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Schreibtisch im Butcherblock Stil

21.10.2015, 21:20
Hallo zusammen,

vor einigen Wochen habe ich dieses Projekt gefunden, welches ich unglaublich gerne nachbauen würde.
http://imgur.com/a/97HAK
Meine Tischplatte würde ich gerne in dem Maß 180cm x 70cm bauen.
Bei der Stärke bin ich mir noch nicht sicher. Möglicherweise 3cm-5cm?
Vielleicht hat hier ja jemand einen Tipp?
Ich habe jedenfalls gelesen, dass richtig geleimtes Holz die selbe Stärke haben soll, wie Vollholz.

Nun denke ich darüber nach, wie ich das am besten umsetzen kann.
Möglichkeit 1: Einweg-Paletten zusammensuchen und die Bretter davon hobeln.
Dagegen spricht natürlich zum einen der enorme Arbeitsaufwand.
Zum anderen wurde mir im Baumarkt gesagt, dass ich doch lieber EUR-Paletten nehmen solle, aufgrund der schlechten Holzqualität.
Möglichkeit 2: Bretter im Baumarkt/ Holzhandel kaufen und in Stücke sägen.
Hiergegen spricht vor allem, dass ich nicht weiß, ob die Bretter verschiedener Holzsorten die gleichen Maße haben. Wenn nicht, müsste ich ja ebenfalls auf die richtige Dicke hobeln.
Zum anderen habe ich bisher nur Fichte/ Tanne o.ä. Holzsorten gefunden. Allerdings benötige ich mehrere verschiedene Holzsorten, um den erwünschten Effekt zu erhalten. Außerdem ist die Frage, wieviel mich das Kosten würde.

Der Umfang meines Werkzeuges ist begrenzt. Einen Hobel könnte ich mir leihen. Eine Handkreissäge werde ich mir demnächst zulegen.
Daher meine Bitte; möglichst einfach umsetzbare Lösungen.

Vielen Dank schonmal im Voraus!
Smurl​
 
Schreibtisch, Tischplatte Schreibtisch, Tischplatte
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37 Antworten
Dog
Ich würde den Gedanken verwerfen das selbst zu machen... Ohne bzw. kaum vorhandenem Werkzeug sowie entsprechende Zwingen seh ich wenig Chancen auf ne saubere umsetzung.

 

Janinez  
aussehen tut das Teil schon toll, aber ich denke nicht, daß Du das ohne gescheites Werkzeug hinbekommst.............................

 

Die Herstellung der Platte ist eine reine Fleißarbeit. Dabei könnte ich endlich meine ganzen Holzreste loswerden. Aber ganz ehrlich, ohne Abricht Dickenhobel, Formatkreissäge, Verleimpresse und den Zugriff auf diverse Sorten Schnittholz würde ich mich an dieses Projekt nicht heranwagen.

 

Geht es nur um die Optik? Schau mal nach Küchenarbeitsplatten. Solche gibt es zu kaufen, allerdings laminiert. In Echtholz extrem teuer ...

 

Kosten, Aufwand und Material/Werkzeug gleichzeitig auf "Low" oder "none" zu setzen, wird nicht funktionieren.
Hier trotzdem ein paar Überlegungen, damit Du nicht von Anfang an völlig entmutig bist:

Das größte Problem sehe ich auch in der (gleichen) Stärke der Bretter.
Welche Art Hobel könntest Du Dir leihen? Handhobel würde ich (bei meinen Fähigkeiten) gar nicht erst in Betracht ziehen. E-Hobel mindestens. Selbst damit wirst Du Arbeit haben und immer wieder nachmessen müssen. Abricht- und Dickenhobel wäre optimal, aber um so einen wird es sich vermutlich bei dem geliehenen Gerät nicht handeln, oder?
Hast Du vielleicht eine Schreinerei in Deiner Nähe? Angeblich kann man dort "für'n Appel und'n Ei" hobeln lassen. (Keine persönliche Erfahrung)

Holzwahl: Da würde ich mich nicht verrückt machen. Ich denke nicht, dass es bei diesem Projekt einen Unterschied macht, ob Du EUR- oder Einwegpaletten benutzt.
Klar, Du kannst Holz im Baumarkt/Holzhandel kaufen. Vielleicht geben die auch Verschnitte günstig ab. Ansonsten werden die Dir die Bretter auch in den gewünschten Stärken anbieten können (--> Kosten?!).
Wenn Du eine Lösung für das Hobelproblem gefunden hast, könntest Du mal einen Blick in die eBay-Kleinanzeigen werfen. Da wird manchmal gemischtes Holz sogar verschenkt.
Ob die Konditionen passen (Strecke, Transport, Anteil "Schrottholz") musste dann halt gucken.

Definitiv brauchen wirst Du passende Zwingen. Ohne richtigen Druck beim Verleimen wird das nichts.

Eine stationäre Säge wäre natürlich fein, aber mit einer Handkreissäge und einem ordentlichen Blatt sollte das auch machbar sein. Achte beim Kauf darauf, dass die Säge auch die richtige Schnitttiefe hat (mit 66mm Tiefe kommst Du bei Deinen 3-5 cm ja hin.)

Einen Bandschleifer kannst Du Dir auch im Baumarkt leihen, falls Du sonst keine Bezugsquelle hast. Per Hand würde ich nicht schleifen, sofern Du Dich nicht in einen meditativen Zustand begeben willst

Soweit erst mal.. Viel Spaß und Erfolg bei Deinem Projekt!

 

Munze1  
Eine kleine Anmerkung nicht alle zu verleimenden Einzelholzrest müssten die gleiche Stärke aufweisen, denn nur die, die zusammen eine Reihe bilden. Somit könnte ein zusätzlicher Effekt entstehen, indem dünne und dickere Bretter verleimt werden. Trotzdem ohne Dickenhobelmaschine wird das ganz schwer, oder du verleimst Stück für Stück und hobelst dann die zu dicken Bretter so lange ab, bis du auf die gleiche Stärke kommst, dann könntest du das per Handhobel elektrisch schaffen. Dauert halt länger, da du immer nur eine Lage verleimen kannst, warten musst bis diese trocken ist und dann hobeln, nächste Lage drauf und weiter gehts.
Bei dieser Arbeitsweise kann und wird es vorkommen, dass nicht alle Leisten gleich dick sind.

 

Vielleicht ginge es ja auch so:
Du beschaffst Dir eine stabile Platte (MDF, MPX) als Untergrund. Dann vielleicht aus Leimholz aus dem BM mit der HKS gleiche starke Leisten herstellen. Diese könnten ja aus unterschiedlichen Holzarten sein und zusätzlich noch unterschiedlich gebeizt werden. Diese vielen Leisten dann auf der Grundplatte in der gewünschten Zusammenstellung aufleimen. Wenn Du die Leisten in verschiedenen Längen machst, erreichst Du ein ähnlich lebhaftes Bild, wie auf Deinem Foto. Damit die Grundplatte später von der Seite nicht mehr zusehen ist, müsstest Du runderherum noch Leisten in der bereits verwendeten Stärke, aber eben mit etwas mehr Höhe ( eben + Grundplattenstärke) anbringen. Zum Schluss das Ganze mit dem Bandschleifer abziehen. Wobei das allerdings meinem o.g. Vorschlag, einen Teil der Leisten unterschiedlich zu beizen, widerspricht...
Jedenfalls wäre so der Hobelaufwand stark minimiert und das gewünschte Erscheinungsbild des Möbels erreicht.

 

@DerTobi
Endlich mal jemand, der nicht versucht mir das Projekt direkt aus dem Kopf zu treiben ^^
Leihen könnte ich mir einen Abricht- und Dickenhobel. Dass per Hand hobeln und schleifen wegfällt, war mir allerdings bewusst. So naiv bin ich dann auch nicht.^^

@chief
Deine Idee gefällt mir bisher am besten. Wäre auch am wenigsten Aufwand, bzw. am einfachsten umzusetzen.
Die Frage ist nur, wie du selbst schon erwähnt hast, wie ich das mit dem Schleifen mache, wenn ich das Holz beize.
Wäre diese Idee denkbar;
Einfach Latten o.ä. kaufen, zurecht sägen, dann die Ober-Kante schleifen, und die geschliffenen Kanten beizen. Müsste doch eigentlich eine glatte Fläche ergeben, sofern das Ausgangsholz keine großen Abweichungen aufweist, und ich beim Schleifen gleichmäßig viel wegnehme?
Ansonsten habe ich von Epoxidharz gelesen. Wäre es möglich davon eine Schicht am ende über das gebeizte Holz zu ziehen, und die Epoxidharz schicht glatt zu schleifen?

 

Geändert von Smurl (22.10.2015 um 12:41 Uhr)
Epoxy schleifen, ohne Spuren?.....
Am besten vorher schleifen, und dann ne Schicht epoxy drauf, aber ja nicht schleifen, denn jeden Schleifkratzer kannst dann wieder auspolieren.....

 

@smurl
Freut mich, dass ich helfen konnte. Allerdings glaube ich nicht, dass Du mit dieser Idee:
"Einfach Latten o.ä. kaufen, zurecht sägen, dann die Ober-Kante schleifen, und die geschliffenen Kanten beizen. Müsste doch eigentlich eine glatte Fläche ergeben, sofern das Ausgangsholz keine großen Abweichungen aufweist, und ich beim Schleifen gleichmäßig viel wegnehme?"
Erfolg haben wirst. Denn auch wenn durch die von mir vorgeschlagene "Mosaik-Puzzle-Methode" das Hobeln weitestgehend entfällt, wirst Du an einem abschliessenden Abschliff nicht vorbei kommen. Ich denke, es wird einfacher (und auch schöner) wenn Du die Farbgestaltung durch Auswahl der Hölzer vornimmst. Im Baumarkt bekommst Du auf jedenfall Fichte/Tanne, Buche, Eiche, Bambus und Hevea. An dunklere Holzarten wie, Wenge, Mahagonie, Nussbaum etc dran zu kommen, dürfte im Internet auch nicht so schwer sein. Das Material ist zwar etwas teurer, aber soviel brauchst Du ja auch nicht, zumal Du ja kaum Verschnitt haben wirst. Bei Deiner gewünschten Größe hast Du gerade mal 1,26 m² Fläche. Angenommen, Du suchst 5 Holzarten aus, wären das je Sorte gerade mal ein Viertel m². Eine Leimholzplatte im typischen Baumarktmass 800 x 400 mm hat schon 0,32 m².
Einen Denkfehler habe ich bei meiner Idee noch ausgemacht: Die Stirnseiten.
Hier könnte man die Leisten aber L-förmig zusägen, so dass sie die Grundplatte überdecken.

 

Ach ja..noch was. An der Beschaffung ausreichend großer Zwingen führt kein Weg vorbei. Evt. ergänzt durch ein paar Spanngurte. Und beim Leim würde ich nicht unbedingt Ponal Express nehmen, damit man noch korrigieren kann.

 

@Chief: Deine Vorschläge hinsichtlich der Holzarten und Beschaffung sind gut. Bei der Geschichte mit der Grundplatte hab ich aber Bedenken. MPX und MDF arbeiten nicht, das aufgeleimte Holz aber schon. Da Befürchte ich Risse in den Leimfugen oder Wölbung der Platte. Dann als Grundplatte lieber billiges Fichte Leimholz. Das arbeitet mit. Des weiteren Stelle ich es mir schwierig vor, die Leisten gleichzeitig aneinander und auf die Grundplatte zu leimen, so dass auch die Fugen schön dicht werden. Du kannst doch auch breitere Streifen in der gewünschten Plattenstärke aus den Leimholzplatten herausschneiden, die auf die gewünschte Leistendicke hobeln und dann hochkant verleimen.
So breite Platten stelle ich in Etappen her, die zunächst nur so breit sind wie die Hobelbreite meiner Maschine. Falls die Leisten etwas verrutscht sein sollten, ist dann kein Problem. Zum Schluß werden noch zwei oder drei Teilstücke in aller Ruhe aneinander geleimt. Der Schleifaufwand mit dem Excenter ist minimal. Bandschleifer wird nicht benötigt.

 

Guter Einwand mit der Grundplatte. Dürfte smurl entgegenkommen, weil günstiger als MPX . Das simultane Verleimen der Leisten mit der Platte und den anderen Leisten sehe ich nicht so problematisch. Wenn man sich an die Grundplatte an der Längsseite einen durchgehenden Anschlag macht und Reihe für Reihe arbeitet, könnte es klappen.

 

Ich denke ein paar Zwingen könnte ich mir leihen.
Wegen den verschiedenen Hölzern werde ich dann wohl doch mal zu einem Holzhändler in der Umgebung fahren müssen.
Die Frage ist nur, ob ich die "Streifen" die ich dann aus den Brettern sägen würde alle gleich breit werden würden, sodass ich mir das Hobeln sparen kann.
An das Problem der Stirnseiten habe ich auch schon gedacht. Aber diese kann man, wie du ja schon sagtest, einfach mit einem Stück Holz überkleben.
Zu der Grundplatte; Multiplex hätte halt schon die passende Größe.
Wie stelle ich das an, dass ich mehrere Leimholzplatten zu der gewünschten Größe zusammenfüge, und ausreichend Stabilität erreiche?

Und nochmal vielen Dank, dass Ihr Euch so viele Gedanken um mein Projekt macht!

 

Dog
Frag doch gleich den freundlichen Verleiher ob er dir so ne Platte macht.....

 

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