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Smart-meter

08.03.2012, 16:31
Hat jemand schon erfahrung mit den neuen Stromzählern,auch Smart-meter genannt ?
Bin grade auf der suche nach günstigen Stromanbietern da ich das Haus geerbt habe und alles ummelden muss.
 
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19 Antworten
Nein. Und ich werde auch einer der letzten sein, die so ein Ding installieren. Warum? Darum: https://www.datenschutzzentrum.de/sm...erregelung.htm

 

Das hier ist auch sehr Interessant ..gelesen bei  
http://de.wikipedia.org/wiki/Intelligenter_Z%C3%A4hler


Kritik der Verbraucher [Bearbeiten]
Das Profil des Stromverbrauchs gestattet je nach Schaltvorgängen, Stromhöhen oder Freuquenzmuster eine Analyse des Verbrauchers. So ist erkennbar wann Personen im Hause anwesend sind (Einbruchgefahr, behördliche Ermittlungen), wie viele Personen zum Haushalt gehören (Steuern, Miete), welcher Film auf dem TV angeschaut wird (Überwachung von Urheberrechte), welche zeitlichen Gewohnheiten der Verbraucher hat (Werbung) usw. Da Daten digitalisiert selbst noch nach Jahrzehnten zur Verfügung stehen, können rückwirkend unerwartete Problematiken für den Verbraucher entstehen. Verbraucher und Verbraucherorganisationen kritisieren, dass mit der Einführung von Intelligenten Zählern die Strompreise massiv steigen würden. Der Strompreis am Tag ist dann z.B. viermal so hoch wie in der Nacht. Insbesondere ärmere, ältere Personen und Familien sind benachteiligt, da sie den Tagesverlauf komplett umstellen müssten, um den Strombezug in den Zeiten niedriger Strompreise - z.B. der Wasch- und Geschirrspülmaschine - zu verlegen. [1] Die Umstellung des Tagesablaufes und damit des Strombezuges ist bei Jüngeren und Kinderlosen wesentlich leichter; somit wäre das System eine neue Form der sozialen Ungerechtigkeit gegenüber Familien und Älteren. Hinzu kommt, dass die intelligenten Zähler aus der Ferne durch "Fernabschaltung per Knopfdruck" die Versorgung unterbrechen können. Das Forderungsmanagement der EVUs diskutiert diese Möglichkeiten schon seit 2009. Damit ist auch eine Reduzierung des Außendienstes verbunden.




Man stelle sich das mal Bildlich vor..hatte ja gar keine Ahnung ,was da alles so abgeht!!!

Danke @ agreisle...

 

da mag jeder ein Gefühl der Überwachung haben....wenn er will, aber... wenn
mit dem Smart-System günstiger an Strom ranzukommen ist, würde ich
da zugreifen ! Was gehen denn für Daten in die Rückschleife...wieviel Strom ges.
und zu welcher Zeit der Strom verbraucht wird ! wenn die Energielieferanten
dieses wissen, kann die Bereitstellung derselben gezielt erfolgen ! NUR darum
geht es...und keiner kann unterscheiden, ob Du mit dem Strom Deine Haare fönst,
oder Kaffee kochst !.... MERKE : seit dem Atom zur Neige geht, müssen WIR
umdenken..und die E-Lieferanten auch !!
Wenn es nach mir ginge, wären viel mehr Überwachungs-Systeme in den Städten,
vor allem an Brennpunkten installiert, um der Gewalt Herr zu werden !
Ich würde niemals eine Bankabwicklung per Internet machen, da geistern zu viele
Gauner im Netz rum ...und das Armutszeugnis unserer Gesellschaft schlechthin,
ist, daß die Polizei nicht VORBEUGEND im Netz tätig sein darf, damit dieselben
das nicht dürfen, laufen da so irre Piraten gegen an, das Leid der missbrauchten
Kinder ist denen doch egal !
SO....jetzt hab ich mal Klartext gesprochen !
Gruss von Hazett

 

Und ich dachte das Ziel sei eine Minutengenaue Abrechnung um das Preisrisiko das an der Europäischen Strombörse mit stark schwankenden Preisen im Einkauf an den Verbraucher weitergegeben werden kann.z.Z trägt dieses Risiko ja der Anbieter,die Gewinne allerdings auch wenns grad mal billig ist.

 

Die neuen Zähler werden z.B. von RWE angeboten:

http://www.focus.de/immobilien/energ...id_262010.html

http://www.rwe.de/web/cms/de/46308/r...r-der-zukunft/

Im Grunde genommen hast Du einen - ich sach mal einfach - Minicomputer im Haus, der verschiedene Messpunkte und Verbrauchswerte erfasst. Diese werden an RWE - oder deren Mitbewerber - per Datenleitung übermittelt.

Der Vorteil für den Versorger ist, das er sich ein recht genaues Bild von Dir und Deinen Verbrauchsgewohnheiten machen kann.

Der Versorger weiß irgendwann einmal ganz genau, zu welcher Uhrzeit welche Energiearten und Mengen parat gehalten werden müssen. Sowas ist gut für die Gewinnmaximierung eines börsennotierten Unternehmens.

Leider ist genau dies auch die größte Schwachstelle - man wird zum gläsernen Verbraucher...

http://www.zeit.de/digital/datenschu...eter-gutachten

https://www.datenschutzzentrum.de/smartmeter/

http://www.bfdi.bund.de/DE/Schwerpun...eter_node.html

http://winfwiki.wi-fom.de/index.php/...nd_Datenschutz

Die Liste der Befürworter und Gegner von "Smart Metering" - so der Fachbegriff - ist endlos. Für den Einen überwiegen die Vorteile, für den Nächsten die Nachteile. Ich denke, man sollte vielleicht erst einmal die Entwicklung am Markt kritisch beobachten. Mit der Zeit wird sich heraus kristallisieren, wie Energieversorger mit den Daten wirklich umgehen.

Ach! Und vor der Unterschrift unbedingt ein schriftliches Angebot einholen, in dem genau steht, was man benötigt, und welche Baugruppen davon der Versorger zahlt! Alleine das kann schon sehr aufschlussreich sein...

 

Munze1  
Mal ganz ehrlich, was bringt dir der Smart Meter?
Solange keine intelligente Nutzung für den Verbraucher möglich ist, macht er nichts anderes als ein alter Drehscheibenzähler, nämlich Strom zählen.
Dazu hatte ich schon tausend Diskussionen, komme aus der Gebäudetechnik und hatte mit allen großen Energieversorgern zu tun. Unser System wollte das auch mal anbieten, wird aber noch viel zu wenig unterstützt, seitens Gebäudeleittechnik oder den Stromgiganten.

 

War ja nur so eine Idee,bin halt auch auf die Werbung reingefallen.
Nachdem ich ein paar der Links durch habe werd ich das wohl erstmal abhaken bis zumindest der Datenschutz sich einig ist.Solange kann der alte ja noch bleiben.

 

Ich bezweifle nicht, dass die Dinger irgendwann über den Preis durchgedrückt werden. Bis dahin dürfen sich alle anderen die blutigen Nasen holen.

Die gar nicht so smarten Teile sind im Moment noch ähnlich dilletantisch umgesetzt, wie man das zum Beispiel von einem Bundestrojaner kennt. Da sind noch nicht mal langjährig bewährte und etablierte Technologien implementiert.

Das Preisargument wird leider auch umgekehrt gelten: Sicherheit kostet Geld, das macht die Geräte teuer und deswegen werden die unsichereren günstigen gekauft und angeboten werden.

Unter anderem sind die jetzigen Geräte manipulierbar, da die Daten ungeschützt vor Manipulation und Einsichtnahme übertragen werden. Es sind Geräte, die am öffentlichen Netz hängen und damit von außen angegriffen werden können - und sie werden angegriffen werden, wenn die Verbreitung hoch genug ist. Nicht nur durch diese zwei Punkte werden sich ganz neue Möglichkeiten ergeben.

Empfehlenswerte 5-seitige Untersuchung der Fachhochule Münster:
http://www.its.fh-muenster.de/grevel..._sep11_v06.pdf

Ich möchte das nicht ausprobieren und bin deshalb ausnahmsweise mal technologieskeptisch und bleibe bei meinem schwarzen Zählerkasten. Ein paar eingesparte Stromeuros - und im Moment spart man die noch nicht mal - sind den potenziellen Ärger nicht wert.

 

häng mich nochmal eine...
Wie funktioniert denn solch ein Smart-Teil...?... hier wird, ähnlich wie bei
Leitungsnetz geführten Systemen, über Taktfrequenzen die "Auslesung" von
div. Kommunikationspunkten ausgeführt...dient schlicht und einfach der
Strommengen-Erfassung mit dem dazugehörigen Zeitfenstern !
An irgendeinem Punkt was herauslesen ist nur mit entsprechender Sensorik
möglich ! wenn Jemand davor Bange hat, dann sollte er seinen Computer abschaffen,
damit kann man auch zuschauen, (sofern der Monitor eine Kamera hat !) was
man gerade so treibt ! Merke: in diesem Falle ist die oben erwähnte Sensorik.. die Monitorkamera !
Also, last Euch nicht von den Datenschützern irre machen, die haben an allem
was auszusetzen !
Gruss von Hazett

 

Munze1  
Zitat von HOPPEL321
War ja nur so eine Idee,bin halt auch auf die Werbung reingefallen.
Nachdem ich ein paar der Links durch habe werd ich das wohl erstmal abhaken bis zumindest der Datenschutz sich einig ist.Solange kann der alte ja noch bleiben.
Ja mach das, denn die neuen kosten auch meistens mehr Grundgebühr. Momentan bringen sie einem Recht wenig, lieber das Gesparte in grüne Werkzeuge investieren

 

Lieber Hazett, es liegt mir und allen anderen Datenschützern und IT-Securityexperten - und ich kenne einige - sehr fern, jemanden "irre" zu machen.

Wir machen aufmerksam, zeigen bekannte und mögliche Probleme, die uns alle direkt betreffen - und die sehr wohl ihre Existenzberechtigung haben neben den Nutzen-, Marketing- und interessengesteuerten Argumentationen. Bewerten soll das dann jeder nach seinem Gusto - nachdem er Ergebnisse, Fakten und Meinungen kennt. Diese kann man dann hinterfragen und diskutieren, das bringt alle weiter.

Verharmlosende Vergleiche wie der mit der Monitorkamera (die man nicht kaufen, abkleben, abstöpseln oder mit dem richtigen Gerät hardwaremässig verschliessen kann) sind allerdings bei Themen, die Typisierungen und Nutzungsprofile genauso zulassen wie Manipulation unangebracht. Wir reden hier halt nicht mehr nur um die Strommengen-Erfassung sondern haben jetzt eine zweite, viel komplexere Thematik dabei. Ich denke, dass jemand wie Du, der Du aus wohlüberlegten Gründen z. B. kein Online-Banking machst, das nachvollziehen kann.

Übrigends werden solche Diskussionen auch geführt, damit die Technologien am Ende des Tages alle Interessen hinreichend berücksichtigen, auch die der Verbraucher, die an mehr als nur die €-Erspanis denken. Auch das hat nichts mit "irre" machen zu tun.

Noch eines, zum Nachdenken über diese lästigen Datenschützer, die an allem rummäkeln: Dass das momentan so ist, das könnte daran liegen, dass wir in hoher Taktzahl Neuerungen bekommen, die Implikationen haben, die Otto-Normalnutzer weder kennen kann noch in der technischen Tiefe kennen muß, geschweige denn beurteilen kann. Durch die zunehmende Vernetzung werden Dinge möglich - und heute schon gemacht und immer weiterentwickelt -, die so bisher nicht in Tiefe, Genauigkeit und auf Knopfdruck möglich waren.

Für meinen Teil ist damit diese Off-Topic-Diskussion auch schon wieder beendet.

 

Geändert von agreisle (08.03.2012 um 22:46 Uhr)
Ich glaub die Dinger sind nur ein "Hype", ein "Must Have"

Manchmal denk ich, ich muß mir selber an den Kopp kloppen

Auf der einen Seite hab ich das ganze Haus auf Energiesparlampen, teilweise sogar auf LED umgerüstet, die PC´s werden an den Steckdosen per Schalter komplett vom Stromnetz getrennt usw.

Andererseits steh ich oft abends und Samstags im Keller und lass die 2000 Watt Oberfräse fräsen, die 1800 Watt Kreissäge kreisen und dazu läuft die Absauganlage mit 1000 Watt oder der Allessauger mit 1200 Watt ...

Ich glaub ich will das gar nicht auf einem Display ablesen können

 

Ich finde es auch albern ein Typenbild meines Stromverbrauchs zu machen, denn das gibt es nicht.
Zum einen arbeite ich in Schichten und die kann ich auch schnell mal tauschen. Zum anderen kann es bei mir passieren, dass ich gerade jetzt (0:25Uhr) beschließe in die Werkstatt zu gehen. Einen logischen Rhythmus gibt es da nicht. Und selbst wenn, geht dieser meinen Stromanbieter nichts an. Ich weiß nicht, welcher Mitarbeiter meine Daten einsehen kann und ob er gerade feststellt, dass ich seit drei Tagen kaum Strom verbrauche und eventuell im Urlaub bin.
Sicher gibt es überall Sicherheitslücken und eigentlich dürfte ich den Rechner gar nicht erst anschalten, aber wenn ich den Rechner nutzen will, muss ich damit leben. Wenn ich mir den Weg zur Bank sparen will, muss ich mit den Risiken des Online-Bankings leben. Aber Strom bekomme ich auch so, wenn ich keine Daten übermittle. Und so lange ich die Wahl habe, entscheide ich mich gegen Datenübermittlung.

 

Bisher habt ihr nur über die vom Netzbetreiber gesponserten SmartMeter gesprochen. Eine Alternative sind die selbst eingebauten SmartMeter. Sowas bietet u.a. Conrad an. 


Ob der Privatmann einen Nutzen aus den gewonnen Daten ziehen kann, bezweifel ich. Oder hat jemand eine Idee? 

 

Ich arbeite für den IT-Dienstleister eines der vier großen Energiekonzerne und habe einen Teilbereich des SmartMeter-Portals des Konzerns mitprogrammiert (leider ist mein Teilbereich aus Kostengründen wieder abgeschafft worden). Dabei habe ich einen Einblick in die SmartMeter bekommen und konnte mir eine eigene Meinung dazu bilden.


Aus Sicht der Konzerne sind SmartMeter und dazu passende Tarife sinnvoll, um die Kunden so zu steuern, um hohe Energieverbräuche besser auf den Tag zu verteilen, um damit eine konstantere Energienachfrage zu bekommen und damit den Kapazitätsausbau (sowohl Kraftwerk als auch Netz) für die Abdeckung von Spitzenlasten zu vermeiden.


Das Ganze steht und fällt natürlich mit den passenden Tarifen. Mir ist dazu bei uns bisher noch nichts bekannt. Das große Hindernis dabei dürften die Gewohnheiten der Menschen sein. Die energieintensiven Tätigkeiten lassen sich kaum verschieben. 


Der Kühlschrank ist den ganzen Tag an. Aktuelle Modelle können sich zwar abschalten und dank hervorragender Dämmung die Temperatur einige Zeit kalt genug halten, aber da müssten die Haushalte auch erst einmal wieder investieren. 


Die Waschmaschine werden wohl die wenigsten nachts, wenn die Energie potentiell günstiger sein sollte, anmachen. Zum einen dürfte es in Mietwohnungen Probleme mit den Nachbarn geben, zum anderen haben viele Waschmaschinen keine Zeitsteuerung, so dass man dafür in der Nacht extra aufstehen muss, um sie anzumachen oder auszuräumen. Man will ja nicht, dass die gewaschene Wäsche lange in der Maschine liegt und klamm wird.


Gekocht wird zur Mittagszeit oder abends. Das wird man, wenn man nicht immer nur in der Mikrowelle aufgewärmtes essen möchte, auch nicht verschieben.


Und der Fernseher wird vorzugsweise in den Abendstunden eingeschaltet. 


Die einzige Möglichkeit für einen Erfolg, die ich sehe ist, den Strom in den Haushalten in einem Zwischenspeicher vorzuhalten und diesen in den günstigen Zeiten aufzuladen.


Vor einigen Jahren gab es einen Artikel in der c't über die SmartMeter von yello. Wenn ich mich richtig erinnere, wollten die monatlich für einen SmartMeter zwischen 13 und 17 EUR (je nach Versrogungsgebiet) haben. Das sind fixe Kosten, die man erst einmal durch die Tarifeinsparungen wieder reinholen muss. Hinzu kommen noch die Kosten für den Einbau des SmartMeters.


Ich bin eher skeptisch, was den Erfolg innerhalb der nächsten fünf Jahre angeht.

 

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