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Senker und Bohrer

16.02.2015, 20:33
Hallo und guten Abend,

nachdem ich jetzt knapp eine Woche mit der PDB40 unterwegs bin, suche ich mir seit dem Wochenende einen Wolf nach vernünftigen Bohrern und Senkern. Was nutzt ihr?

Kann man überhaupt Senker in der PDB40 vernünftig nutzen?

Irgendwie bekomme ich immer achteckige Senkergebnisse. Über den ein oder anderen Tipp wäre ich sehr dankbar.
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34 Antworten
Zitat von ruesay
Kann man überhaupt Senker in der PDB40 vernünftig nutzen?

Irgendwie bekomme ich immer achteckige Senkergebnisse. Über den ein oder anderen Tipp wäre ich sehr dankbar.
Klar geht das! Vielleicht ist deine Drehzahl zu hoch.

 

Dämlich, die Anfrage Es fehlt die Nutzung. Ich bohre zu 95 Prozent in Holz. Für Alu und anderes Metall habe ich gute Bohrer.

Beim Holz wäre ich an Größen von 3 bis 14 Millimeter in 0,5-Schritten interessiert. Nimmt man welche mit Zentrierspitze? Universalbohrer? Ich bin im Moment leicht überfordert...

 

Meines Wissens gibt es Holzbohrer nur in ganzen Millimeter Schritten.
Holzbohrer haben eine "Zentrierspitze". Die Spitze ist auch dazu da um das Außreisen des Bohrloches zu verhindern. Wenn man ein Brett durchbohrt, hört mann auf sobald man die Spitze sieht und bohrt von der anderen Seite zuende. Ergibt saubere Löcher.
Bohrer mit Senker benutze ich sehr oft und kann sie empfehlen.

 

Klasse, vielen Dank erstmal euch Beiden. Mit dem Senker muss ich dann nochmal ausprobieren.

Dämliche Frage dazu: einen Tipp zu bestimmten Bohrersets?

 

Ekaat  
Ich habe bis vor kurzem (Anfang/Mitte 2013), als ich die PBD zum Testen bekam, bei Holz stets meine HSS-Spiralbohrer für Stahl genommen. Und das mit voller Pulle in das Holz geschoben - Beim Anschnitt langsam, um eine Ausfaserung zu verhindern, danach so schnell, wie möglich. Auch beim Senken in Holz höchste Drehzahl im 2. Gang wählen und ganz langsamen Vorschub.
In Metall sieht das schon anders aus.
Kupfer: fast so, wie Holz, nur etwas langsamer. Senken: Niedrigste Drehzahl und gut schmieren.
Alu: In der Geschwindigkeit, Vorschub und Drehzahl, fast keine Grenze nach oben, allerdings mit Spiritus schmieren. Das Schmieren gilt auch bei anderen Zerspanungsarbeiten. Senken: Niedrigste Drehzahl und gut schmieren.
Messing: Entsprechend der Tabelle an der Maschine. Mit Bohremulsion schmieren. Senken: Niedrigste Drehzahl und gut schmieren.
Stahl:Entsprechend der Tabelle an der Maschine. Mit Bohremulsion schmieren. Senken: Niedrigste Drehzahl und gut schmieren.
Niro: Wie Stahl, nur die Hälfte der Drehzahl wählen.
Wenn Du das befolgst, erhältst Du keine Vielecke mehr bei einer Senkung.

 

Holz - man unterscheidet Weichholz und Hartholz.

Für Hartholz nimmt man Metallbohrer.

Für Weichholz Holzbohrer mit Zentrierspitze. Wenn Du solche kaufst, nicht sparen. Billige werden heiß, transportieren das Bohrmehl nicht richtig heraus. Achte darauf, dass an der Seite ein zusätzlicher schmaler Grat ist und nicht eine breite glänzende Seite. Am Grat wird der Bohrer geführt, alles andere sollte dem Abraum dienen.

Klasse sind Bohrer mit angebrachtem verstellbarem Senker, gibt es auch mit Tiefenstop. So kannst Du fein Vorbohren, zugleich Senken für den Kopf und alle Löcher sind gleich weit angesenkt. Und das in einem Arbeitsgang.

 

Noch ein kleiner Nachtrag: Holzbohrer brauchst Du nicht unbedingt in 0,5 mm Schritten. Da man diese nur in Weichholz nimmt, macht die Schraube den Rest. Notfalls mit Holzbohrer bohren und dann mit nem Metallbohrer den 0,5 mm Schritt nachbohren.

In MDF, Multiplex kannst Du auch mit Metallbohrern arbeiten. Viel wichtiger ist, dass Du den Bohrer immer nur etwas eindrehst und zwischendurch immer ganz heraus nimmt. Oft ist der Abräumkanal so verstopft, dass der Bohrer mehr durchgepresst als geschnitten wird. Und dann reisst es unten unweigerlich.

 

Ekaat  
Zitat von Funkenmann
...Wenn man ein Brett durchbohrt, hört mann auf sobald man die Spitze sieht und bohrt von der anderen Seite zuende...
Wie willst Du beim Benutzen einer Säulenbohrmaschine (z. B. PBD 40) sehen, wenn die Zentrierspitze an der anderen Seite ankommt?
Dieses Problem löse ich, indem ich das Materiel mit einem 2mm-Bohrer zunächst durchbohre (dazu habe ich ein 10er-Pack mit 70mm Länge, falle es mal dicker sein sollte), danach bohre ich zur Hälfte ein, drehe das Werkstück um und komme von der anderen Seite.
Ich hatte bisher, sogar bei Durchgangslöchern von 100mm Länge keinen Versatz. Da konnte ich allerdings nicht 2mm vorbohren.

 

Klasse, vielen Dank für die ausführlichen Antworten! Dann brauche ich ja doch keine komplett neuen Sets. Die sehr guten HSS-Bohrer sind vorhanden, für die Holzbohrer kaufe ich dann wohl doch nochmal einen neuen Satz. Und die Bohrer mit Senker kann ich gerne Anschaffen. Das Umspannen macht nicht ganz so viel Spass!

Bin dann mal einkaufen...

Vielen Dank, Ekaat und Rainerle!

 

Schau Dir mal die an:
http://www.feinewerkzeuge.de/bohrer-senker-satz.html
Und Bohrer:
http://www.feinewerkzeuge.de/holzspiralbohrer.html

Sind preislich natürlich hoch, aber Du siehst, wie gute Bohrer ausschauen müssen. Nicht vergleichbar mit 5 Euro-Bohrersätzen. Schau Dir die Details an und Du siehst beim Einkauf worauf Du achten solltest. Man braucht ja auch nicht alle Größen. Spax hat man im allgemeinen auch mit 3,4,5 mm und zum Vorbohren entsprechend weniger. Für den Anfang genügen eher 2,3,4,6,8 und 10 mm-Bohrer. Aber die hochwertig. 6er, 8er und 10er für Holzdübel. Und Du siehst, die gibt es sehr wohl in 0,5 mm Abstufung.

Bei Metallbohrern gibt es auch extreme Unterschiede. HSS ist nicht gleich HSS. Da zählt auch richtige Qualität hat seinen Preis. Versuch mal V2A-Edelstahl zu bohren, da versagt jeder Billigbohrer. Da kannst Du zusehen wie der Bohrer dahinschmilzt. Entsprechend rasch stumpf werden die auch bei normalem Eisen.

Man kann überall sparen, aber bei allem was schneidet - Sägeblätter, Fräser, Bohrer - da spart man nur mit guter Qualität. Gilt übrigens auch für Schleifpapier.

 

Ekaat  
Zitat von ruesay
Klasse, vielen Dank für die ausführlichen Antworten! Dann brauche ich ja doch keine komplett neuen Sets. Die sehr guten HSS-Bohrer sind vorhanden, für die Holzbohrer kaufe ich dann wohl doch nochmal einen neuen Satz. Und die Bohrer mit Senker kann ich gerne Anschaffen. Das Umspannen macht nicht ganz so viel Spass!

Bin dann mal einkaufen...

Vielen Dank, Ekaat und Rainerle!
Für Serienbohrungen (über 100) lohnt sich sicherlich solch ein Gespann von Bohrer und Senker. Ich habe eine Senker (für Stahl), von Ø3mm bis Ø16mm. Der hat mir in de´n letzten 40 Jahren genügt. Ich kann mir nicht vorstellen, daß noch größere Senker nötig sein sollten.
Und wenn Du mit der PBD40 arbeitest, bekommst Du jede Senkung paßgenau hergestellt, Dank Tiefenanschlag und Bohrtiefenmessung.
Schneidwerkzeuge - einschließlich Feilen - habe ich immer im Werkzeughandel gekauft, der auch Werkstätten und Industrie belieferte. Bei Handsägeblättern kenne ich mich nicht aus: Da hat mir in den 1990er Jahren der Vertreter, der uns in der Firma die Maschinensägeblätter und -bänder verkaufte, mal Top-Blätter zugesteckt: 60 Stück! Viele habe ich davon verschenkt, und viele werde ich wohl auch davon noch unbenutzt vererben...

 

Vor allem für Hartholz kann ich auch die Keil Turbowood empfehlen:

http://keil.eu/qb/epaper/deutsch2014/index.html#/112

Die sind zwar auch nicht gerade billig, aber unverwüstlich.

 

Ekaat  
Ist ja 'ne fürchterliche Seite von Keil, Tscharlie! Ich habe einen ganze Weile dazu gebraucht, um überhaupt mal was lesen zu können.

 

Natürlich gibt es auch Holzbohrer in Zwischengrößen.

Weihnachten 2013 habe ich mich mit diesem Holzbohrer-Set selbst beschenkt und kann versprechen, diese Bohrer sind von einem anderen Stern und jeden Cent wert ...

 

Der Preis ist aber auch ganz schön gehoben. Und wieder was dazugelernt.

 

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