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Schwingschleifer - Welcher soll es sein ?

02.01.2014, 01:33
Hallo Zusammen,

ich bin noch auf der Suche nach einem Schwingschleifer.
Die primäre Verwendung ist das Schleifen von Leimholz aus Buche und Eiche.
Wichtig ist für mich, dass die Vibrationen am Gerät bzw. der Hand relativ gering sind und der Feinschliff sehr sauber ausfällt.

Ideal wäre natürlich dieser hier: Mafell UVA 115 E.

Leider ist der Preis für einen Hobby-Handwerker recht hoch (Die Maschine ist mit Sicherheit das Geld wert.).



Jetzt bin ich auf der Suche nach Alternativen.

Welche Schwingschleifer benutzt Ihr ?

Bitte schreib auch die Vor- und Nachteile mit auf.



Im Voraus DANKE !

Grüsse
Thiemo
 
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19 Antworten
Ich bekennen hoffnungslos überfordert zu sein. Ich habe einen Schwingschleifer, bei dem ich es als vorteilhaft empfinde, dass er schleift. Nachteile ergäben sich vielleicht im Vergleich mit anderen Geräten, aber ich hab halt nur den einen.

 

Ach ja:
Wenn die Primäre Aufgabe das Schleifen von Leimholz (selbst hergestellt?) ist, hast du vermutlich schon Gründe warum du keinen Exzenterschleifer haben möchtest, oder?

 

Ich habe mich nach einiger Überlegung gegen einen "klassischen Schwingschleifer" entschieden, da ich (für mich) zu dem Ergebnis gekommen bin, dass ein Exzenterschleifer die ideale Kombination ist, sowohl hohen Schleifabtrag als auch bestes Oberflächenfinish zu erreichen.

Hilfreich bei meinen Überlegungen war DIESES VIDEO von Festool.

Letztlich habe ich mich dann für einen Bosch GEX 125-150 AVE (060137B101) entschieden, den ich überwiegend mit 150mm Bosch-Schleifmitteln (aber mit Festool-Lochung) verwende.

Allerdings werde ich mir kurzfristig noch den billigsten Schwingschleifer(?) besorgen den ich bekommen kann, denn es steht einiges an Trockenbau bei mir an und da will ich keinen meiner normalen Schleifer verwenden und lieber einen billig-NoName-Schleifer zu Tode fahren ...

 

Geändert von Linus1962 (02.01.2014 um 11:24 Uhr)
Zitat von Linus1962
Allerdings werde ich mir kurzfristig noch den billigsten Schwingschleifer(?) besorgen den ich bekommen kann...
Da gibt es solche Adapterplatten vom Typ SCNR.
Sind kompatibel mit jeder Arm-/Hand-Kombination.

 

Zitat von Linus1962
es steht einiges an Trockenbau bei mir an und da will ich keinen meiner normalen Schleifer verwenden
Überleg noch mal in Ruhe ob du dir dafür nicht einen Langhalsschleifer leihen solltest. Ich werde wenn es irgendwie geht keinen Trockenbau mehr mit einem Schwingschleifer machen.

 

Da du einen Schwingschleifer suchst, würde ich dir empfehlen, die folgenden Geräte von Bosch anzuschauen (hier muss ich zwingend auch auf die blaue Handwerkerlinie verweisen, da nur die eine Vibrationsdämpfung bietet).
Bei den beiden untengenannten Geräten ist das Motorgehäuse entkoppelt.

GSS 280 AVE

und

GSS 230 AVE

haben beide 1,5m/s² nach EN 60745 (Schleifen von Plattenmaterial).

Die Prüfung bei der EN ist eine Momentaufnahme, die die geringsten Vibrationswerte beschreibt, wobei es immer drauf ankommt was geschliffen wird.
So gesehen fängt man mit den Bosch-Werten mehr an, wie mit denen von Mafell, da diese keinen Bezug zum geschliffenen Material herstellen.
Mafell schreibt dafür .... "bis auf 1,9m/s²".
Bei Beiden dürften die angegebenen Werte nur unter den optimalsten rahmenbedingungen erreicht werden.
Welche Restvibrationen man dann als angenehmer empfindet bleibt wohl reine Gefühlssache.
Zum GSS 280 AVE stehen im BOB-Forum auch einige Testberichte drinnen.

Allerdings sind die Bosch auch nicht billig.
Die Straßenpreise dürften aber eventl. leistbarer sein.

Noch ein Tipp von mir (auch etwas günstiger).
Es gibt Arbeitshandschuhe, die haben Geleinlagen gegen zu hohe Vibrationen (leicht Stoßdämpfend).
Ob die gegen die hohe Vibrationsfrequenz auch helfen weiß ich zwar nicht, aber ein Versuch ist es Wert.
Die Kosten so um die 20 Euro (+/-).
Alternative wären noch Radlerhandschuhe, gute kosten aber in etwa das Gleiche..

 

Geändert von Hermen (02.01.2014 um 13:11 Uhr)
Zitat von Fernton
Überleg noch mal in Ruhe ob du dir dafür nicht einen Langhalsschleifer leihen solltest. Ich werde wenn es irgendwie geht keinen Trockenbau mehr mit einem Schwingschleifer machen.
Ich gebe Dir völlig Recht und habe auch diesbezüglich so meine Bedenken, allerdings habe ich ein Zeitproblem bzw. mit dem vermeintlichen Zeitabstand zwischen den einzelnen Abschnitten ...

Du hast meine Werkstatt ja schon gesehen. Die sollte eigentlich im letzten Jahr fertig werden, aber ich habe nur Tür & Fenster, sowie den Werkstattofen und die damit verbundene Schornsteinsanierung geschafft ...

... und immer wieder einen leihen will ich nicht und einen zu kaufen ist mir schlichtweg zu teuer.

 

Geändert von Linus1962 (02.01.2014 um 13:21 Uhr)
Zitat von Fernton
Überleg noch mal in Ruhe ob du dir dafür nicht einen Langhalsschleifer leihen solltest. Ich werde wenn es irgendwie geht keinen Trockenbau mehr mit einem Schwingschleifer machen.
Dem stimme ich glatt eingeschränkt zu.
Letztes Jahr Eigenleistung beim Hausbau war auch verspachteln und schleifen der Fugen von insgesamt guten 150m² (+x) Oberfläche. Das Schleifen mit einem Langhalsschleifer und dafür geeigneten Staubsauger - beides von FLEX-Tools - war nach einigen Stunden Arbeit (so ca. 6 Stunde) erledigt.

Aber: Um mal schnell eine Fuge nachzuschleifen war ich sehr froh einen SKIL Sander zum Klemmen zu haben, da passen perfekt die Knauf-Schleifgitter rein.

 

Den Langhalsschleifer verkantet man auch nicht so schnell.
Einerseits wegen der größeren Tellerfläche, andererseits ist der Teller flexibel aufgehängt.
Damit lässt sich gerade an der Decke um einiges besser und vor allem schneller schleifen wie mit einem Handschleifer.

kaufen lohnt sich aber meist nicht, hier ist ausleihen wesentlich sinnvoller (wenn man denn einen entsprechenden Verleih in der Nähe hat).

 

Geändert von Hermen (02.01.2014 um 14:08 Uhr)
Zitat von Linus1962
Ich habe mich nach einiger Überlegung gegen einen "klassischen Schwingschleifer" entschieden, da ich (für mich) zu dem Ergebnis gekommen bin, dass ein Exzenterschleifer die ideale Kombination ist, sowohl hohen Schleifabtrag als auch bestes Oberflächenfinish zu erreichen.

Hilfreich bei meinen Überlegungen war DIESES VIDEO von Festool.

Letztlich habe ich mich dann für einen Bosch GEX 125-150 AVE (060137B101) entschieden, den ich überwiegend mit 150mm Bosch-Schleifmitteln (aber mit Festool-Lochung) verwende.

Allerdings werde ich mir kurzfristig noch den billigsten Schwingschleifer(?) besorgen den ich bekommen kann, denn es steht einiges an Trockenbau bei mir an und da will ich keinen meiner normalen Schleifer verwenden und lieber einen billig-NoName-Schleifer zu Tode fahren ...
Hallo Linus,

danke für den Link.

Gut finde ich bein Schwingschleifer die grosse Auflagefläche.
Aber ich werd mich auch mal über die Exenterschleifer informieren.

Gruss
Thiemo

 

Zitat von Linus1962
Du hast meine Werkstatt ja schon gesehen.

Gerade deshalb dachte ich du nutzt die Chance alles mal raus zu räumen, die Platten an die Wände zu bringen und dann ordentlich wieder einzuräumen.

Man kann das natürlich auch so machen:


 

Zitat von Fernton

Gerade deshalb dachte ich du nutzt die Chance alles mal raus zu räumen, die Platten an die Wände zu bringen und dann ordentlich wieder einzuräumen.
...
... ich bin doch schon am ausräumen (was glaubst Du wie es mittlerweile IM Haus aussieht? )

Als meine Kinder die Wand mit den L-Boxxen gesehen haben konnte ich in Ihren Blicken lesen "Ey Alter, was ist eigentlich mit unserem Erbe?" ...

Eben war ich Fermacell kaufen um damit die Ecke vom Ofen zu verkleiden ...
... nächste Woche würde/könnte/werde ich dann die (neue) Elektrik (rundherum) und die Decke mit den Lampen angehen ...

 

Mal wieder was zum Thema, bzw zur Frage:
Ich besitze den Kress 300 RSE seit und kann das Gerät guten Gewissens weiterempfehlen.

Pro:
- Sehr gut verarbeitet
- Gute Absaugung
- Tolles Schliffbild
- Wenig Vibrationen (auch nach Stunden kein Kribbeln in den Händen)
- Langes, flexibles Kabel, ähnlich Plug-It
- große Schleiffläche (115x230)
- akzeptabler Preis

Con:
- Anschluss der Absaugung rastet nicht sauber ein, daher geht ab und an der Schlauch wieder ab
- Mitgelieferter Koffer ist Schrott, der Schleifer passt nicht mit montiertem Zusatzgriff rein

Ein Kritikpunkt, der aber alle Schwingschleifer betrifft, ist der geringere Abtrag im Vergleich zu einem Exzenter. Man schleift sich gerade bei Hartholz fast zu Tode, hat dafür aber ein überragendes Schriftbild.
Ich besitze bisher nur den Schwingschleifer, als nächste Maschine tritt aber ein Exzenter mit zwei Schwingkreisen in meinen Besitz (Weihnachten macht's möglich )

Wenn Du wirklich einen Schwingschleifer als erstes haben willst, kauf Dir den Kress. Ist Profiqualität für einen Hobbypreis.
Mein Tip wäre aber auch: Erst einen Exzenter, dann einen Schwingschleifer.

 

Zitat von MoritzLange
Wenn Du wirklich einen Schwingschleifer als erstes haben willst, kauf Dir den Kress. Ist Profiqualität für einen Hobbypreis.
Sorry, aber mit den Jahren hab ich auch lernen müssen, dass es sowas einfach nicht gibt... Hobby bleibt hobby und Profi nicht umsonst Profi... es gibt bessere und schlechtere fürn Heimbedarf, aber jeder der wirklich gute Produkte herstellt, weiß auch, was er dafür verlangt...


Zurück zum Thema...

Ich habe mit dem von Linus verlinkten bei meinem Schwiegervater auch schon das eine oder andere mal in der Schreinerei arbeiten dürfen und bin echt auch sehr begeistert davon... große Flächen macht er wirklich mit bravour... tolle oberflächen in akkzeptabler Zeit...und für die Ecken hab ich jetzt ja meinen Multi (schon wieder zu Linus schiel)

 

Zitat von keinerle
Sorry, aber mit den Jahren hab ich auch lernen müssen, dass es sowas einfach nicht gibt... Hobby bleibt hobby und Profi nicht umsonst Profi... es gibt bessere und schlechtere fürn Heimbedarf, aber jeder der wirklich gute Produkte herstellt, weiß auch, was er dafür verlangt...
Ist Dir die Marke Kress und der Rutscher bekannt?
Das Teil ist für den gewerblichen Einsatz konzipiert (10 Jahre Garantie, jährliche Inspektion etc) aber mit etwas über 100 Talern noch im Heimwerker Preissegment verordnet. Das Teil ist halt ohne großen Schnickschnack, Drehzahlregelung, Vibrationsdämpfung und gut ist.

Klaro kostet Qualität Geld, genauso aber auch Image, das oft durch zusätzliches Marketing erkauft werden muss.

 

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