Werde Mitglied in der großen deutschen Heimwerker-Community!
Jetzt anmelden!
 

Schreibtisch aus Küchenarbeitsplatte?

25.03.2014, 10:14
Geändert von Dassyra (25.03.2014 um 10:26 Uhr)
Hallihallo

Als Neuling in Sachen heimwerken + weibliches Geschlecht stellen sich mir bei oben genanntem Thema natürlich ein paar Fragen

Ich habe neulich im Baumarkt Küchenarbeitsplatten mit den Maßen 2600 x 600 x 30 mm gesichtet und seitdem geistert mir die Idee eines neuen Schreibtisches im Kopf herum...

Auch auf die Gefahr hin, daß die Profis die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, würde ich gern Tips zu den folgenden Gedankengängen hören *zwinker*

Ich hatte vor, mir die Platte im Baumarkt direkt zurechtsägen zu lassen auf eine Breite von 1,20m und 2 weiteren Stücken á 70cm.
So wollte ich die 70cm Teile als Füße unter die Platte stellen, mit geleimten Dübeln befestigen und zusätzlich im Innenwinkel Metallverstärkungen (Winkel) anbringen.
Nachdem ich hier im Forum bereits gestöbert habe, entging es mir natürlkich nicht, daß diese Platten die Angewohnheit haben, sich durchzubiegen bzw. direkt "Knack" zu machen... Würde es reichen, 2 Kanthölzer in Längsrichtung unter der Platte zu befestigen, die mit Metallwinkeln an den Seitenteilen fixiert sind? Im Abstand von 20cm?

Die Platte müsste nicht viel Gewicht (zusätzlich zum Eigengewicht) tragen - Computermonitor (TFT), Tastatur und bissl Kleinkram. Zum aufstützen ist sie weniger gedacht und draufsetzen würde sich auch niemand

Bin offen für alles, nur sind Fähigkeiten & Werkzeuge begrenzt - eine Stahlkonstruktion als Unterbau schweißen käme also eher weniger in Frage *lach*
 
Arbeitsplatte, Schreibtisch Arbeitsplatte, Schreibtisch
Bewerten: Bewertung 1 Bewertung
33 Antworten

 

Geändert von Pfanni (25.03.2014 um 10:29 Uhr)
Tschuldigung Pfanni, das Thema war schon erstellt ehe ich meine eigentlichen Fragen stellen konnte^^ Da war ich wohl zu schnell

 

Hat es einen besonderen Grund, warum es eine Arbeitsplatte sein soll?

Würde eine Massivholzplatte, zusammen mit Kanthölzern, das nicht auch tun?

 

Munze1  
Wenn's gefällt geht das sicherlich. Die Konstruktion mit Holzdübeln, Metallwinkeln und Kanthölzer lässt mir gerade die Zehennägel aufstehen. Optisch geht das für die Werkstatt, als Schreibtisch möchte ich es nicht.
Dann geh lieber zu Ikea und kaufe dort schöne Tischbeine für die Küchenarbeitsplatte.
Was du noch bedenken musst, die Kanten vom Schnitt sind sichtbar - Spanplatte und müssen zusätzlich mit Umleimer versehen werden.

 

Aus optischen Gründen würde ich die Seitenteile, die Beine darstellen sollen, mit Gehrungen an der Platte anbringen, dann sieht man die Schnittkanten nicht. Die Innenseiten der Beine sind dann aber die Unterseite der Platte, die ist auch nicht wirklich schön.
Ob das stabil genug wird, kann ich aber nicht beurteilen. Vielleicht eine Strebe dazwischen?
Sind die meisten Arbeitsplatten nicht 60 cm tief? Mir wäre das zu wenig.
Gekaufte Tischbeine sind da bestimmt schöner, einfacher zu montieren und stabiler.

 

meist ist auch die unterseite der küchenarbeistplatte nicht wirklich schön (einfach nur beige) da könntest du schauen ob du die platte nicht "doppelt" nehmen willst (falls das mit der evtl rundung an der unterseite noch gut ausschaut) oder du schaust die mal das video von bosch an wo der tisch gebaut wird...so könntest du dir auch deine beine selber bauen im arbeitsplattenlook. und bei 120 breite würde ich mir keine gedanken über die tragkraft der platte machen. mein schwager hat eine platte auf über 3m länge mit nur 3 winkeln an der wand.

 

dausien  
Küchenarbeitsplatte ist ja ein weites Feld - wenn es Massivholz ist, die 30mm deuten darauf hin, sehe ich kein Problem, auch von der Stabilität. Bei Spanplatte hast du wie schon geschrieben das Problem mit der Kante und auch die Stabilität ist nicht so toll. auch optisch ist es glaube ich nicht so der Bringer.
Mir persönlich würde aber auch die Tiefe von nur 60cm stören, speziell wenn da noch ein PC (TFT-Monitor und Tastatur) Platz finden sollen.

 

Vorausgesetzt dein räumliche Umgebung lässt eine größere Arbeitsplatte zu, solltest Du eine größere Platte wählen. Eine Arbeitsfläche von nur 120 cm x 60 cm ist wirklich sehr begrenzt. Sobald ich mich mit 2 Ordnern und Laptop auf meinen Schreibtisch von 180 cm x 80 cm ausbreite, wird es schon eng.

 

Woody  
Also ich könnte mir das schon recht schön vorstellen. Die gerundeten Kanten der Arbeitsplatte vorne, die Seitenteile und Platte aber auf Gehrung verbinden und aus meiner Sicht ganz wichtig, im unteren Bereich hinten oder mittig noch eine Querverbindung mit Rundholz zur Stabilisierung. Letzteres kannst auch als Fußstütze verwenden. Montier sie aber hoch genug, dass du noch mit einem Besen/Staubsauger drunter kommst.

Nachteil: durch die Rundungen kannst du weder Schubladen noch einen Rollcontainer o.ä. problemlos unterbringen.

 

Verwerfung klingt nach Leimholzplatte.

Deine Konstruktion muss folgende Dinge berücksichtigen:
- Je größer die Spannweite und je höher das Gewicht auf der Platte desto stärker biegt sie sich in Richtung der Lamellen durch
- Falls Verwerfungen entstehen (Buch z.B. macht das gerne) werden die 90° zur Richtung der Lamellen auftauchen
- 30mm Leimfläche werden auch mit Dübeln und Winkeln nur knapp ausreichen die Scherkräfte aufzunehmen falls mal jemand gegen den Tisch stolpert
- Ich halte eine zusätzliche Aussteifung im hinteren Bereich der "Beine" für notwendig
- Die Arbeistfläche ist schon recht klein, mir wäre sie zu klein
- ästhetische Qualitäten gehen der Lösung aus meiner Sicht bei diesen Proportionen leider ab
- Leimholzküchenarbeitsplatte werden meist geöl geliefert. Das Öl muss erst mal runter, sonst wird das nichts mit dem Leim

 

Geändert von Fernton (25.03.2014 um 14:08 Uhr)
Munze1  
Schneiden sie im Baumarkt Arbeitsplatten auf Gehrung? Wenn nein wirds aufwendig, dann hilft nur eine Formatkreissäge oder Handkreissäge mit Führungsschiene um dort einen sauberen 45 Grad Winkel zu schneiden. Sonst gibt es wieder Lücken, und bloss nicht mit der Stichsäge im Winkel schneiden...... das wird nix.

 

Warum heißen die Dinger Küchenarbeitsplatten und nicht Schreibtischplatten?
Ich würde eine solche Platte aus zweierlei Gründen nicht verwenden. Zum einen sind sie nicht selten teurer als eine entsprechend dimensionierte Leimholzplatte vom Holzhändler zum anderen habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Dinger die seltsame Angewohnheit haben sich zu werfen und zu schwinden was das Zeug hält (ich gehe von einer Massivholzarbeitsplatte aus). Ohne entsprechende bauliche Vorkehrungen (z.B. Gratleisten oder Schubkastenunterbau) hat man da nicht lange Freude an einer geraden Platte. Der von Dassyra beschriebene geplante Aufbau des Schreibtisches ist außerdem ein Kartenhaus und wird beim ersten anstoßen in sich zusammenfallen. So schön auch selbermachen sein kann, aber ohne die nötigen Kenntnisse, würde ich eher den Gang zum schwedischen Möbelhaus empfehlen.

Die Empfehlungen mit Gehrung setzen schon höhere Fertigkeiten voraus, die aber laut TE nicht vorhanden sind. Von daher würde ich das ganz schnell wieder vergessen.

 

Geändert von nirosta (25.03.2014 um 14:59 Uhr)
So schlimm ist das nicht mit den Küchenplatten.
Ein Komilitone hat die alten Platten aus seiner Küche zu einem L-Schreibtisch zusammengeschraubt.
Ein einfacher Ausleger mit 60cm Tiefe an der Wand und einen Ausleger in doppelter Breite (120cm) in den Raum rein.
Da lernen wir in der Lerngruppe zu drin dran, ohne das was wackelt. Selbst wenn unsere Köpfe in der Klausurphase auf den Tisch knallen bleibts stabil.
Die Füße sind die oben genannten IKEA Tischbeine.

Aber wenn man nur eine Platte mit 60cm Tiefe nimmt ist das zu wenig. 80cm brauchts mindestens wenn man Laptop und Ordner gleichzeitig nutzen muss.

 

Ich denke spätestens an der Stelle wäre es sinnvoll zu wissen, um welche Art von Platte es geht - Massivholzplatte oder Pressspan?

 

Hi, ich gestehe: ich habe einen Schreibtisch aus einer Küchenarbeitsplatte Unser Schreibtisch besteht aus einer 30mm Küchenarbeitsplatte in Buche Leimholz, ist 240cm lang und eben 60cm tief.

Willst du den Schreibtisch frei im Raum stehen haben oder soll er an einer Wand stehen? Unserer steht an zwei Seiten an Wänden, mit denen er auch fest verbunden ist. Wir haben an einer kurzen und einer langen Seite eine Leiste (gehobelte Fichte/Tanne-irgendwas) an der Wand verschraubt, auf der die Arbeitsplatte aufliegt. Zusätzlich gibt es noch zwei Metall-Tischbeine, auf denen der Tisch steht. Die Leisten an der Wand verhindern schon etwas das Verwerfen und Durchbiegen. Um es aber noch etwas besser zu unterdrücken, habe ich etwa auf der halben Länge und kurz vor dem Ende, das frei im Raum steht, einen Gegenzug von unten an der Platte verschraubt und verleimt. Als Gegenzug habe ich 20mm starkes und 25cm breites Fichte/Tanne Leimholz genommen, dass eben genau quer zur "Faserrichtung" der Arbeitsplatte angebracht ist. Der Tisch steht jetzt seit 4 Jahren so und bis jetzt hat sich noch nichts verzogen. Man sieht aber, das ein paar der Leistenverbindungen der Arbeitsplatte selbst arbeiten - das sieht man aber auch bei unserem gekauften Esstisch aus Buche.

 

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Ansicht