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Schrift auf Holz übertragen

09.10.2013, 08:46
Hallo zusammen,

ich habe neulich ein Video gesehen, wo gezeigt wird, wie von einem Laserdrucker gedruckte Schrift auf das Holz übertragen werden kann.

Hier mal der Link:
http://www.ibuildit.ca/Workshop%20Pr...tricks-13.html

Jetzt wollte ich das auch mal Versuchen, aber ich habe das nicht hinbekommen.
Finde das wirklich eine super Lösung und würde somit gerne meine kleinen Schubladen in der Werkstatt beschriften.

Hat das jemand schon mal gemacht und kann mir empfehlen welches "Mittel" ich dafür nehmen muss oder hat jemand einen anderen Tipp?

Danke bereits im voraus.
Gruß
Patrick
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30 Antworten

Die besten Antworten

Interessanter Vorgang da in dem Video.
Hab mal ein bisschen im Netz gesucht. Grundsätzlich hat mich die Zusammensetzung des Toners interessiert und wie der eigentliche Druckvorgang abläuft.
Das habe ich gefunden:
Eine Bildtrommel wird vollflächig negativ aufgeladen. Dem Druckbild entsprechend wird die Walze mit Licht (Laser oder Diode) neutralisiert. Die Bildrolle dreht sich und streift dabei die Magnetrolle. Der Toner (negativ geladene Eisenteilchen) wird hier hinzugegeben und haftet dabei an den Stellen, an denen das Licht die Bildtrommel neutralisiert hat. Das Papier wird positiv aufgeladen (Ladewalze) und an der Bildtommel vorbeigeführt. Alle negativ geladenen Teilchen bleiben so auf dem Papier haften. Der Toner liegt lose auf dem Papier und erst die Fixiereinheit erhitzt das Papier mit dem Toner kurzfristig auf rund 200 Grad Celsius und bringt damit die im Toner befindlichen Harze zum schmelzen. So haftet der Toner optimal auf dem Papier. Die feinen Bürstchen am Ausgabefach neutralisieren die positive Ladung des Papiers.
Also ist Harz für das Haften verantwortlich. Dann nach Tonerzusammenstzung gesucht. Ergebnis : häufig Polyesterharz. Jetzt benötigt man etwas, das das Harz anlöst.

Weg A Temperatur ca. 200°C - also mit manchen Bügeleisen müsste es funktionieren.

Weg B Polyesterharz löst sich in starken Säuren und Laugen sowie in Estern, Ketonen und chlorierten Kohlenwasserstoffen. Das einfachste Keton ist Aceton.
Ob es was bringt das Holz vorher mit Aceton zu bestreichen ist fraglich, da die Verbindung zum Papier gelöst werden muss und der Toner auf dem Holz haften soll.

Also sollte theoretisch das Bügeleisen (200°C) sowie Aceton (bei Polyester) funktionieren. Nagellackentferner enthält oft Aceton. Möglicherweise macht es auch Sinn mit einem Heißluftfön das Blatt von vorn kurz zu erhitzen und dann auf die Zieloberfläche bringen und mit geränktem Aceton-Tuch von der Rückseite aus anzudrücken. Hab leider nur acetonfreien Nagellackentferner da - hätte es sonst gleich ausprobiert.
Müsste dann auch auf Blech oder Fliesen übertragbar sein.

Weg C Alten Laserdrucker auseinander bauen und die Fixiereinheit herausnehmen oder abschalten. Darauf hoffen, das die Ladung des Papieres ausreicht um den Toner darauf zu halten, wenn man es kopfüber auf eine Zieloberfläche bringt und heiß Aufbügeln.
Einen Laden eröffnen und individuelle Beschriftungen verkaufen.
Hier mal die Antwort die John Heisz mir geschickt hat
Hi,
I have had this problem before, when I was involved with an online forum - there's a "terminology" problem between Europe and North America. You guys call nearly every kind of clear varnish lacquer, including polyurethane. Over here, we tend to speak in more specific terms, as in "lacquer" is just that - acrylic lacquer, basically acrylic resin dissolved in lacquer thinner. Lacquer thinner is a mix of fairly strong chemicals, including toluene.
You would probably have better luck finding acetone, which will work as well.
Hope that helps,
John
Ich hoffe das hilft euch weiter.

Kurzfassung auf Deutsch: nehmt Aceton
Ich habe es auch mal versucht.
Hatte mich an diesem Projekt orientiert:
Fotos auf Holz übertragen.

Funktioniert hat es leider nicht. :-(

 

Auch meine Versuche mit diversen unterschiedlichen Geräten / Herstellen und somit verschiedenen Toner, waren bisher erfolglos.

 

Wenn ich das Video richtig interpretiere, dann wurde die Papierrückseite mit Lackverdünner (Terpentin??) getränkt um die Schrift zu übertragen.
Stellt sich jetzt die Frage, ob nicht auch zuvor das Brett (die Stelle) damit einzureiben ist. Wäre ja logischer, dann würde die Farbe schon an Ort und Stelle gelöst und übertragen (ohne erst durch das Papier dringen zu müssen).
Der Anpressdruck, -Papier, Farbe> Brett-, erfolgt dann mittels Lappens welcher nochmals von der Rückseite den Verdünner "nachspeißt" und die Farbe zusätzlich löst.???
Soweit meine Theorie

 

Geändert von Stromer (09.10.2013 um 14:19 Uhr)
Also mit Terpentin habe ich es versucht, allerdings nur auf der Rückseite des Papiers.
Es wär auf jedenfall noch ein Versuch wert, erstmal das Holz damit einzureiben dass von der anderen Seite der Toner auch gelöst wird.

Aber immerhin bin ich nicht der einzigste bei dem es nicht geht.

Wobei die Versuche von BirkenBastler eingentlich gar nicht so schlecht aussehen wie ich finde. Immerhin ist dort was auf dem Holz geblieben

Vielleicht kommt ja noch die Lösung

 

hat es schon jemand mit Atceton probiert. Bei "flüssigem Verdünner" ist die Frage was drin ist. Vllt gibts da Unterschiede zwischen Amerika und Deutschland.

 

Zitat von Patrick_92
...
Wobei die Versuche von BirkenBastler eingentlich gar nicht so schlecht aussehen wie ich finde. Immerhin ist dort was auf dem Holz geblieben
...
Da muss ich mal widersprechen. Ich habe es NICHT geschafft!
Ich verweise lediglich auf ein Projekt von Pronto.
Ihm ist es offensichtlich gelungen, mir nicht!

 

Im Video von ibi erzählt er doch von 2:10 bis 2:20 welche Optionen es gibt. Aceton ist eine davon. Ich hab hab ihn nun mal angeschrieben und gefragt für welche Art Lack sein Verdünner war. Mal sehen ob und wann ich eine Antwort bekomme.

 

@ BirkenBastler Oh dann hab ich das wohl übersehen als ich das Projekt angeschaut habe, sorry.

Bin mal gespannt was zurück kommt. Werde auf deine Antwort warten und schonmal danke für die Anfrage.

 

Hallo,
dafür gibt es spezielle Transfermedien, z.Bsp Art Potch Serviettenkleber usw.
Gibt bei You Tube auch einige Videos darüber in Deutsch. Und in diversen Bastelforen
findet man auch was darüber.z. Bsp. DIY, Fotodruch auf Holz.
So ganz einfach ist das auch nicht, habe da schon einiges probiert.
Es gibt auch Druckereien die das machen, kostet aber ein paar Euronen.

 

das es andere Verfahren gibt ist mir bekannt, es soll auch spezielles Papier für den Laserdrucker geben mit dem man das einfach dann hinbekommt.
Allerdings soll dieses dann wieder teuer sein.

Und ich dachte mir eben, dass so eine Lösung sehr günstig sein wird und dennoch gut aussieht.

 

puwo67  
Ich habe das Video von John Heisz auch schon vor längerer Zeit gesehen und durch diesen Thread hats mich jetzt gejuckt.

Hier die Fotos meiner Ergebnisse:

Auf dem ersten ein Farbbild auf Buche-Leimholz. (Ist etwas verwischt, ich habe nach dem Transfer mit den Fingern geprüft, wie fest die Farbe sitzt, war noch löcker )

Auf dem zweiten Bild einen Schriftzug auf Pappelsperrholz, das hat nicht so schön geklappt.

Verwendet habe ich Nitro-verdünnung für Holz von Clou (auf dem ersten Bild zu sehen).

- Papier auf das Holz legen
- Die Rückseite dann eini9ge Male mit dem befeuchteten Lappen abreiben
- Warten bis der Verdünner verdunstet ist
- Durch leichtes seitliches Anblasen das Papier entfernen (einfach zur Seite pusten)

Was dabei wichtig ist: Es funktioniert wohl nur mit Laserdrucken, Ausdrucke mit Tintenstrahlern sollen nicht gehen. Diese dann einfach durch ein Laserfax oder Laserkopierer schicken.
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Ich finde das erste Ergebnis kann sich echt sehen lassen, auch wenn es mit dem Finger verwischt wurde.

Es kommt mit Sicherheit auch sehr auf das Holz an. Dass es nur mit Laserdruckern funktioniert weis ich bereits, habe es so eben auch getestet.
Ich werde am Wochenende auch mal nochmal alle "Mittelchen" probieren, die ich im Keller so finde.
Wenn es auf dem Video funktioniert, werden wir das ja wohl auch hinbekommen

 

puwo67  
Ich denke mal, auf harten, feinporigen Holz wie Buche wird es besser aussehen und funktionieren als auf weichen wie Fichte. Vermutlich dürfte eine auf "Hochglanz" geschliffene Oberfläche auch bessere Ergebnisse liefern.

 

Es gibt spezielles Transferpapier, das ist aber für Textilien gedacht und geht nur auf
Tintenp.....! So eine Flasche Transfermedium kostet ungefähr 10 E.
Das geht auch auf Kupfer,Alu, Messing usw.
Das Holz muß dabei extrem fein geschliffen sein,mehrfach schleifen,wässern usw. (400 Papier). Das funktioniert folgendermaßen.
Holz und Papier mit Transfer satt einklecksen, auflegen u.mit Spatel absolut glatt ziehen.
Trocknen lassen.Dann muß das Papier mit Wasser und Schwamm abgerubbelt werden,
trocknen lassen und wenns geklappt hat lackieren.
Das Problem ist daß sich beim Abrubbeln manchmalBildteile ablösen.

 

Holzopa  
hab das erst kürzlich gemacht.

frau hat ein bild (strichzeichnung) in der 4ma ausgedruckt (haben keinen laserdrucker). hab das dann zwei tage später(!) mit einem billigstdorferbügeleisen (ohne dampf), ohne jegliche zusatzmittelchen, auf ein nicht sonderlich glattes stück fichtenholz gebügelt. ging eigentlich und ohne probleme.
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Geändert von Holzopa (11.10.2013 um 16:15 Uhr)
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