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Spaltkeil versus Pendelschutzhaube?

28.01.2012, 03:17
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Hallo liebes Forum,

bei vielen neuen Handkreissägen wird auf einen Spaltkeil verzichtet mit der Begründung, eine schnell schließende Pendelschutzhaube schütze den Anwender.

ABER: bei einem Längsschnit in Massviholz hält der Keil die Fuge offen, die Haube aber nicht und die Säge kann blockieren, weil sich das Holz zusammenzieht. Wo ist da dann noch der Schutz? Oder haben die neuen Sägen eine Art Rutschkupplung, so dass beim Blockieren des Sägeblattes die Antirebswelle durchrutscht und weiterdreht während das Sägeblatt steht?

Kurz zum Hintergrund: Überlege stark, mir eine Bosch PKS 55 A und den neuen Wolfcraft Master Cut zuzulegen, dann hat man Tisch- und Handkreissäge in einem Gerät aber halt ohne Spaltkeil...

Viele Grüße
kniebi
Arbeitssicherheit, Handkreissäge, Pendelschutzhaube, Spaltkeil, Tischkreissäge Arbeitssicherheit, Handkreissäge, Pendelschutzhaube, Spaltkeil, Tischkreissäge
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Man könnte in der Verlängerung des Sägeblattes an den Tischrand selbst einen abklappbaren Spaltkeil (angespitzte Blechplatte) montieren.

Ich selbst würde mir einfach 2-3 Holzkeile sägen, die ich dann während des sägens in den offenen Spalt stecke. Dadurch wäre es auch verhindert, das sich das Blatt verklemmt.

 

Geändert von Bastelfuchs (28.01.2012 um 09:26 Uhr)
Ich bin mal so frei und Zitiere aus der Bedienungsanleitung der PKS 55A
Betreiben Sie das Elektrowerkzeug nicht
stationär.
Es ist für einen Betrieb mit Sägetisch
nicht ausgelegt.
nur um darauf hinzuweisen.

Meineserachtens liegt es hier bei Wolfcraft, dir einen Tisch so zu liefern, dass dieser mit einen Spaltkeil versehen werden kann. Der Spaltkeil hat ja neben dem vermeiden, dass sich die Maschine verkantet auch noch die Funktion, dass Abgeschnittenes hinten am Sägeblatt nicht nach Oben wegfliegt, was halt bei Handkreissägen die bestimmungsgemäß Benutzt werden recht selten der Fall ist - ansonsten würd ich´s wie Bastelfuchs halten.

 

Hallo, danke für Eure schnellen Antworten!

Naja, selbst wenn ich die Maschine als Handkreissäge betreibe, bleibt doch ein erhebliches Risiko. Mit einer Hand die laufende Maschine zu führen, während ich mit der anderen versuche, die Keile in den Spalt zu drücken, na ich weiss nicht!?

Ich verstehe nicht, warum Bosch auf so einen wichtiges Sicherheitsdetail verzichtet...

 

Dann Kauf dir lieber eine Säge mit Spaltkeil, auch wenn sie nicht von den "Grünen" kommt. In einer stationären Verwendung geht nichts ohne Spaltkeil, dass mit den Keilen ist nett gemeint, jedoch viel zu unhandlich und trotzdem gefährlich. Jedes Mal über das laufende Sägeblatt greifen um hinten einen Keil zu platzieren. Ich sag nur Finger weg!!!

 

Hallo Munze1,

ja, seh ich genauso.

 

Ich denke bei ner Handkreissäge ist das ganze schon vertretbar. Ist daher ja auch nicht mehr von der BG vorgeschrieben. Bei der TKS hatte ich aber selbst schon mal schmerzlich erfahren müssen wie sich ein Stück Buche anfühlt, dass vom Sägeblatt erfasst und Richtung Bediener geschossen wurde. Ich hatte damals noch keinen Spaltkeil für verdeckte Schnitte und hab einfach ohne gesägt. Seit dem nie wieder!

 

Ich hab übrigens auch noch ne PKS55, die ich in nem MasterCut1000 betrieben hatte als ich noch keine TKS hatte. Ne Säge in den MasterCut ein zu spannen hat mich nicht überzeugt (mit der Oberfräse und etwas Modifikation gehts). Der Wolfcraft Parallelanschlag ist einfach sehr windig und ein genaues Einstellen sehr schwierig.
Die PKS55 liegt bei mir übrigens seit gut nem Jahr ungenutzt im Keller. Bei Interesse würd ich sie abgeben.

Grüße tom

 

Bei mir scheint der Spaltkeil meiner Handkreissäge, die ich in meiner Werkbank als Tischkreissäge nutzen kann, Probleme zu machen. Wenn ich einen längeren Schnitt mache, scheint der Spaltkeil die Ursache dafür zu sein, dass ich ab einem gewissen Punkt nur noch mit sehr viel Kraft das Werkstück weiterschieben kann. Ich hatte schon überlegt, den Spaltkeil zu entfernen, was natürlich nicht im Sinne des Erfinders ist.

 

Möglicherweise ist dein Spaltkeil zu dick für das von dir verwendete Sägeblatt. Ich zitiere mal aus Wikipedia:

Die Breite darf höchstens der Schnittbreite, muss aber mindestens der Breite des Blattgrundkörpers entsprechen. Die genauen Vorschriften dazu sind zum Beispiel in der europäischen Norm EN1870-1 festgelegt.
Wenn der Spaltkeil breiter als die Schnittbreite ist verklemmt sich dein Werkstück am Keil.

 

Wenn die Kraft die am Spaltkeil klemmt nach seinem entfernen am laufenden Sägblatt angreift kannst du die das Ergebniss sicher ausmalen! Hier hlefen nur Keile im Schnitt da das Material wohl sehr hohe innere Spannnungen hat!
Vielleicht etwas schmierendes am spaltkeil auftragen Kerzenwachs oder sowas.
Gruß Heiko

 

Zitat von Leistungstraeger
Möglicherweise ist dein Spaltkeil zu dick für das von dir verwendete Sägeblatt. Ich zitiere mal aus Wikipedia: Wenn der Spaltkeil breiter als die Schnittbreite ist verklemmt sich dein Werkstück am Keil.
<div><br></div><div>Das klingt plausibel. Ich glaube das Problem tritt auch nur auf, wenn ich ein bestimmtes Sägeblatt drin habe. Muss ich mal testen. Danke Dir.</div>

 

Auf jeden Fall darauf achten, dass der Spaltkeil nicht schmaler sein darf, als das Sägeblatt! Sonst geht die Schutzwirkung des Spaltkeils verloren!

Und wie HB1974 richtig bemerkt hat: Auf keinen Fall den Spaltkeil entfernen! Der Spaltkeil ist einer der wichtigsten Sicherheitsmechanismen an deiner Kreissäge.

 

Geändert von Leistungstraeger (02.02.2012 um 12:51 Uhr)
Zitat von Tobi74
Bei mir scheint der Spaltkeil meiner Handkreissäge, die ich in meiner Werkbank als Tischkreissäge nutzen kann, Probleme zu machen. Wenn ich einen längeren Schnitt mache, scheint der Spaltkeil die Ursache dafür zu sein, dass ich ab einem gewissen Punkt nur noch mit sehr viel Kraft das Werkstück weiterschieben kann. Ich hatte schon überlegt, den Spaltkeil zu entfernen, was natürlich nicht im Sinne des Erfinders ist.
Wenn der Spaltkeil nur klemmt wenn die HKS stationär betrieben wird kann es nicht an der Dicke liegen. Der Spaltkeil muss immer etwas dünner als das Blatt sein. Vermutlich liegts daran, dass Blatt und Parallelanschlag nicht genau parallel sind sondern der Parallelanschlag hinten "zu macht". Ich hatte das Problem bei mir auch anfangs und habe es durch genaue Einstellung von Sägeblatt und Parallelanschlag beheben können.

 

Es lag tatsächlich daran, dass der Spaltkeil etwas dicker war als das Sägeblatt. Habe vorhin ein etwas dickeres eingesetzt und das nächste Holzbrettchen ging wieder durch wie das sprichwörtliche heiße Messer durch die Butter.

 

Das versteh ich auch nicht warum die das bei den neuen Sägen machen...... Ich denke das sind alles nur Werte die die Hersteller da einhalten und die haben nichts mit der Praxis zu tun, bei den geht es nur um den Unfallschutz. Ich hab mir die Bosch GKS85 gekauft und da hab ich mich schon drüber aufgeregt das die Säge keinen Spaltkeil hat, das hab ich dann an Bosch geschrieben und die meinten dann auch nur das bräucht man nicht mehr weil die Schutzhaube schnell genug zurück schlägt so das nichts passieren kann...... Jetzt war ich auf der Messe Dach und Holz in Stuttgart dort hab ich mir die neue GKS 85G angeguckt und die hat wieder einen Spaltkeil, find ich super. Ohne Spaltkeil quält man nur die Säge, gerade bei Längsschnitten in nasse Holz.

 

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