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Sekundenkleber als Oberflächenversiegelung auf Holz auftragen - welches Papier?

13.01.2016, 19:25
Hallo zusammen,

ich habe vor Kurzem mit der Drechselei begonnen. Da möchte ich jetzt Stifte drechseln und denen mit Sekundenkleber ein dauerhaftes Finish geben.

Ein paar Stifte habe ich schon fertig, die ich mit Melamin oder Friction Polish behandelt habe.

Um Sekundenkleber aufzutragen benötige ich aber ein Papier, das nicht gleich als Aktivator für den Kleber agiert. Ich habe da schon verschiedene ausprobiert und bisher haben alle den Kleber sofort aktiviert.

Hat hier vielleicht jemand Erfahrung und kann mir ein Papier nennen, mit dem das geht?

Danke im Voraus,
Jürgen
 
Holzoberfläche behandeln, Papiertücher, Sekundenkleber Holzoberfläche behandeln, Papiertücher, Sekundenkleber
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28 Antworten
Hallo Jürgen,

da nimmt man am besten die Folie eines Blumenstrausses, das ist Celophan oder so
ähnlich. Bekommt man bei Büroartikel Handel Österreich Pagro,Libro,....). Als Test kann man auch das vom Blumenstrauss für die Freundin oder Frau beginnen, Frau Freu und ab in die Werkstatt.

MFG

Rudi

 

Warte ab bis sich Dein Namensvetter Holzkunst meldet.
LG Holzpaul - der mit dem Holz tanzt

 

Zitat von rudi1968
Hallo Jürgen,
Als Test kann man auch das vom Blumenstrauss für die Freundin oder Frau beginnen, Frau Freu und ab in die Werkstatt.
Coole Idee. Da such ich die ganze Zeit nach passendem Papier, aber links und rechts hab ich nicht geschaut. Werd' das sicher mal versuchen. Und dann kommt auch noch ein kleines Trostpflaster für meine Zeit in der Werkstatt bei rum. Drechseln ist ja sooooo vielfältig - da muss man üben, üben, üben

Danke,
Jürgen

PS: komme gerade erst aus der Werkstatt - hab den Umgang mit dem Schrägbeitel geübt.

 

Geändert von Kritzel (13.01.2016 um 23:17 Uhr)
Ekaat  
Wachspapier oder Ölpapier nimmt Sekundenkleber auch nicht an. Versiegeln würde ich allerdings mit Gießharz; das härtet nicht so schnell aus.

 

Ekaat  
Zum Thema Gießharz:
Ich habe einen »Bistro-Tisch«, 1,30m hoch, eine Marmorplatte von 80cm Durchmesaser auf einem einbeinigen Fuß aus Gußeisen, der unten dreibeinig wird. Platte und Fuß hatten sich getrennt. Ich baute eine 6mm Aluplatte, schnitt in die Stellen, an denen am Fuß Löcher waren, ein Gewinde ein und klebte die Platte mit Gießharz auf die Unterseite der Marmorplatte. Das war vor etwa 15 Jahren. Jetzt hat die Klebestelle ihren Geist aufgegeben. Zum Erneuern warte ich wärmeres und trockeneres Wetter ab, damit der Kleber gut abbinden kann. Ob ich es wieder mit Gießharz mache, weiß ich noch nicht...

 

Danke für den Tip Ekaat.
Ich denke aber ich werde in der Schreibgeräteherstellung nicht die Geduld haben, auf die Aushärtung des Giessharzes zu warten. Ich muss ja auch rundherum gleichmäßig auftragen. Bei Gießharz hätte ich Angst, dass er mir verläuft.

Gruß,
Jürgen

 

Ohweh, der nächste der den Amis alles glaubt......
Friction Polish hat auf Kugelschreiber nichts verloren, maximal auf Deko-Gegenständen, aber nicht auf Kugelschreibern, die man ständig angreift!
CA-Glue, das Allheilmittel der Amis, ein normaler Kleber geht da nicht, da brauchs schon etwas spezielleres, und der gehört bei laufender maschine aufgetragen, super, versaut das Bankbett, die Kleidung, die Umgebung, Schutzbrille uvm. Gießharz geht schon für Kugelschreiber, jedoch muss man da die Dinger eingießen, und erst wieder rund drechseln, und dann schleifen, und auch wieder ein Finish aufbringen, oder man schleift mit MicroMash, oder wie das jetzt genau heißt.
Wennst fragen hast, schreib mich per pn an, hab da etwas Erfahrung gesammelt

 

Ich gebe zu ich habe mich von den Amis inspirieren lassen. Erste Versuche mit Sekundenkleber und MicroMesh Schleifpads (an einem Kiefer-Rohling - kein Stift) waren aber sehr vielversprechend.

Ich hatte nie vor Friction Polish für die Stifte zu nutzen - genau aus dem Grund, den Du genannt hat.

Desweiteren habe ich mir Melamin Lack geordert - der ist aber seidenmatt und ich möchte Glamour-Hochglanz produzieren.

Ich meld' mich noch per PN an Dich. Danke für das Angebot.

Grüße,
Jürgen

 

Schau mal unter "Holz stabilisieren" bei Tante Google. CA Kleber ist ein gängiges Mittel bei Messermacher, Bogenbauer, Drechsler, Instrumentenbauer etc. Also Allheilmittel der Amis keine Spur! Es ist ansich eine Wissenschaft für sich. Ich wundere mich das sich der Meister noch nicht gemeldet hat.
LG Holzpaul - der mit dem Holz tanzt

 

Meine Stifte sind alle mit Sekundenkleber versiegelt, das ist auch nicht unüblich und auch keine Wissenschaft für sich, ich nutzte normales Küchenpapier, darauf einige Tropfen Sekundenkleber (dünn flüssig) und dann auf den langsam drehenden Rohling mit seitlichen Bewegungen auftragen, so werden dann 5 oder mehr Schichten aufgetragen, anschließend das ganze dann noch mit Micromesh und einer Politur auf Glanz bringen. Wenn Du das so machst, spritzt der Kleber auch nicht in der Gegend rum, Deine Kleidung, die Drechselbank und die Umgebung bleiben sauber. Achte darauf das Du ein sauberse Umfeld hast, die Drechselspäne und der Schleifstaub sollten entfernt sein.

 

Zitat von cyberman
Meine Stifte sind alle mit Sekundenkleber versiegelt, das ist auch nicht unüblich und auch keine Wissenschaft für sich, ich nutzte normales Küchenpapier, darauf einige Tropfen Sekundenkleber (dünn flüssig) und dann auf den langsam drehenden Rohling mit seitlichen Bewegungen auftragen, so werden dann 5 oder mehr Schichten aufgetragen, anschließend das ganze dann noch mit Micromesh und einer Politur auf Glanz bringen. Wenn Du das so machst, spritzt der Kleber auch nicht in der Gegend rum, Deine Kleidung, die Drechselbank und die Umgebung bleiben sauber. Achte darauf das Du ein sauberse Umfeld hast, die Drechselspäne und der Schleifstaub sollten entfernt sein.
Das ist jetzt einmal eine Antwort von jemanden der so etwas schon öfters gemacht hat. So etwas liebe ich. Erfahrung ist schon etwas anderes als angelesenes Halbwissen.
LG Holzpaul - der mit dem Holz tanzt

 

Willst mir leicht unterstellen, dass ich mir angelesenes Halbwissen weitergebe?

 

Zitat von cyberman
..., ich nutzte normales Küchenpapier, darauf einige Tropfen Sekundenkleber (dünn flüssig) und dann auf den langsam drehenden Rohling mit seitlichen Bewegungen auftragen, ...
So hatte ich mir das auch gedacht. Nur bei allem Papier, das ich hier im Haushalt und in meiner Werkstatt auftreiben konnte, ist der Sekundenkleber innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde fest (und heiß). Daher meine anfangs gestellte Frage: Welches Papier genau nutzt Ihr? Vielleicht sollte ich auch fragen: Welchen Kleber genau nutzt Ihr? Gibt es vielleicht langsameren Sekundenkleber, oder sowas?

Das mit der Folie werd' ich mal versuchen. Hab auch Hinweise, die Zip-Beutel aus den Bausätzen über den Finger zu ziehen und damit zu verreiben. Das werd' ich auch mal versuchen. Eben hab' ich mal einen Tropfen dünnflüssigen Kleber auf Packpapier getropft. Der ist auch nicht gleich hart geworden.

Ich habe den Sekundenkleber von Steinert (den Bausatzkleber extra flüssig und dick flüssig).

 

Zitat von Holzpaul
Das ist jetzt einmal eine Antwort von jemanden der so etwas schon öfters gemacht hat. So etwas liebe ich. Erfahrung ist schon etwas anderes als angelesenes Halbwissen.
LG Holzpaul - der mit dem Holz tanzt

Danke

 

Zitat von Hoizbastla
Willst mir leicht unterstellen, dass ich mir angelesenes Halbwissen weitergebe?
Nicht gleich an die Decke gehen!!!

 

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