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Schornsteinschacht in Wand finden

17.10.2013, 03:57
So! Hallo erstmal!
Es geht um folgendes, vielleicht etwas kurioses Problem: ich würde mir liebend gerne in meiner Wohnung einen Kabelanschluss legen lassen. Da ich im 3. Stock einer Altbauwohnung wohne, kann das Kabel (wahrscheinlich) nur über den ehemaligen Schornsteinschacht in den Keller verlegt werden, wo es dann mit der "Verteilerbox" oder wie das heisst verbunden wird. Dieser besagte Schornsteinschacht wird aktuell nicht mehr verwendet, der ehemalige Zugang zu dem Schacht (also da, wo früher der Ofen stand) ist nur noch eine Wand. Das Problem ist, dass ich nicht genau weiß wo gebohrt werden muss, um auf den Schacht zu treffen. Im Keller kann man die Öffnungen der einzelnen Schächte erkennen, der Grundriss im Keller lässt sich aber nicht auf meine Wohnung übertragen.
Es gibt einen Hausmeister, den ich zuletzt aber nicht erreichen konnte. Die Vermieterin ist über 80, die will ich nicht mit solchen Fragen belästigen (und glaube nicht, dass sie mir helfen kann). Ich habe nach einem Blick aufs Dach eigentlich ganz gut abschätzen können, wo der Schacht entlang gehen müsste, aber eine entsprechende Bohrung hatte keinen wirklichen Erfolg.
Nun wollte ich mal fragen, ob vielleicht jemand eine Idee hat, wie ich diesen Schacht finden kann? Oder sollte ich lieber einen professionellen Handwerker kommen lassen?

Viele Grüße aus Hamburg!
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23 Antworten
Gibt es keinen Plan vom Haus, wo er eingezeichnet ist ?

 

Janinez  
auch der Kaminkehrer müßte wissen, wo alle - auch die stillgelegten Schornsteine verlaufen

 

Zitat von Janinez
auch der Kaminkehrer müßte wissen, wo alle - auch die stillgelegten Schornsteine verlaufen
mienen Kaminfeger interessiert der alte Kamin nicht. Erst wenn ich den wieder aktivieren würde.

 

Geändert von Jupp00 (17.10.2013 um 07:10 Uhr)
Wenn Du die Wand kennst, an der früher der Ofen stand, kannst Du versuchen die Wand anzuklopfen. überlicherwesie wurden die Ofenrohre entweder in irgendwas Hufthöhe in die Wand geführt oder in etwa Kopfhöhe, mit etwas Glück findest Du die Stelle so.

Solltest Du natürlich nur als Anhaltspunkt für eine Suche nutzen.

Prinzipiell sei zur Verwendung von Kaminzügen als Kabelschächte gesagt, das es sich hier um eine, sagen wir mal, nicht optimale Verwendung handelt. Das Kabel ist auf ca. 8m nur an der obersten Stelle abgefangen, dort wirkt das ganze Gewicht der 8, Kabel. Zum anderen wei0 man nie, ob der Kamin nicht reaktiviert wird, wenn dann ein Kabel drin liegt, gibt es mindestens 2 Probleme - kein Empfang und ein Kaminbrand.
Ein Kaminzug sollte nicht oder nur im absoluten Ausnahmefall zur Verlegung von Kablen verwendet werden.

 

Du hast mit einem Blick aufs Dach abgeschätzt. Könntest du nicht mit einem Blick in den Kkeller oder in den Speicher messen? Die Endpunkte müssten doch recht einfach zu finden sein.

 

Also ich würde nicht ohne Zustimmung des Vermieters einen Kamin anbohren. Auch wenn er aktuell nicht in Betrieb ist. Wenn du ihn jetzt als Kabelschacht nutzt, darf er ohne weiteres nicht wieder in Betrieb genommen werden. Das kann schonmal Unmut bei der Hausverwaltung/ Vermieter machen.

Wenn du das OK hast, kannst du ja mal mit den anderen Anwohnern sprechen. Wenn die Wohnungen gleich geschnitten sind, wissen die das vielleicht oder haben noch alte Bilder. Ansonsten hilft nur die Klopfmethode. Oftmals wurden die alten Bohrungen nur mit Klappen abgedeckt, dann hört es sich hohl an.

 

Zitat von Fernton
Du hast mit einem Blick aufs Dach abgeschätzt. Könntest du nicht mit einem Blick in den Kkeller oder in den Speicher messen? Die Endpunkte müssten doch recht einfach zu finden sein.
Auch hier aufpassen: Kamine müssen nicht immer gerade sein ;-) Da gibts auch gekrümmte!

 

In Altbauten laufen die Schornsteine nicht immer schön senkrecht, sondern auch mal schräg oder mit Versatz. Sinnvollerweise werden unbenutzte Schornsteine meist auch verschlossen und einige Steinreihen auf dem Dach werden abgenommen und die Steine werden einfach in den Kamin geworfen, wos sie dann irgendwo verkeilen und zu einem unlösbaren Problem werden.

Du findest den Schornstein einfach und ziemlich zuverlässig, indem Du etwas Schweres an einer Schnur in den Schornstein herablässt. Am Gepolter kannst du ziemlich genau erkennen, wo der Schornstein ist.

Aber - wie Pfanni schon sagt - es ist eine sehr schlechte Idee, für deren mögliche Schäden Du persönlich haftest.
Wenn es im Keller schon einen Multiswitch gibt, muss doch irgendjemand im Haus Schüsselempfang haben - vielleicht hat der/die eine bessere Lösung.

 

Soweit ich weiss, darf ein stillgelegter Kamin sowieso erst wieder in Betrieb genommen weden, wenn der Schornsteinfeger ihn überprüft hat und die Benutzung der vorgesehenen Brennstelle absegnet.
Die Erlaubnis zur Kabelverlegung würde ich dennoch schriftlich beim Vermieter einholen.

Bevor man aber diesen Weg geht, würde ich einen Fachmann hinzuziehen. Vielleicht ist dieser Aufwand gar nicht nötig. Wenn der Kabelanschluss im Keller schon vorhanden ist und Nachbarn daran angeschlossen sind, liegt meist schon eine Verteilung vor, die nur noch entsprechend angeschlossen werden müssen. In Altbauten sind dann meist Leitungen vom Keller in den Dachboden verlegt, da die Einspeisung der alten Dachantennen in die Wohnungen von dort vorgenommen wurden.
Eigenmächtig das Kabel an einen vorhandenen Kabelanschluss im Keller aufzulegen würde ich mir auch überlegen und es lassen. Das ist dann Aufgabe des Kabelanschlussanbieters. Eigenmächtig das Kabel anzuschliessen könnte teuerer werden.

 

ist die Kellertür nicht identisch mit deiner Wohnungseinganstür?
Schritte abzählen, wie früher bei den Schatzkarten
oder abklopfen der Wand bei ca. 1m Höhe, vielleicht triffst du dann die Stelle wo das Ofenrohr früher reinging.
Oder, mach dir einen Grundriss des Kellers und dann deiner Wohnung.

Gruß
Golefima

 

Hallo zusammen und vielen Dank für die zahlreichen Antworten!!!
Also das Einverständnis der Vermieterin habe ich. Und ich weiß dass ich eigentlich noch eine Schornsteinfreigabe durch den Bezirksschornsteinfeger bräuchte. Das Problem ist: er will aufs Dach und ich habe selbst keinen Zugang zum Dach, nur eine Nachbarin. Ist also alles sehr umständlich und wahrscheinlich auch mit Kosten verbunden. Außerdem kommt unten aus dem Schacht schon ein Kabel raus. Muss wohl zu einem Nachbarn gehören. Vielleicht schreite ich zum Äußersten und frage mal die Mieter unter mir, ob sie schon einen Anschluss haben.
Ich würde das halt gerne selbst machen. Und zwar weil ich schon mehrmals Kabel beantragt habe und immer wenige Tage später Post kam, es sei unmöglich ein Kabel zu verlegen. Dabei hatte sich nur beim allerersten Mal ein Techniker das angeschaut, und der schien mir etwas überfordert und wusste nicht, wo das Kabel lang soll. Ich würde also gerne, wenn ich nun erneut Kabel beantrage, direkt dazu schreiben, dass es ohne Probleme möglich ist (eine lokale Firma hatte sich das auch schon angeschaut und würde das auch machen, allerdings nur mit Schornsteinfreigabe durch den Feger und für 300 Euro).
Im Keller ist das leider wirklich schwer, dort ist nur ein brusthoher Gang ohne Licht und wenn ich da vor den Schächten stehe, weiß ich wirklich nicht, welcher Punkt das in meiner Wohnung wäre.
Abklopfen habe ich auch schon versucht... Aber Probebohrungen über den hohlen Klopfgeräuschen haben nix gebracht...

Also ich werd mal meine Nachbarn fragen und versuchen den Hausmeister zu erreichen. Aber euch nochmals vielen Dank für die Hilfe!!!

 

Zitat von Pfanni
Wenn Du die Wand kennst, an der früher der Ofen stand, kannst Du versuchen die Wand anzuklopfen. überlicherwesie wurden die Ofenrohre entweder in irgendwas Hufthöhe in die Wand geführt oder in etwa Kopfhöhe, mit etwas Glück findest Du die Stelle so.

Solltest Du natürlich nur als Anhaltspunkt für eine Suche nutzen.

Prinzipiell sei zur Verwendung von Kaminzügen als Kabelschächte gesagt, das es sich hier um eine, sagen wir mal, nicht optimale Verwendung handelt. Das Kabel ist auf ca. 8m nur an der obersten Stelle abgefangen, dort wirkt das ganze Gewicht der 8, Kabel. Zum anderen wei0 man nie, ob der Kamin nicht reaktiviert wird, wenn dann ein Kabel drin liegt, gibt es mindestens 2 Probleme - kein Empfang und ein Kaminbrand.
Ein Kaminzug sollte nicht oder nur im absoluten Ausnahmefall zur Verlegung von Kablen verwendet werden.
Zum Thema Gewicht: Das Kabel hält das locker aus. Es muss nur eine Zugentlastung beim Übergang Schacht -> Wohnung eingesetzt werden.
Tum Thema Reaktivierung: Jede Wohnung hat ihren eigenen Kamin. Somit is es mir "Wurscht" wenn ein anderer seinen Kamin reaktiviert da er nicht auf "meinem" Kamin hängt. Wäre auch nicht sehr Sinnvoll wenn der unter mir einheizt und ich geräuchert werde.

 

Wenn der Kamin stillgelegt ist, brauchst du eigentlich keine Genehmigung des Schornsteinfegers, jedenfalls soweit ich weiß. Der interessiert sich soweit ich weiß erst wieder dafür, wenn der Kamin wieder aktiviert werden soll. Wichtig ist halt, dass es einen Unterschied, zwischen außer Betrieb und nur nicht genutzt gibt!

@MartinSchirghuber: Warum soll jede Wohnung einen eigenen Kamin haben? Das ist mir ziemlich neu? Möglich, dass es Häuser gibt, in denen das so ist, aber garantiert nicht der Regelfall!

 

Wäre mir auch Neu, das jede Wohnung einen Kamin hat, da müssen ja bei Mietshäusern Berge von Kaminen sein.
Denke mal, er meint Anschlüsse

 

So ganz abwegig ist das nicht, immerhin sind im Keller mehrere (glaube 6) einzelne Klappen von den Kaminschächten zu sehen.

Zur Veranschaulichung habe ich mal Bilder angehängt. Auf dem Dach kann man erkennen, dass quasi keine Schächte mehr existieren. Ist alles zugemacht worden. In meiner Wohnung entspricht diese aus der Wand heraus stehende Kante (links im Bild) dem rechten Bereich des Schornsteinareals auf dem Dach. Dies kann man abschätzen, wenn man auf dem Dachboden steht. Da gibt es auch diese Kante, immer Keller leider nicht. Ich schätze, dass dieser Zylinder, der da als Schornsteinersatz oder so übrig geblieben ist, über einem Schacht liegt und habe dann in meiner Wohnung mit dem gleichen Abstand von der Kante (40cm) in die Wand gebohrt, bin leider noch nicht auf Öl gestoßen. Ich glaube allerdings, dass ich noch tiefer bohren muss als die jetzigen 12cm. Auf dem Bild sieht das so aus, als wäre der schwarze Zylinder etwa 20cm vom unteren Rand entfernt. Aber irgendwie traue ich mich nicht noch tiefer zu bohren
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