würde OSB Platten nehmen, diese gibt es in unterschiedlichen Qualitäten / Preisen, dann noch endbehandeln mit Lack oder Wachs, das sieht auch gut aus KLICK.

 

Spanplatten sind ungenutet, das ist echt schlecht, wenn sich der Boden durchbiegt. Wenn, dann OSB.

Rauhspunddielen bekommst Du im Nagebot für 6 oder 7 Euro der Quadratmeter. Ist auch nicht wirklich teurer. Aber die kannst Du besser transportieren und auf den Dachbiden tragen. Sogar per Seil durch das Fenster hochziehen. Die OSB zu tragen ist da eher Thema. Sodann: Hast nahezu keinen Verschnitt. Und den kannst Du prima weiter verarbeiten - ne Holzkiste, für Lagerfeuer, Vogelhaus etc. OSB musst Du entsorgen. Die Dielen verschraubst Du verdeckt in die Feder schräg rein. Da sieht man hinterher nichts mehr. Lasieren, lackieren musst Du beides. Also kein Mehraufwand. Und Dielen sind reines Naturmaterial ohne Klebstoffe. Wer weiß, was in paar Jahren über diese berichtet wird. Stichwort Formaldehyd bei den Spanplatten früher.
Nur mal ein Beispiel zum Preis:
http://www.hornbach.de/shop/Bauholz/...ikelliste.html
OSB beim gleichen Markt:
http://www.hornbach.de/shop/Bauholz/...ikelliste.html
Die 15 mm sind fast preisgleich.

Ich gehe davon aus, dass Du die alten Dielen liegenlässt, dann könntest Du dünnere Dielen legen und diese quer zu den bisherigen. Das erhöht die Stabilität deutlich.

Aber warum schleifst Du die alten Dielen nicht ab? Die sollten unbehandelt sein. Überall mit Parkettschleifmaschine 2 mm runter und dann Acryl-Parkettlack drauf. Das ist die günstigste Variante und schaut hinterher auch gut aus. Für Maschine und Schleifpapier legst Du 100 Euro hin, für alles andere weit mehr.

 

Geändert von Rainerle (03.01.2015 um 17:59 Uhr)
Ekaat  
Ich bin, entgegen der Ansicht von Rainerle, davon ausgegangen, daß da nur ein Raster von Sparren vorhanden ist, und keine Bodenbeplankung. Wäre dort ein Fußboden vorhanden, könnte man diesen tatsächlich abschleifen und versiegeln. Das wäre dann die schlankste Lösung...

 

V100-Verlegeplatten (Spanplatten) haben durchaus Nut und Feder und können somit verklebt werden. Genauso wie OSB arbeiten sie weniger als Rauspundbretter und machen insofern weniger Probleme.

Wir haben am jetzigen Dachboden OSB. Ich mag das nicht, da sich immer wieder Spreissel lösen. Mag vielleicht an der Qualität liegen. Im neuen alten Haus haben wir aus diesem Grund Verlegeplatten genommen. Falls mal ein Bodenbelag drauf kommen soll, sind diese auch besser.

OSB-Platten sind stabiler als V100-Platten. Bei 18 oder 22 mm ist das aber relativ und je nach Unterkonstruktion sowieso kein Problem. Falls also schon Dielen liegen, dann biegt sich da auch nichts durch, ebenso wenn zwischen die Sparren Querstreben eingezogen sind. Diese Konstruktion hält im neuen alten Haus schon 35 Jahre mit 22 mm Spanplatten, ohne dass sich da eine auch nur irgendwie durchgebogen hätte oder schwächelt.

 

Ich würde zu zwei Lagen im Versatz tendieren. Hierbei kann man dann die dünneren Platten nehmen. Wenn du aber nur eine Lage verlegst, dann achte das du keine Kreuzfuge verlegst.

 

Die verlegeplatten haben durchaus Nut und Feder wie Blumentopferde schon angemerkt hat. Der vorhandene Fußboden ist kein holzfussboden sondern ein fast ebener Estrich Boden.

 

Woody  
Zitat von lars2010
Die verlegeplatten haben durchaus Nut und Feder wie Blumentopferde schon angemerkt hat. Der vorhandene Fußboden ist kein holzfussboden sondern ein fast ebener Estrich Boden.
Wenn ohnehin schon ein ordentlicher Fußboden vorhanden ist,warum willst dann noch was drüberlegen? Ich würde den Betonboden einfach nur mit Betonfarbe streichen und so versiegeln (Staubentwicklung).

 

Zitat von Woody
Wenn ohnehin schon ein ordentlicher Fußboden vorhanden ist,warum willst dann noch was drüberlegen? Ich würde den Betonboden einfach nur mit Betonfarbe streichen und so versiegeln (Staubentwicklung).
Der vorhandene ist an einigen stellen gerissen und der staubt wie sau. Ausserdem muss ich ein wenig Höhe gewinnen damit ich den Fussboden im OG auf einem Niveau bekomme.

Ich finde es aber super das dieses Forum lebt und man viele Antworten bekommt und dazu noch sinnvolle ;-)

 

Danke Lars für die zusätzlichen Infos. Ja, hier wird geholfen ...

Ob nun Verlegeplatten, OSB oder Dielen ist dabei Geschmackssache. Optisch sind Die,en oder OSB schöner. Wenn mal was drauf soll, da doch andere Nutzung - Teppichboden, Laminat ... Dann ist OSB besser, Spanplatten erste Wahl.

Wenn Du ausgleichen willst, könntest Du mit Ausgleichsmasse arbeiten oder evtl. eine Dämmung? Alukaschierte Dämmplatten in unterschiedlicher Höhe. Darauf Spanplatte oder OSB schwimmend verlegt. In jedem Fall eine Trittschalldämmung darunter. Dann knirscht nichts bei absandendem Boden. Vielleicht vorher mit Tiefgrund vorher streichen. Ob Du Dampfsperreeinlegen solltest, weiß ich nicht. Aufsteigende Feuchtigkeit durch die Decke könnte evtl. Probleme machen. Das sollte ein Fachmann beantworten. Ich mach mich mal schlau, falls hier nicht jemand rasch antwortet.

Die Spreißer bei OSB sind ein Argument, aber mit Parkettlack (würde Acryl nehmen - lösungsmittelfrei, stinkt nicht, Härte zu dem Zweck ausreichend) behandelt ist das Thema dann auch erledigt. Und versiegeln solltest Du, gleich was Du machst.

 

Gilt nur zu hoffen, dass die Rauspunddielen, die Du kaufst, nicht schon verzogen ist. Wollte gestern beim besagten Baumarkt Seekieferplatten kaufen. Zum Glück habe ich vor dem Zuschnitt nochmal einen Blick auf die Platten geworfen... Komplett verzogen. Hab dann für etwas mehr Multiplexplatten derselben Stärke, aber höheren Preises gekauft (kaufen müssen...) OSB-Platten waren aber immer ok...

 

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