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Schnitttiefe Handkreissäge

24.04.2013, 21:43
Hallo,

meine Frage: Bei einer Handkreissäge ist ja immer die maximale Schnitttiefe (auch für Gehrungen) angegeben.
Kann ich diese auch wirklich ganz ausnutzen? Oder ist es sogar möglich noch dickeres Holz zu schneiden als die maximale Schnitttiefe vorsieht und den Rest anderweitig abzusägen oder gibt es hier einen Rückschlag mit fürchterlichen Konsequenzen?
 
Handkreissäge, Schnitttiefe Handkreissäge, Schnitttiefe
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15 Antworten
Grundsätzlich ist das kein Problem, jedoch könnte es sein, dass der Spaltkeil etwas übersteht, dann würdest du hängen bleiben!

 

Die maximale Schnitttiefe ist durch das Sägeblatt vorgegeben. Die Länge, die das Sägeblatt über den Schlitten übersteht, das ist die nutzbare Schnitttiefe. Ein größeres Sägeblatt als das was eingebaut ist, ist aus bautechnischen Gründen nicht einzubauen. Kleiner geht immer, aber größer nie.

 

@ Guenther Fr: D.h. der Spaltkeil sieht vor, dass man gar nicht die volle tiefe des Sägeblattes ausnutzen kann oder ist das einfach aufgrund der Bauweise so?

@Electrodummy: Das ist klar, ich könnte mir als Amateur nur denken, eine geringe fehlende Schnitttiefe dann mit einer Handsäge weiterzuschneiden. Nur falls die Schnitttiefe des Sägeblattes nicht reichen würde.

Also kann man sagen, das ist eher kein Sicherheitsrisiko und mir fliegt die Säge nicht um die Ohren??

 

Zitat von GuentherFr
Grundsätzlich ist das kein Problem, jedoch könnte es sein, dass der Spaltkeil etwas übersteht, dann würdest du hängen bleiben!
Wenn das der Fall ist, ist der Spaltkeil falsch montiert oder es ist der falsche Spaltkeil zum Sägeblatt. Das Sägeblatt muss immer 1-2 mm überstehen.

Ich habe mal Balken (für eine Voliere) durch beideitige Schnitte durchtrennt, weil mir die Schnitte mit der Kettensäge zu grob waren. Weil der Arbeitsweg geringer war als der Sägeblattdurchmesser bestand keine Rückschlaggefahr.
Diese Methode ist nicht für das Durchtrennen von dicken Platten oder den Längsschnitt durch dicke Bretter geeignet, weil die Rückschlaggefahr bei 100% liegt - und das ist ziemlich viel (nur Rheinländer mit ihrem Supersuperlativ könnten das noch steigern).
:-)
Für Tauchschnitte gibt es Tauchsägen. Mit einer Handkreissäge ist das viel zu gefährlich.

 

Hallo,

ich habe schon sehr oft Trennschnitte in dickem Material von zwei Seiten gemacht. Aber immer mit Führungsschiene. Erhöhte Rückschlaggefahr besteht da nicht. Friehand, also ohne Schiene habe ich es noch nicht versucht. Das wäre mir auch zu ungenau, die beiden Schnitte sollen sich ja möglichst genau treffen.

Gruß

Heiko

 

@Holzbastler
Zitat von holzbastler
Erhöhte Rückschlaggefahr besteht da nicht.
so sehr ich Deine Expertise schätze - dass glaube ich nicht.
Allerdings habe ich noch nicht so viele Kilometer gesägt wie Du und bin eher "übervorsichtig"
:-)

 

Hallo Heinz,

ich beziehe das auf das Schneiden mit Führunsschiene.Wo siehst du denn denn Grund für eine erhöhte Gefahr, dass die Maschine zurückschlägt?

Wenn man eine Schiene benutzt, das zu schneidende Material nicht so liegt, dass es den Schnitt verklemmt, der Spaltkeil richtig sitzt und das Sägeblatt nicht stumpf ist, sind das Schnitte wie alle anderen auch.

Gruß

Heiko

 

Hallo Heiko,
ehrlich gesagt, ist es mehr ein ungutes Gefühl. Ich fühle mich an der TKS wesentlich sicherer, wenn ich das Werkstück mit beiden Händen führen kann. Wenn man mit der Methode eine 2000*2400 Platte durchsägt, muss man schon ziemlich photogene Verrenkungen machen.
- ich trau mich nit.
;-)
Gruss
Heinz

 

Hallo Heinz,

es geht um Handkreissägen. Da wird das Werkstück nicht geführt, sondern die Maschine.

Gruß

Heiko

 

Hallo Heiko,
das weiss ich doch. Du denkst auch ich wär ****.
;-)
Ich sagte, dass ich (wenn ich schon einen Tauchschnitt mache) die TKS bevorzuge.
Das war ein Systemvergleich. ;-)
HKS Tauchschnitt :-(
TKS Tauchschnitt :-) (mit Vorbehalt)
Gruss
Heinz

 

Danke für die Diskussion!

Also eine Festool TS 55 und gut ist?

 

http://www.youtube.com/watch?v=Ou2jaz19zLc

 

Woody  
Der Nachteil wenn man zuerst mit der HKS und danach mit einer anderen Säge vollendet, ist die unterschiedliche Sägeblattstärke. Probiers mal aus und du weißt, was ich meine.

@Heinz: mir ist noch nie die HKS zurückgeflogen und ich schneide sehr sehr viel damit...man darf sie halt nicht lockerlassen, solang sich das Blatt noch dreht

 

Zitat von Woodworkerin
Der Nachteil wenn man zuerst mit der HKS und danach mit einer anderen Säge vollendet, ist die unterschiedliche Sägeblattstärke. Probiers mal aus und du weißt, was ich meine.
Das ist aber nur relevant wenn auch beide Seiten des Schnittes genutzt werden sollen.
Man kann mir einer Hansäge bündig am Rand des Schnittes sägen, ohne Versatz.

 

@Heinz

Ich kann Heiko nur unterstützen, wenn man die Säge gut im Griff hat hat man auch Rückschläge unter kontrolle. Ich habe schon 12er Balken längs getrennt mit der PKS 66 (nach Anriss, ohne Schiene oder Anschlag). Man muss einfach die Maschine sehr stark auf das Material drücken, den wenn man vor Rückschlägen Angst hat wirds gefählich. Genauso bei der Kettensäge, wenn man mit der Schienenspitze sägt und andauernd denkt: "jetzt schlägt es gelich zurück" dann wird das auch passieren.

Rückschläge treten sowieso meistens bei freihändigen Querschnitten auf, bei einem 190er Blatt bei Schnittlängen zwischen 10 und 16cm, nämlich dann wenn das Blatt verkanten kann, so dass hinter und Vorderteil des Blattes einhängen. Sägt man eine Latte ab, ist der Schnitt schon beendet bevor das Material die Blattmitte überschreitet. Sägt man breite Bretter wirkt der Spaltkeil dem Klemmen entgegen.

 

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