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Schraubfall

05.01.2010, 14:47
Kann mir bitte jemand sagen was ein Weicher bzw. ein harter Schraubfall ist?

Danke

BOB 2010
 
Drehmoment, harter Schraubfall, weicher Schraubfall Drehmoment, harter Schraubfall, weicher Schraubfall
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12 Antworten
Hi Bob,

konnte es mir zwar denken, aber habe schnell mal gegooglt und besser als das Ergebnis hätte ich es auch nicht erklären können.

http://www.kurswerkstatt.de/heimwerk...tikel_1799.htm

 

Das finde ich sehr interessant !

Ich hatte mich mal für einen "goldenen" Bitsatz von Wera entschieden. Der war sehr teuer, und es war eine schwere Kaufentscheidung, wo es doch so viele billige Bitsätze gibt.

Ich verwende ihn ausschließlich für Schraubarbeiten in Holz, mein Akkuschrauber steht immer auf Bohren, ich mag die Drehmomenteinstellung nicht, mit ein wenig Übung hat man das im Griff. Seid dem ich diesen Bitsatz habe, ist mir nie wieder ein Bit kaputt gegangen ! Die billiger Dinger habe ich zwar noch, werde ich aber wahrscheinlich nie wieder verwenden müssen.

Noch ein Tipp: Wichtig ist auch den richtigen Bit für die richtige Schraube zu verwenden: So gibt es neben verschiedenen Größen auch Kreuzschlitz in PH (Phillips) und PZ (Pozidriv) http://de.wikipedia.org/wiki/Pozidriv

 

Zitat von kindergetuemmel
Das finde ich sehr interessant !

Ich hatte mich mal für einen "goldenen" Bitsatz von Wera entschieden. Der war sehr teuer, und es war eine schwere Kaufentscheidung, wo es doch so viele billige Bitsätze gibt.

Ich verwende ihn ausschließlich für Schraubarbeiten in Holz, mein Akkuschrauber steht immer auf Bohren, ich mag die Drehmomenteinstellung nicht, mit ein wenig Übung hat man das im Griff. Seid dem ich diesen Bitsatz habe, ist mir nie wieder ein Bit kaputt gegangen ! Die billiger Dinger habe ich zwar noch, werde ich aber wahrscheinlich nie wieder verwenden müssen.

Noch ein Tipp: Wichtig ist auch den richtigen Bit für die richtige Schraube zu verwenden: So gibt es neben verschiedenen Größen auch Kreuzschlitz in PH (Phillips) und PZ (Pozidriv) http://de.wikipedia.org/wiki/Pozidriv
Besser als ein Bitset zu kaufen ist es die Bits zu kaufen die man wirklich benötigt. Erfahrungsgemäß braucht man nur einen gewissen Teil im Bit Set meist nicht.

Beim Neukauf von Schrauben sollte man darauf achten Torx, Torx-Plus oder Innensechskant zu nehmen. Diese bieten bessere Kraftübertragung und die Kraft kommt zu 99% dorthin wo sie soll. Andere Antriebe werden auch schrittweise vom Markt genommen.
Auch die Art der Schraube (mit Schneidspitze etc.) kann das Ergebnis verbessern.

Beim Verschrauben von 2 Teilen nach Möglichkeit immer vorbohren. Das vermindert die Haltbarkeit und Festigkeit der Verschraubung nicht und schützt vor Splittern des Werkstücks.

 

hi, bin über die sufu auf diesen thread gestoßen. aber genau die fragestellung habe ich auch: was ist der schraub fall in weich und hart. der link oben scheint nicht mehr auf eine beschreibung zu führen oder ich bin zu dusselig, den passenden text zu finden. auch google hat noch nichts rausgeschmissen, was für mich verständlich war.
kann jemand von euch, das kurz und verständlich erklären, was damit gemeint ist?

danke

 

Hallo,

der weiche Schraubfall liegt vor, wenn das direkt unter dem Schraubenkopf ( oder der Mutter ) liegende Material ( meistens Holz ) nachgibt, wenn die Schraube also nach Anliegen des Schraubenkopfes weiter eingedreht wird und die Schraube durch dieses weiterdrehen in das Material hineingezogen wird.
Wird nach dem Aufsitzen des Schraubenkopfes weiter ein Drehmoment eingebracht, dann zieht sich die Schraube tiefer in das Holz hinein. Hieraus folgt, dass bei einem weichen Schraubfall die Einschraubtiefe begrenzt werden muss. Am Besipiel einer Holzschraube mit Senkkopf ergibt sich daraus ein typischer Drehmomentverlauf.

Der harte Schraubfall liegt vor, wenn wenn das direkt unter dem Schraubenkopf ( oder der Mutter ) liegende Material nicht nachgibt, auch wenn weiter ein Drehmoment auf die Schraube einwirkt. Der typische harte Schraubfall ist das Eindrehen einer Schraube mit Metallgewinde. Wird nach Aufsitzen des Schraubenkopfes weiter ein Drehmoment eingebracht, dann kann sich die Schraube nicht weiter in das Metall hineinziehen. Wenn das Drehmoment hoch genug ist und weiterhin einwirkt, wird die Schraube abreißen. Hieraus folgt, dass bei einem harten Schraubfall das Drehmoment begrenzt werden muss.
Am Beispiel einer Maschienenschraube in Metall ergibt sich ein typischer Drehmomentverlauf.

Markus_H

 

vielen Dank für diese Infos...darüber habe ich auch immer nachgegrübelt...jetzt bin ich schlauer!

 

Das ist mal eine wirklich verständliche (und eigentlich logische) Erklärung, danke Markus_H

 

Moin,

hier mal ne ganz genaue Festlegung http://194.132.104.144/websites/TOOL.../$FILE/009.pdf
ansonsten gilt beim weichen Schraubfall steigt die Kraft die zum Schrauben gebraucht wird langsam an, z.B. auch wenn es gar nicht zur Anlage des Schraubkopfes kommt (zu schwacher Schrauber für die verwendete Schraubengröße) das wäre dann ein reiner weicher Schraubfall. Wenn man eine Metallverschraubung (nicht Blechschraube sondern vorgeschnittenens Gewinde,z.B. Radbolzen) mit Schwung zur Anlage des Schraubenkopfes bringt(plötzlicher Stop). In diesem Fall erzeugt nicht nur der Motor des Schraubers die Kraft sondern auch die Schwungmasse aller beteiligten Komponenten . Dieser Fall wird gerne von den Herstellern als max Drehmoment angegeben, da der Wert viel höher, als der weiche Schraubfall ist ! Im wahren Leben hat man es eigentlich immer mit Mischungen aus beiden zu tun,da man ja keine Schrauben verwendet die der Schrauber nicht ganz eindrehen kann hat man immer einen "Schwunganteil", genauso beim Harten Schraubfall hier federt der Arm des Benutzers einen Teil der Kraft ab, wenn der Schraubenkopf anliegt (ausser man ist Supermann).

Gruß Heiko

 

Hallo,

das max. Drehmoment wird wie folgt errechnet:

Aus euren Reihen kam bei mir die Anfrage nach Unterscheidung Drehmoment und Nenndrehmoment. Ich hab mich da mal schlau gemacht, und so sieht´s aus:

Das Drehmoment (max), ist das Drehmoment, welches die Maschine unter Idealbedingungen und im Überlastbereich maximal leisten kann. Für Daueranwendungen darf dieser Wert nicht als Grundlage herangenommen werden.

Das Nenndrehmoment hingegen ist das Drehmoment, welches die Maschine DAUERHAFT zur Verfügung stellen kann, ohne in den Überlastbereich zu kommen.

Eine Be- oder Umrechungsformel zwischen diesen beiden Größen existiert nicht. Sie ist je nach Maschinentyp (Getriebe, Motorgröße, Drehzahl etc.) unterschiedlich und muss jeweils ausgemessen werden.

Und wenn wir schon dabei sind:

Leerlaufdrehzahl ist die Drehzahl, die eine Maschine ohne Belastung - also im Leerlauf - maximal bringen kann. Unter Last sinkt die Drehzahl durch die Anwendung.

Die Nenndrehzahl ist die Drehzahl, welche eine Maschine unter Nennlast (bspw. 500 W / siehe Produktaufkleber) bringt.


Markus_H

 

Ich habe vor einiger Zeit diese Seite entdeckt - vielleicht schon bekannt - trotzdem. Dort werden solche Dinge ebenfalls erläutert:
http://www.powertool-portal.com/?lng=de

 

Das ist dann - vereinfacht ausgedrückt - die alte Schrauber-Regel: Nach "zu" kommt "ab", richtig?

 

dausien  
Zitat von kasperleralf
Das ist dann - vereinfacht ausgedrückt - die alte Schrauber-Regel: Nach "zu" kommt "ab", richtig?
oder bei zu viel Kraft

  • Harter Schraubfall: Der Schraubenkopf ist lose (Schraube gebrochen).
  • Weicher Schraubfall: Der Schraubenkopf kommt auf der anderen Seite des Brettes wieder raus.

 

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