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Schrank aus OSB bauen! Bitte um Anregung und Tipps!

06.04.2014, 19:29
Geändert von Holzamateur12 (06.04.2014 um 19:35 Uhr)
Hallo
Ich möchte 2 Schränke bauen, wo später Schubladen reinkommen.
Dafür habe 19er OSB Platten. Für die Schubladen habe ich Außzugschienen

Was aber momentan nicht das Problem ist.

Das Problem ist, keine fachlichen Fehler zu machen, beim zusammen bauen der OSB Platten. Ich müsste quasi, 2 Seitenwände, 1 Hinterwand, und Boden und Deckelplatte zusamen führen. Ich habe nun schon mir rausgelesen, das ich die Seitenwände auf die Unterplatte stellen muss, und nicht diese seitlich anbringen sollte.
Ich möchte am liebsten keine Schrauben verwenden sondern Lamellos, habe eine Lamellofräse gekauft dafür.
Wie bringe ich aber ein Maxium an Stabilität in die Konstruktion?
Ist es fachlich richtig die OSB Platten mit Lamellos zu verbinden?
Möchte am liebsten keine Holzstreben mehr Innen verwenden.
Wer bock hat, kann bitte ja mal was zu schreiben. Danke vorab!

Habe da mal meine Vorstellung mit Google Sketchup gezeichnet, siehe Anhang.
Ist das ok so? Oder würdet Ihr es anders machen?
Soll ein Werkstattschrank werden mit Schubladen nachher, aber erst mal der Korpus.
Das Mahagonifarbende Brett im Schrank, soll die Bodenplatte der Schublade andeuten...

Unten habe ich zur Stabilierung, und auch weil der Schrank auf dem Boden steht, ein Blendleiste eingefügt, damit die Schubladen etwas höher sitzen. Aber auch optisch ist dies sicherlich richtig.
Was sagt Ihr dazu? Einfach alles mit Lamellos zusammen leimen ok?
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Lamellos, OSB, Schrank, Werkstatteinrichtung Lamellos, OSB, Schrank, Werkstatteinrichtung
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33 Antworten
Ich hab vor gut einem Jahr ein Regal aus OSB Platten gebaut.
Alles nur verschraubt.
Erst eine Lattenkonstruktion an die Wand, und dann angebaut.
Mit kleinem Sockel und Mittelwand.
Ob die Seitenwände jetzt auf dem Sockel aufliegen, oder daneben sind sehe ich als völlig egal an. In meinem Fall ist nur die Mittelwand auf dem Sockel.
Aber ich bin froh das alles nur verschraubt ist. Es hat sich ergeben das Ich das umgestalten muß. Verleimt mit Lamellos könnte ich es nur abreissen.
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Woody  
Wenn du sowieso eine Blende unten machen möchtest, kannst du ja unter der Bodenplatte zbsp. Dachlatten anschrauben und daran dann die Seiten- und Rückwand. Ich glaube persönlich nicht, dass Lamellos in OSB genügend Halt haben werden (allein aufgrund der Plattenzusammensetzung).

Versuche es doch einmal an 2 Reststücken, ob du überhaupt Lamellos setzen kannst.

 

OSB für Werkstatt ist bestimmt eine gute Wahl.

Warum Seitenwände auf den Boden stellen? So musst Du unter den Boden Anschnitte analog Deiner Blende anbringen. Das macht es aufwändiger und instabiler. Gerade die Seitenwände bis auf den Boden mit der Frontblende, evtl. Entsprechenden Abschnitten hinten und in der Mitte machen durch die Winkelverbindungen das ganze schon sehr stabil.

Für die Rückwand würde ich die Seitenwände und den Deckel ausklinken/fräsen, den Boden um 19 mm kürzer machen und das ganze gut leimen und im Vollholz des Bodens schrauben und die Seiten/Deckel nageln (Stifte). Das tut dem ganzen keinen Abbruch, aber stabilisiert enorm.

Die Mittelwand könntest Du teilweise durch den Boden durchstecken - also Nut ausfräsen und die Mittelwand entsprechend ausklinken dann durchstecken und mit der Rückwand von hinten verschrauben. An den sichbaren Verbindungen Lamellos, alles von unten oder hinten verschrauben. Da spartst Du viel Zeit und es wird richtig stabil.

Bevor Du zusammenschraubst bring die Auszüge an. Geht deutlich einfacher. Oder zumindest schon mal die Löcher vorbohren. Im Schrank wird das sonst ein Gepfrimel und häufig schief.

Hast Du das Holz schon gekauft? Wenn nein, nimm lieber dickere Platten. Die Lamellos haben ja auch schon eine gute Tiefe. Und für die Auszüge sind Spax-Schrauben auch ziemlich kurz.
Solltest auch mal schauen, was für Schrauben Du nimmst. Werden die Schubladen schwer? Auf jeden Fall in jedes vorhandene Loch ne Schraube. Spax würde ich möglichst vermeiden. Zu wenig Auflage im Gewinde. OSB ist sehr weich. Viel weicher als übliche Spanplatten. Nimm Möbelbauschrauben - also solche ohne Spitzen. Loch vorbohren und 6er Schrauben rein. Bei 6 mm hast Du bestimmt die doppelte Gewindeauflage und mehr Stabilität.

Viel Erfolg! Und stell das Ergebnis als Projekt ein ... - wollen doch sehen, was und wie Du es machst.

 

Die Haltbarkeit von Leimverbindungen bei OSB solltest du nicht unterschätzen, Woody.
Diese Kisten könnte ich aus dem Fenster werfen. Die Stadt macht mir da Sorgen.
Ich muß den Schaden am Bürgersteig bezahlen.
Mir gings im vorigen Beitrag mehr darum wo die Seitenwände sein sollen.
Auf dem Sockel, oder daneben. Vollkommen egal meiner Meinung nach.

 

Zitat von Holzamateur12
Das Problem ist, keine fachlichen Fehler zu machen, beim zusammen bauen der OSB Platten.
Persönlich halte ich die Auswahl von OSB-Platten für ein solches Vorhaben für einen Fehler, aber jeder wie er mag

Zitat von Holzamateur12
Ich habe nun schon mir rausgelesen, das ich die Seitenwände auf die Unterplatte stellen muss, und nicht diese seitlich anbringen sollte.
Beides ist möglich und mit den richtigen Verbindern auch machbar.

Zitat von Holzamateur12
Ich möchte am liebsten keine Schrauben verwenden sondern Lamellos, habe eine Lamellofräse gekauft dafür.
"If all you've got is a hammer, every problem looks like a nail"

Zitat von Holzamateur12
Wie bringe ich aber ein Maxium an Stabilität in die Konstruktion?
Indem du entweder anderes Material oder eine andere Verbindungstechnik nimmst. Zur Verbindungstechnik bei Plattenwerkstoffen gibt es eine lesenswerte Blogserie.

 

Zitat von Rainerle
OSB für Werkstatt ist bestimmt eine gute Wahl.

Warum Seitenwände auf den Boden stellen? So musst Du unter den Boden Anschnitte analog Deiner Blende anbringen. Das macht es aufwändiger und instabiler. Gerade die Seitenwände bis auf den Boden mit der Frontblende, evtl. Entsprechenden Abschnitten hinten und in der Mitte machen durch die Winkelverbindungen das ganze schon sehr stabil.

Für die Rückwand würde ich die Seitenwände und den Deckel ausklinken/fräsen, den Boden um 19 mm kürzer machen und das ganze gut leimen und im Vollholz des Bodens schrauben und die Seiten/Deckel nageln (Stifte). Das tut dem ganzen keinen Abbruch, aber stabilisiert enorm.

Die Mittelwand könntest Du teilweise durch den Boden durchstecken - also Nut ausfräsen und die Mittelwand entsprechend ausklinken dann durchstecken und mit der Rückwand von hinten verschrauben. An den sichbaren Verbindungen Lamellos, alles von unten oder hinten verschrauben. Da spartst Du viel Zeit und es wird richtig stabil.

Bevor Du zusammenschraubst bring die Auszüge an. Geht deutlich einfacher. Oder zumindest schon mal die Löcher vorbohren. Im Schrank wird das sonst ein Gepfrimel und häufig schief.

Hast Du das Holz schon gekauft? Wenn nein, nimm lieber dickere Platten. Die Lamellos haben ja auch schon eine gute Tiefe. Und für die Auszüge sind Spax-Schrauben auch ziemlich kurz.
Solltest auch mal schauen, was für Schrauben Du nimmst. Werden die Schubladen schwer? Auf jeden Fall in jedes vorhandene Loch ne Schraube. Spax würde ich möglichst vermeiden. Zu wenig Auflage im Gewinde. OSB ist sehr weich. Viel weicher als übliche Spanplatten. Nimm Möbelbauschrauben - also solche ohne Spitzen. Loch vorbohren und 6er Schrauben rein. Bei 6 mm hast Du bestimmt die doppelte Gewindeauflage und mehr Stabilität.

Viel Erfolg! Und stell das Ergebnis als Projekt ein ... - wollen doch sehen, was und wie Du es machst.
Ich hab nur die Hälfte verstanden, aber auch nicht wichtig.
Verstanden hab ich das dickere Platten genannt werden.
Dicker wie 19er OSB, gibts das überhaupt?
Und wozu soll das gut sein?
15er reicht für so Kleine Schränkchen schon.
Das mit den Euroschrauben ist widerrum gut, halten besser.
Aber das Spax zu kurz sind halte ich für ein Gerücht

 

Woody  
Zitat von HansJoachim
Die Haltbarkeit von Leimverbindungen bei OSB solltest du nicht unterschätzen, Woody.
Diese Kisten könnte ich aus dem Fenster werfen. Die Stadt macht mir da Sorgen.
Ich muß den Schaden am Bürgersteig bezahlen.
Mir gings im vorigen Beitrag mehr darum wo die Seitenwände sein sollen.
Auf dem Sockel, oder daneben. Vollkommen egal meiner Meinung nach.
Ich lerne immer gerne dazu

 

Zitat von HansJoachim
Dicker wie 19er OSB, gibts das überhaupt?
Bis 25mm sollte das problemlos im Halbwegs sortierten Handel zu bekommen sein. Die Stärke wäre aber wohl übertrieben für den Schrank.

 

HansJoachim: Zu den Spax: üblicherweise 3 mal 15, mit Glück 3 mal 18 und mit noch mehr Glück 3,5 mal 18 mm. Ich schrieb zu kurz und meinte zu dünn um wirklich was zu halten. Und bei 19er OSB auch zu kurz. 25er in der Seitenwand kann man mit 3,5 mal 25 mm Spax verschrauben. Sind immerhin 7 bis 10 mm und damit ein Drittel länger und evtl. auch stärker. Und bei dieser Größe ein erheblicher Unterschied in der möglichen Belastung.

Ob nun 19 oder 22 oder 25er OSB ist nur für die Schrauben der Auszüge interessant. Wenn da nichts schweres reinkommt ...

 

Interessant weiter zu Diskutieren, auch wenns für das kleine Schränkchen vom Holzamateur unwichtig erscheint (zumindest für mich).

Ich muß mein Regal umbauen, die Seiten sind aus 15er OSB.
Der Sockel muß erst einmal raus, die Mittelwand wird etwas versetzt auf den Boden gestellt.
Von der rechten Seitenwand zur neu gesetzten Mittelwand sind es dann 120 cm.
Von der Mittelwand zur linken Seitenwand wird es dann einen neuen Sockel geben.
In die 120 cm zw. Mittel und rechter Seitenwand soll mein Rollschrank rein.
Da der Recht niedrig ist sollen noch 1-2 niedrige Schubladen darüber, dann eine Arbeitsplatte die aber nur als Ablage dienen soll. Es wird nicht darauf gearbeitet.
Der Rest ergibt sich, Fächer für Koffer, Bohrständer und sonstiges.
Ich seh nicht den geringsten Grund das zu verleimen, oder stärkere Platten zu nehmen.
Selbst die beiden neuen, 120 cm breiten Schubladen werde ich in dem 15er OSB einbauen.

 

Habe jetzt gerade 2 Ladenschränke aus OSB gebaut. Wenn Du willst mache ich ein paar Fotos. OSB mit Lamellos verbunden. Seitenteile nicht durchgehend sondern Sockelkasten auf diesem steht das Ganze. Schubladen 100 cm breit aus 15 mm Spanplatten. Die Herausforderungen sind die Kanten. Ich habe 6 mm Anleimer ausgehobelt und angebracht, normale Kanten sind nicht gut anzubringen.
Gustav
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Geändert von gustkraft (06.04.2014 um 21:54 Uhr)
Hm, die Sache mit den stehenden Seitenwänden finde ich sinnvoll, da die Kräfte von oben (durch aufgelegtes Zeug auf der Oberseite o.ä.) nach unten abgeleitet werden. Bringst du die Seitenwände an der Seite an, hast du andere Belastungen auf deinem Verbinder.
Wenn du also mit Lamellos arbeitest, solltest du die Seitenwände unbedingt unten und oben von deiner Ober-/Unterplatte einfassen, also so wie du es gezeichnet hast.


Die Stabilisierung durch Latten oder Balken an der Wand ist gut, allerdings nicht für jeden Mittel der Wahl, da das Schränkchen ja vll auch mal umgesetzt werden soll, o.ä.

Und dass OSB als Material für dein Vorhaben geeignet scheint, hat Gustav ja gerade gezeigt =)

PS: Wenn nicht, bist du wenigstens nicht der einzige mit einem zusammengebrochenen Schränkchen

LG

 

Munze1  
OSB als Schrankmaterial finde ich persönlich eher ungeeignet. Das ist gut als Konstruktionsmaterial für Wände und Decken. Im Keller als Schrank vielleicht gerade noch...... Die Geschmäcker sind ja verschieden.

 

Ich verstehe das Aufsetzen der Seitenteile nicht. Bei einer Tiefe von 60 cm genügen 3 Lamellos und anständiges Verleimen. Wieso Pfosten, Bretter und Latten. Wenn die Rückwand eingefalzt uns geschraubt ist. Hält wie der Teufel. Schau euch das bei gekauften Möbel an. Seitenwand ist durchgehend und nicht aufgesetzt. Zuerst Kasten bauen, dann Sockelkasten, 2 cm rundherum zurückspringend, Kasten draufgesetzt und verschrauben. Fertig die Schmose.
Gustav

 

Richtig Gustkraft.
Aber in den Möbelgeschäften findest du alle Arten der Korpuskonstruktion.
Seitenteile die auf dem Boden aufliegen und Sockelblenden haben.
Seitenteile die auf einem Sockel aufliegen.
Seitenteile die auf dem Bodenbrett aufliegen, und das Bodenbrett hat extra Füsse.
Welche dieser Varianten jemand bevorzugt ist Geschmacksache.
Ich persönlich mag die erste, stabil sind alle Variationen.

 

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