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Hallo Klebstoff-Profis: kleine Metallgewichte mit Kunststoff verbinden: Heißkleber oder Silikon?
Hallo Leute,

ich müsste kleine Metallgewichte in die Innenseite von Keyboard-Tasten einkleben.
Der ursprüngliche Kleber aus Epoxyd-Harz hatte sich in eine schmierige Masse verwandelt.
Nach der Entfernung der Reste und Reinigung der Tasten müssen die Gewichte wieder festgeklebt werden.
Habe mal paar Photos angehängt.
Auf den ersten beiden sieht man die Größenverhältnisse, im dritten so ungefähr, wenn die Gewichte in den Tasten sitzen.
Nun habe ich mir überlegt, die Gewichte mit Heißkleber oder Silikon einzukleben.
Bei Silikon weiß ich, dass das "fast ewig" hält; die Gefahr, dass die Gewichte jemals wieder herausfallen, sollte so ziemlich gegen Null tendieren.
Heißkleber war die Variante, die mir jedoch zuerst in den Sinn gekommen war.
Was meint Ihr?
Was ist Eurer Meinung nach die dauerhaftere, stabilere Variante?
Danke schon mal
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Heißkleber hat das Problem, dass er bei vielen Kunststoffen einfach nicht hält. Das gilt genauso für Sekundenkleber. Bei Silikon könntest Du dasslbe Problem haben. Ich denke, Du usst es einfach mal probieren. Und zwar zuerst mal mit Heißkleber. Wenn der nicht bindet, ziehst Du diesen einfach ab.

Silikon wäre dann der zweite Versuch. Aber Du hast das Problem, dass das Silikon in der Kartusche nicht ewig haltbar ist. Gut mit Klebeband verschließen, dass Du nach zwei Tagen, wenn das Silikon an den Tasten abgebunden hat und hält, auch noch was für die restlichen Tasten hast.

Natürlich gibt es auch noch andere Klebstoffe. Uhu hart könnte funktionieren. Oder Zweikomponentenkleber für Hartkunststoffe.

Hast Du mal gegoogelt? Henkel hat nen Klebstoffberater im Netz. Vielleicht wirst Du da fündig.

 

Geändert von Rainerle (29.12.2016 um 23:39 Uhr)
kjs  
Wenn sich der ursprüngliche Kleber aufgelöst hat war es mit größter Wahrscheinlichkeit kein Epoxy. Ich nehme mal nicht an daß Du das Teil mit MEK gereinigt hast und selbst damit mußt Du es sehr lange einwirken lassen.
Ist irgend wo auf dem Plastik eine Markierung was für ein Kunststoff das ist?

 

Ich würde zu UHU Endsieg 3000 greifen. Das Zeug ist die Hölle.

 

kjs  
Zitat von Nekesama
Ich würde zu UHU Endsieg 3000 greifen. Das Zeug ist die Hölle.
Das hängt vom Kunststoff ab.... Deshalb habe ich gefragt was es ist. Auf einigen Kunststoffen ist die Haftung von Epoxy mehr als schlecht (ganz schlecht auf PE, PP und etwas besser auf ABS und PVC).

 

Zitat von Nekesama
Ich würde zu UHU Endsieg 3000 greifen. Das Zeug ist die Hölle.
Da hat die Autokorrektur zugeschlagen: Du meinst UHU Endfest 3000!

 

Dog
Ich kleb so was mit ordinärem Pattex Kraftkleber.
Beide Seiten dünn einstreichen, kurz ablüften lassen, mit kräftigem Pressdruck zusammen fügen, 24 h aushärten lassen....... fertig.....

 

Dog
Fürs Protokoll:
Zitat von Dog
Ich kleb so was mit ordinärem Pattex Kraftkleber.
Beide Seiten dünn einstreichen, kurz ablüften lassen, mit kräftigem Pressdruck zusammen fügen, 24 h aushärten lassen....... fertig.....
Wenn du meinst nimm Silikon......

Aber mal was zum nachdenken: Wenn Silikon der beste Kleber für alles ist..... Warum gibts dann noch andere Klebstoffe und warum wird nicht einfach alles mit Silikon geklebt?

 

@Nekesama:
ich nehme an, dass da die Autovervollständigung zugeschlagen hat. Du meinst sicherlich EndFEST.
Das mit dem Sieg ist 'ne ganz andere Baustelle
Ob das Zeug mit dem Kunststoff der Tasten funktioniert, dazu müsste ich erst mal herausfinden, aus welchem Kunststoff sie bestehen.

@kjs:
also in diversen Foren wird eindeutig von Epoxyd-Harz gesprochen.
Das Problem ist unter dem "red glue problem" bei älteren Keyboards der Marke Roland weit verbreitet und bekannt.
Hierbei löst sich der Kleber nicht wirklich auf, sondern verwandelt sich in ein zähe, wärmeempfindliche und äußerst klebrige Masse.
Diese trieft, vor allem wenn es wärmer wird, aus den Tasten und versifft das Innenleben der Keyboards, Tasten kleben zusammen, Gewichte fallen heraus.

MEK sagt mir gar nichts.
Reinigungsbenzin oder Iso-Propanol sind nicht, oder nur sehr eingeschränkt wirksam bei der Reinigung. Aceton oder andere scharfe Lösungsmittel habe ich wg. der Kunststofftasten nicht probiert.
Neutralisieren lässt sich das Zeug aber interessanterweise mit einer stark konzentrierten Waschsoda oder Backpulver-Lösung.
Der Kleber verwandelt sich binnen Stunden damit in eine gallertartige nichtklebende Masse, die sich leicht abspülen lässt.
Noch besser soll es mit Natronlauge funktionieren, aber da ist die Anwendung heikel, da sehr stark ätzend.
Leider ist nirgendwo eine Markierung, um was für einen Kunststoff es sich bei den Tasten handelt.
Allerdings ließ sich ein kleiner Riss an einer Taste problemlos mit Modellbaukleber reparieren. Wobei das ja eher eine Art Vulkanisierung und kein Kleben im herkömmlichen Sinne ist.

@Rainerle
beim Heißkleber weiß ich halt nicht, wie beständig er ist, auch wenn er zu Beginn haften sollte. Kann ich ihm dann dauerhaft vertrauen, oder kann er z.B. spröde werden?
Bei Silikon bin ich der Meinung, dass wenn er mal hält, er dann auch bis in die Ewigkeit hält.
A propos Silikon: da hätte ich vielleicht einen Tipp für Dich.
Wenn ich 'ne Kartusche anbreche, die nicht gleich komplett aufgebraucht wird, falte ich ein paar Lagen Frischhaltefolie und lege diese auf die Austrittsöffnung direkt an der Kartusche. Dann schraube ich die Tülle drauf und verschließe das Loch der Tülle mit einem rostfreien Nage, einer Schraube und/oder wie von Dir vorgeschlagen mit Klebeband
Damit bleibt das in der Tülle befindliche Silikon zwei/drei Tage verarbeitbar. Danach fängt es an, zu fest zu werden, um sinnvoll weiter genutzt werden zu können.
Dann nehme ich einfach eine Ersatz-Tülle, oder, wenn ich das Silikon sehr viel später wieder benötige, drücke ich das mittlerweile in der Tülle komplett abgebundene Silikon rückwärts aus der Tülle.
Und da ich zuvor die Kartusche direkt an ihrer Öffnung mit Folie versiegelt habe, bleibt das Silikon in der Kartusche noch "ewig" verarbeitbar. Einzig der in der Tülle befindliche Anteil fällt unter die Rubrik "ein bißchen Schwund ist immer".

 

@Timo1981:
Kontaktkleber? Irgendwas in der Art wie Pattex?
Was würdest du denn für alterungsbeständiger halten?
Kontaktkleber oder Silikon?
Wie gesagt, Silikon scheint mir "ewig" haltbar zu sein. Das sieht man ja an unzähligen Badezimmern und anderen sanitären Einrichtungen, Aquarien etc.
Das sind ja alles Anwendungen, wo das Silikon ständig Feuchtigkeit, Licht und Luft ausgesetzt ist und normalerweise trotzdem so gut wie nicht altert.
Ich bin ja deshalb fast geneigt, es zuerst mit Silikon zu probieren.
Wenn es funktioniert, dürfte es zudem die wohl günstigste Methode sein. Man braucht halt nur etwas mehr Geduld, bis man weiß, ob es hält.

Heißkleber hast du jetzt gar nicht erwähnt. Weil Du für diesen Zweck nichts davon hältst, oder weil Du Dich damit nicht so gut auskennst?

 

kjs  
Bei dem was Du beschreibst ist es aber kein Epoxykleber. Sehr oft wird Epoxy zu Sachen gesagt die etwas ganz anderes sind. Wenn Epoxy durch Alterung stirbt wird es normalerweise spröde aber dazu braucht es z.B. UV Licht. Habe noch nie erlebt daß es zu einer zähen Masse wird außer man legt es sehr lange in MEK oder einen ähnlichen Verdünner ein. Auch Benzin kann das bei den normalen Epoxies erreichen. Das Zeug hast Du aber alles nicht in einem Keyboard.

Heißkleber ist kein besonders guter Kleber, der ist ebenfalls nicht besonders dauerhaft und geht sehr oft nach einiger Alterung von selbst ab. Die Chinesen nehmen das gerne um Sachen fest zu legen und nach ein paar Jahren klappert das Zeug dann in der Kiste rum. Da habe ich schon viel nacharbeiten dürfen...
Silikon könnte eine Zeit halten und mehr als schief gehen kann es nicht.

 

falls Du im Schutzkleidungs-Bestand ordentliche Atemmasken hast ( und Brille )
würde ich Dir den PU-Leim von BEKO empfehlen .. BEKO-Fibcon 60.. Faserleim..
Kosten 500gr.... 25,80 E bei den Amazonen .. PONAL- PUR Leim HV 860 mit ähnlichen
Eigenschaften 15,30 für 420 gr. ! Diese Materialien werden hauptsächlich an Handwerker verkauft... deshalb findest diese und ähnliche nicht im Baumarkt.. weil bei direktem Einatmen gemäß Sicherheits-Datenblatt.. Krebsgefahr besteht !..............................
das Zeug schäumt je nach Auftrag gering oder stark auf, also genau die Bed. Anleitung
lesen ! Hier gibt es auch Komponenten mit 5 oder 15 min. offene Zeit !... UND.. das Zeug
klebt ähnlich wie Sec.-Kleber, also Hautkontakt vermeiden .. Schutzbrille ist Pflicht !
Gruss......

 

Geändert von Hazett (30.12.2016 um 14:37 Uhr)
Zuerst Danke für den Tipp mit der Frischhaltefolie die mit in die Kartusche geschraubt wird. Das leuchtet ein. Werde ich bei Gelegenheit testen.

Manchmal hilft es zu googeln. Hast. du das hier gelesen? Roland tauscht die Klaviatur. Für rund 100 Euro aus. Die Info stammt von Feb. 2016. OK, das koostet etwas. Aber Kleber auch. Und man kann. Von ausgehen,dass die Klaviatur dann auch wieder einwandfrei spielbar ist.

 

Wenn ich mal Kunststoff auf Metall kleben muss kreife ich zu Loctite 420 der klebt wie Hölle.

 

Halo
ich wollte es nicht versäumen, Rückmeldung zu geben.

Den ersten Versuch, ob und wie der Kleber haftet, habe ich mit Silikon durchgeführt, zum einen, weil von der Renovierung noch etliche Kartuschen mit abgelaufenem MHD herumliegen, zum anderen, weil es (auch dadurch) die kostengünstigste Variante wäre, sofern es funktioniert.

Habe also erstmal eine kleine Silikonwurst an einer unproblematischen Stelle angebracht.
Nach noch nicht mal einem Tag war die Haftung so stark, dass sich das Silikon nicht mehr rückstandsfrei entfernen ließ. Bei Kunststoff besteht ja die Gefahr, dass man das Silikon einfach so abknibbeln kann, wie man es von den diversen Spachteln zum Verfugen kennt.
Zur Sicherheit noch den zweiten Tag abgewartet: das Silikon hält bombenfest am Kunststoff der Tasten.
Dann den Versuch erweitert, indem ich in jeweils eine schwarze und weiße Taste ihre jeweiligen Gewichte mit Silikon eingeklebt habe.
Jetzt nach drei Tagen versucht, mit sanfter Gewalt die Gewichte wieder herauszuhebeln: keine Chance. Eher gehen die Tasten kaputt.
Somit denke ich, dass an einem weiteren Vorgehen mit Silikon nichts auszusetzen sein sollte.

 

Geändert von ha_se_ka (09.01.2017 um 16:37 Uhr)
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