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Schnittschutzhose ohne Wirkung

27.08.2010, 07:30
Hallo!
Da ich bald nen Sägeschein machen will, die Kettensäge bestellt und der Helm schon gekauft ist, brauche ich auch noch ne Schnittschutzhose.
Nun begab es sich auf einer Nachbardienststelle, dass sich ein älterer Männ das Bein abgesägt hat. Das verwunderliche war, dass er ein Stihl-Schnittschutzhose trug!
Meine Fragen nun:
Wie kann das passieren??
Auf was muss ich achten?
Habt ihr auch schon sowas gehört??
Ich wollte es ja nicht glauben... aber die Fotos (die ich nicht veröffentlichen werde) sind echt krass!
 
Arbeitssicherheit, Kettensägen, Schutzhose, Sicherheit Arbeitssicherheit, Kettensägen, Schutzhose, Sicherheit
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23 Antworten
Hallo benjyhh,

Schnittschutzhosen bieten einen Schutz, nicht die absolute Sicherheit gegen Verletzungen. Wann diese Systeme versagen oder anfällig werden lässt sich am besten in dem Artikel nachlesen.

http://www.kwf-online.de/deutsch/loh...tzeinlagen.pdf

Gruß Reinhold_A

 

Hallo benjyhh,

das ist ein guter Hinweis. Viele denken, mit der Schnittschutzhose passiert nix und ich bin unverwundbar wie Superman.
Um den von dir geschilderten Fall besser analysieren zu können fehlen eine paar Details.
Es kommt auf den Zustand der Hose an. Ist sie vielleicht start vermutzt gewesen oder kam mit schädlichen Substanzen in Kontakt? Hat er sich vielleicht in die Wade geschnitten? (Dort sind in der Regel keine Schutzfasern!)
Dann: Was war es für eine Säge? Die "normalen" Schnitschutzhosen sind für eine Schnittgeschwindigkeit von max 20m/s ausgelegt. Hat er an der Säge getunt und sie läuft schneller, dann kann die Schutzwirkung versagen.
Dann: Was ist mit der Kette. Eine Arbeitskollege schärft seine mit der Flex (keine Ahnung wie), aber du kannst eine Kette sanft schleifen, d.h. für nen schönen Schnitt, oder kannst sie agressiv schleifen, dementsprechend kommts zu einer anderen Schnittleistung.

Gib mal bei youtube Schnittschutzhose ein. Erschreckend auf was man sich alles so verlässt ;-)

 

hey,hallo...
mache bald nen Fichtenmopedführerschein. Und keine Angst vor dem umgang mit der Kettensäge aber eine riesengroße Portion RESPEKT.
Im Nachbarort hatte sich einer ins Bein gesägt.
Der dachte ihm kann nix passieren.

 

Das Versagen der Schutzhose kann unterschiedliche Gründe haben. Normalerweise bremsen die Fasern die Kette aus. Sind die Fasern, auf grund von Alter, Verschmutzung oder Kontakt zu Chemikalien, jedoch schon rissig oder porös setzt die Wirkung entweder verspätet oder garnicht ein. Schnittschutzhosen helfen zwar aber man darf sich trotzdem nicht für unverwundbar halten.

 

Bei meiner Kettensägenunterweisung habe ich erlebt, wie sich jemand trotz Schnittschutzhose eine Hautverletzung am Unterschenkel zugezogen hat. Glücklicherweise ist nichts all zu dramatisches passiert. Die Hose war wohl zu häufig in der gewaschen worden, was wohl sehr schädlich für die Fasern ist.

Einige Jahre später hätte ich selbst ohne einer solchen (neuen) Hose vermutlich rechts mein halbes Bein einbüßen müssen. Beim entasten stand ich zu nah an beim anderen, der sich umdrehte und mir seine Kettensäge gegen mein Bein drückte. Schnittschutzhose sei dank ist nichts passiert.

 

Puhh... da haste ja nochmal Glück gehabt!

 

Mit der Zeit wird man einfach zu sicher. Für mich war das ein Zeichen, mir immer wieder die Gefahr solcher Maschinen vor Augen zu halten. Man(n) braucht Respekt, keine Furcht :-)

 

Hallo benjyhh,

gute Schnittschutzhosen haben in der Regel ein Etikett, auf dem steht, wieviel Geschwindigkeit die Fasern aushalten, wie oft sie gewaschen werden dürfen und vor allem, wie lange die Lebensdauer der Fasern ist / bzw. wann man die Hosen austauschen sollte.
Meine Hosen, von einem teurem deutschen Hersteller (Name weiß ich jetzt gerade nicht) sollen nach ca. 35 Waschgängen oder max. 3 Jahren lieber entsorgt werden, da sonst keine Sicherheit mehr gegeben sein soll.
Ob das stimmt kann ich nicht sagen (ich hab die Hose erst seit 2 Jahren), möchte ich aber auch lieber nicht austesten.
Vielleicht solltest Du mal zu einem Händler deines Vetrauens gehen und dich genauer Informieren. Bei einer großen Stihl-Vorführung haben die mal eine Hose auf einen Baumstamm gelegt und dann mal mit einer Säge da reingeschnitten.

Ich hoffe, ich konnte Dir mit meiner Aussage weiterhelfen.

Gruß
Franke

 

Schnittschutzhosen bieten einen großen Schutz gegen Schnittverletzungen habe gesehen wie eine Schnittschutzhose eine kettensäge zum stehen bringt ich würde beim Arbeiten mit einer Ketensäge immer eine solche Hose tragen.

Wenn die Hose deines Nachbarn zu alt war habe ich auch schon Gehört das sie dann nicht mehr so gut auffasern soll und da kann es schon zu schnittverletzungen kommen.

Also Hose am Etikett Überprüfen und wenn sie zu alt ist besser eine neue Hose kaufen die ist billiger als ein neues Bein.

 

Brutus  
Es heißt ja nicht umsonst: "Gefahr erkannt, Gefahr gebannt".
Man muss seinen "Feind" halt studieren um ihn wirklich zu kennen, auch aus diesem grunde sollte auch nicht jeder der keine Ahnung hat am Strom spielen.
Was ich nicht kenne und nicht beherrsche, lasse ich andere machen die es können oder ich befasse mich lange mit der Materie um sie zu beherrschen, was aber dennoch nicht immer machbar ist, ein Restrisiko lässt sich eben nie vermeiden.

 

Ekaat  
Die meisten Arbeitsunfälle entstehen durch Sorglosigkeit - die meisten Heimwerkerunfälle durch Unkenntnis. Wenn ich nur hin und wieder mit der Maschine arbeite, gehe ich mit dem Ding vorsichtiger um, als wenn es tagtäglich geschieht. Beispiel gerade heute bei uns im Lager: 2m Welle Ø360 (1,6t Gewicht) wurden vom LKW mit einem Textil-Hebegurt entladen. Dieser hat(te) eine max. Nutzlast von 1,5t. Ich, zufällig anwesend, sagte, der Lagerist solle ein Stahlseil nehmen, der Stropp könnte reißen. »Ach - da passiert schon nichts, die Stropps haben ja die dreifache Sicherheit« spach's und fuhr weiter mit dem Kran. Kaum baumelte das gute Stück einen Meter hinter dem LKW gab es einen Knall, der Stropp riß und die Welle fiel aus 2m Höhe zu Boden. Die ganze Bude hat gewackelt! Zu Schaden kamen nur ein paar Betonsteine der Pflasterung. Glück im Unglück, denn die Kameraden im Lager haben die blöde Angewohnheit, das Transportierte stets anzufassen. Diesmal gottlob nicht.
Hoffentlich liest die Berufsgenossenschaft nicht mit :=O

 

Eine Schnittschutzhose muss locker am Bein sitzen darf nicht spannen. Die Hose biete auch nur Schutz vor einer Säge die am auslaufen ist wenn man mit vollgas in die Hose schneidet bietet die keinen Schutz. Wenn die Säge scharf ist geht die ohne große Probleme bei vollgas durch die Hose. Hab ein paar erfahrungen damit weil mein Vater Forstwirtschaftsmeister ist und Motorsägenlehrgänge leitet.

 

Zitat von Franke
Hallo benjyhh,
Bei einer großen Stihl-Vorführung haben die mal eine Hose auf einen Baumstamm gelegt und dann mal mit einer Säge da reingeschnitten.
Hab ich auch gesehen.... bei der Pferd und Jagd- Messe in Hannover....
War super interessant!

 

Zitat von Ekaat
Die meisten Arbeitsunfälle entstehen durch Sorglosigkeit - die meisten Heimwerkerunfälle durch Unkenntnis. Wenn ich nur hin und wieder mit der Maschine arbeite, gehe ich mit dem Ding vorsichtiger um, als wenn es tagtäglich geschieht. Beispiel gerade heute bei uns im Lager: 2m Welle Ø360 (1,6t Gewicht) wurden vom LKW mit einem Textil-Hebegurt entladen. Dieser hat(te) eine max. Nutzlast von 1,5t. Ich, zufällig anwesend, sagte, der Lagerist solle ein Stahlseil nehmen, der Stropp könnte reißen. »Ach - da passiert schon nichts, die Stropps haben ja die dreifache Sicherheit« spach's und fuhr weiter mit dem Kran. Kaum baumelte das gute Stück einen Meter hinter dem LKW gab es einen Knall, der Stropp riß und die Welle fiel aus 2m Höhe zu Boden. Die ganze Bude hat gewackelt! Zu Schaden kamen nur ein paar Betonsteine der Pflasterung. Glück im Unglück, denn die Kameraden im Lager haben die blöde Angewohnheit, das Transportierte stets anzufassen. Diesmal gottlob nicht.
Hoffentlich liest die Berufsgenossenschaft nicht mit :=O
die nicht,aber ne FaSi

 

Brutus  
Gibt es da nicht etwas ähnlich sicheres wie ein Stichhandschuh beim Metzger ?

 

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